Facharbeitsthema: Brauchen Kinder Religion?

Leander Liguster
Beiträge: 29
Registriert: Dienstag 14. Januar 2014, 23:18

Re: Facharbeitsthema: Brauchen Kinder Religion?

Beitrag von Leander Liguster »

Jelka hat geschrieben:
Leander Liguster hat geschrieben: Mir? Nicht im Geringsten? Welche Anderen? Hier sind höchstens zwei, höchstens vier die hier mal im Forum schreiben.
Hab mir den Thread hier durchgelesen und stelle fest, dass es hier nicht so viele Fans gibt , die die das Vermitteln von religiösen Inhalten an Kinder positiv bewerten.
Hallo Leander,
ich möchte nicht mitdiskutieren. Das würde meinen Horizont übersteigen.
Aber ich mag deinen falschen Eindruck gerade rücken.
Auch wenn sich nur wenige zu Wort melden, gibt es etliche Mitleser, die sich zumindest ihre Gedanken zu den Themen machen. Auch ich lese gerne mit, ohne meine Gedanken aufzuschreiben. Das ich mich an den Diskussionen nur selten beteilige, liegt daran, dass ich das Gefühl habe, in vielen Themen findet eher ein Tauziehen statt, als ein wirklicher Austausch. Dafür ist mir meine Energie zu schade.

Als Außenstehende zum Thema Religion fällt mir auf, dass hier zwar ein Tauziehen um die Religion stattfindet, mit der Frage "Brauchen Kinder Religion?" Aber die Frage, was Religion für den einzelnen bedeutet, wurde nicht geklärt. Vielleicht findet ihr dafür erstmal einen gemeinsamen Nenner, um dann zu klären, ob und wie weit "Religion" nötig ist.

Mein Sohn ist zwar nicht getauft, aber ich habe z.B. darauf bestanden, dass er am Religionsunterricht in der Schule teilnimmt. Ich vermittle auch den Kindern in der Einrichtung, warum Weihnachten gefeiert wird. Auch wenn ich im kirchlichen Sinne nicht religiös bin, käme ich nicht auf die Idee, Religion aus den Einrichtungen auszuklammen. Viele Kinder wachsen damit auf, es ist ihr Leben. Sollen sie das an der Garderobe abgeben? Abgesehen davon ist die Religion ein wichtiger Teil der Kulturen.


Hallo Jelka,

du hast natürlich vollkommen Recht und dein Eindruck täuscht dich nicht. Auch ich hatte den Eindruck dass hier eigentlich nicht über Religion im Allgemeinen diskutiert wird.
Habe mir Sabines Beitrag herausgefischt und ihn in polemischer Manier zerpflückt.
Ich denke, dass die Inhalte die in den KITAS vermittelt werden, auch nicht so schlimm ist. Weihnachten und St. Martin sind ein Teil der Kultur des christlichen Abendlandes.

Denke auch nicht dass wir jetzt ans Eingemachte gehen müssen und die Briefe an die Korinther interpretieren müssen.
Es ist auch nicht meine Intention Religion aus den Einrichtungen ganz auszuklammern. Die Vorgehensweise in den kommunalen Einrichtungen die zum größten Teil mit dem offenen Konzept arbeiten, gefällt mir ganz gut.

Brauchen Kinder Religion? Ein ganz allgemein gehaltener Titel, in der Tat. Welche Religion ist hier auch gemeint? Der Einwand von Sabine ist schon berechtigt.
Geht es hier um die christliche Religion? Um die protestantische oder katholische?

Die Sichtweise anderer Leser würde mich auch interessieren.

Ich pflücke mir aus den Religionen immer das Positivste heraus..zb einige Thesen von den zehn Geboten finde ich nicht verkehrt.

Ein Grundwissen alle Religionen finde ich auch wünschenswert, so dass sich Kinder später entscheiden können, ob Religion wirklich ein Teil ihres Lebens wird.

Gruß
Leander

Matushka
Schriftsteller
Beiträge: 997
Registriert: Freitag 5. Oktober 2012, 16:04

Re: Facharbeitsthema: Brauchen Kinder Religion?

Beitrag von Matushka »

Hallo,

Wieder ich. :-)
Leander Liguster hat geschrieben:Die Sichtweise anderer Leser würde mich auch interessieren.
Mich auch. Doch durch einen aggressiven Ton und hohe Emotionalitaet werden viele Menschen schnell verschreckt. Die holen sich dann ihr Popcorn und gucken lieber zu.
Leander Liguster hat geschrieben:Ein Grundwissen alle Religionen finde ich auch wünschenswert, so dass sich Kinder später entscheiden können, ob Religion wirklich ein Teil ihres Lebens wird.
Interessante Aussage.

