Kfw beantragen oder lieber doch nicht?...

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NeuesEtwas20
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Kfw beantragen oder lieber doch nicht?...

Beitrag von NeuesEtwas20 » Mittwoch 7. Oktober 2015, 17:01

Hallo allerseits,

ich stecke ein wenig in der Klemme und muss meine Sorgen nun einmal loswerden, mit der Hoffnung, dass mir Rat gegeben werden kann.
Ich bin jetzt in meinem 1. Erzieher-Jahr (von 2) und bekomme von der NBank den Freibetrag von 206€. Ich wollte jedoch auch das Darlehen der kfw nutzen, damit ich
endlich ausziehen kann. Zusätzlich habe ich einen Nebenverdienst von 200€ in einem Mini Job. Ich habe mit meinen Eltern besprochen, (bevor der Vertrag usw ankam), dass
ich es eigentlich beantrage, da ich denen ja auch nicht ewig auf der Tasche liegen möchte. Nun sind Sie im Urlaub und kommen erst in 2 Wochen zurück. Vor wenigen Tagen
haben wir einmal kurz telefoniert und ich habe ihnen gesagt, dass ich mir sehr große Sorgen mache, was das zurückbezahlen des Kredites angeht. Die Tilgung würde erst 2019 beginnen,
also 2 Jahre nach Abschluss und in der Zeit sollte ich auch bereits Geld verdienen usw, aber ich mache mir dennoch große Sorgen...
Ich bin ehrlich und muss sagen, dass ich noch nicht weiß ob ich mein Leben lang diesen Beruf ausüben möchte, dachte sogar daran evtl. noch in eine andere Richtung zu gehen,
jedoch würde sich die Geldfrage dann wieder auftun und mit einem lächerlichen Azubi Gehalt kann man a) keine eigene Wohnung halten und b) gleichzeitig den Kredit zurückzahlen.
Wenn ich nun aber in diesem Beruf bleiben werde, könnte ich mir ja evtl eine Wohnung leisten (könnte auch Wohngeld beantragen ? ) und den Kredit gaaaanz langsam abbezahlen.
Meine Eltern besonders meine Mutter meint, ich solle es beantragen, da ich einen Freund habe und oft mit dem Auto zu ihm fahre und falls es mal kaputt gehen würde, stehe ich da.
Und dass sie mir im Moment noch sehr viel bezahlen würde usw... Ich kann ihre Meinung verstehen, natürlich, deshalb will ich evtl auch den Kredit zurückzahlen.

Eine Idee von mir war, jeden Monat mein Lohn von meinem Minijob beiseite zu legen oder zumindest dann wenn ich es kann, um später schon mal Teile des Geldes zu haben, was ich dann abbezahlen muss.
Wenn ich nun in den Ferien als Ersatzkraft arbeiten würde, würde sich auch mein Darlehen verringern glaube ich, könnte aber dann auch wieder damit Teile weglegen für später.

Mein Problem scheint komisch dargestellt zu sein, aber ich hoffe ihr könnt das etwas verstehen...?
Ich möchte gerne ausziehen, kann jedoch alleine kaum Miete bezahlen und bräuchte den Kredit, habe aber Angst dass ich ihn später nicht abbezahlen kann :-( mangels Job oder anderer Ausbildung. :nein:

Könnt ihr mir weiterhelfen? :sorry:

Lenina
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Re: Kfw beantragen oder lieber doch nicht?...

Beitrag von Lenina » Mittwoch 7. Oktober 2015, 17:12

Ein wahres Dilemma ;-)

Hast du einen Überblick, wie hoch er insgesamt werden würde, der Kredit?
Normalerweise ist es kein Problem, mit einer monatlichen Rate von 100 Euro dieses vom Gehalt in Stufe2 (da wärst du dann ja) abzubezahlen. Allerdings kostet er dich Zinsen.
Und es kommt gerne das ein oder andere hinzu: ein neues Auto evtl.?
Wie dringend ist es, dass du ausziehst, wie lange dauert es, bis du etwas verdienst?
Wäre es evtl. nicht sinnvoller, du würdest das Geld, was du jetzt nebenbei verdienst dafür aufwenden, deine Kosten zu decken und sparst dir Zuhause die Miete?
Es kommt natärlich drauf an, wie dringend dein Auszugswunsch ist.

