Probleme bei der EIngewöhnung

Lenina
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Probleme bei der EIngewöhnung

Beitrag von Lenina » Montag 19. September 2016, 15:40

Hallo liebe Kolleg(inn)en

Nun mal ein Thema von mir von der anderen Seite :-)

Ich bräuchte mal euren Rat, auch weil viele hier nicht nach der allseits "beliebten Hauruck-Methode" verfahren würden.

Mein Sohn ist jetzt 18 Monate alt.
Meine Elternzeit geht noch bis März17. Dann sollte er eigentlich in eine Kita gehen (was ich auch noch zu früh halte).

Allerdings kommen wir ohne mein Gehalt nicht mehr über die Runden. Das gekippte Betreuungsgeld und ein Bonus waren für die 2 Jahre fest eingeplant - beides kam nicht. Deshalb bin ich gezwungen, früher wieder arbeiten zu gehen.

Da ich mit Kind nicht gefunden habe (und auch Tagesmutter aufgrund diverser Gründe nicht in Frage kommt), muss der Kleine jetzt in die Kita und ich gehe (voraussichtilich) Mitte Okotber/Anfang November wieder 50% arbeiten.

Wir haben die Krippe einer freien Schule ausgewählt und sehr kurzfristig einen Platz bekommen. Die Art, wie sie mit den Kindern umgehen und sie respektieren war für mich ausschlaggebend. Dass die Erzieher untereinander kaum reden und es keine Tür-und-Angel-Gespräche gibt, wusste ich da noch nicht. Und das ist für mich auch ein Problem. Auch in der Eingewöhnung wurde sehr wenig gesprochen mit mir. Kurze Absprachen, ganz kurzer Info-Austausch.
Sie halten sich sehr zurück . Sie möchten das Spiel des Kindes nicht stören sondern nur begleiten. Sind immer Ansprechpartner, ergreifen aber nicht die Initiative. Es ist sehr, sehr, sehr ruhig in der Krippe, was eigentlich wunderbar ist. Die Kinder sind vertieft in ihr Spiel, Konflikte lösen sie meist mit wenig Hilfe untereinander. Es wird so gut wie nicht gestritten; es ist viel, viel Platz für alle und für die Bedürfnisse.

Die ersten 5 Tage liefen traumhaft. Ich saß Mo+Di herum und mein Sohn spielte irgendwo. Ab und an ein kurzer Blick, alles gut. Am Mittwoch bin ichs chon für 10 Min rausgegangen, kein Problem, der war kurz beim Verabschieden irritiert, spielte aber weiter.
Am Donnerstag dann (nach einer schlimmen Nacht und einem schlimmen Morgen) rannte der Kleine dann aus der Garderobe wie immer in die Gruppe (Ohne Verabschiedung) und ward nicht mehr gesehen. Als ich hinterher wollte, hielt mich der zuständige (ich sage extra noch nicht Bezugserzieher) davon ab und meinte, sie würden gerne schon mal probieren, dass ich draußen bleibe. Wumms. Das kam überraschend und ich zog mich in die Küche zurück, wo ich angesichts des Stress der letzten Stunden und dieser Überraschung erstmal heulte. Meinen Sohn schien das nicht beeindruckt zu haben. Als ich nach einer Stunde in die Garderobe gerufen wurde, hörte ich den Erzieher: Deine Krippenzeit ist zuende, die Mama holt dich ab. Und dann sein lautes: NEIN.

Ok. gut. Freitag das gleiche SPiel. Alles gut. Außer dass er nachmittags an allen Tagen sehr energiegeladen war, keine Veränderung.

