Rücksichtnahme auf die Religionszugehörigkeit?

Matushka
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Re: Rücksichtnahme auf die Religionszugehörigkeit?

Beitrag von Matushka »

Hier wird die ganze Ausfaltung der Welt geopfert, die mit der modernen Zivilisation in Arbeit, Wissenschaft, Genuss, Glauben, in Betrieben, Schulen, Forschungsstätten, Verkehrseinrichtungen, Läden, Pop-Konzerten, Museen, Sportwettkämpfen, in Großstädten und Kulturlandschaften geleistet wurde.


"Eine Machtfrage ist gestellt" -- Quelle: http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/ ... t_gestellt
Die zeitgenössischen Gesellschaften sind es nicht gewohnt, ihre Zivilisation und ihre freiheitlich-demokratische Grundordnung zu verteidigen. Sie sind es eher gewohnt, kleinere Ziele zu verfolgen und nach den Vor- und Nachteilen bestimmter Gruppen zu fragen.
Gruss, Sabine

Leander Liguster
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Re: Rücksichtnahme auf die Religionszugehörigkeit?

Beitrag von Leander Liguster »

Hi die Damen,

also nun es gibt in diesem Thread keine Diskussionsgrundlage , weil dieser unsägliche PI Link zu der Thematik gelöscht worden ist, was auch gut ist!
Zu Rücksichtnahme auf die Religionszugehörigkeit kann man ja eine seriösere Quelle nehmen, allerdings unterhalten sich nur zwei bis drei Menschen.

Ich denke , ich kann in der politischen Sektion einen Link zum Diskurs stellen und die Charlie Hebdo Thematik - die ich sehr interessant finde - hier abbrechen.


Gruß
Leander

Matushka
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Re: Rücksichtnahme auf die Religionszugehörigkeit?

Beitrag von Matushka »

Hallo Leander, hallo alle,

Ich zerlege mal ein bisschen.
Leander Liguster hat geschrieben:also nun es gibt in diesem Thread keine Diskussionsgrundlage
Findest du? Natuerlich ist die Diskussion von amarias Frage abgekommen. Man kann und sollte aber weiter posten duerfen, denke ich. Letztendlich entscheidet sowieso der Forenbetreiber, und das finde ich so in Ordnung.
Leander Liguster hat geschrieben:keine Diskussionsgrundlage , weil dieser unsägliche PI Link zu der Thematik gelöscht worden ist
Die Loeschung hat sicherlich eine Signalwirkung. Ebenso wie die Tatsache, dass ein derartiger Link zwei Jahre lang unbeachtet bleiben konnte. Meine Meinung: Es ist die Dynamik des Geschehens, welche das "Unausgesprochene" durchklingen laesst.
Leander Liguster hat geschrieben:gelöscht worden ist, was auch gut ist!
Nun, das findest du. Ich finde es zwar verstaendlich -- aber nicht gut.
Leander Liguster hat geschrieben:Zu Rücksichtnahme auf die Religionszugehörigkeit kann man ja eine seriösere Quelle nehmen
Was serioes ist und was nicht, liegt moeglicherweise mehr als je zuvor doch nun auch im Auge des Betrachters. Aber ich bin auch gespannt, was du aus dieser Ansage machst.
Leander Liguster hat geschrieben:Ich denke , ich kann in der politischen Sektion einen Link zum Diskurs stellen
Okay.
allerdings unterhalten sich nur zwei bis drei Menschen.
Stoert mich nicht. Es gibt doch auch diverse Zuschauer... aber wer will, kann ja offline gehen. Ich waere, zumindest zeitweise, dabei. Wenn die Spielregeln eingehalten werden.
Leander Liguster hat geschrieben:Charlie Hebdo Thematik - die ich sehr interessant finde - hier abbrechen.
Ich finde sie auch sehr interessant. Das mit dem Abbrechen sollten wir dem/den Forenbetreiber(n) ueberlassen.

Gruss,

Sabine

Kees_Kopf
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Re: Rücksichtnahme auf die Religionszugehörigkeit?

Beitrag von Kees_Kopf »

So interessant ich diesen Thread auch finde, ich finde eber nicht immer die Zeit ausführlich zu reagieren. Das hat etwas damit zu tun, dass ich ab und zu auch mal arbeiten muss für mein Geld und dann wenig Zeit für anderes habe.

Allerdings, mit oder ohne link, ich denke es gibt sehr wohl ein Grund zu diskutieren. Zum Glück nicht erst seit der Angriff letzter Woche, sondern schon lange hiervor.