Bei mir war es damals keine Alternative. Ich wohnte nach dem Studium schon alleine, mein Elternhaus war verkauft, in der WOhnung meiner Mutter kein Platz für mich.
Hast du Bafög beantragt?
Du musst fürs Wohngeld mindestens den HartzIV-Satz aufbringen, sonst bekommst du nichts. Denn es ist ein Zuschuss.
Ich knabber ganz schön daran, dass ich für diese Arbeit soviel Geld aufnehmen musste.
(Bafög ist bei mir ja auch noch aufgelaufen vom Studium...)

Dir muss klar sein, dass du mit einer relativ hohen Schuldsumme ins Arbeitsleben startest. Und dafür hast du nicht mal "was bekommen" - kein Auto, kein Haus, etc.

Die Entscheidung musst du selbst treffen. Ich weiß nicht, ob ichs wieder machen würde - aber das liegt nicht unbedingt nur an der Schuldenlast.
Sorry für knappe Antworten, tablet und Baby machen das Schreiben nichg leicht :kappe:

NeuesEtwas20
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Re: Kfw beantragen oder lieber doch nicht?...

Beitrag von NeuesEtwas20 » Mittwoch 7. Oktober 2015, 17:25

Danke für deine Antwort!
Ja, also bekommen würde ich monatlich 418€. Das wären bei der Ausbildung knappe 7.500€ bei einer einer monatlichen mindest Abzahlung von 128€.
Zinsen sind dann glaube ich 2-3% pro Jahr oder so. Weniger als beim Studium alle Mal.

Genau, das ist das Ding. Es kommen dann Kosten auf mich zu, von denen ich natürlich bisher nichts weiß. Weshalb es ja eigentlich sinnvoll wäre den Kredit zu beantragen, sich monatlich
200€ wegzulegen (wenn ich zu Hause wohnen bleibe) um auf spätere "Not"zahlungen vorbereitet zu sein, bzw. den Kredit damit abzahlen zu können...

Ausziehen würde ich natürlich schon gerne, es ist aber nicht so, dass es gar nicht mehr geht zu Hause, sodass ich guten Gewissens noch die 1 3/4 Jahre hier bleibe.

Bafög hatte ich in der Sozialassistenz Ausbildung bekommen. 138€. Aber das fällt wohl nun weg und ich musste das Meisterbafög beantragen, von freien 206€ monatlich, die ich bereits auch bekomme.
Mit 400€ die ich im Moment habe, fahre ich aber nicht gut, es ist einfach zu wenig... Leider. Freund, Auto (Sprit), Hobbies, Klassenfahrt (150€) usw...
Da wäre der Kredit wieder sinnvoll + das Zurücklegen von einem monatlichen Betrag, für später/Notfälle.

Wenn ich nun aber doch noch in ein anderes Berufsfeld gehen sollte danach, wird es echt eng mit dem zurückzahlen, sodass ich dann auch weiterhin hier wohnen bleiben müsste.... :sorry:

Ich verstehe was du meinst... Einige aus meiner Klasse machen das auch und eigentlich ist es ja jetzt auch nicht die größte Summe von 128€ monatlich abzubezahlen....
Dennoch schiebe ich mega die Panik, da ich eben auch noch nicht weiß ob das mein Traumberuf wird. Kindergarten sagt mir im Moment noch ab, jetzt geht es erst mal an die Jugendlichen. Meine Praxis wird wahrscheinlich in der Kinder und Jugendpsychatrie stattfinden...

Lenina
Schriftsteller
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Re: Kfw beantragen oder lieber doch nicht?...

Beitrag von Lenina » Mittwoch 7. Oktober 2015, 19:49

Nur mal so gefragt: du hast monatlich 400 euro und freie "kost und logis"?
Und kommst nicht aus?
Dann wirst du wahrscheinlich in ner wohnung alleine hinten und vorne nicht auskommen. Auch mit kredit.
Kannst du nicht lieber irgendwo sparen (evtl eines der hobbies vorrübergehend auf eis legen)?
Ichhatte nach abzug aller kosten bei vollzeit arbeiten weniger zur freien verfügung...
Sorry für knappe Antworten, tablet und Baby machen das Schreiben nichg leicht :kappe:

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