Als Erzieherin in Berlin leben und arbeiten

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amaria
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Als Erzieherin in Berlin leben und arbeiten

Beitrag von amaria »

Hallo!

In einem Leserbrief zu diesem sehr kritischen Artikel http://www.tagesspiegel.de/berlin/kitap ... 39852.html hieß es, dass Eltern eigens wegen der kostenlosen Kitaplätze nach Berlin gezogen wären.

Was prägt der Alltag in der Hauptstadt? Laut einer aktuellen Untersuchung soll Berlin die meisten Krippenkinder pro Erzieherin haben. Auch sonst scheinen in Berlin Zustände ermöglicht und toleriert zu werden, die anderswo nicht nicht protestlos hingenommen würden.

Berlin - eine besondere Stadt!

Freundliche Grüße

amaria
„Ausdauer wird früher oder später belohnt - meistens aber später.“
Wilhelm Busch

"Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand."
Arthur Schopenhauer

amaria
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Re: Als Erzieherin in Berlin leben und arbeiten

Beitrag von amaria »

Kungeln in Berlin: http://www.erzieherin.de/kungeln-in-berlin.php , gefunden auf Erzieherin.de, eine Seite, die man Auszubildenden empfehlen kann.
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amaria
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Re: Als Erzieherin in Berlin leben und arbeiten

Beitrag von amaria »

"Die Berliner Bildungslüge" lautet die Überschrift des Artikels: http://www.tagesspiegel.de/meinung/die- ... 78848.html
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amaria
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Re: Als Erzieherin in Berlin leben und arbeiten

Beitrag von amaria »

Für Berliner Verhältnisse hat der neu gegründete Kindergarten ein großes Außengelände. - Nüchtern betrachtet sind 700 qm für einen Kindergarten aber keineswegs besonders üppig.

Der Artikel liest sich wie Werbung, finde ich.

amaria
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amaria
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Re: Als Erzieherin in Berlin leben und arbeiten

Beitrag von amaria »

"Droht den Kitas in Berlin der Bildungskollaps?" lautet die Überschrift http://www.berliner-kurier.de/kiez-stad ... 07620.html und im Artikel heißt es gar

"Berlin stinkt vor Eigenlob..."
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amaria
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Re: Als Erzieherin in Berlin leben und arbeiten

Beitrag von amaria »

Zitate von Heinz Buschkowsky:
http://www.tagesspiegel.de/berlin/zitat ... 91466.html
Der Beitrag enthält einige Aussagen über Erzieherinnen.

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Matushka
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Re: Als Erzieherin in Berlin leben und arbeiten

Beitrag von Matushka »

Wir sehen immer alles aus der Sicht des Bildungsbürgertums, wo sonntags Hausmusik gemacht wird. Aber es gibt wieder Milieus wie vor 100 Jahren.
Hach, Herr Buschkowsky! Sie werden fehlen!!!

amaria, was mir an ihm, seit ich auf ihn aufmerksam wurde, immer sehr gefallen hat, war seine Liebe zum Bezirk und seine ehrlich wirkende Zuneigung fuer die Menschen.

Gruss von Sabine
dem Arbeiterkind mit Hausmusik ;-)

amaria
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Re: Als Erzieherin in Berlin leben und arbeiten

Beitrag von amaria »

Die habe ich ihm auch abgenommen und dass er wegen "Volksverhetzung" angezeigt wurde, fand ich maßlos überzogen. - Aber mir wäre es lieber gewesen, er hätte nie eine Kitapflicht gefordert. Die Kitapflicht ist für mich ein Wegbereiter einer bundesweiten Kindergartenpflicht, die ich eben auch nicht befürworte.

Lieber auf Zwang verzichten und Kindergärten so betreiben, dass Eltern ihre Kinder unbesorgt freiwillig dort anmelden!

Freundliche Grüße

amaria
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Matushka
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Re: Als Erzieherin in Berlin leben und arbeiten

Beitrag von Matushka »

amaria hat geschrieben:Die habe ich ihm auch abgenommen und dass er wegen "Volksverhetzung" angezeigt wurde, fand ich maßlos überzogen


Ja, das geht ruckzuck heutzutage...
Aber mir wäre es lieber gewesen, er hätte nie eine Kitapflicht gefordert. Die Kitapflicht ist für mich ein Wegbereiter einer bundesweiten Kindergartenpflicht, die ich eben auch nicht befürworte.
Ich weiss.

Mir leuchtet diese Gesetzes-Massnahme in der Theorie durchaus ein. Sie ist allerdings in vielen Faellen wohl trotzdem eher ein Fall von "gut gemeint aber nicht gut durchdacht".

Buschkowsky war ja als Buergermeister so was wie ein Ober-Verwalter der Neukoellner Gemeinde. Ich habe das nun nicht grossartig recherchiert, aber traue ihm zu, dass er sich nicht unueberlegt fuer eine derartig breit angelegte Gesetzesaenderung eingesetzt hat. Dies weiss ich aus meinem akademischen Verwaltungs-Elfenbeinturm: Die oertlichen Gegebenheiten, Beduerfnisse und Moeglichkeiten muessen in kluge Ueberlegungen jeweils mit einbezogen werden.

