Lauter Rechtsfälle!

amaria
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Lauter Rechtsfälle!

Beitrag von amaria »

Hallo!

Damit diejenigen, die später zu bestimmten Themen etwas nachlesen möchten, über die Suchfunktion auf die entsprechenden Beiträge verwiesen werden können, bitte ein paar gängige Schlagworte ergänzend zum Link einstellen:

Ein erster Link zum Thema Verlust des Arbeitsplatzes durch Entlassung: http://www.pnn.de/pm/616776/ "Zoff um geschasste Kita-Chefin"

Und ein weiterer Link: "Wieviel "Gleichberechtigung" verträgt das Land?" http://www.wgvdl.net/forum/index.php?mo ... d&id=46881 Es geht um ein Hausverbot im Kindergarten für eine Dreizehnjährige, die ihre Schwester sehen möchte.

Kommentare sind nicht unerwünscht. Vielleicht finden Auszubildende hier Rechtsfälle, über die sie im Rechtskundeunterricht der Schulen Fragen stellen möchten.

Freundliche Grüße

amaria
„Ausdauer wird früher oder später belohnt - meistens aber später.“
Wilhelm Busch

"Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand."
Arthur Schopenhauer

amaria
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Re: Lauter Rechtsfälle!

Beitrag von amaria »

„Ausdauer wird früher oder später belohnt - meistens aber später.“
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amaria
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Re: Lauter Rechtsfälle!

Beitrag von amaria »

http://www.youtube.com/watch?v=oiC738su ... re=related

Ein Erzieher in Berlin-Kreuzberg wurde zusammengeschlagen, weil einem Anwohner das Spiel der Kinder auf einem öffentlichen Spielplatz zu laut war.
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amaria
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Re: Lauter Rechtsfälle!

Beitrag von amaria »

Hier geht es um den Fall einer lesbischen Erzieherin, der von der katholischen Kirche während der Zeit des Mutterschutzes gekündigt würde.
christsein-forum.com: http://www.christsein-forum.com/index.p ... stID=38403

Ihr durfte nicht gekündigt werden laut Urteil des Verwaltungsgerichts Augsburg. http://www.dtoday.de/startseite/panoram ... 66437.html

http://www.welt.de/regionales/muenchen/ ... digen.html Weil die Kindergartenleiterin mit einem Aufhebungsvertrag nicht einverstanden war und vorhatte, ihr Anliegen "massiv in die Öffentlichkeit zu tragen" hat die Kirche sich veranlasst gesehen, den Fall vor Gericht bringen zu müssen.

Wer hat im Rahmen der Erzieherausbildung eigentlich einen Rechtskundeunterricht, der auch aktuelle Fälle berücksichtigt?
Wie steht ihr dazu, dass die Kirche als Arbeitgeber so viel Macht hat, die mal ausgeübt wird, mal aber auch nicht...

Freundliche Grüße

amaria
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amaria
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Rechtsunsicherheit in der Tagespflege

Beitrag von amaria »

Hallo!

War es Berechnung, dass Politiker so oft gesagt haben Kinderlärm sei "Zukunftsmusik"?

Für Eltern, die ihr Kind lieber in der Tagespflege als in einer Einrichtung unterbringen, in denen Kindern und Erzieherinnen regelmäßig Lärmpegel aushalten müssen, für die in der Industrie das Tragen von Gehörschutz angeordnet würde, ist es wichtig, dieses Urteil zu kennen.
Es wird noch mehr Rechtsstreitigkeiten geben und Juristen werden sich ganz nüchtern gezwungen sehen, gewerbliche Betreuung anders zu beurteilen als ein private.

Ehrlich gesagt finde ich das auch richtig. Ohne Kinder deshalb weniger zu mögen, finde ich es ekelhaft, wenn Kinderlärm als "Zukunftsmusik" bezeichnet wird und seine gesundheitsschädlichen Auswirkungen, die bei einer Dauerbeschallung gegeben sein können, verharmlost oder ignoriert werden. Dahinter stecken politische Interessen. Man will für möglichst wenig Geld möglichst viel Betreuungsplätze schaffen und sich auch noch als kinderfreundlich präsentieren, ohne dabei die Kinder selbst vor zu viel Lärm schützen zu wollen.
(Kleinere Gruppen! Kleinere Einrichtungen!)

Rentner, neben deren Haus ein "Familienzentrum" erstellt wird, erleben plötzlich, dass die Lärmbelastungen einer mehrgruppigen Einrichtung viel belastender sind als die des kleinen eingruppigen Kindergartens, mit dem sie vielleicht nie ein Problem hatten. Verkehrschaos am Morgen und am Nachmittag. Und das Haus ist plötzlich nur noch knapp die Hälfte wert. - Ihre Alterssicherung ist futsch. Da haben Menschen lange gearbeitet, um ihren Lebensabend in Ruhe verbringen zu können - und dann werden sie auch noch in der Öffentlichkeit als Miesepeter dargestellt, wenn sie mit dem Remmidemmi in ihrer Nachbarschaft nicht einverstanden sind.
Hätten die Miesepeter die Medien auf ihrer Seite gehabt, hätten sie einiges zugunsten eines verbesserten Lärmschutzes in Kindertagesstätten ins Rollen bringen können. Schade, dass sich nicht Erzieherinnen auf ihre Seite gestellt haben. Einfach sagen: Ja, bei uns ist es schrecklich laut! Gut dass mal jemand klagt. Mit kleineren Gruppen wären Kinder und Erwachsene endlich vor gesundheitsschädlichen Lärmbelastungen geschützt.

Es ist bekannt, dass das Sinnesorgan Ohr auch von laut gehörter Lieblingsmusik Schaden erleiden kann. Ohren pflegen in ihrer Empfindlichkeit nicht nach der Lärmquelle zu unterscheiden. Der im Alter taube Beethoven, viele Orchestermusiker und Erzieherinnen, die berufsbedingt Tinnitus bekommen haben, haben ihren Ohren zu viel zugemutet.

Die Container, die jetzt bestellt werden, um mehr Kinderbetreuungsplätze zu schaffen, werden wohl kaum nach dem neusten Stand der Technik gedämmt sein. Vielleicht sind sie so schlecht gegen Schall gedämmt, dass sich Anwohner über ihre Aufstellung nahe der Grundstücksgrenze beschweren werden. (Für einen kleinen Container, den die Erzieherinnen dann kreativ nach einem Motto ihrer Wahl mit den Kindern anmalen können, findet sich doch bestimmt in vielen Außengeländen noch ein Plätzchen.)

c085 c085 c085

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/b ... 44168.html

http://www.welt.de/politik/deutschland/ ... ringt.html

Der Schutz vor Lärm sollte endlich ernster genommen werden. Mit etwas Lebenserfahrung kann man sich doch gerade als Erzieherin vorstellen, dass der Abschiedsschmerz von neu in der Tagespflege aufgenommenen Kindern durch die Wände dringt und von sensiblen Menschen auch psychisch als sehr belastend empfunden werden kann.

Freundliche Grüße

amaria
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amaria
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Beschneidung von Jungen /Kinderschutzbund

Beitrag von amaria »

Hallo!

Zum Urteil und zur Resolution hätte man viele Stellungnahmen einstellen können. Am Thema besonders Interessierte seien auf den Kindergartenworkshop verwiesen, wo das Thema stärker als hier beachtet wurde.

Ob der Kinderschutzbund wohl im September eine Stellungnahme gegenüber der Presse abgeben wird?
http://www.blogspan.net/presse/westfale ... ng/324187/
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amaria
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Lesbische Erzieherin sucht neue Stelle, weil...

Beitrag von amaria »

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Klage gegen Tischgebet im Kindergarten

Beitrag von amaria »

http://www.faz.net/aktuell/politik/bund ... 30513.html

Dass jemand wegen der kurzen Kindergebete im Kindergarten Klage erhebt, kann ich nicht nachvollziehen. Ein Gebet oder ein Spruch vor dem Essen erleichtert das gemeinsame Anfangen und die Verdauungssäfte beginnen schon zu arbeiten. Viele Traditionen haben einen Sinn und rein sachlich gesehen, dient das für Kinder nicht ganz einfach auszuführende Kreuzzeichen auch der Schulung der Motorik.

Freundliche Grüße

amaria
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Johanna2

Re: Lauter Rechtsfälle!

Beitrag von Johanna2 »

Hallo!

Ich kann den Vater schon verstehen, obwohl ich nicht auf die Idee gekommen wäre eine Klage einzureichen.

Wenn im Kindergarten vor dem Mittagessen und den Zwischenmahlzeiten gebetet wird, finde ich nicht, dass das Kind dann religionsfrei aufwächst. Bei den Protestanten ist es ohnehin nicht üblich sich zu bekreuzigen. Und religiöse Rituale auch mit der Förderung der Motorik zu erklären finde ich schon sehr fragwürdig.

Freundliche Grüße

Johanna

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Re: Lauter Rechtsfälle!

Beitrag von amaria »

Hallo!

