Integration für Kinder mit chronischen Erkrankungen

Antworten
Sanni1989
Beiträge: 1
Registriert: Dienstag 14. Februar 2017, 16:26

Integration für Kinder mit chronischen Erkrankungen

Beitrag von Sanni1989 » Dienstag 14. Februar 2017, 16:36

Hallo ich Lieben,

ich bin neu hier und würde mich gerne einmal austauschen/informieren, was die Integration/Inklusion von Kindern mit chronischen Krankheiten in Kitas ermöglicht.

Und zwar geht es darum, dass bei mir in der Gruppe bei einem Jungen Diabetes Typ 1 festgestellt wurde. Sprich: er ist nun auf Insulin angewiesen und wird gerade bei den Mahlzeiten besondere Hilfe benötigen Ebenso denke ich, dass es für ein gerade 3-jähriges Kind schwer ist, den Blutzucker selber zu messen und sich dann durch Insulin oder Traubenzucker entsprechend zu helfen. Die Krux ist eben jene, dass wir nur integrativen Kindern auch Medikamente verabreichen dürfen.
Ebenso wird man diesen Jungen nun noch mehr im Auge haben müssen um zu schauen, dass er nicht Über- oder Unterzuckert.

Mir kam die Idee, ob man für ihn nicht Integration beantragen kann, um für den deutlichen Mehraufwand zumindest zusätzliche Personalstunden zu bekommen. Unsere Einrichtngsleitung meinte jedoch sofort, dass so ein Antrag abgelehnt wird.
Ich sehe Diabetes Typ 1 durchaus als chronische Erkrankung an, für welche es doch im SGB XII Regelungen gibt, welche eine Integraion legitimieren.

Nun wollte ich einmal hören, welche Erfahrungen ihr bezüglich Diabetes gemacht habt und ob es Möglichkeiten gibt, in NRW für solche Fälle Intergration zu beantragen.


Liebe Grüße,
Sanni

Matushka
Schriftsteller
Beiträge: 973
Registriert: Freitag 5. Oktober 2012, 16:04

Re: Integration für Kinder mit chronischen Erkrankungen

Beitrag von Matushka » Dienstag 14. Februar 2017, 21:50

Hallo Sanni,

Insulin ist ja kein Medikament, sondern ein Hormon. Weiss nicht, ob das einen Unterschied auf deine Frage macht, ob er als Integrationskind laufen kann. Aber ja...Typ 1-Diabetes ist eine chronische, lebensbedrohliche Krankheit.

Die Zahl der T1D-Diagnosen wächst weltweit stark an, aber die Schwere der Krankheit wird im Allgemeinen massiv unterschätzt. Jede von Euch, die mit dem Kind arbeitet, muss sich eigentlich mit Symptomen, Notfallmassnahmen und Rund-um-die-Uhr-Glukosespiegel-Ausgleich auskennen (wie das in D gesetzlich geregelt ist, weiss ich aber nicht), weil das Leben des Kindes davon abhängt. In jedem Fall bedeutet es jede Menge Mehrarbeit für die erwachsenen Betreuer.

Am Anfang, wenn das Kind erst noch neu eingestellt wird, könnten zusätzliche Betreuer besonders wichtig sein.

Ich würde mir durch die Eltern vom Facharzt genau erklären lassen, was das Kind braucht. Dann würde ich alles in die Wege leiten, was dem Kind gesetzlich zusteht und jede Entscheidung schriftlich festhalten.
http://m.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/a-997472.html

https://www.diabetes-kids.de/sitemap

Hier ist ein Forum: http://www.insulinclub.de

Gruss, Sabine

rumpelstilzchen
Schnuppernase
Beiträge: 80
Registriert: Samstag 18. Juni 2016, 22:13

Re: Integration für Kinder mit chronischen Erkrankungen

Beitrag von rumpelstilzchen » Dienstag 14. Februar 2017, 22:19

In meiner ersten Praktikumseinrichtung gab es auch ein Kind mit Typ 1. Auf meine Nachfrage bei der Leitung bzgl. eines I - Status wurde gesagt, dass man das wohl beantragen könne (wurde aber nicht gemacht....ist ne kleine Einrichtung gewesen ). Es ist auf jeden Fall eine erhöhte Aufsicht nötig. Es gab z.b. dort beim Frühstück immer Situationen, wo er auch mal was vom Nachbarn mopsen wollte oder heruntergefallenes Essen gegessen hat in einem unbeobachteten Moment.
Er hatte übrigens so einen Dauerzugang. Messen war also kein Problem.

Gesendet von meinem SM-G800F mit Tapatalk

Antworten

Zurück zu „Integrative Arbeit“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast