Sätze, die ein "Hä?" verdienen

amaria
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Re: Sätze, die ein "Hä?" verdienen

Beitrag von amaria » Mittwoch 15. November 2017, 11:33

Für 75 Kinder sind momentan nur fünf Erzieherinnen vor Ort.

"Auch Mitarbeiter in Elternzeit oder ehemalige Beschäftigte, die nun im Ruhestand sind, sollen angefragt werden." [/b
]https://www.chiemgau24.de/chiemgau/trau ... 61045.html
Wiéiter imText: "Barbara Kramer, stellvertretende Vorsitzende des Elternbeirats, sprach jüngst im Traunsteiner Tagblatt von einem "Debakel" und einer "beinahe untragbaren Situation".

Warum spricht man eigentlich von einer "beinahe untragbaren Situation". Die Frage, ob die Aufsichtspflicht der Kinder gewährleistet ist, müsste je nachdem wie jung die Kleisten sind vermutlich mit einem NEIN beantworter werden.
„Ausdauer wird früher oder später belohnt - meistens aber später.“
Wilhelm Busch

"Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand."
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Re: Sätze, die ein "Hä?" verdienen

Beitrag von amaria » Donnerstag 16. November 2017, 07:22

amaria hat geschrieben:
Samstag 18. August 2012, 04:15
http://www.ekhn.de/index.htm?http://www ... php~inhalt

Und ein Zitat von der oben verlinkten Seite:

"So viele Kinder wollen natürlich betreut werden. Aber schon jetzt platzen die Kitas im Rhein-Main-Gebiet aus allen Nähten. Für die Kindergärtnerinnen ist das ein großes Problem. Niemand möchte die Kinder wieder wegschicken. Karin Falkenbach leitet die evangelische Oranier-Kita in Wiesbaden: „Ich sag nur Augen zu und durch. Wir lassen hier kein Kind vor der Tür stehen.“

Was würde passieren, wenn alle Kindergartenleiterinnen mit derartigen Äußerungen an die Presse gehen würden?

Wenn ich derartige Äußerungen lese oder höre, frage ich mich, ob es schon Rhetorikkure für Anpassungswillige gibt...
Unsere Berufsgruppe kann offensichtlich gegenüber Erwachsenen schlecht Grenzen setzen. Diejenigen, die nicht mitmachen wollen,hören auf. Die anderen bleiben. Nachrichten aus Saale-Holzland, wo die Kitas angeblich aus allen Nähten platzen sollen.
"Von 60 Einrichtungen arbeiten derzeit 33 mit Ausnahmegenehmigung, weil sie mehr Kinder betreuen, als sie eigentlich dürften."
http://stadtroda.otz.de/web/stadtroda/s ... -415008329

Schade, dass hier zwar gelesen, aber nur äußerst selten kommentiert wird. Deshalb zumindest ein Link: http://www.huffingtonpost.de/andreas-eb ... 72438.html

Wer glaubt, dass diejenigen, die sich wie Andreas Ebenhöh als Fachkräfte kritisch zum Alltag in Krippen und Kitas äußern von der eigenen Berufsgruppe genügend Unterstützung erhalten?
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Re: Sätze, die ein "Hä?" verdienen

Beitrag von amaria » Mittwoch 22. November 2017, 13:24

"Man vergebe die wenigen Plätze im Losverfahren. Auf grundlegende Auswahlkriterien wie Alleinerziehende, Berufstätigkeit beider Eltern, Wohnort oder Wartezeit könne man nicht achten: „Dafür haben wir gar keine Zeit.“
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/i ... c1308.html

Um einen "spontan" angebotenen Platz erhalten zu können, sollten Eltern am besten telefonisch immer erreichbar sein.
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Re: Sätze, die ein "Hä?" verdienen

Beitrag von amaria » Montag 27. November 2017, 12:07

"Die Zensurbehörden wiesen nach Angaben der in den USA ansässigen „China Digital Times“ chinesische Medien an, nicht über die Vorwürfe zu berichten oder diese zu kommentieren. Es dürften nur Berichte der Staatsagentur Xinhua veröffentlicht werden."
https://www.welt.de/vermischtes/article ... ommen.html

Unsere Presse wird nicht wie in China oder Russland unter Druck gesetzt. Aber irgendwie klappt es mit dem diskreten Schweigen trotzdem.

Als Ursula von der Leyen auf dem Dach der Springerkita "Die Wolkenzwerge" diese Einrichtung im sechsten Obergeschoss sehr charmant gelobt hat, war in der Springer Presse, aber auch anderswo nicht zu lesen, dass es doch sehr fragwürdig ist, eine Hochhauskita als vorbildhaft darzustellen. Brandschutz und der Schutz der Kinder vor Sturzunfällen aus großer Höhe lassen sich nicht optimal miteinander vereinbaren. Eine Dachterrasse kann kein Ersatz, für weichen, unebenen Boden sein. Und es ist kein Zeichen für kritischen Journalismus, dass sich Journalisten dei Häppchen auf den Pressekonferenzen schmecken lassen und auch sonst noch so einiges schlucken...

Noch ein Link: Der offene Brief wurde selbstverständlich von keiner Zeitung erwähnt. http://www.kindergartenkritik.de/partei ... ener-brief
Und weil das Thema wichtig ist, werde ich auch weiterhin zu ihm meine Meinung sagen: http://www.kindergartenkritik.de/partei ... ter-faellt

Was könnte sich ändern, wenn Erzieherinnen freimütig dazu stehen würden, dass es in ihren Einrichtungen schon brenzlige Situationen gab, in denen in letzter Sekunde ein tiefer Fall verhindert wurde?
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Re: Sätze, die ein "Hä?" verdienen

Beitrag von amaria » Freitag 1. Dezember 2017, 09:53

Die Gruppen in Berliner Kitas sind oft zu groß

"Die Träger könnten zum Beispiel kurzfristig für Abhilfe sorgen, indem sie die Stunden von Teilzeitkräften aufstocken oder in Absprache mit den Eltern "Betreuungszeiten verkürzen. Gelingt dies nicht, sei der Entzug der Betriebserlaubnis der letzte Schritt. Allerdings würden dann auch die Kita-Plätze fehlen."
https://www.morgenpost.de/berlin/articl ... gross.html

Und wenn die Teilzeitkräfte nicht länger arbeiten wollen - weil sie zum Beispiel lieber Zeit für ihre eigenen Kinder haben wollen?

Und wo bitte sind alle Eltern dazu bereit, dass die Betreuungszeiten verkürzt werden?
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Re: Sätze, die ein "Hä?" verdienen

Beitrag von amaria » Samstag 9. Dezember 2017, 10:50

"Kurz: Das deutsche Muttertier, dem man bescheinigte, allein befähigt zu sein, mit den lieben Kleinen im Sandkasten zu matschen und Klötzchen übereinanderzustapeln, scheint endlich erlöst aus seiner überstrapazierten Heldinnenrolle."
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/d ... 07294.html

Wer möchte mal diese "Bescheinigungen" sehen?
Was kann eine Mutter dafür, dass es ein Geschwätz über "Heldinnen" gibt?
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