Männer in Kitas!

Männer in Kitas!

Beitragvon Krümel-Monster » Dienstag 27. Juli 2010, 09:29

Hallo zusammen,

ich zhabe hier einen ganz interessanten Beitrag gefunden: http://www.familienhandbuch.de/cmain/a_Hauptseite/s_3461.html
Man muss nicht sehen können, um Einsichten zu gewinnen; nicht hören können, um etwas mitzubekommen. Man muss nicht kompliziert denken können, um etwas zu verstehen; nicht laufen können, um mitzukommen.
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Re: Männer in Kitas!

Beitragvon Steffi_282 » Dienstag 27. Juli 2010, 19:41

Danke für den Link!

Zumindest hier im Forum ist der Anteil an (werdenden) Erziehern ja recht hoch. Zumindest sieht man unter den Anmeldungen ziemlich oft auch männliche Personen.
Leider ist es im Berufsalltag noch zu wenig, das stimmt! Wäre doch schön, wenn dieses Modellprojekt hilft, mehr Männer den Job in der Kita schmackhaft zu machen. Zumindest genieße ich Fortbildungen, wo auch mal ein männlicher Teilnehmer mit von der Parie ist. wink3
Kinder sind keine Gefäße, die man füllt, sondern Feuer die man entzündet!
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Re: Männer in Kitas!

Beitragvon bibi dumon takk » Freitag 30. Juli 2010, 15:19

Hallo ,
ich arbeite seit ca 10 Jahren in Kitas und Kindergärten. Ehrlich gesagt kann ich diesen Satz " Wir brauchen mehr männliche Erzieher in Kindergärten " nicht mehr hören. Als Erzieher zu arbeiten ist nämlich gar nicht so wundervoll wie es für manche immer erscheint. Den Job mag ich , die Arbeit mit den kindern liebe ich und das war es dann auch schon fast.
Als Mann wenig zu verdienen ist gesellschaftlich immer noch schlecht angesehen, egal ob man was sinnvolles macht oder nicht. Sätze wie " oh endlich spielt mal einer Fußball mit den kindern " hängen mir zum Hals raus. Bei jeder körperlich intensiven Arbeit ( Waschbecken reparieren, Wickelkommode kleben, Gartenarbeit usw wird man als erster gefragt.
Mit jetzt 35 Jahren muss ich einsehen, daß ich mich damals mit meinem Gedanken etwas sinnvolles zu tun, doch für das Studium hätte entscheiden sollen. Ich kann selber von dem Gehalt gut leben, aber eine Familie bzw die Ernährung einer Familie ist damit denkbar schwer.
Als Mann ist man im Kindergarten immer ein Unikat, etwas besonderes und vielleicht können sich manche Erzieherinnen das nicht vorstellen, aber auch das kann zur Bürde werden. Merken nämlich die lieben Kolleginnen das da jetzt einer ziemlich viel Aufmerksamkeit bekommt, so bekommt man irgendwann diesen Unmut zu spüren. Ich würde mich freuen wenn es einfach normal wäre das Männer auch in diesen Berufen arbeiten, somit verliert man diese Unikatsstellung und man kann einfach nur in Ruhe seine Arbeit verrichten.
Wenn ihr diese Ausbildung anstrebt, dann seit euch klar darüber , große Sprünge werdet ihr in eurem leben nicht machen können.
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Re: Männer in Kitas!

Beitragvon Peter Goge » Samstag 31. Juli 2010, 11:02

Da spare ich mir mal meinen Text... alles was Du sagst, kenne ich auch!!

Besonders nice ist es immer wieder im Bus. Wir haben so einen großen Wagen für die Krippenkinder.
Und gerade Touristeninnen (Hamburg) sagen dann immer: "Ach, wie süß. Sind das Ihre Kinder?!... Ach Sie sind Kindergärtner? ... Ja das ist gut und wichtig.... Dann können die auch mal Fußball spielen..."

Spätestens dann sage ich "Ja, und für´s Kuscheln und in den Arm genommen werden auch."

Dann kommt so ein verklärtes Gesicht von den Tanten, so ein Grinsen, ne Mischung aus Scham und dem Eindruck, ich hätte was verbotenes an mir sorry :200p:
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Re: Männer in Kitas!