Ich formuliere im Folgenden mal allgemein, da wir zumindest ja schon mal festhalten konnten, dass es sich im Thread um "Religion generell" handeln soll.

Wir leben in einem aufgeklaerten Zeitalter. Da ist es fuer persoenliche Entscheidungsfindungen wichtig, dass sie fuer den Entscheider Sinn machen. Theoretisch muss niemand mehr etwas tun, was er/sie nicht tun moechte.

Wie aber kommt man zu einer Entscheidung, ob und wann man so etwas Persoenliches (mit der eigenen Identitaet Zusammenhaengendes) wie die Religion, fuer sich annehmen (im wahren Wortsinn: sich anziehen) soll?

Die Geschichten von Menschen, die "die Religion gefunden haben", sind so vielseitig (und haeufig auch vielschichtig) wie die Sandkoerner am Meer.

Mein Eindruck ist, dass Menschen, die bereits als praktizierende _______ aufgewachsen sind (Religion der Wahl einsetzen!), diese angelernte Basis als Ausgangspunkt fuer die eigene spirituelle Entwicklung nutzen.

Dabei haengt es u.A. sehr stark davon ab, in welchem kulturellen Umfeld man sich befindet. Aber auch so etwas wie eine "persoenliche Aesthetik" kann eine Rolle spielen, ebenso wie natuerlich z.B. ein sehr persoenliches "Erwachens"-Erlebnis.

Das konkrete Annehmen einer Religion -- sei es das bewusste "Uebernehmen" der Kindheitsreligion, das "Finden" des Glaubens, oder etwa das Sich-Abwenden von etwas "Altem" zu etwas "Neuem" -- geschieht meines Erachtens nicht aus einer Situation, die du oben beschreibst. Also, im Sinne von "Geben wir dem Kind mal ein Grundwissen ueber alles, dann kann es sich spaeter was aussuchen". Sondern er ist Teil eines -- oft langwierigen und oft muehseligen -- Prozesses, der tatsaechlich niemals abgeschlossen ist.

Oftmals ist es so, dass er angenommen wird, wenn ein Mensch bereit geworden ist, sich von etwas Frueherem zu loesen. Ein "Mentor" ist oft richtungsgebend, oder ein Netzwerk.

Der erste Link von mir im Thread hatte, wenn ich mich recht erinnere, etwas damit zu tun, dem (theoretischen) Kinde etwas "zum Festhalten in stuermischen Zeiten" mit auf den Weg zu geben. Orientierung, Sozialisierung, vielleicht auch Normierung (dass "Religion" zum Zwecke der Unterdrueckung genutzt werden kann und genutzt wird, und auch Traumatisierung zur Folge haben kann, ist traurige Wahrheit, ist uns bewusst und kann gern weiter diskutiert werden. Ich will aber woanders hin mit meiner Antwort).

"Religion" wird m.E. oft mit "Politik" verwechselt.

In der heutigen Zeit wird suggeriert, es sei "nicht zeitgemaess" (wie albern ich diesen Ausdruck mittlerweile finde...), sich zu bestimmten Glaubensrichtungen zu bekennen. Manche Religion gilt als "schick", eine andere als "veraltet", eine andere als "bedrohlich". Je nach Perspektive.

Ein gelebter Glaube, wie ich ihn mir wuensche, ist lebendig und im wahrsten Sinne "glaubwuerdig". Er hat mit tiefer Liebe zu tun, und mit freiem Willen. Er verurteilt nicht, sondern betrachtet jeden einzelnen Menschen als das was er ist -- einzigartig und wunderbar.

Gruss, Sabine

Matushka
Schriftsteller
Beiträge: 997
Registriert: Freitag 5. Oktober 2012, 16:04

Re: Facharbeitsthema: Brauchen Kinder Religion?

Beitrag von Matushka »

Moin,

In Bremen kann man gerade live miterleben, wie einem evangelikalen Pastor der kalte Garaus gemacht wird.

Ich hege keine sonderlichen Sympathien fuer die Evangelikalen, aber es ist fuer mich schwer mit anzusehen, wie die Whistleblower-Dynamik auch in diesem Falle wieder greift.

Medien, Politik, Kirche, und Buerger... alle, wirklich ausnahmslos, machen dabei mit, das "ungeliebte Element" aus der gesellschaftlichen Mitte zu entfernen. Das geht ruckzuck, wenn man etwas "Ketzerisches" getan hat -- und ist vielleicht das Schlimmste, was einem Menschen passieren kann.

Der Clou bei dieser Ausgrenz-Dynamik: Die "Moderaten" und "Nachdenklichen" unter den Protestanten sind nun ebenfalls gezwungen, Stellung zu beziehen -- sich buchstaeblich auf die Seite der "Guten" oder des "Boesen" stellen zu muessen. Ein Lokalredakteur ruft wortwoertlich dazu auf.

Ich koennte heulen.

Ach ja, zum Thema: Natuerlich hat das alles damit zu tun, ob und wie man Kindern das Thema "Religion" nahebringt....!

Gruss, Sabine

Matushka
Schriftsteller
Beiträge: 997
Registriert: Freitag 5. Oktober 2012, 16:04

Re: Facharbeitsthema: Brauchen Kinder Religion?

Beitrag von Matushka »

Hier eine Meldung von Radio Bremen, in der sich Bremer Erzieherinnen zur fundamentalistischen Predigt des oben erwaehnten Pastors aeussern.

http://www.radiobremen.de/nachrichten/g ... zt100.html

Er soll offensichtlich "sattgemacht" werden.

Dabei muss man sich wirklich fragen, ob sich gegen eine "Hassrede" in anderen Gotteshaeusern ebenso viel Widerstand regen wuerde -- oder ob es diesen Menschen trifft, weil er eine harte Linie der christlichen Lehre verkuendet?

Gruss, Sabine

Leander Liguster
Beiträge: 29
Registriert: Dienstag 14. Januar 2014, 23:18

Re: Facharbeitsthema: Brauchen Kinder Religion?

Beitrag von Leander Liguster »

Hallo zusammen,

na da ist doch mal ein Pfundstück aus dem Netz , wo es sich zu diskutieren lohnt. Was hat denn Pastor Latzel denn genau gesagt in seiner Predigt.
Hierzu meint die liberale Wochenzeitung Zeit:
Latzel ist auch gegen gemeinsame Gebetszeremonien von Katholiken, Protestanten und Muslimen zum Beispiel bei Einschulungsfeiern: “Das ist Sünde, das darf nicht sein!”
Der Mann scheint noch mental im 19 Jahrhundert zu leben. Es verwundert mich also gar nicht, dass er für so einen Stuss , denn er von sich gibt, geradezu medial hingerichtet wird.


Desweiteren...
Er erlebe es zudem oft, so Latzel weiter, dass Eltern zu ihm kämen, die ihn fragten: “Meine Tochter, die hat jetzt einen Muslimen… muss ich denn da mitmachen, wenn die uns einladen zu ihrem Zuckerfest und all diesem Blödsinn?” Latzels Antwort: “Nein, da müssen wir ganz sauber bleiben.”

Zuckerfest und all diesem Blödsinn...hier spricht Volkes Stimme und Latzel meint...nein, fremde Kulturen und Religionen sind erst mal nix für uns. Wir bleiben sauber!
Welch rhetorisches Glanzstück..ja genau, hinweg mit dem Dreck, welches nicht in unser steriles Weltbild passt.

Berliner Imam in seiner Predigt folgendes gesagt hatte: “Diese Deutschen, diese Atheisten, diese Europäer rasieren sich nicht unter den Armen, ihr Schweiß sammelt sich unter ihren Haaren zu einem üblen Geruch und sie stinken.” Er sagte auch, die Deutschen würden wegen ihres Unglaubens in die Hölle kommen. Wie der Fall damals ausging, lässt sich nicht unmittelbar herausfinden. Aber die Moscheegemeinde entschuldigte sich damals im Namen des Imams. Das freilich wird Latzel wohl kaum tun – ein zentrales Thema in seiner Predigt war, dass man Anfeindungen wegen seines solchermaßen bekundeten Glaubens aushalten müsse.
Interessant wäre es doch zu erfahren welches Imam so einen hirnverbrannten Unsinn von sich gegeben hat, aber immerhin die Gemeinde hat sich für die verbalen Entgleisungen entschuldigt.

Ich denke, Pastor Latzel kann man mit Fug und Recht einen Fundamentalisten nennen. Er würde das womöglich ablehnen und sich stattdessen einfach als treuen, frommen Gläubigen bezeichnen. Aber das tun Islamisten oft auch.
Gefangen in seinem starren Weltbild , unfähig sich für Neues zu öffnen. Selbst Schuld , wenn er jetzt dafür einen Shitstorm kassiert. Für solche Kleingeister habe ich kein Mitleid.

http://blog.zeit.de/radikale-ansichten/ ... st-bremen/


Die TAZ merkt an, dass eine Anzeige, wegen der Religionsfreiheit versanden wird.