In jeder Beruf wo man mit Menschen zu tun hat begegnet man ein Spektrum an Auffassungen. Von gläubige Atheisten bis hin zu überzeugten Bigottisten und alles was man sich dazwischen einfach denken kann. Und dabei sind es nicht immer die "fremde" Religionen die Probleme verursachen. Als meine Tochter eines Tages in der Klasse di Aussgae machte, dass sie "nicht so an Gott glaubt" wie die mehrheit der russisch-pfingstlerisch geprägten Kinder, war sie sofort eine sichere Zielscheibe. Pfingsten war anscheinend wichtiger als das, was Jesus gelehrt und gelebt hat.

# Wie gehe ich als Lehrperson damit um, wenn ein Mädchen verkündet, dass "wenn ein Mädchen richtig an Jesus glaubt, sie keine Hose trägt?"
# Wie geht man damit um, wenn Eltern einer religiösen Gruppe nicht möchten, dass ihr Kind an eine Schulveranstaltung teilnimmt, weil da "auch Hexenbilder und Geschichten" erscheinen können?
# Wir hängen die Diskussion um religiöse Erscheinungen auf an eine optische Erscheinung und die vermeintliche Rolle der Frau in einer Gemeinschaft, aber wie ist das mit diese katholische Gruppen, die immer noch das BIld der Frau als Hausfrau und Mutter propagieren?

Ist es für uns, als Mitarbeiter die mit Kindern udn Familien arbeiten, nicht gerade zu gefährlich uns nur auf die äußere Formen zu konzentrieren? Wie bringen wir ALLE Kinder dazu ein ausgeglichenes Selbstbild zu entwickeln, frei von Ängste und Zwänge einer religiösen Gemeinschaft? Sind da die extreme Änhänger der Islam nicht genau so gefährlich wie die Anhänger des Atheismus? Ist Hawkins mit seine Äußerung zu dem Leberecht von Menschen mit ein trisomie-21 Syndrom (die sollte man abtreiben...) nicht genau so gefährlich wie einige anderen?

Lösen wir uns (wieder) von Paris und Charlie Hebdo, lösen wir uns von unsere Empörung und Solidarität die in den meisten Fälle sowieso aufhört, wo Charlie Hebdo erst angefangen hat. Konzentrieren wir usn lieber auf das wirklch Wichtige im Umgang mit den uns anvertrauten Kinder und stellen uns daher erst einmal die Frage, was ist das Wichtige eigentlich?

Am Ende deswegen noch eine kurze wahre Geschichte.
Eine Diakonisse nahm, in Gegensatz zu viele ihre Schwestern, morgens nach einem kurzen Gebet nicht nicht ihre Bibel, sondern eine große Anzahl an weltliche Zeitungen zum lesen. Darunter auch die, die einen Teil ihrer Leserschaft mit dem Zeigen von fehlende Bekleidung an Damen versuchten zu gewinnen. Darauf angesprochen mit den leisen Vorwurf, sich doch lieber mit geistlichem Literatur und Bibel zu beschäftigen, damit sie anschließend richtig beten könne, antwortete sie: "Aber wie soll ich wissen wofür ich eten soll, wenn ich nicht wisse wie die, für denen ich beten soll, denken?"

Wenn wir uns Gedanken machen wollen wie wir mit extreme (religiösen) Meinungen und Erscheinungen umgehen sollen, müssen wir uns auch hin und wieder etwas intensiver mit diese inhaltlich auseinandersetzen.

Kees

(der jetzt sein Exemplar von "Satanische Verse" von Rushdie ausgraben wird um ein neuer Versuch zu starten dieses Schriftstück zu erfassen.)
Je suis Charlie!

Matushka
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Re: Rücksichtnahme auf die Religionszugehörigkeit?

Beitrag von Matushka »

Kees_Kopf hat geschrieben:Ist es für uns, als Mitarbeiter die mit Kindern udn Familien arbeiten, nicht gerade zu gefährlich uns nur auf die äußere Formen zu konzentrieren? Wie bringen wir ALLE Kinder dazu ein ausgeglichenes Selbstbild zu entwickeln, frei von Ängste und Zwänge einer religiösen Gemeinschaft? Sind da die extreme Änhänger der Islam nicht genau so gefährlich wie die Anhänger des Atheismus? Ist Hawkins mit seine Äußerung zu dem Leberecht von Menschen mit ein trisomie-21 Syndrom (die sollte man abtreiben...) nicht genau so gefährlich wie einige anderen?
Oha. Willst du das wirklich gleichsetzen? Ich verstehe diese Referenz nicht (meinst du Stephen Hawking?), aber ich habe mich mal kurz mit der "Praktischen Ethik" von Peter Singer beschaeftigt -- einem sehr kontroversen Philosophie-Professor, der in den fruehen 90ern besonders in Deutschland wegen aehnlicher Thesen hart angegangen wurde. Der Unterschied ist fuer mich ziemlich deutlich: Auf der einen Seite haben wir einen -- vielleicht fuer normale Menschen abgehobenen (menschenverachtenden?) -- philosophischen Diskurs (angestossen durch einen saekularen Juden, dessen Eltern 1938 aus Wien nach Australien auswanderten) ... auf der anderen Seite haben wir die reale Politik einer radikalen Ideologie und ihrem "Tod durch das Schwert".

