Pädagogische Leitung:

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Beitragvon claudette » 7. Februar 2010, 13:41

Hallo Zusammen,
manchmal bringt mich meine Doppelrolle zum Verzweifeln. Derzeit gibt es viele Dispute zwischen unserer externen Leiterin, die gleichzeitig Inhaberin des Kinderhauses ist und einer Kollegin.

Ich habe insofern ein Problem mit diesen Konflikten, als das mich die Kollegin über ihren Unmut und Ärger informiert, ich in vielen Gesprächen versucht habe, die Streitthemen differenziert zu betrachten, Sach- und Gefühlsebene ein wenig auseinander zu ziehen und mehrfach angeboten, die schwierige Gesamtsituation auf einer unserer Sitzungen anzusprechen.

Und jetzt kommt, womit ich nicht zurecht komme:
Die Kollegin will genau dies nicht, hat mir nach einem langen Telefonat, in dem ich mal wieder versucht habe, die Situation „aufzudröseln“, eine Mail mit dem Satz:“ Ich will nicht das du mit ihr darüber sprichst“ an mich gesendet.

Mich nervt diese Situation, ich habe bald das Gefühl, man läd bei mir ab - nur klären will man es nicht.

Wie würdet ihr mit einer solchen Situation umgehen!

Gruss Claudette
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Re: Pädagogische Leitung:

Beitragvon Krümel-Monster » 7. Februar 2010, 17:49

Hallo Claudette,

das ist ja wirklich eine total blöde Situation. Ich würde in Deiner Stelle mit der Kollegin ein Gespräch führen und ihr sagen, dass Dich das Ganze sehr belastet und da sie ja keine weitere Klärung wünscht, solle sie Dich nicht mehr damit "belästigen". Ich würde ihr ganz klar sagen, wie es mir damit geht und ihr auch spiegeln, was man machen könnte, was sie ja aber blockt. Und dann kann man nur hoffen, dass die beiden Damen mal zur Vernunft kommen!

Ich wünsche Dir, dass sich das bald löst und bis dahin starke Nerven!
Viele Grüße vom Krümel-Monster
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Re: Pädagogische Leitung:

Beitragvon Peter Goge » 7. Februar 2010, 20:18

Mmh, ich kenne solche Doppelrollen.

Vielleicht sieht die Erzieherin Dich eher als gute Freundin, wenn sie Dir etwas über den Konflikt erzählt.
Und da musst Du dann schauen, oder ggf ihr das auch so kommunizieren, dass Du zwar annehmen kannst oder wirst, aber eben keine Veränderungen dann bewirken kannst.

"Wir ErzieherInnen" haben auch gerne immer mal nen RatSchlag für Eltern... ich meine, wir wissen schon immer recht viel und versuchen Probleme zu lösen... es liest sich so, dass sie eher nur etwas loswerden möchte.
Und ob sie lösen möchte, dass ich dann ihr Schritt. Du hast doch nun alles getan, was Du tuen konntest, oder?!

Grüße
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Re: Pädagogische Leitung:

Beitragvon claudette » 8. Februar 2010, 07:46

Krümel-Monster hat geschrieben:Hallo Claudette,

--- Ich würde in Deiner Stelle mit der Kollegin ein Gespräch führen und ihr sagen, dass Dich das Ganze sehr belastet und da sie ja keine weitere Klärung wünscht, solle sie Dich nicht mehr damit "belästigen".....


Hallo Krümel-Monster,
die Idee hatte ich auch schon, nur so einfach ist es einfach nicht!
Da unsere Leitung den Laden nur extern leitet, gehört es eben zu meinen Aufgaben.
Die Situation belastet mich, weil ich inhaltlich unserer Leitung in ihrer Kritik der Mitarbeiterin gegenüber recht gebe, aber auch weiß, dass es ihr manchmal an Einfühlungsvermögen fehlt und ihre Kritiken eine "persönliche Note" erhalten und damit einen Konflikt eher anheizen.

Gruss Claudette
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Re: Pädagogische Leitung:

Beitragvon claudette » 8. Februar 2010, 07:54

Peter Goge hat geschrieben:Mmh, ich kenne solche Doppelrollen.
Grüße


Hallo Peter Goge,
vielleicht magst du mal genauer erzählen, wie du mit diesen Doppelrollen umgehst!

