Als Erzieherin in Berlin leben und arbeiten

amaria
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Re: Als Erzieherin in Berlin leben und arbeiten

Beitrag von amaria »

Kinder wurden über eine längere Zeit misshandelt, aber deswegen bleibt die Kita nicht für längere Zeit geschlossen.
https://www.morgenpost.de/berlin/articl ... eiben.html

Hauptsache, es wird nicht allzu gründlich über die Misere nachgedacht? Das LKK ermittelt. Was auf Facebook geschrieben wird, habe ich mir nicht durchgelesen.
„Ausdauer wird früher oder später belohnt - meistens aber später.“
Wilhelm Busch

"Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand."
Arthur Schopenhauer

amaria
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Re: Als Erzieherin in Berlin leben und arbeiten

Beitrag von amaria »

Schon wieder ist in Berlin von "Goldstaub" die Rede.
"Es mangelt an ausgebildeten Erziehern. „Goldstaub“ seien diese längst, sagt Kita-Betreiber Unger." – Quelle: https://www.berliner-zeitung.de/28751438 ©2017
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amaria
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Re: Als Erzieherin in Berlin leben und arbeiten

Beitrag von amaria »

Nun soll keiner mehr sagen können, es seien keine Erzieherinnen zu finden:
https://www.bz-berlin.de/berlin/wachsen ... lbau-kitas
Es gibt ja eine neue LISTE von fachverwandten Berufen, die nun auch in Kitas arbeiten dürften, etwa Ergo-Therapeuten, Logopäden oder Heilpädagogen. Und wenn das irrgendwann auch nicht mehr reicht, gibt es eine neue Liste. Alle, die einen Busen haben, dürfen in Kitas arbeiten... Alle ohne Busen auch, sofern sie...

Übergangsregelungen kann man auch noch neue schaffen...

„Wir haben auch eine Übergangsregelung für den Quereinstieg, so dass die Kita-Träger auch Sozialassistentinnen einstellen können mit der Verpflichtung, dass sie spätestens nach zwei Jahren in die Erzieherinnenausbildung gehen müssen”, erläuterte Scheeres.

Bei Chirurgenmangel nehme man Metzger, die können schließlich in Fleisch schneiden und es abteilen...
Wer seine Prüfung als Fahrlehrer noch nicht geschafft hat, darf schon mal zwei Jahre vorher Fahrschüler begleiten, bevor die Prüfung abgelegt wird...

Nur in Fragen der Kindererziehung sollen die in Kitas Tätigen gegenüber Kindern konsequent sein...
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Johanna2
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Re: Als Erzieherin in Berlin leben und arbeiten

Beitrag von Johanna2 »

Und wenn die Sozialassistenten nach zwei Jahren keine Lust (mehr) haben die Ausbildung zur Erzieherin zu machen, stellt man neue Sozialassistenten ein?

Das die Kita-Träger Sozialassistenten einstellen KÖNNEN, heißt wenigstens nicht, dass sie es MÜSSEN. Noch nicht. Aber auch diesbezüglich lassen sich bestimmt weitere Übergangsregelungen finden...

amaria
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Re: Als Erzieherin in Berlin leben und arbeiten

Beitrag von amaria »

Turbo-Kitas für Berlin: https://www.bz-berlin.de/berlin/so-sieh ... morgen-aus

Es ist von Modulen namens 60 plus die Rede und Sandra Scheeres meint, es gebe einen Trend zum "Drittkind".
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amaria
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Re: Als Erzieherin in Berlin leben und arbeiten

Beitrag von amaria »

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Re: Als Erzieherin in Berlin leben und arbeiten

Beitrag von amaria »

Artikel und ein Karte informieren darüber, wo in Berlin der Kitaplatzmangel am größten ist: http://www.tagesspiegel.de/berlin/bedar ... 67376.html
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Re: Als Erzieherin in Berlin leben und arbeiten

Beitrag von amaria »

Hallo!

Den bereits unter "Gender" verlinkte Artikel http://www.zeit.de/2018/09/sexuelle-ide ... d-18274361 setzte ich nun auch hierm verbunden mit der Frage, in welcher Einrichtung die Broschüre bereits eingetroffen ist?

Musste sie bestellt werden oder wurde sie unaufgefordert an alle Kindergärten geschickt?