Religiöse Rituale sollten auch nicht deshalb toleriert werden, weil sie geeignet sind, Kinder beiläufig zu fördern. Ansonsten wäre auch der zum Gruß gehobene gestreckte Arm zu rectfertigen. Doch solange sich eine Erzieherin im Rahmen der Rechtsordnung verhält, ist zu überlegen, ob sie nicht zu dem stehen darf, was ihr wichtig ist. Einerseits soll sie authentisch sein, andererseits soll sie sich konform der Erwartungen der Eltern, des Trägers und des Reams verhalten. - Das alles geht aber nicht! In konfesiomellen Einrichtungen lässt man ungläubige Erzieherinnen, die die Stelle zum Beispiel nur angenommen haben, weil sie ihnen aus anderen Gründen attraktiv erschien, vorbeten - und in staatlichen Einrichtung soll eine Erzieherin nicht zu einem Glauben stehen können! Wird durch starke Einflussnahme auf persönliche Entscheidungen der Erzieherinnen nicht suggeriert, dass diejenigen, die die tatsächliche Erziehungsarbeit gerade nicht wahrnehmen, gleichwohl darüber bestimmen, wie erzogen wird?

Ein Trend, der momentan dazu führt, dass Erzieherinnen eines Trägers reihenweise zu vom Träger ausgesuchten Fortbildungen geschickt und entsprechend "zertifiziert" werden!

Im vorliegenden Fall habe ich mir ein Kind vorgestellt, dem es egal ist, ob es nun ein Gebet oder einen weltanschaulich neutralen Spruch aufsagt. Wie vielen Kindern ist es unangenehm, wenn ihre Eltern ihretwegen mit Forderungen oder Sonderwünschen ankommen? Wir leben nun mal in einer pluralistischen Gesellschaft, in der Kinder nicht nach dem Belieben der Eltern von allem abgeschottet werden können, was diesen nicht behagt.

amaria
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Re: Beschneidung von Jungen /Kinderschutzbund

Beitrag von amaria »

amaria hat geschrieben:Hallo!

Zum Urteil und zur Resolution hätte man viele Stellungnahmen einstellen können. Am Thema besonders Interessierte seien auf den Kindergartenworkshop verwiesen, wo das Thema stärker als hier beachtet wurde.

Ob der Kinderschutzbund wohl im September eine Stellungnahme gegenüber der Presse abgeben wird?
http://www.blogspan.net/presse/westfale ... ng/324187/
Zum Thema Kinderrechte: http://pro-kinderrechte.de/faq/

Die Kampagne wurde aufgrund des Urteils schon jetzt gestartet.

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Scheitert Kitaausbau am Finanzamt?

Beitrag von amaria »

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Abfindung statt alter Stelle

Beitrag von amaria »

Hallo!

Da vermutlich einige Erzieherinnen es vorziehen, etwas länger als heute gewünscht bei ihren Kindern daheim zu bleiben, dürften sich in Zukunft daraus immer wieder einmal juristische Probleme ergeben.
Hier bekam die Erzieherin am Ende eine Abfindung.
http://www.rhein-zeitung.de/region/west ... 02481.html

Vielleicht kann jetzt oder später jemand über eigene Erfahrungen mit ungerechtfertigten Kündigungen und der juristischen Auseinandersetzung darüber berichten?

Freundliche Grüße

amaria
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Johanna2

Zum Mittagsschlaf gefesselt

Beitrag von Johanna2 »

Hallo!

Vermutlich passieren in Krippen noch viele Misshandlungen, von denen die Öffentlichkeit nichts erfährt. Journalisten, die über Monate gegen die angebliche "Herdprämie" oder "Taschengeld für Mutti" gegiftet haben, haben jungen Müttern signalisiert, sie wären "nicht zeitgemäß", wenn sie ihre Kinder lieber länger bei sich haben würden.

http://www.insuedthueringen.de/regional ... 67,2183763

Vor diesem Hintergrund fragt man sich, was man von Einrichtungen halten soll, die keine Praktikanten nehmen möchten.

Freundliche Grüße

Johanna

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Erzieherinnen im Visier der Ermittler

Beitrag von amaria »

Hallo!

Diese Liste wird leider länger werden. http://www.halternerzeitung.de/nachrich ... 54,1826659
Schwarze Schafe gibt es überall. Was mir zur Überschrift des Artikels durch den Kopf ging, war die Frage, ob gegen Erzieherinnen auch schon wegen Betrug oder Unterschlagung ermittelt wurde. Mir fällt kein Fall ein, allerdings viele Betrügereien und Unterschlagungen, die von Menschen anderer Berufsgruppen verübt wurden.

Angelika
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