Wo und wie grenzt du die Rollen voneinander ab, wo siehst du die Schwierigkeiten, welche Ideen hättest du um auftretenden Schwierigkeiten durch Doppelrollen zu begegnen?

Ich versuche gerade mal eine Auflistung von Doppelrollen für die kommende Mitarbeiterbesprechung zusammen zu stellen, vielleicht hast du Lust "mir auf die Sprünge zu helfen"!
Gruss Claudette
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Re: Pädagogische Leitung:

Beitragvon Peter Goge » 8. Februar 2010, 09:19

Guten Morgen,

es heißt ja so schön, dass Du Andere nicht verändern kannst, sondern nur Dich selber.

Auch wenn ich mich wiederhole: Du musst Dir im klaren sein, wo Deine Grenze zwischen Leitung, Kollegin und Freundin liegt. Und das musst Du kommunizieren.

Wenn ich mich über meine meine wieder erkrankte Kollegin aufrege, dann kann ich das als Kollege ("Mir fehlt eine Arbeitskraft an meiner Seite!"), als stellv. Leitung ("Es belastet das gesamte Team!"), als Erzieher ("Die Kinder brauchen Kontinuität!") oder als besorger Freund ("Was hat sie für ein Problem? Wie kann ich helfen?!").

Es klingt so, dass Deine Kollegin Schwierigkeiten mit Eurer Leitung hat. Du gibst ihr Recht. Aber, sie möchte anscheinend nichts ändern.

Mmh, entweder redet sie nur, um den Streß loszuwerden und Du bist in der Rolle der Kollegin oder Freundin.
Sie könnte auch nicht das volle Vertrauen in Deiner Rolle als stellv. Leitung haben...
Oder sie braucht einfach selber Zeit, um an den Punkt zu kommen, wo sie etwas verändert haben möchte.

Du musst heraushören, welche Rolle gerade angesprochen wird. Oder Du musst direkt nachfragen und Deine Schwierigkeiten darstellen, welche Rolle oder Position gerade angesprochen wird.
Mmh, ich frage mich, was Du im Team dort ansprechen könntest... vielleicht genau das Modell von oben?? Welche Rollen gibt es? Welche Positionen gibt es? Ich hoffe, Ihr versucht möglichst hierachiefrei zu arbeiten...

Jaah, konnte ich Dir damit helfen?
Wir sind ein kleines Team, es gibt wenig Probleme, bzw wenn werden sie direkt angesprochen. So richtige Schwierigkeiten gab es bei uns noch nicht... wir pflegen eine sehr offene Gesrrächskultur. Wer Scheixe baut, muss sauber machen.

Grüße
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Re: Pädagogische Leitung:

Beitragvon claudette » 8. Februar 2010, 18:36

Peter Goge hat geschrieben:
Du musst heraushören, welche Rolle gerade angesprochen wird. Oder Du musst direkt nachfragen und Deine Schwierigkeiten darstellen, welche Rolle oder Position gerade angesprochen wird.
Mmh, ich frage mich, was Du im Team dort ansprechen könntest... vielleicht genau das Modell von oben?? Welche Rollen gibt es? Welche Positionen gibt es? Ich hoffe, Ihr versucht möglichst hierachiefrei zu arbeiten...


Hallo Peter Goge,

ja es ist wohl so wie du schreibst, die angesprochene Rolle ist mir manches mal nicht klar, bzw. ich bin mir gar nicht sicher, ob ich in der derzeitigen Situation die "freundschaftliche Rolle" angesprochen wissen will.

Ich erhoffe mir dem Hinweis auf die verschiedenen Rollen ein besseres Verständnis zu diesen und letztlich auch eine Klärung dessen, was es mit einem Team macht, wenn sachliche Kritik immer mit dem Beziehungsohr und der freundschaftlichen Ebene vermischt wird.

Gruss Claudette
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Re: Pädagogische Leitung:

Beitragvon Peter Goge » 8. Februar 2010, 19:59

Freut mich.

Hoffe, dass das nicht zu direkt war...

:kappe:
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