Freundliche Grüße

amaria
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Re: Als Erzieherin in Berlin leben und arbeiten

Beitrag von amaria »

"Wir stehen auf über 30 Listen. Wir haben uns nach der Geburt angemeldet und manche Kitas haben mich ausgelacht und gemeint, ich hätte schon beim positiven Schwangerschaftstest kommen sollen."
https://www.rbb24.de/politik/beitrag/20 ... irken.html

Kommt es in Berlin oder anderswo wirklich vor, dass Erzieherinnen Eltern "auslachen", wen sie nach einem Betreuungsplatz fragen? Ich kann mir das überhaupt nicht vorstellen.
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Re: Als Erzieherin in Berlin leben und arbeiten

Beitrag von Huba »

... wir nehmen jetzt für September 2019 auf und die Warteliste ist mehr als voll. Zudem haben wir drei offene Stellen und finden keine ErzieherInnen. Die wenigen Bewerbungen die reinkommen sind teilweise so drastisch schlecht, dass man die Leute nicht mal einladen will. Neulich habe ich eine Bewerbung gesehen, mit folgendem Bewerbungsfoto: Im Jogginganzug auf der Couch, drei Schreibfehler im Anschreiben. :sorry:
Auslachen würde ich die Eltern nicht, bemitleiden trifft es eher.

amaria
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Re: Als Erzieherin in Berlin leben und arbeiten

Beitrag von amaria »

Genau. Bemitleiden trifft es. Wobei ich nicht verschweigen möchte, dass mir gelegentlich auch Kinder leid tun, die noch nicht in den Kindergarten wollen, aber trotzdem gebracht und zum Teil auch lange da gelassen werden.

Drei Rechtschreibfehler in einem Anschreiben - das ist heute noch nicht einmal besonders viel. Aber so ein Bewerbungsfoto spricht Bände und jemanden, der nicht im Beruf arbeiten will, den sollte man auch möglichst nicht anstellen. Wir wissen allerdings nicht, welche Ursachen der Verweigerungshaltung zugrunde liegen.
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Re: Als Erzieherin in Berlin leben und arbeiten

Beitrag von Huba »

Es ist wichtig, dass wir nicht Hinz und Kunz einstellen, nur um den Laden voll zu haben. Auch die Einstellung, Branchen-nahe Berufe als Alternativen zu akzeptieren, ist nicht immer gut. Eine Erzieherausbildung ist eine wichtige Grundlage. Das bestätigt sich oft, wenn wir "Aushilfen" bekommen.

Alternativ stellt sich wirklich die Fragen, wie man mit Eltern umgeht, die Plätze nicht richtig nutzen. Ich kenne einige Kinder, die nur wenige Tage im Monat anwesend sind... (beide Eltern zu hause). Diesen Platz könnte man sinnvoller belegen. Aber wie will man das entscheiden? - Bei einigen Kindern bin ich froh, dass sie überhaupt 'mal in die Kita kommen und nicht vom TV geparkt werden.

amaria
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Re: Als Erzieherin in Berlin leben und arbeiten

Beitrag von amaria »

Neues Personal und unzufriedenen Eltern: https://www.tagesspiegel.de/berlin/offe ... 12408.html
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Huba
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Re: Als Erzieherin in Berlin leben und arbeiten

Beitrag von Huba »

amaria hat geschrieben:
Montag 26. März 2018, 13:21
Neues Personal und unzufriedenen Eltern: https://www.tagesspiegel.de/berlin/offe ... 12408.html
Der Weg zur offenen Arbeit ist nicht leicht. Eltern die sich früher einmal "für Gruppen" entschieden haben, werden nur Negatives sehen - genau so, wie die alten Kollegen. Es ist ein langer Prozess. Dieser Beitrag/Artike zeigt auch die veraltete Denkweise der Eltern. Echt schade, dass einige Leute noch so hinterm Mond wohnen.

Johanna2
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Re: Als Erzieherin in Berlin leben und arbeiten

Beitrag von Johanna2 »

amaria hat geschrieben:
Montag 26. März 2018, 13:21
Neues Personal und unzufriedenen Eltern: https://www.tagesspiegel.de/berlin/offe ... 12408.html

Die Unzufriedenheit der Eltern kann ich gut nachvollziehen. Schließlich war das Konzept ein völlig anderes, als sie ihre Kinder angemeldet haben. Grundlos werden auch die Erzieherinnen dort nicht so zahlreich gegangen sein. So wie das neue Konzept dargestellt wurde, hätte ich mich auch geweigert danach zu arbeiten.

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