Wechsel von einer WG in eine Krippe

Antworten
ErzieherInnen
Beiträge: 8
Registriert: Sonntag 8. September 2013, 15:48

Wechsel von einer WG in eine Krippe

Beitrag von ErzieherInnen »

Liebe Forumsgmeinde,

ich arbeite jetzt seit zwei Jahren in einer Kinder- und Jugend-WG und wechsel zum 01.06. in eine KiTa. Meine neue Chefin möchte mich im Krippenbereich von 1-3 einsetzen. Leider habe ich bis auf wenige Wochen damals in der Ausbildung keine Erfahrungen in diesem Altersbereich. Die Kinder in der WG waren zwischen 7 und 17.

Kurz zu mir, ich bin männlich und 34 Jahre.

Könnt ihr mir grob sagen, was auf mich zukommt und auf was ich mich speziell vorbereiten kann? Ich habe mir den aktuellen säschsichen Bildungsplan gekauft, damit ich mich erstmal theoretisch mit den Bildungsbereichen befasse. Ich kann nur erahnen, was auf mich zukommt und ein bisschen Bammel, wie man hier sagt. Ich bin jetzt nicht der große Bastelonkel (ich mach das schon) und kein guter Sänger. Vor der Elternarbeit habe ich keine Angst, die hatte ich in den letzten zwei Jahren gut. Meine Chefin meint, dass sie großen Wert auf Partizipation legt, aber wie mache ich das gerade bei einjährigen?

Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe und bin sehr gespannt, aber ich habe Angst. Auch bin ich vorsichtig, weil doch oft Eltern ein Problem haben, wenn Männer in KiTas, gerade im Krippenbereich arbeiten?

Über Tipps, Anregungen, Hinweise und Erfahrungen würde ich mich sehr freuen?

amaria
Stammgast
Beiträge: 8667
Registriert: Samstag 12. Juni 2010, 15:17
Kontaktdaten:

Re: Wechsel von einer WG in eine Krippe

Beitrag von amaria »

Hallo und herzlich willkommen!

Ich rate allen, die nicht in einer Krippe arbeiten wollen, dass dies im Arbeitsvertrag festgehalten wird. Gerade weil du noch nie in einer Krippe gearbeitet und wie ich in meiner Ausbildung auch wenig über die Arbeit in einer Krippe gelernt hast, würde ich mich an deiner Stelle nicht dort einsetzen lassen wollen. Schon gar nicht, ohne vorher dort hospitiert und länger mit den Kolleginnen gesprochen zu haben! Je nachdem wie miserabel der Betreuungsschlüssel in dieser Gruppe ist, werdet ihr mehr mit Windelwechseln, Trösten und den Mahlzeiten der Kinder beschäftigt sein und während die Kinder schlafen, werden die Bildungsdokus erstellt. "Partizipation" ist momentan noch ein Schlagwort, das gerade in ist. Es sollte aber schon von der Leiterin konkretisiert werden, was sie sich unter Partizipation in der Krippe vorstellt. In einem Fachbuch beispielsweise war angegeben, dass die Erzieherin ein Krippenkind aussuchen lassen sollte, mit welcher Windel es gewickelt werden möchte und ihm Zeit geben sollte, die Windeln zu ertasten. - Selbstverständlich haben Kinder sie schnell zerrupft und Material rausgepult.

Was das Gerede unter den Eltern angeht: Im Thread "Männer in Kitas" findest du einiges zu der Problematik. Gerade wenn es um Krippenkinder geht, können die Bedenken der Eltern für Erzieher eine Belastung sein. Mütter, die freundlich zum Erzieher sind, instruieren auch schon mal ihren Mann, dass er was sagt...

Freundliche Grüße

amaria
„Ausdauer wird früher oder später belohnt - meistens aber später.“
Wilhelm Busch

"Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand."
Arthur Schopenhauer

Antworten

Zurück zu „Krippenkinder“