Was mir logisch erscheint: Selbst (und in vielen Faellen eben besonders) Menschen christlichen Glaubens sind gepraegt und sozialisiert durch das, was er/sie selbst erlebt haben.

Ebenso wie jene, die sich vom Glauben abwenden. Und jemand, der die Religion von Kindheit an durch seine Kultur auf- und mitgenommen hat, erlebt seinen Glauben anders als jemand, der als Jugendlicher oder als Erwachsener den Glauben fuer sich entdeckt bzw. "erarbeitet" hat.

Ansonsten: Thumbs up!

Mein Rat an meine Tochter, die mich fragte, ob und wie sie ihrer verschleierten Mitschuelerin, mit der sie sich so gut versteht, begegnen soll: So wie immer natuerlich.

Als Lehrkraft an einer oeffentlichen Schule ist man vermutlich einem Minenfeld ausgesetzt. Besser, man hat eine "persoenliche Ethik", die man im Zweifelsfalle auch vertreten kann. Allerdings auch riskanter.

Gruss, Sabine

Kees_Kopf
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Re: Rücksichtnahme auf die Religionszugehörigkeit?

Beitrag von Kees_Kopf »

Ja, ich setze tatsächlich in gewisser Hinsicht sowohl die mit physische Waffen bewaffneten Terroristen als auch Stephen Hawkins mal eben auf eine Ebene.

Wer von beiden ist gefährlicher? Der mit einen Kalashnikow da steht und schießt oder Hawkins der noch im letzten Jahr in eine Diskussion ganz klar sagte, dass er der Meinung sei, eine Frau die Schwanger ist und weiß, dass ihr ungeborenes Kind Trisomie 21 Syndrom hat, sollte die Gesellschaft einen Gefallen tun und abtreiben. Dafür brachte er eine Reihe von Argumente, als er darauf heftig angegriffen wurde relativierte er nur insofern, dass er meinte, das letztlich jeder das selbst entscheiden sollte, aber...

Der Kalashnikov ist gefährlich und nimmt an Ort und Stelle, wenn benutzt, ein oder mehrere Leben. Ungeachtet ob dabei einen Gott angerufen wird oder Lenin, Marx oder sonst wer als Begründung herhalten muss.

Hawkins aber säht mit sein "Ansatz der Vernunft" etwas, was aus meiner Sicht viel gefährlicher ist. Er stellt de facto, dass man menschliches Leben nach seinem vermeintlichen Wert für die Gesellschaft zulassen sollte. Trisomie 21? Ach, damit kann ICH in MEINE Gesellschaft nichts anfangen, also nicht lebenswert, also abtreiben. Das kommt mir doch sehr, sehr bekannt vor, wobei allerdings die Begründung bei Hawkins etwas rafinierter ist als vor 80 Jahre.

Gefährlich deswegen auch, weil es bei ihm KEIN philosophischer Diskurs war, sondern eine ernst gemeinte Aussage, welche er aufrecht erhalten hat.

Das sind Sprüche die, in ihren weiteren Verlauf, die Grundlage bilden für Leute wie das Trio in Paris aber auch, paradoxerweise, für Leute wie Pegida.

Für mich gibt es im Umgang mit extreme religiöse Meinungen zwei Ansatzpunkte.

Einerseits als Mensch, als bekennender Christ, die Frage, wie Jesus diesen Menschen begegnen würde. Die Antwort finde ich in der BIbel, wo Jesus immer wieder mit Menschen unterschiedlichsten Prägung in Berührung kommt und sogar die jenigen die ihm offen ablehnen gegenüber mit Höflichkeit reagiert. Scharf, das Problem und die Hypokritie ohne Umschweife auf den Punkt bringend, aber höflich. Nicht ausfallend, nicht auf den Menschen sondern auf die Meinung gerichtet. Immer wieder signalisierend: Ich werde auch für Deine Sünden sterben. Das wohl bekannteste Beispiel da war Saulus, der zu Paulus wurde.
Damit erübrigt sich die Frage, wie ich als Mensch auf andeen reagieren sollte - so wie Jesus es tat.