Dann kam der Montag. WIr machten alles genauso, wollten eigentlich ab Dienstag die Zeit erhöhen. Nach ca. 20 min fing er an zu weinen und ich holte ihn ab. Er hatte schlecht geschlafen, ich amchte mir keine Gedanken.
Am Dienstag lief der Vormittag ähnlich wie am Freitag, ich konnte mich auch grad noch so verabschieden. Nachmittags war er zum ersten Mal bei den nachbarn für 2 Stunden, damit wir Eltern zum Erstgespräch in die Kita konnten (das fand angesichts der Kruzfristigkeit erst jetzt statt).
Das lief gut, Eingewöhnung wurde besprochen, Zeit auszudehnen beschlossen.
Kind abgeholt, war noch alles ok.
Am Mittwoch dann: Nach 20 min wieder "mama?Mama? " und dann herzzerreißendes Geweine. Abholen.
Donnerstag das gleiche, nur schon nach 10 Minuten.
Zuahuse änderte sich sein Verhalten. Er wurde anhänglicher, schlief nur noch mit Körperkontakt.

Ich dachte mir: Er braucht mehr Kontakt zu den Erziehern, er hat noch keine Bezeihung entwickelt, so klappt das nicht. Ich hätte als Erzieherin bereits jetzt von vorne angefangen.

Am Freitag dann wie gehabt, sie haben sich besprochen. Ich sitze in der Küche. Höre ihn weinen. Aber immer wieder hört das Weinen auf, er lässt sich anscheinend trösten.
Nach ca. 50 min kommt die AP zu mir, ich frage, wie es war. Er hat von sich aus zum Erzieher Körperkontakt gesucht und sich vorsichtig trösten lassen.
Als ich ihn abhole, weint er wieder. Bei mir wird er sofort ruhig. Wir gehen.

Zuhause geht gar ncihts mehr. Ich kann den Raum nicht verlassen, beim Papa weint und schreit er. Er klammert und von seiner tollen Kooperation ist nicht mehr viel übrig. Alles ist NEIN. Nicht mal mehr sein heißgeliebtes baden abends mit dem Papa geht ohne mich. Kurz: Sein Verhalten hat sich in einer Woche extrem geändert.
Vor noch 1,5 WOchen ist er auch manchmal alleine in sein Zimmer zum Lesen oder Spielen. Auch das ist selten.

Nun kommen ja verschiedene Sachen in Frage:
Nochmal von vorne anfangen und alles ein bisschen langsamer.
So weitermachen und die Zeit auf 10 min verkürzen.
Der Papa übernimmt (kriegt nur keinen Urlaub)
Bezugserzieherwechsel
Tagesmutter (weiß nicht...)
andere Einrichtung

Was würdet ihr machen?
Ein Abbruch kommt erstmal nicht in Frage, da ich das bisschen Geld, was ich nach Abzug von allem bekomme, brauche.
Ich könnte natürlich nochmal nach einem Job suchen, bei dem ich ihn mitnehmen kann. Aber ob ich da was finde?
Mitnehmen in meine Einrichtung (wo ich demnächst als interner Springer in der Krippe arbeite) geht nicht. Will der Arbeitgeber pauschal nicht.
Es gibt keine Großeltern in der Nähe oder andere Personen, die in Frage kommen.

So, kKind quengelt. Freu mich auf Antworten. Bei Fragen, fragt. Heute Abend hab ich wieder zeit.
Sorry für knappe Antworten, tablet und Baby machen das Schreiben nichg leicht :kappe:

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AlexNr10
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Re: Probleme bei der EIngewöhnung

Beitrag von AlexNr10 » Dienstag 20. September 2016, 22:14

Hmm, also aus der Schilderung erkenne ich mehrere Probleme, die sich da für den Kleinen ergeben haben könnten.

Erstmal klingt besonders für das junge Alter die Eingewöhnungszeit sehr kurz.
Das Kind braucht schon eine Bezugsperson und nicht jemanden, der 3 Vormittage mal im gleichen Raum war.
Ich kann jetzt natürlich nicht sagen wie der Umgang der Erzieher, insbesondere des Bezugserziehers, mit den neuen Kindern in der Eingewöhnungszeit war.
Kommunikation zwischen Mutter/Bezugserzieher finde ich auch sehr wichtig. Vielleicht besteht die Möglichkeit da etwas mehr Kommunikation anzuregen?
Für das Kind ist es schließlich auch komisch, wenn die Bezugsperson in der Kita völlig fremd für die eigenen Eltern ist und auch nicht deren Vertrauen genießt.

