Offenbach am Main sucht...

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Offenbach am Main sucht...

Beitrag von Bildungsexperte » Donnerstag 11. Mai 2017, 15:52

Hallo liebe Gemeinde.
Ich habe gute Neuigkeiten; die Stadt Offenbach sucht Erzieherinnen.

Wer also gern für die Stadt arbeiten mag, sollte sich dort bewerben.

Meine Erfahrung:

Ich bewarb mich dort und siehe da, ich wurde zum Vorstellungsgespräch eingeladen.
Nachdem die üblichen Fragen gestellt worden waren, fragte ich dann mal ganz lieb nach dem Gehalt.
Leider wurde da nur die Antwort erteilt, man zahle nach dem Tarif.
Klasse, dann der Tarif ist welcher? In welcher Stufe werde ich eingruppiert etc.?
Ich erhielt keine weitere Antwort.
Man müsste eigentlich wenn man gefragt wird wo die Stärken etc. liegen auch glatt mal sagen, ich arbeite nach den gesetzlichen und tariflichen Vorschriften. Mal sehen wie das beim Arbeitgeber ankommt!

Der Kracher den die Stadt aber mir angeboten hat, war folgender.
Es gibt eine sogenannte Nachwuchsförderung!
Diese beinhaltet eine einjährige Ausbildung/Weiterbildung, damit man als Leitung für die Stadt arbeiten kann.
Okay, soweit so gut. Im Kleingedruckten ( Sinnbildlich ) erfährt man dann, das man danach 5 Jahre dort bleiben muß, andernfalls werden die Kosten für die "Qualifikation" an mich abgetreten.
Okay, denkt man sich, kann man nachvollziehen. ABER: Diese Qualifikation ist nur für die Stadt Offenbach. Ergo wenn ich mich woanders bewerbe hat das keinerlei Relevanz. Jeder Kurs an der VHS wird bundesweit anerkannt, nicht aber der von der Stadt Offenbach. Also:

- ich soll mich weiterbilden auf meine Kosten ohne das ich was davon habe?
- Die Kosten trage ich, entweder direkt oder indirekt durch abarbeiten?!
- ich kann mit dieser Schulung nichts anfangen weil diese keinerlei Anerkennung hat!

Das ist mal was, was mich sofort überzeugt hat, nicht dorthin zu gehen.
Auch fand ich es schön, wieder einmal eine Hospitation machen zu müssen.
Den Sinn konnte man mir allerdings nicht erklären aber man habe damit gute Erfahrung gemacht:kopf:

Wann hört der Schwachsinn mit dieser Hospitation endlich auf? Warum machen das Erzieherinnen immer wieder?
Warum schützt man nicht die Kinder vor dieser Fleisch Beschauung?
Warum muß ich wie eine Prostituierte von Zimmer zu Zimmer gereicht werden?
Warum braucht man danach dann noch ein Jahres Verträge und ein halbes Jahr Probezeit?

Kann wahrscheinlich keiner der Arbeitgeber erklären!
Auch möchte ich mal wissen, ob ein Bürgermeister, eine Verwaltungsfachangestellte, eine Bereichsleitung etc. ebenfalls Hospitieren müssen!

Lieben Gruß

Bildungsexperte
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Re: Offenbach am Main sucht...

Beitrag von Adrasteia » Donnerstag 11. Mai 2017, 23:15

Ich kann nicht viel zu Offenbach sagen. Aber ich bin sehr froh über Hospitationen vor Abschluss eines Arbeitsvertrages.
Ich habe - leider - einige Einrichtungen gesehen, in denen ich nicht hätte arbeiten wollen und Erzieherinnen, deren Arbeitsweise nicht mit meiner kompatibel gewesen wäre.

amaria
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Re: Offenbach am Main sucht...

Beitrag von amaria » Freitag 12. Mai 2017, 00:46

Bildungsexperte hat geschrieben:
Donnerstag 11. Mai 2017, 15:52

Wann hört der Schwachsinn mit dieser Hospitation endlich auf? Warum machen das Erzieherinnen immer wieder?
Warum schützt man nicht die Kinder vor dieser Fleisch Beschauung?
Warum muß ich wie eine Prostituierte von Zimmer zu Zimmer gereicht werden?
Warum braucht man danach dann noch ein Jahres Verträge und ein halbes Jahr Probezeit?
Hallo!

Sehr erfrischend, Zeilen zu lesen, die aufzeigen, dass es Alternativen zu den üblichen Gedanken gibt.

Grundsätzlich möchte ich wie Andrasteia auch lieber vor Abschluss des Arbeitsvertrages arbeiten, als einen zu unterschreiben und es hinterher zu bereuen. Aber gerade weil es auch für die Einrichtung vorteilhaft ist, wenn hospitiert wird: Warum lassen Erzieher sich nicht dafür bezahlen? Zumindest dann, wenn der potentielle Arbeitgeber sogar längere Hospitationen wünscht...

Freundliche Grüße

amaria
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Re: Offenbach am Main sucht...

Beitrag von Bildungsexperte » Freitag 12. Mai 2017, 14:40

Wenn ich Menschen beurteile nachdem ich ein paar Stunden dort gewesen bin, dann sorry to say, habe ich keine pädagogische Haltung!

Dann wir sollen uns Zeit nehmen und Menschen, in unserem fall Kinder und Eltern, wertfrei betrachten und konstruktiv analysieren.
Mache ich das dann, wenn ich eine einrichtung nach ein paar Stunden, bewerte? Wohl eher nicht. Außerdem ist eine Hospitation nur eine Momentaufnahme. Genau aus diesem Grunde, gibt es eben die Probezeit.

Zu schreiben, man hätte mit den Menschen evtl nicht zusammen arbeiten können aufgrund der Annahme, das es pädagogische, Inhaltliche, kompetenz differenzen gäbe, ist für mich nicht nachvollziehber. Insbesondere wenn man doch "muliprofessionelle Teams" wünscht!!!

Das man sich die Einrichtung mal kurz anschaut, ja das finde ich auch okay; aber keine Ruck Zuck Bewertung anhand einer Hospitation die aus der Zeit der rein kirchlichen Verantwortung und Betreuung der Kinder stammt.
Dann kann man als Kompromiss gerne den Weg der beidseitigen Einvernehmung gehen. Doch dies wird grundsätzlich bei den meisten Trägern ausgeschlossen.
Entweder Hospitation oder du kommst hier ned rein :c085:

Euer Bildungsexperte.

PS: Was haltet ihr von der "Förderungsmethode" dieser Stadt?
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