Beitragvon bibi dumon takk » Samstag 31. Juli 2010, 20:34

Was ich nie verstehen werden, ist warum bei Frauen Streit nie einfach ausgetragen werden kann , sondern vorher werden dann erstmal Lager gebildet. Ist man als Mann dann nicht bereit sich in ein Lager zu stellen, sondern will von dem ganzen Hühnerkrieg nichts wissen, so ist man am Ende immer der doofe. Ätzend, außerdem habe ich grundsätzlich ein Problem mit meiner Kollegin wenn ich mal Eltern Recht gebe. Ich halte es nicht für ein Zeichen von Schwäche wenn man Eltern zuhört und versucht ihre Wünsche und Anregungen zu akzeptieren und in die Arbeit aufzunehmen. Oft ist es so als würden da zwei Fronten im Kindergarten sein, da gibt es die Erzieher und die Eltern , die Kinder spielen sicher im Schützengraben, aber anstatt das beide Fronten zu einer homogenen Masse werden, wird gelästert das der Putz von der Decke fällt. Ich habe dieses Scheißlästern so satt, Ventil hin oder her, aber das macht überhaupt keinen Sinn. Das sind dann keine pädagogischen Lästereien wie zB " Man die Frau S. hat heute aber wirklich lieblos ihr Kind abgegeben. So was könnte man dann ja auch noch nachvollziehen, aber da geht es dann um Kleidung, um Frisuren usw.
Der schönste Satz ist aber immer noch der, der gleichzeitig auch von geistiger Ohnmacht zeugt: "Du kannst das nicht verstehen, du hast ja keine Kinder !" Toll wenn man sowas von der Kollegin hört, ich kann nur den Rat geben sich in solch einem Moment nicht auf eine Diskussion einzulassen, sondern einfach zu sagen : "Stimmt du hast Recht, aber die Ausbildung habe ich genauso gemacht wie du."
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Re: Männer in Kitas!

Beitragvon Peter Goge » Sonntag 1. August 2010, 11:02

:lach:

Meine Kollegin hält mich auch immer noch / immer wieder für ihren kleinen Bruder...

:schnief:


@ bibi
Wo arbeitest Du??
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Re: Männer in Kitas!

Beitragvon bibi dumon takk » Sonntag 1. August 2010, 20:19

Ich arbeite in einem Kindergarten , einer drei Gruppen Einrichtung.
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Re: Männer in Kitas!

Beitragvon Peter Goge » Sonntag 1. August 2010, 20:48

Ja... Großstadt oder Kleinstadt oder oder oder?? :comp:
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Re: Männer in Kitas!

Beitragvon bibi dumon takk » Montag 2. August 2010, 00:58

Ich arbeite in Münster, das sollte erstmal reichen. Naja, gibt halt so Dinge die einen als Mann wirklich stören.
Dazu gehört u.a Geläster und Konkurrenzverhalten. Weisst du, man will einfach nur in einem Team arbeiten und das was man Tag für Tag sieht, ist das dieses Team sogar untereinander übereinander herzieht. Ich finde das dumm, hat meiner Meinung nach auch nicht viel mit Sozialer Einrichtung zu tun.
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Re: Männer in Kitas!

Beitragvon Krümel-Monster » Samstag 7. August 2010, 10:37

Hallo Ihr Männer,

auch wenn ich Frau bin, möchte ich etwas zu Eurer Diskussion beitragen:
Mich stören auch diese typischen Klischees. Als wir einen Praktikanten hatten, sagten meine Kolleginnen auch "Der spielt schön Fußball mit den Kindern und werken kann er auch toll!" Ich als Frau kann das auch, dafür brauchen wir keine Männer im Elementarbereich. Ich finde es wichtig, dass Kinder auch Männer erleben können. Die ganze Elementarzeit besteht fast ausschließlich aus Frauen. Zumal viele Kinder von alleinerziehenden Müttern umsorgt werden.

Mich stört z.B. auch der "Chicken-run" wenn mal ein Mann im Haus ist. Der wird von vorne bis hinten vertüddelt, der Kaffee muss gebracht werden, ständig muss sich eine Kollegin mit ihm unterhalten, die Schminke am Morgen wird besonders gut aufgelegt, denn es ist ja ein Mann im Haus!

Zum Punkto Gehalt finde ich, dass dieser Beruf, egal ob Männlein oder Weiblein unterbezahlt ist. Immer wieder geht durch die Medien, wie grundlegend die Arbeit im Elementarbereich ist, nur das Gehalt zeigt dies nicht unbedingt. Und auch hier haben alleinerziehende Kolleginnen große Probleme sich und ihre Familie finanziell zu unterhalten.
Es gab hier vor einigen Jahren einen Fall, da hat sich ein Erzieher auf eine Leitungstelle im Kindergarten beworben. Er bekam die Stelle nicht, obwohl er alle Voraussetzungen erfüllte. Als Grund wurde genannt, dass er mit dem minimalen Gehalt ja keine Familie ernähren könne. mundauf

Das Geläster ist unter Frauen sehr schlimm, zumal es oftmals unter die Gürtellinie geht. Mir persönlich ist es egal, wo die Familien herkommen, wie sie sich kleiden oder welche Farbe die Haare heute haben. Ich arbeite mit ihren Kindern, dazu gehört, dass ich die Eltern ernst nehme und mich nicht lustig über sie mache.
Leider stehe auch ich oftmals allein mit dieser Meinung da.