Latzel, der taz-Anfragen nicht beantwortet, kann zufrieden sein: Eine Strafanzeige wegen Volksverhetzung wird dank Religionsfreiheit versanden.
Eine Anzeige hielt ich jetzt persönlich auch für übertrieben, denn es gibt derlei Hasspamphlete auch von den radikalen christlichen Sekten und fundamentalistischen Muslimen zu hören.

http://www.taz.de/!153794/

Matushka
Schriftsteller
Beiträge: 997
Registriert: Freitag 5. Oktober 2012, 16:04

Re: Facharbeitsthema: Brauchen Kinder Religion?

Beitrag von Matushka »

Hallo,
Was hat denn Pastor Latzel denn genau gesagt in seiner Predigt.
Sehr gut. Also: Predigt anhoeren.

Dann evtl. weiter diskutieren.

Was nuetzt die Auslegung eines nach da oder dort orientierten Medienorgans?

Predigt anhoeren und sich selbst ein Bild machen!


Gruss, Sabine

Leander Liguster
Beiträge: 29
Registriert: Dienstag 14. Januar 2014, 23:18

Re: Facharbeitsthema: Brauchen Kinder Religion?

Beitrag von Leander Liguster »

Matushka hat geschrieben: Ich koennte heulen.

Ach ja, zum Thema: Natuerlich hat das alles damit zu tun, ob und wie man Kindern das Thema "Religion" nahebringt....!

Gruss, Sabine

Ja , es ist zum Heulen, was der Pastor da von sich gibt. Und ich beziehe mich jetzt auf Jelkas Ausführungen. Ich empfinde diesen Diskurs als ein rhetorisches "Tauziehen", deine Bsp sind nicht gerade hilfreich für einen gesunden Diskur. Sie taugen eher zum Polarisieren, denn nichts Anderes tust du ja hier. Deine Beiträge sind nicht zielführend.
Dieses Bsp mit Pfarrer Latzel hat aber auch gar nix damit zu tun, wie man Kindern Religion beibringen soll.

Falls du ein Fan der fundamentalischen Anschauung bist und dies scheint ja offensichtlich, weil du ja Heulanfälle bekommst, wen so ein Typ wie Latzel , sein verdientes Fett weg bekommt.
Aber seine Predigt fällt ja unter die Meinungsfreiheit, insofern kann er ja labern was er will. Aber mit dem Gegenwind muss er auch klarkommen, denn dies macht eine demokratische Gesellschaft ja aus.

In den monotheistischen Religionen kommt ein Gott vor, ob er nun Jahwe oder Allah heißt.
Die Predigt die Latzel da vom Stapel lässt, spaltet und dient eigenlich nur zum Hetzen gegen andere Kulturen. In seiner Rede sagt er was von Haus reinhalten und redet verächtlich über Dreck.
Nun es ist nur zu gut zu erkenne, wohin diese Metaphern hinführen sollen. Sie dienen jedenfalls nicht zur Völkerverständigung.


Aus meiner Sicht liebt Gott alle Menschen. Sie sind individuell , einzigartig. Er sollte die Menschen nicht strafen oder sie mit Regelwerk überschütten. Ein liebender Gott verzeiht, ist tolerant und gütig.
Das ist jetzt aber nur meine Vorstellung von einem Gott , aber Fundamentalisten haben sowieso eine andere Sichtweise von Religion.

Und solange hier weiter aus meiner Sichtweise sinnfreie Bsp über Religion gebracht werden, ist ein vernünftiger Diskurs über die überaus spannende Thematik nicht möglich.

Es bedarf für diesen "Latzel" einen neuen Thread und gehört bestimmt nicht in : Brauchen Kinder Religion?

Matushka
Schriftsteller
Beiträge: 997
Registriert: Freitag 5. Oktober 2012, 16:04

Re: Facharbeitsthema: Brauchen Kinder Religion?

Beitrag von Matushka »

Leander, gruess' dich,
hallo alle,

Worum geht es hier?

Mir geht es darum, eine von aussen gut zu erkennende gesellschaftliche Zuspitzung zu thematisieren. Diese Entwicklung beschaeftigt mich. Dafuer scheint mir dieser Thread ebenso geeignet wie ein anderer. Ich lasse mich da auch gern korrigieren -- von den Admins.

Leander, ich agiere aus meiner derzeitigen Situation heraus. Wenn du meine Argumentation bzw. meine Stilmittel als "nicht zielfuehrend" und "sinnfrei" bewertest, steht dir das natuerlich frei.

Mir erscheint es allerdings als zutiefst unehrenhaft, wie du Saetze aus dem Kontext reisst und nach deiner Fasson neu zusammenfuegst. Du bist auf die Latzel-Story angesprungen, mit der Ankuendigung, ihr auf den Grund zu gehen zu wollen. Kannst du das, ohne meine Beitraege auf diese ungehoerige und unwuerdige Art und Weise zerfetzen zu muessen?

