Fachperspektiven - Pädagogik/Psychologie/Heilpädagogik

Schriftliche Arbeiten
Antworten
Footy
Beiträge: 3
Registriert: Sonntag 28. April 2019, 19:23

Fachperspektiven - Pädagogik/Psychologie/Heilpädagogik

Beitrag von Footy »

Guten Abend, guten Morgen,

ich habe ein kleines Problem. Nächstes Jahr habe ich meine Abschlussprüfung (Erzieher) und ich möchte mich jetzt darauf vorbereiten. In der Abschlussprüfung muss man eine berufliche Handlungssituation bearbeiten. An sich ist das Gliederungsschema und auch die allgemeine Bearbeitung verständlich, nur die Fachperspektiven bereiten mir ein bisschen Bauchschmerzen. Es geht dabei gar nicht um die Auswahl möglicher Themen, mir fallen dutzende Sachen ein und auch nicht um das Verstehen der Themen, sondern mehr um die Zuordnung. Meiner Meinung nach überschneiden sich so viele Sachen, vor allem zwischen Pädagogik und Psychologie. Wahrscheinlich habe ich gerade nur ein Brett vor dem Kopf, weil ich mir seit Stunden den Kopf darüber zerbreche.
Das sind zum Beispiel meine derzeitigen Gedanken :c090:

Bindungstheorie, Entwicklungsmodell usw. ist für mich klar Psychologie. Aber beispelsweise Transition  könnte man in Psychologie ODER Pädagogik setzen. Das überschneidet sich irgendwie, je nachdem welchen Schwerpunkt man wählt. Eine gute Transition ERMÖGLICHEN ist für mich Pädagogik, was die Transition für das Kind bedeutet, was es mit sich bringt und wie sie sich auswirkt, ist für mich Psychologie.
Psychologie -> Verhalten und Erleben
Pädagogik -> Erziehung und Bildung (Erziehung ist dabei theoretisch und praktisch vertreten)
Kann ich da den Schwerpunkt dann selber setzen? Also je nach BHS? Aber selbst wenn es selbst gesetzte Schwerpunkte sind, wie soll ich Transitionen pädagogisch begründen? 
Dann die Lerntheorien. Der Behaviorismus ist die Grundlage für Theorien des menschlichen Lernens -> operante und klassische Konditionierung. Der Behaviorismus ist eine psychologische Richtung und wird im Psychologiebuch auch thematisiert. Operante und Klassische Konditionierung befindet sich jedoch im Pädagogik Buch. Ich habe es mir damit erklärt, dass es "Erziehungsmaßnahmen" sind, aber nun habe ich folgenden Gedanken: Wenn ich die psychologische Fachperspektive verwende und da den Behaviorismus benutze und mich dann bei der Erklärung/Begründung auf eine Theorie festlegen, z.B. Skinner, Pawlow oder Thorndike und diese unter psychologischer Perspektive erkläre, wäre es ja "Psychologie". Wenn ich hingegen gleich eine konkrete Theorie erwähne, beispielsweise Verstärkungslernen und mich bei der Erklärung mehr auf die pädagogische Perspektive konzentriere (Verhalten durch Eltern verstärkt) wäre es Pädagogik. Oder habe ich da einen Denkfehler?

Ihr seht schon, ich glaube ich denke mir das Thema "kaputt" und bin jetzt total verwirrt :c085:.
Ich habe versucht es mir so zu erklären: Psychologie sind Erklärungsansätze für das Verhalten/Erleben des Kindes und Pädagogik sind erzieherische Handlungsmöglichkeiten/Einflüsse und alles "aktive"? Trotzdem verwirren mich dann noch die Überschneidungen. Und auch so Sachen wie TZI - Themenzentrierte Interaktion. Wo packe ich das drunter? Für mich ist das eigentlich eine Methode (Arbeit in Gruppe, u.a. soziale und personelle Kompetenzen), also wäre es Pädagogik oder?
Kommt es am Ende mehr auf meine Begründung bzw. auf meinen Transfer auf die Handlungssituation an?

Vielleicht kann es mir ja einer erklären oder mir eine Übersicht schicken, an der ich mich orientieren kann.

Meine Übersicht sieht derzeitig so aus (Habe es ein bisschen zusammengefasst, theoretisch könnte man es noch aufdröseln)

Psychologie
- Entwicklung (Sprache, Motorik, Sozialverhalten etc.)
- Lerntheorien (Operante/Klassische Konditionierung (Skinner, Pawlow etc), sozial-kognitive Lerntheorie (Bandura))
- Bindung
- Kommunikationsmodelle (4 Seiten Modell von Schulz von Thun, Sender-Empfänger Modell von Shannon/Weaver etc)
- Bedürfnisse / Bedürfnispyramide (u.a. Maslow)
- Tiefenpsychologie/Psychoanalyse (Sigmund Freud)
- Personenzentrierte Theorie (Rogers)
- Einstellungstheorien
- Wahrnehmungspsychologie
Gibt sicherlich noch das ein oder andere Thema, aber da bin ich definitiv versorgt.

Pädagogik


Heilpädagogik
- Verhaltensauffälligkeit (Definitionen, Klassifikation nach Symptomatik u. Funktionsbereichen, Erklärungsmodelle)
- Verschiedene Verhaltensauffälligkeiten (Aggression, ADHS, Autismus etc.)
- Behinderung
- Integration u. Inklusion

Ich hab echt ein Problem mit dem Begriff Pädagogik :kopf: :kopf: oder eine gedankliche Blockade. Ich kriege da gerade nichts hin. Vielleicht Erziehungsstile, Transition, Gruppen? Obwohl man das ja auch wieder psychologisch begründen könnte - je nach Schwerpunkt.

Ich hoffe mir kann einer weiterhelfen. Ich werde natürlich auch noch meine Lehrer fragen, aber oft hilft es ja auch wenn man sich mit anderen austauscht bzw. eine andere Perspektive sieht.

Vielen Dank schon mal :)!

Antworten

Zurück zu „Prüfungen“