Wer hat schon eine Überlastungsanzeige gestellt?

Erfahrungen mit einer Überlastungsanzeige

1)Ich wusste bisher nicht, dass eine Überlastungsanzeige gestellt werden kann
9
19%
2)Ich hätte Angst, mich unbeliebt zu machen, wenn ich eine Überlastungsanzeige stelle und würde deshalb keine stellen
5
10%
3)Ich hätte Bedenken, dass man mir mangelnde Kompetenz vorwerfen würde und verzichte darauf, eine zu stellen, obwohl ich mich massiv überfordert fühle
3
6%
4) Ich habe schon mehrfach daran gedacht, eine Überlastungsanzeige zu stellen, aber dann besserten sich die Zustände wieder
3
6%
5)In meiner Kita gibt es keinen Anlass, an eine Überlastungsanzeige zu denken
1
2%
6) Eine Kollegin hat schon eine Überlastungsanzeige gestellt
1
2%
7) Mehrere Kolleginnen haben schon eine Überlastungsanzeige gestellt
1
2%
8) Das gesamte Team hat eine Überlastungsanzeige gestellt
2
4%
9) Andere habe gute Erfahrungen mit der Überlastungsanzeige gemacht
1
2%
10) Andere haben die Erfahrung gemacht, dass sich nichts wesentlich besserte
0
Keine Stimmen
11) Mir erging es nach der Überlastungsanzeige besser
2
4%
12) Nach der Überlastungsanzeige hatte ich einen schlechteren Stand als zuvor
2
4%
13) Die Überlastungsanzeige hat nichts gebracht
2
4%
14) Anderen würde ich raten, auf jeden Fall eine Überlastungsanzeige zu stellen
5
10%
15) Anderen würde ich dazu raten, keine Überlastungsanzeige zu stellen
1
2%
16) Als Einrichtungsleitung fühle ich mich unter Druck gesetzt, wenn Mitarbeiter eine Überlastungsanzeige stellen
0
Keine Stimmen
17) Als Einrichtungsleitung bin ich verärgert, über Angestellte, die eine Überlastungsanzeige stellen
0
Keine Stimmen
18) Als Einrichtungsleitung finde ich es richtig, wenn Erzieherinnen eine Überlastungsanzeige stellen
2
4%
19) Ich habe noch nie eine Überlastungsanzeige gestellt und es tut mir leid
5
10%
20) Ich habe es nicht bereut eine oder mehrere Überlastungsanzeigen gestellt zu haben
3
6%
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 48

amaria
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Wer hat schon eine Überlastungsanzeige gestellt?

Beitrag von amaria »

Hallo!

Wer hat schon eine Überlastungsanzeige gestellt? Wer kann über Erfahrungen berichten?

Bestimmt haben schon viele einmal oder auch viel öfter daran gedacht, dass sie ihre Arbeitsbelastung anzeigen und nicht mehr akzeptieren sollten.

Wie seid ihr mit dem Thema "unverantwortbare Zustände" in der Vergangenheit umgegangen und wie gedenkt ihr in Zukunft damit umzugehen?

Angaben, die in der Umfrage eingestellt werden, können später geändert werden. - So wie sich auch in der Praxis und im eigenen Verhalten etwas ändern kann!

Freundliche Grüße

amaria
„Ausdauer wird früher oder später belohnt - meistens aber später.“
Wilhelm Busch

"Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand."
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amaria
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Re: Wer hat schon eine Überlastungsanzeige gestellt?

Beitrag von amaria »

Hallo!

Bevor ein Brandbrief geschrieben wird, müssten eigentlich schon bemerkenswert viele Überlastungsanzeigen gestellt worden sein. Schade, dass die Presse nicht darüber informiert, wie viele Überlastungsanzeigen es gegeben hat.
http://www.taz.de/!146660/

http://www.gew-koeln.de/02/web03/arbeit ... nzeige.htm

Wie eine Überlastungsanzeige aussehen kann: http://www.gew-koeln.de/02/web03/arbeit ... nzeige.htm

Freundliche Grüße

amaria
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amaria
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Re: Wer hat schon eine Überlastungsanzeige gestellt?

Beitrag von amaria »

Hallo!

Schön, dass schon erste Abstimmungsergebnisse eingetroffen sind, die allen am Thema Interessierten aufzeigen, wie Berufskollegen und Berufskolleginnen zum Thema stehen. Da mir ein Kommentar zum ebenfalls lesenswerten Artikel einer Erzieherin im Gedächtnis haften geblieben ist, weise ich auf den Beitrag Nummer 85 auf der Kommentarseite 11 von "Lastenträger" mit der Überschrift "Tschüss Kita" hin.