Ich schlug vor, dass man sich, um an eine gemeinsame Basis zu gelangen, die Predigt anhoeren koennte. Hast du das gemacht?

Ich glaube ebenfalls, dass die Liebe eines guetigen Gottes alle Menschen dieser Welt einschliesst. Aber es ist doch leider trotzdem kompliziert mit uns Menschen.

Vielleicht verwundert es in dem Zusammenhang sogar einige, dass der Name "Allah" nicht nur muslimischen Glaeubigen vorbehalten ist. Im arabischen Sprachraum wird auch der Gott der Christen so betitelt, und "Insha'Allah" ist z.B. ein von christlichen Glaeubigen genutzter Ausdruck.

Weiter oben habe ich einen Link gesetzt, der von der Teilnahme von Bremer Erzieherinnen an der Ausgrenzung Latzels berichtet. Denkst du immer noch, dass diese Diskussion nichts mit der Thematik "Brauchen Kinder Religion" zu tun hat?

Gruss und eine gute Woche!

Sabine

Matushka
Schriftsteller
Beiträge: 997
Registriert: Freitag 5. Oktober 2012, 16:04

Re: Facharbeitsthema: Brauchen Kinder Religion?

Beitrag von Matushka »

Und voilà:

http://www.weser-kurier.de/bremen/breme ... 49247.html

Eine oeffentliche soziale Ausgrenzung durch seine Peers vor dem Bremer Dom. Also -- ich fuer meinen Teil finde das furchtbar!!!

Latzels Fehler: Er weigerte sich dagegen, politisch korrekt zu sein.

Brauchen Kinder Religion? Nein -- diese Art der Religion, die "Unerwuenschtes" auf diese Weise aus der Gemeinschaft ausschliesst, die brauchen Kinder ganz gewiss nicht.

Gruss, Sabine

Leander Liguster
Beiträge: 29
Registriert: Dienstag 14. Januar 2014, 23:18

Re: Facharbeitsthema: Brauchen Kinder Religion?

Beitrag von Leander Liguster »

Hallo Sabine,

ich weiß ehrlich gesagt nicht was du mit dieser unsäglichen Latzel Story hier in diesem Thread bewegen willst? Die Latzel Thematik hat absolut nichts mit Religionsvermittlung an Kinder zu tun.
Der Weserkurier schreibt dazu:
Wir distanzieren uns entschieden von Fundamentalismus jedweder Art - und von allen Versuchen, Fremdenfeindlichkeit, Islamophobie, Antisemitismus oder rassistisches Gedankengut mit vorgeblich biblischem Glauben zu bemänteln", schrieben die Pastoren.
Ja die Gedanken dieses Mannes sind unerwünscht und für Kinder schon mal gar nicht geeignet. Auch kann ich nichts daran Unehrenhaftes daran finden, wenn ich deine suspekten Beiträge hier offen kritisiere.
Mir kommt der Eindruck auf , dass du es ja schon ok findest wie dieser Pastor zum Hetzen gegen Andersgläubige aufruft. Deine Toleranz gegenüber rechtspopulistische Phrasendrescher habe ich ja beim PI Link im anderen Thread bemerkt. Und ich schreibs hier nochmal hin: Gut dass dieser Link gelöscht worden ist!
Hier wieder die gleiche Taktik von dir. Du setzt hier einen Link rein, der mit der Thematik ob Kinder Religon brauchen, nichts im Geringsten zu tun hat. Latzel betreibt blanke Hetze gegen Ausländer. Die Thematik mit dem Pastor eignet sich nur zum Polarisieren.
Ja und sowas ist pädagogisch nicht wertvoll!
Die einzigen Foren und Portalen die diesem Mann beistehen, sind die üblichen Verdächtigen : Rassistische Portale und Foren für Weltverschwörungsfuzzies , die mit Vorliebe der angeblichen Lügenpresse misstrauen.
Wenn man sich deine Postulate so anschaut, hast du ja eine Vorliebe für gewisse Portale , da wundert mich gar nix.
Was soll eigentlich die öffentliche Heulerei wegen einem Pastor der offensichtlich gegen Andergläubige hetzt , von einem reinem Haus schwadroniert. Was bezweckst du damit?
Welches Ziel verfolgst du im Forum damit , wenn du solch fragwürdige Links setzt?