Andererseits habe ich als Lehrkraft in einer Schule eine Verpflichtung alle Kinder und eltern zu vermitteln, dass sie ungeachtet ihre religiöse Ansichten willkommen sind. So gerne wie ich sie als Mensch mögen mag, wenn es bedeutet, dass anderen deswegen nicht kommen dürfen, muss ich einschreiten. Ich muss den Weg für alle Eltern offen halten, damit ich alle Kinder erreichen kann. Nicht in einer missionierenden Form, sondern in Freiheit. Freiheit die ich habe meinem Glauben zu leben und die ich auch anderen gewähren muss. Konfliktträchtig wird es dann, wenn religiöse Vorschriften Menschen in ihre Freiheit einschränken. Egal ob das ein Kopftuch bei ein neun-jähriges Kind ist, was fürchterlich weint, wenn ihr Kopftuch auf dem Spielplatz verrutscht ist und sie befürchten muss, dass Papa oder Bruder jetzt im Namen Allahs sehr bäse sein wird und sie ein schlechtes Mädchen ist - oder ob das der Junge aus ein von uns als Sekte bezeichnete und auf eine falsche Übersetzung des Namen JHWH beruhende Gruppe ist, der sich nciht traut ein Kinderbuch anzunehmen, weil er befürchten muss in der Gemeindeversammlung dafür öffentlich zurecht gewiesen zu werden. Da bin ich als Pädagoge gefordert Wege zu suchen, die beide Kinder das Gefühl geben, dass sie geliebt sind, in Freiheit leben dürfen und wenn sie nicht weiter wissen, wir gemeinsam nach Wege suchen können ein Prolem anzugehen.

Da muss meine eigene Beziehung zu Jesus in dem Augenblick nicht in Vordergrund stehen, obwohl ich in Stillen den direkten Gedankenaustausch mit Gott suche, sondern das Interesse des Kindes. Das ich mich dabei von meinem Glauben gestärkt fühle, kann ich auf Nachfrage erläutern. Und die Nachfragen kommen, besonders dann, wenn man "mal wieder" alle Regeln und Gesetze außer acht lässt um ein Kind zu helfen.

Kees
Je suis Charlie!

Matushka
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Re: Rücksichtnahme auf die Religionszugehörigkeit?

Beitrag von Matushka »

Kees -- ich musste nachgooglen und glaube jetzt, du meinst den ja bekanntermassen ziemlich umstrittenen Richard Dawkins. "Abort it and try again." Stimmt's? Juli 2014 Twitter-Storm. Ich will ihn nicht entschuldigen, aber es war scheinbar im Kontext einer Diskussion ueber Schwangerschaftsabbruch allgemein. http://www.independent.co.uk/news/peopl ... 81549.html
Kees_Kopf hat geschrieben:Hawkins aber säht mit sein "Ansatz der Vernunft" etwas, was aus meiner Sicht viel gefährlicher ist. Er stellt de facto, dass man menschliches Leben nach seinem vermeintlichen Wert für die Gesellschaft zulassen sollte. Trisomie 21? Ach, damit kann ICH in MEINE Gesellschaft nichts anfangen, also nicht lebenswert, also abtreiben. Das kommt mir doch sehr, sehr bekannt vor, wobei allerdings die Begründung bei Hawkins etwas rafinierter ist als vor 80 Jahre.
S.o., ich glaube, es ging um Schwangerschaftsabbruch im Allgemeinen -- und das sage ich als Quasi-Abtreibungsgegnerin.
“I have not the slightest doubt that, if I had a Down’s child, I would love her dearly,” he said in the comments section of his website. ”If I believed in God I’d probably thank God she wasn’t aborted, and I would sincerely mean it and deeply feel it.” Dawkins noted, though, that these thoughts and admissions are entirely compatible with the notion that he would still favor abortion as the “right decision” if given an option.
http://www.theblaze.com/stories/2014/08 ... -syndrome/
Kees_Kopf hat geschrieben:Das kommt mir doch sehr, sehr bekannt vor, wobei allerdings die Begründung bei Hawkins etwas rafinierter ist als vor 80 Jahre. Gefährlich deswegen auch, weil es bei ihm KEIN philosophischer Diskurs war, sondern eine ernst gemeinte Aussage, welche er aufrecht erhalten hat. Das sind Sprüche die, in ihren weiteren Verlauf, die Grundlage bilden für Leute wie das Trio in Paris aber auch, paradoxerweise, für Leute wie Pegida.
Huch, jetzt bist du hopplahopp schon bei Pegida angelangt. Und auch noch schnell den Holocaust-Hammer untergebracht! ;-) Ich habe einen sehr interessanten Artikel zu Pediga als logische Folgerung der Wende gelesen. Pediga als "ostdeutsches Problem", welches eine langgehegte Stimmungslage der Menschen widerspiegelt. Keine Ahnung, ob's stimmt, aber es klang plausibel. Link muesste ich erst suchen...

Es sind eben nicht nur "Sprueche", die Menschen mobilisieren, sich aktiv fuer die eine oder andere Sache stark zu machen. Es sind Ueberzeugungen, die sie im tiefen Inneren ihrer Seele verspueren. Die Sprueche muessen zu dem passen, was die Menschen erleben -- was sie fuer "die Wahrheit" halten. Sonst laesst sich keiner so schnell mobilisieren! Dazu sind wir Menschen doch viel zu bequem.
Kees_Kopf hat geschrieben:Andererseits habe ich als Lehrkraft in einer Schule eine Verpflichtung alle Kinder und eltern zu vermitteln, dass sie ungeachtet ihre religiöse Ansichten willkommen sind. So gerne wie ich sie als Mensch mögen mag, wenn es bedeutet, dass anderen deswegen nicht kommen dürfen, muss ich einschreiten. Ich muss den Weg für alle Eltern offen halten, damit ich alle Kinder erreichen kann. Nicht in einer missionierenden Form, sondern in Freiheit. Freiheit die ich habe meinem Glauben zu leben und die ich auch anderen gewähren muss.
:daumen:

Gruss, Sabine

Matushka
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Re: Rücksichtnahme auf die Religionszugehörigkeit?

Beitrag von Matushka »

Nachtrag -- Den hab' ich noch: http://www.dnn-online.de/dresden/web/dr ... -483592013

Erste Statistiken darueber, wer die Pedigianer sind. Die Antworten von 400 Leuten wurden dokumentiert -- keine ideale sample group, aber eine relativ ausreichende Zahl fuer erste Rueckschluesse. 65% der Demonstranten haben die Antworten verweigert. Aus Gruenden einer sauberen Statistik muss man auch noch einige andere Variablen beruecksichtigen. Aber fuer den Anfang bringt diese Erhebung schon mal einen interessanten Blickpunkt. Man darf halt da nicht sofort aufhoeren.


Sabine

Kees_Kopf
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Re: Rücksichtnahme auf die Religionszugehörigkeit?

Beitrag von Kees_Kopf »

Zunächst:

entschuldigung, dass ich Hawkins und Dawkins verwechselt habe.

Bleibt aber, dass das einzig philosophische in seine Aussage der Ausflug "wenn ich an Gott glauben würde..:" ist. Die Aussage in Bezug auf die "richtige" Entscheidung aus seiner Sicht bleibt.

Der Grundgedanke ist wieder einmal "Lebenswert". Für ein Islamisten (gemeint im Sinne des radikalen, verblendeten Terroristen im Nahmen eines vermeintlichen Propheten) ist alles und jeder der nicht nach den Pfeifen seiner Führung tanzt, nicht Lebenswert - also auslöschen! Das die Führung sich dabei auf aus dem Kontext gezogene Abschnitte eines Buches bezieht und sich darauf beruft "der Prophet habe es so gewollt" ist eine perfide Misachtung des Rechtes auf freie Meinungsäußerung und Religion, wobei sie gerade diese Rechte für sich in Anspruch nehmen. Herrlich Paradox, oder?

Und die Sprücheklopfer der AfD und Pegida berufen sich, wenn man viele Worthülse wegdestiliert, doch auch darauf, bestimmen zu können was oder wer sie Wert finden in unsere Gesellschaft zu sein. Auch sie berufen sich auf das Recht ihre Meinung frei äußern zu dürfen, während sie gleichzeitig anderen dieses Recht absprechen. Auch sie berufen sich auf das Recht ihre Religion frei auszuüben, während sie gleichzeitig anderen dieses Recht absprechen. gräbt man ein wenig tiefer in die Hintergründe der Leitung, so tauchen erstaunlich viele Personen auf die ein bekannten rechts-radikalen Geschichte und gegenwart haben. Mehrfach verurteilt für Gewaltdeklikten mit rassistischen Hintergrund, Volksverhetzung etc. Das ganze Spektrum taucht auf.

Diese Menschen noch wissenschaftlich renomiert Argumente liefern "Dawkins ist ja auch der Meinung das..." halte ich für extrem gefährlich. Sie suchen eine Rechtfertigung für ihr Recht andere die Rechte zu nehmen - und werden sie garantiert finden in Aussagen wie eben zitiert.

Und dann stehe ich da, am tor der Schule, und sehe wie der Junngen seine kleiner Schwester zur Schule bringt, dabei jeden Tag die erste Stunde verspätet betritt. Nicht weil der Schulweg sio gefährlich ist, aber er hat die Verantwortung auferlegt bekommen dafür zu sorgen, dass seine Schwester unterwegs ja nicht mit Jungs spielt... (Dezember 2014)

Und dann sitze ich im Büro mit eine fast verzweifelten Kollegin am Telefon, die berichtet dass ein Mädchen aus ihrer Klasse von den Eltern nicht mit auf Klassenfahrt darf, weil sie da nicht überprüfen können ob das Kind auch brav jeden Abend ihre Bibellese macht (April 2012).

