Wo wird nach der PiA schlechter bezahlt?

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amaria
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Wo wird nach der PiA schlechter bezahlt?

Beitrag von amaria » Sonntag 11. Juni 2017, 18:27

Hallo!

Bislang ging ich davon aus, dass diejenigen, die eine Praxis-integrierte-Ausbildung hinter sich gebracht haben, am Ende genau so bezahlt werden, wie diejenigen, die die reguläre Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin absolviert haben.
Aber der Protest zeigt, dass dies wohl nicht der Fall sein soll: https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenb ... ta900.html

Wer ist schon Gewerkschaftsmitglied? Wer denkt über einen Eintritt nach?

Freundliche Grüße

amaria
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Adrasteia
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Re: Wo wird nach der PiA schlechter bezahlt?

Beitrag von Adrasteia » Montag 12. Juni 2017, 21:43

Pia-Absolventen werden hier als Erzieherinnen eingruppiert.
Mir sind allerdings Arbeitgeber bekannt, die Zweitkräfte nur wie Kinderpflegerinnen bezahlen. Trotz staatlicher Anerkennung als Erzieherin.
Verstehe ich nicht, dass die betroffenen Erzieherinnen sich keinen anderen, korrekt bezahlenden Arbeitgeber suchen.


Ich bin in der GEW und denke gerade über einen Austritt nach.... die Gewerkschaft soll zunächst meine Interessen als Arbeitnehmerin vertreten. Und sich als Bildungsgewerkschaft auch insgesamt um eine Verbesserung der Betreuungsbedingungen einsetzen.

Ständig aber lese ich Anti-AfD-Artikel in der GEW-zeitschrift. Das stört mich ganz massiv, ich kann nämlich schon selbst denken und möchte nicht in die "richtige politische Richtung" erzogen werden.

Lieber würde ich dort Fachtexte zu den Themen Bildung, Betreuung, Verbesserung des Berufsbildes und der Bezahlung, Verbesserung der Arbeitsbedingungen usw. lesen.

amaria
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Re: Wo wird nach der PiA schlechter bezahlt?

Beitrag von amaria » Dienstag 13. Juni 2017, 11:59

Hallo!

@Andrasteia: Das kann ich gut verstehen. Ich bin über meine Mitgleidschaft im Schriftstellerverband gleichzeitig Mitglied bei ver.di. Es hat zweifellos Vorteile. Aber nüchtern betrachtet hätte ich auch Schwierigkeiten, mich für eine Gewerkschaft zu entscheiden. Eigentlich fehlt den Erzieherinnen ein eigener Berufsverband. Solange ein solcher nicht von vielen gewollt und unterstützt wird, bestehen leider "ertsklassige" Aussichten, dass die nächsten Jahre wieder härter für Kinder und ihre Erzieher/innen werden.

In meinem Umfeld sind es vor allem die älteren Erzieherinnen, die kritisch sind und sich zu verweigern wissen. Sobald sie in Rente sind, schaffen manche Träger es bestimmt wieder, Verschlimm"besserungen" einzuführen.

Was ich mir für den Nachwuchs wünsche: Berufskolleginnen, die sich nicht auf den Standpunkt stellen, dass diejenigen, die die Ausbildung in weniger Zeit und ohne Anerkennungsjahr absolvieren, schlechter bezahlt werden dürfen. Früher fanden es leider viele Erzieherinnen nur gerecht, wenn eine Berufsanfängerin als Zweitkraft nur als Kinderpflegerin bezahlt wurde. - Schon da wären Proteste aus den Reihen der Erzieherinnen angebracht gewesen.

Bestimmt antworten im August hier noch einige, die jetzt gerade Bewerbungen schreiben.

Alles Gute!

amaria
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Re: Wo wird nach der PiA schlechter bezahlt?

Beitrag von amaria » Donnerstag 15. Juni 2017, 08:37

In Mecklenburg-Vorommern geht die SPD auf die Gewerkschaft zu. Ein Erfolg wäre wichtig.
https://www.svz.de/regionales/mecklenbu ... 59071.html

Wenn man bedenkt, dass die Zeiten, in denen Erzieherinnen während der Ausbildung nichts verdienen, für die Rente nicht zählen, dann muss man auch thematisieren, dass die PiA bei langfristig schlechterer Bezahlung eben doch keine sinnvolle Alternative darstellt, der Altersarmut der sozialen Berufe etwas entgegenzusetzen.
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Re: Wo wird nach der PiA schlechter bezahlt?

Beitrag von Solle1965 » Mittwoch 22. November 2017, 23:51

das weiß ich leider nicht

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