Gruss, :winke:

Sabine
Zuletzt geändert von Matushka am Montag 9. Februar 2015, 15:11, insgesamt 2-mal geändert.

Juliala
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Re: Als Erzieherin in Berlin leben und arbeiten

Beitrag von Juliala »

Hallo,

ich fand ihn gut, auch wenn ich nicht mit allem einverstanden war.
Er war nicht so ein Fähnchen-im-Wind-Weichei-Politiker, wie man sie heute zuhauf erlebt. Er hatte eine eigene Meinung und dazu stand er.

Letztendlich hat doch irgendwie jede Gruppe ihr Fett weg bekommen, egal ob nun Migrant, Deutscher, arm oder reich. Er nahm halt kein Blatt vor den Mund und nannte ohne Scheu die Tatsachen und Probleme beim Namen.

Viele Berliner hätten sich gewünscht, dass er der Nachfolger von Ex-Bürgermeister Klaus Wowereit wird.

Julia
Erziehung: einen Kopf drehen, bis er verdreht ist - natürlich auf den neuesten Stand.“
―Karlheinz Deschner

Matushka
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Re: Als Erzieherin in Berlin leben und arbeiten

Beitrag von Matushka »

Juliala hat geschrieben:Viele Berliner hätten sich gewünscht, dass er der Nachfolger von Ex-Bürgermeister Klaus Wowereit wird.
Ein ganz schoener Kontrast. :geek:

Juliala
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Re: Als Erzieherin in Berlin leben und arbeiten

Beitrag von Juliala »

Hallo Sabine,

oh ja...
Mit Berlin ist es in den letzten Jahren so ziemlich bergab gegangen und ich glaube, dass sich viele Berliner daher den Kontrast gewünscht haben.
Ich hätte Buschkowski vermutlich zwar nicht gewählt, denn die SPD ist nicht mehr meine Partei, aber für Neukölln war er sicher der richtige Mann, denn dort braucht man alles andere als ein Fähnchen im Wind.
Ich habe damals unter dem SPD Bürgermeister Walter Momper 12 oder 13 Wochen als Erzieherin in Berlin gestreikt. Herrn Momperwaren unsere Forderungen egal. Der Streik scheiterte. Seitdem hat die SPD nie wieder mein Kreuzchen bekommen.

Julia
Zuletzt geändert von Juliala am Montag 9. Februar 2015, 16:40, insgesamt 2-mal geändert.
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Matushka
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Re: Als Erzieherin in Berlin leben und arbeiten

Beitrag von Matushka »

Juliala hat geschrieben:denn die SPD ist nicht mehr meine Partei
Das finde ich interessant.

In dem Umfeld, in dem ich aufgewachsen bin, wird sie stur weiter gewaehlt -- obwohl sich die Umstaende so sehr veraendert haben. Man muss wohl erst ein Erlebnis gehabt haben wie du, wo man eine direkte Verweigerung eines zustaendigen Politikers am eigenen Leibe spuert. Ich glaube, die meisten Leute sind fuer relativ drastische Schritte wie Parteienwechsel oder Aehnliches irgendwie noch zu satt.

LG,

Sabine

Juliala
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Re: Als Erzieherin in Berlin leben und arbeiten

Beitrag von Juliala »

Hallo Sabine,

ich war damals so naiv zu glauben, dass die SPD sich für soziale Belange einsetzt.
Ich, die damals unter dem für mich fürchterlichen CDU Bundeskanzler Helmut Kohl erwachsen wurde - war damals absolut überzeugt von der SPD. Außerdem bin ich mit 17 Jahren bei den Jusos eingetreten. Nach dem gescheiterten Erzieherstreik habe ich dann der Partei sofort den Rücken gekehrt und bin wieder ausgetreten.

Obwohl ich nie wieder die SPD wählte, war ich froh, dass 1998 Schröder Bundeskanzler wurde, weil ich Hoffnungen hatte, unter der SPD könne sich doch politisch etwas ändern.
Die SPD zeigte allerdings wieder, dass sie zwar in der Opposition große Reden schwingen kann, aber als führende Partei unbrauchbar war.

Ich denke, viele Leute würden andere Parteien wählen wollen, wenn es denn gute Alternativen geben würde, aber letzendlich weiß wohl jeder Mensch, dass sich wohl kaum etwas ändern wird, egal, ob man nun CDU, SPD, Grün, DIE Linke, Piraten oder sonst wen wählt.
Das sieht man doch auch wunderbar an den Grünen. Die sind heute sowas von angepasst und stromlinienförmig.......

Julia
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Re: Als Erzieherin in Berlin leben und arbeiten

Beitrag von Matushka »

Juliala hat geschrieben:ich war damals so naiv zu glauben, dass die SPD sich für soziale Belange einsetzt.
Das wurde uns ja auch so vermittelt.

Die Leute springen aber auch immer auf "einfache Loesungen" an. Das geht, glaub' ich, in alle politischen Richtungen.

Dabei ist es letztendlich doch nur immer eine Macht-Sache...

Sabine

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