"Du hast ja keine Kinder!", höre ich auch nur allzu oft. Gerade wenn es um Diskussionen zu Mutter- und Vatertagsgeschenken geht. Ich könnte dann immer explodieren. Klar ist, einiges kann man sicher nicht so nachempfinden wie eine Mutter bzw. ein Vater, aber damit ist man noch lange keine schlechte pädagogische Fachkraft!

Wie Ihr seht, gibt es diese Probleme auch bei Frauen, wobei sie bei Männern mit Sicherheit noch massiver auffallen.
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Re: Männer in Kitas!

Beitragvon bibi dumon takk » Samstag 7. August 2010, 22:25

Mich stört z.B. auch der "Chicken-run" wenn mal ein Mann im Haus ist. Der wird von vorne bis hinten vertüddelt, der Kaffee muss gebracht werden, ständig muss sich eine Kollegin mit ihm unterhalten, die Schminke am Morgen wird besonders gut aufgelegt, denn es ist ja ein Mann im Haus!


Mit meinem Post wollte ich auch keineswegs sagen, daß sich das was ich sage auf meine "tolle Mänerrolle" bezieht.
Das was du sagst konnte ich noch nicht nachvollziehen, ist mir aber auch egal. Ich hole mir meinen Kram selber und Komplimente brauche ich nicht, genauso wenig will ich betüddelt werden.
Mir ist eher nach Gleichstellung, will nichts besonderes sein, will einfach nur arbeiten.
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Re: Männer in Kitas!

Beitragvon Terry86 » Mittwoch 21. September 2011, 08:59

Hallo ihr lieben,

ich schreibe meine Facharbeit zum Thema Männer in Kitas und würde mich freuen, wenn einige Erzieherinnen und Erzieher meinen Fragebogen ausfüllen würden.
http://www.q-set.de/q-set.php?sCode=JMCQBTDGBWHY

Gruß Terry
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Re: Männer in Kitas!

Beitragvon amaria » Mittwoch 21. September 2011, 11:48

Was mich mal interessiert: Wie kommen Männer mit dem blümeranten Ambiente und den süßlichen Gruppennamen zurecht?

Da ich als Kind nie einen Kindergarten von innen gesehen habe, sind mir viele Rituale und Gepflogenheiten der Kindergärten suspekt geblieben. Nicht wenige finde ich entsetzlich peinlich und gekünstelt und an manches, was Berufskolleginnen ohne mit der Wimper zu zucken, erledigen, werde ich mich nie gewöhnen. Da gerade Herbst ist: Mit jedem Kind aus Krepppapierknübbelchen beklebte Sonnenblumen zu "gestalten", ist zum Beispiel etwas, wozu ich mich nie überwinden könnte. Aber auch von Wíchtelmännlein oder mit Alufolie gebastelten "Robotern" mit Lachmündern und diesen Wackelkuckis halte ich nichts.

Ich könnte noch ganz viele Beispiele auflisten... Und wenn man als Einzelne etwas gegen den Bastelschnick-schnack sagt, behaupten die lieben Kolleginnen, dass die Eltern es erwarten würden...

Wie fühlt sich eigentlich ein Mann, wenn er sagen muss, dass er Gruppenleiter der "Minimäuse", der "Pinguine", der "Wolkengucker" - oder wie auch immr die Gruppe heißen mag - ist?

Wo setzen im Gruppedienst arbeitende Männer Grenzen? Welche Freiheiten nehmen sie für sich in Anspruch?

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George Bernard Shaw

„Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.“
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Re: Männer in Kitas!

Beitragvon Terry86 » Montag 3. Oktober 2011, 09:53

Ohje, da hab ich glatt den falschen link gepostet.
hier nochmal die richtige umfrage.
freu mich auf rege beteiligung
http://www.q-set.de/q-set.php?sCode=ZXPNBGTGQJDU
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Re: Männer in Kitas!

Beitragvon Krümel-Monster » Donnerstag 8. März 2012, 20:39

Hallo,

ich habe das Thema mal wieder ausgebuddelt, weil ich einen passenden Link gefunden habe:
http://www.koordination-maennerinkitas.de/
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