Nur ein kurzer Ausschnitt als Zitat: "Für diesen Verwahrungsjob braucht man keine Erzieher, irgendwelche Wärter reichen da ganz aus. Ich bin aber kein solcher Wärter, weil ich es unwürdig finde bishin zu verachtend.
Zum anderen habe ich aber auch nicht den Eindruck, daß die ErzieherINNEN sich wirklich mal mutig auf die Straßen begeben würden und Änderungen erzwingen würden. Ich habe in verschiedenen Kitas gearbeitet und überall, selbst bei den krassesten Mißständen, fast nur Indifferenz, "Mir-egal"-Haltungen gesehen, Duckmäuser."

http://www.zeit.de/gesellschaft/familie ... 1#comments

Diese Erfahrung haben auch andere gemacht. Nicht wenige hören insbesondere auch deshalb auf, weil sie den eigenen Berufskolleginnen insgesamt nicht zutrauen, dass sie sich in ausreichender Zahl verbünden und Verbesserungen erreichen.

Dass bereits zwei Erzieher/innen angekreuzt haben, dass es ihnen leid tut, dass sie keine Überlastungsanzeige gestellt haben, sollte nicht übersehen werden!
Die Reihenfolge des FRagenkatalogs enthält übrigens keine Wertung. Allerdings bin ich froh, dass ich gleich zu Beginn darauf abgestellt habe, dass jemand bislang noch nichts von einer Überlastungsanzeige gehört hat.

Da dies der Fall war: Fachschüler können sich wünschen, dass arbeitsrechtliche Vorschriften im Rechtskundeunterricht behandelt werden. Vor allem die Überlastungsanzeige!

Freundliche Grüße

amaria
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amaria
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Re: Wer hat schon eine Überlastungsanzeige gestellt?

Beitrag von amaria »

Hallo!

Bislang am meisten angekreuzt wurde die Aussage: "Ich habe noch nie eine Überlastungsanzeige gestellt und es tut mir leid."

Da ich auch noch keine Überlastungsanzeige gestellt habe, kann ich diese Aussage besonders gut nachvollziehen. Als ich nach einem Monat als ungelernte Kraft in einer Regelgruppe mit 25 Kindern allein Dienst gemacht habe, weil meine Kollegin im Urlaub war, habe ich nicht daran gedacht, eine Überlastungsanzeige zu stellen. Tatsächlich fühlte ich mich für die Woche, in der ich allein gearbeitet habe, auch nicht überfordert und fand es sogar angenehm, einmal überwiegend allein arbeiten zu können. Lediglich zur Abholzeit kam die Kindergartenleiterin hinzu, da ich noch nicht alle abholberechtigten Personen kannte.

Heute, wo viel mehr Jüngere in den Regelgruppen betreut werden, würde ich die Kinderbetreuung durch nur eine Kraft viel kritischer sehen, als ich es als Berufsanfängerin getan habe.

Vielleicht mögen noch einige ankreuzen, dass sie anderen dazu raten möchten, eine Überlastungsanzeige zu stellen, wenn ein Grund besteht?

Dass bereits zwei Erzieher/innen die Erfahrung gemacht haben, dass alle aus dem Team dafür zu gewinnen sind, eine Überlastungsanzeige zu stellen, sollte Mut machen.

Freundliche Grüße

amaria

PS: Da ich als Springkraft in wechselnden Einrichtungen stets erkrankte Kollegen vertrete und nie allein arbeiten muss, erfahre ich immer wieder etwas, über Missstände, die einen triftigen Grund für eine Überlastungsanzeige darstellen, aber auf meine Arbeit bezogen kann ich nicht klagen. - Im Gegenteil. Als Springkraft kann man viel freier auf Kinder eingehen und muss keinen Wust an Schreibarbeiten erledigen.
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Wilhelm Busch

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Johanna2

Re: Wer hat schon eine Überlastungsanzeige gestellt?

Beitrag von Johanna2 »

Hallo!

Mir ist es unbegreiflich, wie eine Erzieherin es fertig bringen kann, unhaltbare Zustände zu akzeptieren. Besonders schlimm finde ich, dass es sogar vorkommt, dass Erzieherinnen dabei mithelfen, Mängel zu vertuschen, weil sie "hinter der Einrichtung" stehen. Mir ist es ein Rätsel, wie ein Mensch hinter einer juristischen Person stehen kann.

Freundliche Grüße

Johanna
Juliala
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Re: Wer hat schon eine Überlastungsanzeige gestellt?

Beitrag von Juliala »

Hallo,

ich muss gestehen, dass ich erst durch dieses Forum erfahren habe, dass es die Möglichkeit einer Überlastungsanzeige gibt.....und ich bin keine Berufsanfängerin, sondern gehöre nun schon zu den älteren Hasen. Mir ist dieses Wort bisher wirklich nicht untergekommen.
Von daher, habe ich noch nie eine Überlastungsanzeige gestellt, obwohl ich im Rückblick es hätte einige Male machen müssen.
Bei unhaltbaren Zuständen, bei denen ich das Gefühl hatte, ich kann die Verantwortung nicht mehr tragen, habe ich gekündigt.