Ein ganz grundlegender Fehler ist meiner Ansicht nach ohne Verabschiedung irgendetwas zu machen.
Das wäre ein recht naheliegender Grund für das plötzliche Klammern an die Mama.
Klar, die ist ja ohne ein Wort zu sagen plötzlich verschwunden, was vermutlich vorher nie passiert ist.
Da kriegt das Kind erstmal einen Schock und macht sich Sorgen, dass das ja wieder passieren könnte.
Das ist aber ganz klar ein Fehler der Erzieher an diesem Punkt, das soll kein Vorwurf sein!

Schwer einschätzbar ist jetzt das Abholen nach 20 Minuten.
Klar ist das notwendig, wenn das Kind sich gar nicht einkriegt und sich auch nicht trösten lässt.
Abbruch und abholen ist aber eigendlich die Notlösung, denn das Kind merkt dabei auch, wenn es genug schreit kommt die Mama.
Damit wird das Verhalten also leider bestärkt.

Insgesamt ist es keine Seltenheit, dass Kinder die anfangs scheinbar gar keine Probleme haben, irgendwann in genau dieses Verhalten umschlagen.
Das passiert bevorzugt bei beschleunigten Eingewöhnungen, meinen Erfahrungen nach.

Fazit:
Für mich klingt das nach einer fehlgeschlagenen Eingewöhnung die aktuel ihre Folgen zeigen.
Das Kind braucht jetzt erstmal Zeit um wieder Vertrauen zu gewinnen, das könnte etwas länger dauern und wird mit ziemlicher Sicherheit auch nicht tränenlos von statten gehen.
Also die Eingewöhnung nochmal von vorne beginnen wäre mein erster Ratschlag.
Die Trennung behutsam angehen, etwas mehr Zeit geben bis zum ersten Trennungsversuch.
Ganz wichtig: Niemals trennen ohne dem Kind vorher bescheit zu sagen.
Irgendwann könnte es auch nötig werden das Kind weinend bei der Trennung zurück zu lassen, was zwar nie schön ist aber deutlich besser als sich "davon zu schleichen".
Tipp nebenbei: Wenn es dazu wirklich kommen sollte, mach die Trennung so kurz wie möglich. Je schwerer es den Eltern fällt ihr Kind dazulassen, desto schwerer wird es auch für die Kinder.
An den Papa übergeben würde ich jetzt eher nicht und ob es wirklich ein Problem mit dem Bezugserzieher gibt kann ich so nicht beurteilen.
Du hast ja sicherlich in den ersten Tagen in der Gruppe gesessen und miterlebt wie mit deinem Sohn umgegangen wurde, wie war denn das Verhalten des Bezugserziehers?
Eine Tagesmutter hätte vermutlich dieselben Probleme und eine andere Einrichtung kurzfristig mit einem freien Platz zu finden klingt kaum realistisch, besonders wenn du den Kita-Platz so dringend brauchst.

Viel Erfolg, hoffe der Einstieg in die Kita klappt.

Gruß,
Alex

Lenina
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Re: Probleme bei der EIngewöhnung

Beitrag von Lenina » Mittwoch 21. September 2016, 12:53

Hallo Alex

Ich stimme dir zu.

Die Verabschiedung war mir immer sehr wichtig, aber er warjeden Tag so schnell verschwunden, dass ich nicht mehr als ein Küsschen und Ein Tschüss geschafft habe.

Ichs ehe das auch so (und die Erzieher auch), dass er sich noch nicht gebunden hat und dass sie daran arbeiten.