Nachwievor steht er hinter seiner umstrittenen Hetzpredigt.
Der Pastor (Hobbies: Jagd und Kraftsport) steht aber weiter hinter seiner Predigt. Im Gespräch mit der FR widerspricht er dem Eindruck, dass er zu Gewalt gegen religiöse Symbole aufgerufen habe. „Wir gehen nicht hin und zünden Moscheen an.“ Nein, ihm gehe es nur darum, dass Christen selber keine Götzenbilder besitzen dürften und „jede Religionsvermischung“ vermeiden müssten. Aber mal einen Kaffee mit Andersgläubigen zu trinken, das geht für ihn in Ordnung.

Nach Latzels Wahrnehmung steht seine Gemeinde voll hinter ihm. Und das sind immerhin 1.300 Bibeltreue, die sich - wie in Bremen üblich - ihre Gemeinde frei aussuchen können. Die reinste Parallelgesellschaft...
http://www.fr-online.de/politik/bremen- ... 96076.html

Matushka
Schriftsteller
Beiträge: 997
Registriert: Freitag 5. Oktober 2012, 16:04

Re: Facharbeitsthema: Brauchen Kinder Religion?

Beitrag von Matushka »

Leander -- ich bin wohl ebenso stur wie du. :-D

Gruss, Sabine

Matushka
Schriftsteller
Beiträge: 997
Registriert: Freitag 5. Oktober 2012, 16:04

Re: Facharbeitsthema: Brauchen Kinder Religion? OT

Beitrag von Matushka »

Guten Morgen, Leander,
moin, liebe Mitleser, :-)

Nun eine etwas laengere Antwort. Den Artikel kannte ich schon.

Lieber Leander, du schreibst doch auch, was dir passt. Welche moralische Deutungshoheit gibt dir das Recht, immer wieder meine Motivation(en) zu hinterfragen? Bzw. zu implizieren, dass irgendwas mit mir als Person nicht stimmte, weil ich u.A. auch auf "einschlaegigen Webseiten" lese? Wie kommst du zu diesen Schluessen -- und was ist das fuer ein Denken???

Nur weil sich fuer dich die Beitraege nicht nahtlos in den Thread einfuegen, bedeutet nicht, dass sie fuer das Thema nicht relevant sind. Zur Kennzeichnung habe ich aber diesmal ein OT angefuegt. "OT" -- "Off Topic" ... sozusagen "am Thema vorbei".

Dass du bei der "Bekaempfung" meiner Ansichten immer wieder persoenlich werden musst, ... dass du hier "stoerende" Elemente wie eingefuegte Links und/oder Mitschreiber zu entfernen suchst, ist leider auch Teil einer Tradition. Diese Tradition gedeiht am besten in, bzw. sie naehrt sich von, einem "Klima der Angst". Ihre Taktik ist die Denunzierung der Person -- das mit dem Finger zeigen, das Defamieren und Verunglimpfen des Nachbarn. Hinsichtlich des Ziels dieser Taktik kann jeder seine eigenen Rueckschluesse ziehen -- oft geht es dabei um den persoenlichen Machterhalt bzw. um einen gefuehlten drohenden Macht- oder Deutungsverlust.

Es ist eine Taktik, die man nicht zu akzeptieren braucht -- aus welchen Gruenden auch immer jemand diese Taktik verfolgt. In unseren westlichen Gesellschaften haben wir uns in Form von Gesetzgebung auf bestimmte Werte und Normen geeinigt, und jeder darf darin sagen, lesen und denken, was er/sie moechte.

Gerade hatte ich mit meiner erwachsenen Tochter ein Gespraech. Sie sagte folgendes: "Meinungs- und Redefreiheit sind ja einfach, wenn man die Sache sowieso schon gut findet. Es ist schwieriger und viel wichtiger, dass die Redefreiheit auch noch gelten darf, wenn man persoenlich eine Sache absolut Sch....e findet ... solange eben dabei niemand zu Schaden kommt".

Wer wie ich die Latzel-Geschichte unter bestimmten Gesichtspunkten verfolgt, erkennt u.A. die Anzeichen eines Machtkampfes innerhalb der evangelischen Kirche. Dieser Machtkampf hat fuer einen aufmerksamen Beobachter offensichtlich auch politisch motivierte Hintergruende --- UND er wird u.A. ausdruecklich unterstuetzt durch die tonangebenden Medien und Politiker vor Ort, bzw. auch im Bremer Umland.

Es wird ja oft beklagt, dass ErzieherInnen sich nicht genuegend politisch engagieren. In diesem Fall haben sie's nun getan...

