Umgang mit Vorschulkindern

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Honeey
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Registriert: Mittwoch 10. Mai 2017, 21:34

Umgang mit Vorschulkindern

Beitrag von Honeey » Mittwoch 10. Mai 2017, 21:36

Hallo liebe Erzieher.
Ich weiß nicht ob das Thema hier in den Bereich passt, aber ich probiere es mal.

Ich habe die letzten Jahre immer wieder ein gewisses Verhalten bei angehenden Schulkindern beobachtet, das sich jedes Jahr wieder zeigte.
Ich wollte euch dazu mal um Rat fragen, denn ich bin da etwas überfragt, was man da machen könnte.

Die angehenden Schulkinder sind die letzten paar Monate/das letzte halbe Jahr immer sehr anstrengend. Die Situation ist sowohl für die Erzieher als auch für die Vorschulkinder sehr anstrengend, wie ich immer wieder feststelle.

Die Kinder fangen an, die Regeln zu brechen, die sie eigentlich seit Jahren kennen, sie wissen nichts mehr mit sich anzufangen und machen eigentlich nur Dinge, die sie nicht sollen/dürfen oder nur destruktives.
Also konstruktiv wird nicht mehr wirklich gespielt.

Ich merke schon, dass sie viel helfen wollen, also bemerke ich den Werksinn der Kinder und versuche diesen auch zu fördern. Aber irgendwann werden auch die alltäglichen Aufgaben die man ihnen gibt zu langweilig und es ist nichts besonderes mehr.

Ich kann die Lage der Kinder natürlich verstehen, sie stehen kurz vor dem Schulanfang, die Kita ist für sie jedes Jahr das gleiche und sie wollen langsam mehr lernen und nicht mehr nur spielen. Allerdings wird unser Beruf ja immer mehr in Richtung Bildung gelenkt und das versuchen wir den Kindern ja auch zu gewährleisten. Jedoch sind wir keine Schule! Ich habe da den Eindruck, dass bei den älteren Kindern nichts mehr richtig anschlägt, sie nichts mehr richtig begeistert oder motiviert.

Wenn man mit ihnen "schimpft", reagieren sie genervt. Ich meine, sie wissen ja, warum man das tut, oder dass sie das eigentlich nicht dürfen.

Ich muss dazu vielleicht noch sagen, dass ich in einem gehobeneren Klientel arbeite und die Kinder vielleicht auch generell mehr Input bekommen, vielleicht ist das in sozialen Unterschichten anders, damit habe ich bisher keine Erfahrung.

Es gibt zwar auch spezielle Vorschulprojekte & Angebote & Ausflüge, aber auch das scheint die Kinder nicht wirklich auszulasten.

Ich bin da im Moment sehr überfragt und stoße oft an meine Grenzen. Ich versuche die Situation dieser Kinder zu verstehen und auch immer wieder zu reflektieren und zu überdenken, was ich erlaube und was nicht, aber auch sie müssen sich ja die letzte Zeit noch an die Regeln und Struktur der Gruppe halten, zumal sie ja auch ein Vorbild für jüngere sind. Das wird vor allem dann schwierig, wenn man echt viele Vorschulkinder hat.

Ich arbeite sowieso am liebsten mit Kindern im Alter von 1-4 Jahren, alles darüber ist nicht ganz mein Ding, aber da ich in einer Gruppe mit Kindern von 3-6 Jahren arbeite und diese Verhaltensmuster die letzten Jahre immer wieder beobachten konnte, wollte ich mal um Erfahrungen und Tipps eurerseits fragen! Was macht ihr mit euren Vorschulkindern, wie verhalten sich eure?

Liebe Grüße honeey

hallihallo
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Re: Umgang mit Vorschulkindern

Beitrag von hallihallo » Freitag 2. Juni 2017, 09:48

Schade, dass sich keiner zurück meldet.

Ich kann dir nicht wirklich was schlaues sagen. Meine Tochter ist nun in diesem "kritischen" halben Jahr....naja, eigentlich ist sie das schon seit dem neuen Kitajahr. Am Anfang war die Vorschularbeit ja noch was spannendes, mittlerweile findet sie das aber auch langweilig.
Ich habe sie mal danach gefragt, was sie am liebsten möchte. Die Antwort war spontan, kurz und knapp: "Spielen". Und zwar, dass was sie gerne möchte, bzw. die Kinder möchten. Vielleicht sollte man die großen Kinder mehr einbeziehen in den Tagesablauf. Muss es täglich der Morgenkreis sein? Müssen wir immer um 11.30 Essen? Alles was eben so stumpf immer gleich ist. Ich halte unsere Kita für sehr gut, aber manchmal eben auch für überladen. Und selbst die Erzieher haben schon festgestellt, dass zu wenig Zeit für Freispiel ist. Nun haben sie den Freitag als Freispieltag ausgerufen seit einiger Zeit. Das klappt aber auch nicht immer. Heute wird schon wieder irgendwas geübt für das Abschlussfest.....und das ist nicht kindzentriert, sondern nur für die Erwachsenen....meinetwegen muß meine Tochter nichts aufführen. Ich bin auch so stolz auf sie. Das wird von den Erziehern in der Theorie sicherlich immer bedacht, aber in der Praxis noch nicht wirklich umgesetzt.

Als Mutter (und als angehende Erzieherin) würde ich mir also wünschen, dass meinem Kind mehr Freiräume eingeräumt werden im letzten Kitajahr. Förderung wo es sein muß und wer möchte....klar. Ansonsten: laßt den Kindern ihr letztes "freies" Jahr :)

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