Die Kommunikation vor Ort soll auf das Notwendigste beschränkt werden, sie möchten nicht im Beisein der Kinder ÜBER die Kinder sprechen, was ich auch grundsätzlich ok finde. Und der Bezugserzieher ist nicht unbedingt der Typ für Smalltalk :-D

Gestern habe ich noch mit ihm telefoniert, wie es weiter geht. Sie halten ein erneutes im Raum sein meinersteits von mir für eher kontraproduktiv (als Erzieher in dieser Eingewöhnung würde ich das wohl ähnlich sehen). Und sie sehen den größten Knackpunkt bei der Verabschiedung. Es sei für ihn nicht klar, dass ich mich verabschiede und gehe. Er komme herein gestürmt und nachdme er alles angeschaut hat, vermisse er mich.
Das haben wir heute jetzt geändert:
Ich nehme ihn auf den Arm, erkläre, dass ich jetzt gehe und er spielen kann. Dass ich ihn z.B. heute, am Auto bin un den Kindersitz neu einbaue. Dann verabschiede ich mich deutlich von ihm mit Kuss und Umarmung und gebe ihn dem Erzieher auf den Arm. Dann winke ich, sage Tschüss und gehe hinaus.

Das ist mir echt schwer gefallen, vor allem, weil mein Sohn so ungläubig geguckt hat und auch direkt losgeweint hat.
Als ich nach 20 min geholt wurde, wurde mir berichtet, dass er noch ein paar wenige Minuten geweint hat und den Rest der Zeit auf dem Schoß des Erziehers am Esstisch gesessen und geguckt hat. Gespielt oder gegessen hat er nicht. Aber auch nicht mehr geweint. Als man ihm gesagt hat, dass ich ihn jetzt abhole, hat er wieder laut losgeweint, sich dann aber in meinem Arm innerhalb von 20 Sekunden beruhigt. Er wollte auch wieder hinein, mit mir. Was nicht geht. Abholen ist abholen.
Dann haben wir uns verabschiedet und er hat auch Tschüss gesagt. Im Auto mussten wir erstmal ein bisschen sitzen und gucken, irgendwann aht er sich unter Protest anschnallen lassen. Der Rest des Tages bis jetzt war gut. Wie immer. Wir waren sogar noch auf dem Spielplatz und er schläft jetzt ruhig.

Trotzdem habe ich das Gefühl, ihn im Stich zu lassen. :schnief:
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Re: Probleme bei der EIngewöhnung

Beitrag von rumpelstilzchen » Mittwoch 21. September 2016, 13:33

@lenina: halt durch! Jetzt weißt du am eigenen Leib, wie es sich anfühlt, sein weinendes Kind zurück zu lassen. Das ergeht doch soooo vielen Eltern ebenso.

Meine Tochter hatte eine ganz unproblematische Eingewöhnung. Kannte aber vorher schon fremdbetreuung durch Ersatzomi und sie war schon 2 1/2 Jahre alt. Innerhalb von zwei Tagen blieb sie problemlos bis 13 Uhr in der Betreuung. Die Leitung sagte mir aber, dass es vermutlich später noch mal ein Problem werden könnte. ...so war es dann auch. Nach ein paar Wochen wollte sie nicht mehr da bleiben, weinte herzzerreißend und ich hinterher im Auto auch. Sie beruhigte sich innerhalb kürzester Zeit wieder und ich fuhr mit Bauchweh zur Arbeit. Das ging ca 14 Tage, dann war es erstmal gut. Im ersten kitajahr hatten wir davon insgesamt drei Phasen.