Da bin ich doch nicht nur in meiner Funktion als Lehrperson gefordert aufzustehen und das Kind eine Hand zu reichen. Das Kind deutlich machen "wenn Du Deine Fesseln los werden willst, wir werden Dich helfen!"

Dann kann ich nicht anders als meine Haustür öffnen, wenn da Abends ein türkisches Mädel aus der Clique meiner Tochter vor der Tür steht und Angst hat, dass ihr Bruder gleich auftaucht um sie einzufangen. Nicht einmal in erster Linie als Christ, sondern als Mensch, als Demokrat, als Freiheit liebenden und respektierenden.

Und dann stehe ich da, mit dem inneren Konflikt, wie tollerant muss ich dann die extreme Religionen und politische Richtungen gegenüber sein? Wo ist die Grenze?

Natürlich, ich kann es mir einfach machen, so wie ein Bekannter es einmal in ein anderes Forum schrieb: "Solche Eltern würde ich sofort an die Psychiatrie verweisen!" Doch werde ich damit meine Verantwortung als Pädagogen den Kindern gegenüber gerecht?

Kees
Je suis Charlie!

Matushka
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Re: Rücksichtnahme auf die Religionszugehörigkeit?

Beitrag von Matushka »

Hallo Kees, hallo alle,
Kees_Kopf hat geschrieben:entschuldigung, dass ich Hawkins und Dawkins verwechselt habe.
Macht doch nichts -- ich schreibe ja auch immer "Pediga". :kicher:

Ich will gezielt antworten, und deshalb pfluecke ich:
Kees_Kopf hat geschrieben:Und die Sprücheklopfer der AfD und Pegida berufen sich, wenn man viele Worthülse wegdestiliert, doch auch darauf, bestimmen zu können was oder wer sie Wert finden in unsere Gesellschaft zu sein. Auch sie berufen sich auf das Recht ihre Meinung frei äußern zu dürfen, während sie gleichzeitig anderen dieses Recht absprechen.
Ist das so? Das sehe ich nicht. Diese Denk-Sequenz vereinfacht m.E. zuviel, und sie truebt den Blick. Kein Wunder, bei unserer Vergangenheit. Ich sehe zwar dieses auch:
Kees_Kopf hat geschrieben:gräbt man ein wenig tiefer in die Hintergründe der Leitung, so tauchen erstaunlich viele Personen auf die ein bekannten rechts-radikalen Geschichte und gegenwart haben. Mehrfach verurteilt für Gewaltdeklikten mit rassistischen Hintergrund, Volksverhetzung etc. Das ganze Spektrum taucht auf.
... aber ich schliesse deshalb dennoch nicht auf die Masse der Menschen. Das ist vielleicht falsch, und womoeglich auch nur eine Re-Aktion darauf, was die Presse aus dieser Gruppe macht.... kann sein. Aber es ist im Moment meine Sicht.
Kees_Kopf hat geschrieben:Diese Menschen noch wissenschaftlich renomiert Argumente liefern "Dawkins ist ja auch der Meinung das..." halte ich für extrem gefährlich. Sie suchen eine Rechtfertigung für ihr Recht andere die Rechte zu nehmen - und werden sie garantiert finden in Aussagen wie eben zitiert.
Zu meinem eigenen Verstaendnis: Ist das deine Folgerung, oder ist das so wirklich gesagt worden?
Kees_Kopf hat geschrieben:Und dann stehe ich da, am tor der Schule, und sehe wie der Junngen seine kleiner Schwester zur Schule bringt, dabei jeden Tag die erste Stunde verspätet betritt. Nicht weil der Schulweg sio gefährlich ist, aber er hat die Verantwortung auferlegt bekommen dafür zu sorgen, dass seine Schwester unterwegs ja nicht mit Jungs spielt... (Dezember 2014)

Und dann sitze ich im Büro mit eine fast verzweifelten Kollegin am Telefon, die berichtet dass ein Mädchen aus ihrer Klasse von den Eltern nicht mit auf Klassenfahrt darf, weil sie da nicht überprüfen können ob das Kind auch brav jeden Abend ihre Bibellese macht (April 2012).
Hier muesste man zusammen wirklich am Tisch sitzen und diskutieren. Ich denke, du machst das "in echt" bestimmt auch ... und du kennst ja auch ansatzweise meine/unsere Story. Hier im Forum sage ich nur: Ich weiss! Mein "Lebens-Narrativ" enthaelt aehnliche Geschichten.