Julia
Erziehung: einen Kopf drehen, bis er verdreht ist - natürlich auf den neuesten Stand.“
―Karlheinz Deschner
Frips Fuchs
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Re: Wer hat schon eine Überlastungsanzeige gestellt?

Beitrag von Frips Fuchs »

ich oute mich
ich habe es zweimal gemacht und würde es immer wieder machen! :daumen:
Shalom
Frips

Wo kämen wir hin, wenn alle sagten, wo kämen wir hin, und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen.

© Kurt Marti
amaria
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Re: Wer hat schon eine Überlastungsanzeige gestellt?

Beitrag von amaria »

Ich oute mich auch. Weil ich als Springkraft nicht unter Personalmangel und schlechtesten Arbeitsbedingungen arbeiten muss, hatte ich bislang keinen Grund, eine Anzeige zu stellen, aber ich finde, dass sich Berufskolleginnen ruhig schneller zu einer Überlstungsanzeige entschließen sollten und meine auch, dass Erzieherinnen sich nicht scheuen sollten, früh und mit viel Nachdruck auf den Einsatz von Vertretungskräften zu pochen. Auf dem offiziellen Weg sind sie meist nicht mehr zu bekommen, aber wenn ihr euch im Freudes- und Bekanntenkreis und unter ehemaligen Kolleginnen umhört, schafft ihr es vielleicht, jemanden zu finden, der zumindest bei euch Vertretungseinsätze übernimmt. Zum Beispiel junge Erzieherinnen, die einen Krippenplatz für ihr Kind gar nicht erst in Anspruch nehmen wollen, die aber bereit sind, ihr Kind mit in den Kindergarten zu bringen oder es von Verwandten betreuen zu lassen, um dort auszuhelfen, wo es nötig ist.

http://www.mopo.de/politik/wuetende-erz ... 73130.html
So wütend wie die Hamburger Erzieher im großen Saal des CCH waren, dürften auch sie einige Überlastungsanzeigen gestellt haben.

amaria
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amaria
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Re: Wer hat schon eine Überlastungsanzeige gestellt?

Beitrag von amaria »

Erzieherin sperrt Kind ein

Wenn Erzieherinnen rechtzeitig eine Überlastungsanzeige stellen würden und vom Team unterstützt würden, könnte vielleicht manche Attacke auf Kinder ausbleiben.

Nicht selten merken Kolleginnen Monate vorher schon, dass eine einzelne Kraft in hohem Maß überfordert ist (das bezieht sich nicht auf den konkreten Fall) und handeln sich Ärger mit Leitung und Team ein, wenn sie reagieren anstatt wegzusehen.

„Es war aber kein so eklatanter Fehler, dass wir ihr kündigen. Eine Abmahnung reicht.“ Zudem werde die Erzieherin nun wöchentlich ein Gespräch mit dem Leiter führen, um ihre Arbeit zu reflektieren." http://www.fr-online.de/frankfurt/kinde ... ump_target

Nachdem schon einige zum Thema "Überlastungsanzeige" abgestimmt haben, wäre es gut, wenn auch Neue abstimmen und etwas zum Thema beitragen würden.

In wie vielen Kitas wird einzelnen Kräften nur deshalb nicht gekündigt, weil der Personalmangel dann noch größer wäre, als er es ohnehin schon ist.

Freundliche Grüße

amaria
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Juliala
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Re: Wer hat schon eine Überlastungsanzeige gestellt?

Beitrag von Juliala »

Hallo,

bevor man eine Überlastungsanzeige stellen kann, muss man erst einmal wissen, dass es die Möglichkeit dazu gibt.

Ich vermute, die wenigsten Erzieher wissen, dass man eine Überlastungsanzeige stellen kann.
Diese Information bekommt man schließlich nicht aufs Butterbrot geschmiert und der Arbeitgeber geht damit auch nicht unbedingt hausieren.

Wie macht man Überlastungsanzeigen bekannter?

Julia
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amaria
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Re: Wer hat schon eine Überlastungsanzeige gestellt?

Beitrag von amaria »

Immer wieder bei Kollegen nachfragen, inwieweit sie über die Möglichkeit, eine Überlastungsanzeige zu stellen, informiert sind. Hier im Forum dürfte es etwas bringen, wenn das Thema immer wieder oben auf der Liste der aktiven Themen auftaucht.
Es ist wirklich keine Schande, dass viele nicht wissen, welche Rechte als Arbeitnehmer sie haben. Es ist dagegen eine Schande, dass viele Schulen das Thema nicht einmal im Rechtskundeunterricht besprechen und dass unsere Fachzeitschriften es auch viel zu selten beachten.

