Beziehungsvolle Pflege?

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amaria
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Beziehungsvolle Pflege?

Beitrag von amaria » Freitag 23. Oktober 2015, 09:23

Hallo!

So wie Hochhauskitas und Kindergärten ohne Garten zum Glück noch längst nicht der Normalfall sind, so kommt es gewiss äußerst selten vor, dass nicht die Fachkräfte der Kita sondern andere Personen die Kinder wickeln.

Auf welche Weise investiert Wehr "in die Zukunft"?

"Bei der täglichen Arbeit, etwa beim Wickeln der Kleinkinder, helfen Nicht-Fachkräfte."
http://www.badische-zeitung.de/wehr/weh ... 81282.html

Ein weiterer Satz aus dem oben verlinkten Artikel: "Die Verwaltung sieht die Kinderbetreuung für nächstes Jahr hervorragend aufgestellt."

Da kollektives Schweigen als Zustimmung angesehen werden kann, brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn die Betreuung der Kleinsten nicht so ausfällt, wie wir sie Kindern wünschen würden.

Freundliche Grüße

amaria
„Ausdauer wird früher oder später belohnt - meistens aber später.“
Wilhelm Busch

"Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand."
Arthur Schopenhauer

MiJu
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Re: Beziehungsvolle Pflege?

Beitrag von MiJu » Freitag 23. Oktober 2015, 10:56

Hallo zusammen,

dass "nicht-Fachkräfte" Kinder wickeln oder füttern, finde ich persönlich als Mutter gar nicht so schlimm. Vielleicht kann ich das auch nicht richtig einschätzen, wenn es Argumente gibt, die dagegen sprechen, würde ich die sehr gerne hören.

In diesem Artikel steht ja auch, dass Erzieher/innen sich quasi ihre Stelle aussuchen können "Jede Erzieherin kann heute zwischen drei und vier Stellen wählen". Was mich interessiert: Sind die Zustände in einer Kita oder Krippe für euch ein Grund eine Stelle nicht anzunehmen, oder sagt ihr dann: den Kindern geht es dort nicht gut, da muss ich hin und helfen?
Ich persönlich würde denken, dass man durch das konsequente Ablehnen von Stellen bei überbelegten oder mit Fachkräften unterbesetzten Kitas/Krippen auf Dauer Druck aufbauen könnte, dass die Zustände verbessert werden.
Das ist aber nur so ein Gedanke, würde mich sehr interessieren, wie ihr dazu steht!

LG

Lenina
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Re: Beziehungsvolle Pflege?

Beitrag von Lenina » Freitag 23. Oktober 2015, 12:28

Wickeln und füttern ist beziehungsarbeit hoch10 und sollte viel mehr zeit in anspruch nehmen dürfenals es das im alltag eist tut!
Ein kind sollte diese intime situation in derregel von ezugspersonen erleben. Das spricht nichtgrundsätzli h gegrn eine nicht-fachkraft. Wenn diese einen bezug zu den kindern hatundnicht nur fliessbandwickeln machen muss.

Ansonsten finde ich die gruppengrösse: 12 Ü3 kinder mit 1,5 erziehern schon e ht gut
Sorry für knappe Antworten, tablet und Baby machen das Schreiben nichg leicht :kappe:

MiJu
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Re: Beziehungsvolle Pflege?

Beitrag von MiJu » Freitag 23. Oktober 2015, 12:57

Wenn es darum geht, dass es Hilfskräfte gibt, die nichts anderes machen als im Akkord Windeln zu wechseln, bin ich voll und ganz bei dir! Dass diese Tätigkeiten extrem wichtig für eine Bindung sind ist klar. Ich bin halt (im meinem vielleicht auch naiven Weltbild) davon ausgegangen, dass diese Tätigkeiten von Menschen ausgeführt werden, die schon konstant in dieser Gruppe sind, die die Kinder kennen und daher auch als Bezugsperson gelten können.
Wahrscheinlich sieht die Realität manchmal ganz anders aus, als ich mir das vorstellen mag. :schnief:

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