Dabei bist du von den Paedagogen, die so rumlaufen, m.E. noch gut dran. Du hast wenigstens einen klaren persoenlichen Moralkodex und ein Bewusstsein dafuer, dass bzw. wie der Einzelne mit Liebe in seiner ganzen Person aufgefangen werden kann/sollte. Dass dies deine Arbeit oft schwieriger statt einfacher macht, gehoert, denke ich, (leider?) zu deinem "Paeckchen" dazu.
Kees_Kopf hat geschrieben:Und dann stehe ich da, mit dem inneren Konflikt, wie tollerant muss ich dann die extreme Religionen und politische Richtungen gegenüber sein? Wo ist die Grenze?
Das sind dramatische Bilder, die du beschreibst. Ich habe keine Antwort. Aber ich habe -- zuallermindest in der Theorie -- gelernt, dass derartige ethischen Dilemmata (nichts anders sind sie ja) durch verschiedene Brillen betrachtet werden koennen. Setzen wir doch mal kurz unsere Toleranz- und Multikulti-Brille ab, und setzen wir die Gesetzes-Brille auf. Oder?
Kees_Kopf hat geschrieben:Natürlich, ich kann es mir einfach machen, so wie ein Bekannter es einmal in ein anderes Forum schrieb: "Solche Eltern würde ich sofort an die Psychiatrie verweisen!" Doch werde ich damit meine Verantwortung als Pädagogen den Kindern gegenüber gerecht?
So argumentiert einer, der an die Grenzen seiner eigenen Faehigkeiten, Perspektiven und Kapazitaeten gekommen ist. Aus dem Satz sprechen sowohl Arroganz als auch Ignoranz. "What you see is all there is". Dieser Schluss ist falsch.

:-(

Sabine

Juliala
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Re: Rücksichtnahme auf die Religionszugehörigkeit?

Beitrag von Juliala »

Hallo Kees,

diesen inneren Konflikt trage ich auch mit mir herum.
Wo hört die Toleranz auf?

Ich bin zu diesem Ergebnis gekommen:
Meine Probleme fangen dort an, wo ich sehe, dass Menschen im Namen des Glaubens ihrer Freiheit beraubt oder gequält werden.
Ich habe starke Schwierigkeiten mit dem Frauenbild im Islam.
Mich gruseln auch diese Burkas oder Komplettverhüllungen, weil ich darin eine Unterdrückung von Frauen sehe.

Ebenso war ich von den Nachrichten geschockt, als ich erfuhr, dass ein Blogger erst kürzlich in Saudi-Arabien zu 1000 Peitschenhieben und zehn Jahren Haft verurteilt wurde, weil er angeblich den Islam beleidigt hat:
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/r ... 13095.html
Mir lief es heute eiskalt den Rücken herunter, als im Radio ausführlich darüber berichtet wurde.
Ich finde diese Handlungen in islamischen Ländern menschenverachtend und katastrophal.
Niemals möchte ich in so einem Land leben wollen, in dem ich als Frau nichts wert bin, gesteinigt werden kann und niemals meine Meinung sagen darf.
Ich denke, solche Zustände muss man kritisieren dürfen.

Ich muss sagen, dass sich meine Kritik nicht nur auf den Islam bezieht.
Ich habe teilweise auch große Schwierigkeiten mit der katholischen Kirche.
Auch hier ist es wieder das Frauenbild und einige mittelalterliche Einstellungen zu Themen wie z.B. Homosexualität, Sexualität usw.
Meiner Meinung nach verstößt auch die katholische Kirche gegen Grundgesetze und ich finde es fürchterlich, dass das auch noch vom Staat durch Gerichtsurteile abgesegnet wird z.B. bei der Kündigung von Personal bei einer Wiederheirat oder bei Homosexualität im Berufsleben.
Religionen dürfen sich nicht alles erlauben, nur weil mittelalterliche Rituale schon seit Jahrtausenden so praktiziert werden.

Ich habe keine Probleme mit Religionen, solange sie nicht gegen Kinderschutz, Grundgesetze, Menschenrecht und Gleichstellung von Frauen verstoßen. Nur leider passiert das bei den verschiedensten Religionen immer noch viel zu häufig und wird immer noch viel zu sehr tabuisiert.
Wenn dies aber der Fall ist, dann hört meine Toleranz eindeutig auf, egal um welche Religion es sich handelt und dann fängt meine Kritik an.


Julia
Erziehung: einen Kopf drehen, bis er verdreht ist - natürlich auf den neuesten Stand.“
―Karlheinz Deschner

Matushka
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Re: Rücksichtnahme auf die Religionszugehörigkeit?