Da die Quote der stillen Mitleser höher ist als die der Aktiven, muß realistischerweise davon ausgegangen werden, dass deutlich mehr als nur 19% der Erzieherinnen nicht gewusst haben, dass sie eine Überlastungsanzeige stellen können.

Vielleicht mag sich jemand nur anmelden, um bei diesem wichtigen Thema abstimmen zu können. Es ist wichtig, dass Erzieherinnen vor dem Burnout Bescheid wissen! Wenn sie schon restlos erschöpft sind, könnte die Energie für eine Auseinadersetzung mit dem Arbeitgeber fehlen.

Freundliche Grüße

amaria
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Re: Wer hat schon eine Überlastungsanzeige gestellt?

Beitrag von amaria »

Hallo!

Hier wurde leider länger nicht mehr abgestimmt. Kann es sein, dass eventuell mehr Eltern lesen, die bei diesem Thema nicht zum Abstimmen aufgefordert sind?

Der schwere Unfall eines Mädchens in einem Kindergarten in Halle zeigt, dass es unverantwortlich ist, wenn Erzieherinnen sich überlasten lassen - und selbst unter Personalmangel nicht darauf verzichten, eine Kerze anzuzünden.

Das Mädchen hat Verbrennungen zweiten und dritten Grades erlitten. „Zum Zeitpunkt des Unfalls war eine Angestellte im Raum bei 23 Kindern.“ Das aber reiche nach den Vorgaben im Kindergartenalter (drei bis sechs Jahre) nicht aus. Der Personalschlüssel sieht ein Verhältnis von einer Fachkraft auf 13 Mädchen und Jungen vor. Demnach hätte grundsätzlich eine weitere Erzieherin in der Gruppe sein müssen. http://www.mz-web.de/halle-saalekreis/u ... 06874.html

Aus einer Nachbarstadt habe ich auch schon von der Verbrennung eines Kindergartenkindes erfahren. Auch dort passierte der Unfall unter Personalmangel - und weil die Erzieherin den Kindern etwas bieten wollte.

amaria
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Johanna2

Re: Wer hat schon eine Überlastungsanzeige gestellt?

Beitrag von Johanna2 »

Hallo!

Hier scheint länger niemand mehr angekreuzt zu haben, wie es um sein Wissen und eigene Erfahrungen mit einer Überlastungsanzeige geht. Dabei fühlen sich viele Erzieherinnen im Winter stärker überlastet. Gerade in der Krippe nimmt das An- und Ausziehen der Kinder viel Zeit in Anspruch. Immer wieder wird in gebückter Haltung gearbeitet.

Johanna
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Re: Wer hat schon eine Überlastungsanzeige gestellt?

Beitrag von amaria »

Hallo!

Diesen Satz könnte ich gleich noch unter "Sätze, die ein "Hä" verdienen" eintragen!

"Angesichts der gedeihenden Gruppengrößen litten die pädagogischen Fachkräfte unter einer wachsenden Arbeitsbelastung, die sich dadurch verschlimmere, dass Sondergenehmigungen für Gruppengrößen über 25 keine Seltenheit mehr seien."
http://www.shz.de/schleswig-holstein/pa ... 64821.html Und weiter heißt es "Die Situation sei in vielen Fällen so angespannt, dass der Überbelastung der Fachkräfte mit gesundheitsfördernden Maßnahmen entgegengewirkt werden müsse."

Soll das bedeuten, dass sich Erzieherinnen bis über die Grenzen ihrer gesundheitlichen Belastbarkeit belasten lassen und andere müssen dann dafür sorgen, dass sie sich nur so weit belasten lassen, dass sie sograde nicht wegen Krankheit, Erschöpfung oder Depressionen dahim bleiben müssen?

Warum nicht Bertelsmann und den anstrebenswerten Personalschlüssel einfach ernst nehmen?

Alles Gute!

amaria
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Re: Wer hat schon eine Überlastungsanzeige gestellt?

Beitrag von amaria »

Hallo!

Ein lesenswerter Thread: viewtopic.php?f=128&t=11002&p=50811#p50811

Wer Erzieher kennt, die unter unzumutbaren Bedingungen Verantwortung für Kinder übernehmen, könnte mal fragen, ob sie schon eine Überlastungsanzeige gestellt haben und falls die Antwort "Nein" lautet - Warum nicht?

Es können mehrere Antworten angekreuzt werden. Und wenn euch später noch etwas zum Thema einfällt, wäre es gut, wenn ihr euch an den Thread erinnert.

Freundliche Grüße

amaria
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