Gruss, Sabine

Leander Liguster
Beiträge: 29
Registriert: Dienstag 14. Januar 2014, 23:18

Re: Facharbeitsthema: Brauchen Kinder Religion? OT

Beitrag von Leander Liguster »

Matushka hat geschrieben:

Lieber Leander, du schreibst doch auch, was dir passt. Welche moralische Deutungshoheit gibt dir das Recht, immer wieder meine Motivation(en) zu hinterfragen? Bzw. zu implizieren, dass irgendwas mit mir als Person nicht stimmte, weil ich u.A. auch auf "einschlaegigen Webseiten" lese? Wie kommst du zu diesen Schluessen -- und was ist das fuer ein Denken???
Ich schrieb nicht dass mit dir als Person nichts stimmt. Ich verbitte mir daher auch Versuche meine Worte im Mund umzudrehen und sie anders zu interpretieren.
Ich registriere nur was du so an Links hier anbringst.




Dass du bei der "Bekaempfung" meiner Ansichten immer wieder persoenlich werden musst, ... dass du hier "stoerende" Elemente wie eingefuegte Links und/oder Mitschreiber zu entfernen suchst, ist leider auch Teil einer Tradition. Diese Tradition gedeiht am besten in, bzw. sie naehrt sich von, einem "Klima der Angst". Ihre Taktik ist die Denunzierung der Person -- das mit dem Finger zeigen, das Defamieren und Verunglimpfen des Nachbarn. Hinsichtlich des Ziels dieser Taktik kann jeder seine eigenen Rueckschluesse ziehen -- oft geht es dabei um den persoenlichen Machterhalt bzw. um einen gefuehlten drohenden Macht- oder Deutungsverlust.
Ich bekämpfe hier niemanden, aber anscheinend legst du Wert auf martialische Rhetorik. Ich hinterfrage dies ist auch nicht verboten, oder? Sabine wo siehst du eine Diffamierung? Mir persönlich kommt ja der Eindruck auf, dass du mit diesem Latzel Link ein persönliches Ziel verfolgst. Die Thematik mit dem Pastor Laztel hat nichts mit dem Thread zu tun.
Und, die Erzieherinnen haben gegen den Pastor demonstriert, nicht für Ihn.
Welchen Machterhalt? Bin ein User wie jeder andere auch, nur wage ich es halt, deine fragwürdigen Links zu hinterfragen. Dieses Recht habe ich in diesem Land und dies kann mir keiner verbieten.
Und im Endeffekt hat der Forenbetreiber den rassistischen Link von PI gelöscht. Was du ja im Nachhinein ja nicht so gut gefunden hast.
Ist es nicht eher dein Machtverlust denn du hier beklagst, denn bisher konntest du dich ja immer mit gewissen Thematiken einbringen. Nur ist jetzt ein Leander da, der dies kritisch hinterfragt.
Ich habe hier keine Deutungshoheit und auch keine Macht :unschuldig: Bin ein neuer User, dem so gewisse Sachen halt aufallen und es ansprechen.




Es ist eine Taktik, die man nicht zu akzeptieren braucht -- aus welchen Gruenden auch immer jemand diese Taktik verfolgt. In unseren westlichen Gesellschaften haben wir uns in Form von Gesetzgebung auf bestimmte Werte und Normen geeinigt, und jeder darf darin sagen, lesen und denken, was er/sie moechte.
Joo und ein Jeder darf Rechtspopulisten und Volksverhetzer auch so benennen, dieses Recht gibt mir die Verfassung auch. Im Übrigen ist die deutsche Gesetzgebung auch hier eindeutig was Hetze betrifft.


§ 130
Volksverhetzung

(1) Wer in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören,

1. gegen eine nationale, rassische, religiöse oder durch ihre ethnische Herkunft bestimmte Gruppe, gegen Teile der Bevölkerung oder gegen einen Einzelnen wegen seiner Zugehörigkeit zu einer vorbezeichneten Gruppe oder zu einem Teil der Bevölkerung zum Hass aufstachelt, zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen auffordert oder
2. die Menschenwürde anderer dadurch angreift, dass er eine vorbezeichnete Gruppe, Teile der Bevölkerung oder einen Einzelnen wegen seiner Zugehörigkeit zu einer vorbezeichneten Gruppe oder zu einem Teil der Bevölkerung beschimpft, böswillig verächtlich macht oder verleumdet,







