Wie ist die Arbeit in einer Krippe?

Wie ist die Arbeit in einer Krippe?

Beitragvon saaneschnitte » Sonntag 14. März 2010, 15:07

Hallo,

ich habe vor meiner Elternzeit 7 Jahre in einem Sprachheilkindergarten gearbeitet.
Nun stehe ich kurz vor dem Wiedereinstieg und frage mich, ob die Arbeit in einer Krippe, also mit kleineren Kindern etwas für mich wäre.
Mit der Krippenarbeit war ich vorher noch nie in Kontakt, außer natürlich zu Hause bei meinen eigenen Kindern, aber das ist ja was anderes.

Kann mir jemand etwas darüber erzählen? Was findet ihr toll an der Arbeit mit kleineren Kindern, was mögt ihr nicht so gerne?

Vielen Dank und liebe Grüße
saaneschnitte
 
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Re: Wie ist die Arbeit in einer Krippe?

Beitragvon Krümel-Monster » Sonntag 28. März 2010, 13:40

Hallo saaneschnitte,

ich habe keine Krippenerfahrung, aber habe neulich mal mit einer Bekannten darüber gesprochen. Sie meinte, es sei eine schöne, aber sehr anstrengende Arbeit. Der Pflegeaufwand ist natürlich sehr hoch und die Kinder sind ja überwiegend noch in dem Alter, wo sie miteinander noch sehr wenig machen, sondern sie spielen eher nebeneinander und es gibt dort wohl öfter körperliche Auseinandersetzungen.

Hier gibt es aber noch Leute, die in der Krippe arbeiten, die Dir sicher bessere Informationen geben können!
Man muss nicht sehen können, um Einsichten zu gewinnen; nicht hören können, um etwas mitzubekommen. Man muss nicht kompliziert denken können, um etwas zu verstehen; nicht laufen können, um mitzukommen.
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Re: Wie ist die Arbeit in einer Krippe?

Beitragvon Frau Schnupp » Sonntag 4. April 2010, 11:41

So, ich schreibe hier jetzt auch nochmal was, obwohl ich "eigentlich" nicht in einer Krippe arbeite. Bei uns sind die Krippenkinder 1-3 Jahre alt (Unsere Leitung nennt es Familiengruppe, was so vom Alter her dem aber auch nicht entspricht) und ich arbeite dort zweimal in der Woche im Spätdienst (Von 12-14 Uhr) und sonst immer, wenn eine der beiden Gruppenerzieherinnen nicht da ist.
Ich habe also einen kleinen Einblick und arbeite so sehr gern. Was für mich auf jedenfall ein sehr wichtiger Punkt ist und worauf ich achten würde ist die räumliche Ausstattung. Bei uns ist es da ganz miserabel und die Kinder tun mir immer furchtbar leid, aber das ist wieder ein anderes Thema. Die Arbeit an sich mit den Kindern ist sehr sehr schön, zwar natürlich ganz anders als im Elementarbereich (da arbeite ich eigentlich) aber man bekommt auch eine Menge zurück. Man freut sich tierisch wenn die Kinder anfangen allein zu essen, bekommt die ersten Laufversuche mit, die ersten Wörter ... es gibt jeden Tag etwas neues, weil sie sich so irre schnell entwickeln. Man hat super viel Spaß und eine ganz andere Bindung zu den Kindern. (So geht mir es jedenfalls)
Natürlich ist der pflegerische "Aufwand" enorm hoch, wir planen im Tagesablauf 1 1/2 Stunden für das Wickeln ein. Und was mir auffällt, obwohl ich nur recht wenig dort bin, es geht ziemlich auf den Rücken. Wir haben zwar eine Treppe zum Wickeltisch und auch sonst trage ich niemanden, aber es gibt Situationen, da lässt es sich manchmal nicht vermeiden. Wenn man da also sowieso schon anfällig ist, aus was für Gründen auch immer, wäre das schon für mich ein Grund, davor zurückzuschrecken.
Ansonsten ist die Krippe ein sehr sehr schöner Arbeitsbereich und ich würds auf jedenfall auch tun, wenn es sich ergeben würde - aber wohl nicht für immer. :daumen:

Ich hoffe ich konnte dir damit ein wenig helfen,
liebe Grüße
Frau Schnupp
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Re: Wie ist die Arbeit in einer Krippe?

Beitragvon saaneschnitte » Montag 12. April 2010, 10:20

Danke für eure Antworten! :daumen:
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Re: Wie ist die Arbeit in einer Krippe?

Beitragvon Peter Goge » Donnerstag 22. April 2010, 08:58

Moin,

ich arbeite seit 3 Jahren - als Mann - im Krippenbereich. Ich betreue momentan 7 Kinder zwischen 1 und 3 Jahren.

Die Arbeit ist sehr anspruchslos, langweilig, dann wieder knüppelhart, sie machen eh alles so, wie sie es wollen und nicht so, wie ich es pädagogisch und methodisch mir gedacht habe... :zunge:

Ne im Ernst:
Die Arbeit ist sehr strukturiert:
Morgenkreis, dann ne halbe Stunde für ein Bastelangebot, dann ein kleiner Snack, dann Anziehen, Rausgehen, Reingehen, Ausziehen, Windeln wechseln, Mittagessen, dann das Highlight: Mittagsschlaf! dann wieder Anziehen, noch ne halbe Stunde für ein Spiel, dann Aufräumen, Imbiss und Anziehen und Rausgehen. Zwischen durch immer wieder Windeln wechseln...

Du kannst es Dir "einfach" machen und die Kinder anziehen -- nur dann lernen sie es einfach nicht. Oder die langsame und ausdauernde Art und Weise, wo sie es aber lernen...

Erwarte keine Höchsleistungen von den Kleinen, schöne Projekte können denen egal sein, das was sie machen, ist eh das richtigere und schönere.

Puh, ist vielleicht auch gerade zu früh, um hier mehr zu schreiben, ansonsten immer für ne Antwort offen :kappe:
Das Leben des Krippenerziehers: Spielend und im Schlaf Geld verdienen...
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