Beitrag von Matushka »

Hallo Julia!
Juliala hat geschrieben:Wenn dies aber der Fall ist, dann hört meine Toleranz eindeutig auf, egal um welche Religion es sich handelt und dann fängt meine Kritik an.
Das erachte ich als problematisch. Hier hast du (stellvertretend fuer die Leute, die so argumentieren), also, hat der Einzelne ja wieder nur das "Bauchgefuehl", das ihm Orientierung bietet. Und gerade das reicht uns im Moment nicht mehr...

Juliala
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Re: Rücksichtnahme auf die Religionszugehörigkeit?

Beitrag von Juliala »

Hallo Sabine,

wieso Bauchgefühl?
Grundgesetze, Menschenrechte usw. sind geltende Rechte auf dem Papier und kein Bauchgefühl.
Wird im Namen der Religion dagegen verstoßen, hört die Toleranz bei mir auf.
Ich verstehe nicht, was daran problematisch sein soll.

Julia
Erziehung: einen Kopf drehen, bis er verdreht ist - natürlich auf den neuesten Stand.“
―Karlheinz Deschner

Matushka
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Re: Rücksichtnahme auf die Religionszugehörigkeit?

Beitrag von Matushka »

Juliala hat geschrieben:Ich habe starke Schwierigkeiten mit dem Frauenbild im Islam.
Mich gruseln auch diese Burkas oder Komplettverhüllungen, weil ich darin eine Unterdrückung von Frauen sehe.
Das beruht doch auf deinem "Gefuehl". Gesetze sind oft absichtlich so gehalten, dass sie innerhalb eines bestimmten Rahmens beliebig ausgelegt werden koennen. Das kann z.B. schwierig machen, genau zu definieren, wo "Menschenrechte" beginnen und aufhoeren. Ich habe mich noch nicht praezise mit der Thematik befasst, aber folgendes kommt mir in den Sinn:

Ist es denn kein Menschenrecht fuer eine glaeubige Muslimin, dass sie auf ihre Burka beharren darf, wenn sie ihren Glauben nach ihrem eigenen Gutduenken leben will? Sie sich freiwillig unterwirft? Oder sollte doch lieber das Vermummungsgesetz gelten? Wer entscheidet, was wo passend ist? Was der oeffentlichen Ordnung zutraeglich ist? Viel zu oft leider voellig ueberforderte Buerokraten doch, fuerchte ich. Und bestehende Gesetze, die man anwenden koennte, werden gleichermassen nicht durchgesetzt.
---
Noch was ganz anderes zum "Gesetz" -- Ich habe letzte Woche mal kurz den dt. Pressekodex angeschaut und rausgefunden, dass der Grund warum man bei Verdaechtigen in den Nachrichten selten Hautfarbe und Herkunft sieht, folgender sei: Das Gesetz entstand 1971, und man wollte damit afroamerikanische GIs vor Angriffen aus der Gesellschaft schuetzen. Hammer, oder?

Gruss,

Sabine

Juliala
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Re: Rücksichtnahme auf die Religionszugehörigkeit?

Beitrag von Juliala »

Hallo Sabine,

ja Sabine, das gruselige Gefühl beim Betrachten von einer Frau in einer Burka ist MEIN Gefühl und ich darf es äußern.
Ich fühle mich unwohl und habe auch eine gewisse Angst, wenn mir verschleierte Menschen im Bus, in der Bahn oder im Kaufhaus begegnen.
Nun können wir darüber diskutieren, ob eine Burka eine Unterdrückung der Frau darstellt.
Da wird es unterschiedliche Meinungen geben. Gerne würde ich auch direkt mit einer Burkaträgerin diskutieren.
Ich verurteile ja schließlich nicht den Menschen darunter - eher den Mann, der seine Frau eventuell zum Tragen einer Burka gegen ihren Willen zwingt.

Sicher mag es auch Frauen geben, die sich freiwillig unterwerfen.
Aber muss ich das gut finden?
Ich finde eine Unterwerfung jedenfalls nicht gut, auch wenn sie freiwillig passiert, aber letztendlich muss das jede Frau selbst wissen, was sie sich freiwillig im Namen einer Religion "antut".

Nur wenn es nicht mehr freiwillig ist und z.B. Menschenrechte oder auch die Menschenwürde verletzt wird, endet meine Toleranz.
Wenn eine Frau zum Burkatragen gezwungen wird, werden ihr Wille und ihre Würde gebrochen und sie muss letztendlich bei Nichtbeachtung Konsequenzen ertragen.
Es muss schon auch erlaubt sein, Religionsinhalte zu hinterfragen und zu diskutieren.


Julia
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―Karlheinz Deschner

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