Wer wie ich die Latzel-Geschichte unter bestimmten Gesichtspunkten verfolgt, erkennt u.A. die Anzeichen eines Machtkampfes innerhalb der evangelischen Kirche. Dieser Machtkampf hat fuer einen aufmerksamen Beobachter offensichtlich auch politisch motivierte Hintergruende --- UND er wird u.A. ausdruecklich unterstuetzt durch die tonangebenden Medien und Politiker vor Ort, bzw. auch im Bremer Umland.
Welche Gesichtspunkte denn? Du regst dich doch nur öffentlich darüber auf, dass sich die Mainstreampresse mit Halili Geschrei auf den Hetzpastor stürzt und findest es empörend dass man seine schräge Meinung nicht akzeptiert. Aus dem Gesichtspunkt eines Rechtspopulisten würde es dann wohl so heißen: Die linksgrünversiffte Medienmafia diffamiert ehrenwerten Pastor in Bremen, nur weil er es öffentlich gewagt hat, eine dem Mainstream nicht genehmigte Predigt zu halten.
Und PI ist es natürlich die in dem armen Pastor ein Opfer der verlogenen Mainstreampresse sieht.
Den Zeitkommentar und auch den Bericht des Weserkuriers nimmst du zwar Kenntnis, aber die Meinung dieser Schreiberlinge tangiert dich nicht im Geringsten. Du schreibst dass für die Rede die Meinungsfreiheit gelten sollte , solange keiner zu Schaden kommt. Aber Hetzreden eigenen sich auch gut dazu um gegen Andersdenkende , Ausländer und andere Randgruppen zu hetzen.
Und solche Beispiele hatten wir ja genügend in unserer Geschichte.
Dein Kommentar über die tonangebenden Politiker impliziert für mich, dass du dir andere Volksvertreter wünschst als die , die in Berlin sitzen.


Es wäre doch mal wünschenswert sich zu der eigentlichen Thematik zu äußern und nicht irgendwelche Links über zweifelhafte Geistliche zu bringen, die nur Bullshit labern.


Gruß
Leander

Matushka
Schriftsteller
Beiträge: 997
Registriert: Freitag 5. Oktober 2012, 16:04

Re: Facharbeitsthema: Brauchen Kinder Religion?

Beitrag von Matushka »

Leander, du bist jetzt also hier der neue "Forenreiniger". :-D

Dann will ich mal die Stuehle hochstellen und dir ein bisschen Platz machen. Pass' aber auf, dass du beim kraeftigen Saubermachen nicht das Fundament aus Versehen auch mit wegsaugst. ;-)

Gruss, Sabine

Leander Liguster
Beiträge: 29
Registriert: Dienstag 14. Januar 2014, 23:18

Re: Facharbeitsthema: Brauchen Kinder Religion?

Beitrag von Leander Liguster »

Matushka hat geschrieben:Leander, du bist jetzt also hier der neue "Forenreiniger". :-D

Dann will ich mal die Stuehle hochstellen und dir ein bisschen Platz machen. Pass' aber auf, dass du beim kraeftigen Saubermachen nicht das Fundament aus Versehen auch mit wegsaugst. ;-)

Gruss, Sabine

ad hominem Argumente sind in einer Debatte ganz schwach :comp:
Ich bin hier erst mal gar nix! Auch kein selbsternnanter Meister Proper.
Aber es soll ja freigeistige Portale geben , wo die Meinungsfreiheit ja großzügiger ausgelegt wird, da kann man ja gegen die Mainstreampresse nach Leibeskräften schwadronieren.


Aber wenn man keine Argumente mehr hat, versucht der Gegner den Anderen versuchen lächerlich zu machen.
Es ist offensichtlich was du hier mit der Latzel Story vorhast, sicher werden diesen Unterschied auch die zahlreichen Leser erkenne, die mit Popcorn auf ihren Sofas sitzen und sich köstlich über diesen seltsamen Austauch amüsieren.

Mit der Thematik haben die polarisierenden Beiträge von dir , überhaupt nichts zu tun. Aber man wehrt sich tapfer mit Händen und Füssen , von den Medienvertretern , Politkern und anderen unliebsamen Störenfrieden, die die Deutungshoheit in Deutschland besitzen.
Da fällt mir doch gerade Don Quichote ein, der mit seinem Pferd Rosinante gegen eingebildete Ungeheuer kämpft :lach:

Als angehender Pädagoge stellt sich für mich die Frage: Was für eine Erziehung sollten Kinder in einer globalisierten Welt erhalten. Eine Welt die scheinbar aus den Fugen gerät, im nahen Osten barbarische Gewalt. In der Ukraine wo ein blutiger Bürgerkrieg im Osten tobt und wo zwei Blöcke sich feindlich gegenüber stehen.

Ja, im Kindergarten werden die Fundamente für eine gute Bildung gesetzt und religiöse Werte gehören sicher auch dazu. Und sie gehören ja auch zu unserer Kultur.
Aber gleichzeitig formen wir kleine Menschen. Wir begleiten die Kinder auf ihrem Weg ins Leben, wo sie Abenteuer erleben, die Natur erkunden und demokratische Werte von uns Erzieherinnen lernen.

Antworten

Zurück zu „Religiöse Bildung“