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AlexNr10
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Re: Probleme bei der EIngewöhnung

Beitrag von AlexNr10 » Mittwoch 21. September 2016, 16:57

Schön das sich die Situation schon gebessert hat. :)
Gib deinem Sohn noch ein bisschen Zeit, dann wird er sich sicherlich eingelebt haben. :daumen:

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Re: Probleme bei der EIngewöhnung

Beitrag von Johanna2 » Mittwoch 21. September 2016, 17:05

Hallo!
AlexNr10 hat geschrieben:!Schwer einschätzbar ist jetzt das Abholen nach 20 Minuten.
Klar ist das notwendig, wenn das Kind sich gar nicht einkriegt und sich auch nicht trösten lässt.
Abbruch und abholen ist aber eigendlich die Notlösung, denn das Kind merkt dabei auch, wenn es genug schreit kommt die Mama.
Damit wird das Verhalten also leider bestärkt.
Das sehe ich anders! Denn das Kind merkt, dass auf seine Mama kein Verlass ist, da sie ihm in seiner Trauer und seinem Schmerz nicht hilft.
Damit besteht das nicht zu unterschätzende Risiko, dass das Urvertrauen tiefe Risse bekommt.

Johanna

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Re: Probleme bei der EIngewöhnung

Beitrag von Lenina » Donnerstag 22. September 2016, 12:01

Heute war wieder schlimm.
Die Nacht war anstregend, er hat nach der erste Tiefschlafphase nur noch mit engem Körperkontakt geschlafen, mehrmals hochgeschreckt udn "mama?!" gerufen und war 2 Stunden ganz wach.

Dann wollte er sich nicht anschnallen lassen im Auto (war bisher nie ein Problem, könnte aber auch daran liegen, dass er einen neuen Sitz hat oder dieser "plötzlich" kalt war).
Auf dem Weg vom Auto zur Kita hat er mit dem Kopf geschüttelt.
Dann habe ich mich wie gestern verabschiedet und er hat den Erzieher gar nicht angeschaut und wollte nicht hin. Nach ein paar Minuten habe ich ihn dann doch übergeben, was er geschehen ließ, hat aber gleich angefangen sehr zu weinen. Ich bin dann gegangen, habe meinen Rucksack aus dem Auto geholt und mich in die Garderobe gesetzt.
Er hat alle 2-3 Min aufgeweint und "mama, mama", gejammert. Nach endlosen 25min kam die andere Erzieherin kurz raus, heute wäre ein bisschen schwieriger, er säße beim Erzieher auf dem Schoß und es sei ein auf und ab.
Als er dann mit dem erziher raus kam, war er ganz rot im gesciht und warm. Wir haben gekuschelt und sind dann gegangen. Er wollte nicht mehr nochmal rein wie gestern und hat auch nicht Tschüss gesagt.

Für mich ist das alles nach 3 Wochen keine runde Sache. Und ich frage mich ernsthaft, ob ich ihm das zumuten soll. Aber ich muss. Irgendwie. Eigentlich sähe mein Zeitplan (der mich zurück zu meiner Arbeit führt) vor, dass er jetzt schon von 9-12 da bliebe, damit wir Ende nächster Woche mit dem Schlafen beginnen könnten. Damit ich dann Mitte Oktober beruhigt zur Arbeit fahren kann. Aber davon sind wir weit entfernt.

Heute Abend ist Elternabend. Ich möchte hingehen. mein Freund wird mit dem Kleinen mitfahren und dann mit ihm spazierenfahren, bis er schläft. Wenn es nicht klappt, ruft er an. Autofahren mag er aber und schläft auch regelmäßig tief ein. Dann kann ich ihn anschließend in sein Bett legen.
Vielleicht komme auch ICH so mehr an in der Kita. Denn das bin ich definitiv auch noch nicht.
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Re: Probleme bei der EIngewöhnung

Beitrag von amaria » Donnerstag 22. September 2016, 16:10

Hallo Lenina,

Sportler mögen es lieben, angefeuert zu werden. Sie gehen Risiken ein und ruinieren sich zum Teil ihre Gesundheit, nur um Sieger zu werden. Aber wenn es um die Eingewöhnung in eine Krippe gegen den Protest des Kindes und eigene Gefühle geht, gibt es vielleicht nur Verlierer. Kinder verlieren ihre einstige Unbekümmertheit und ihr Vertrauen kann nachhaltig erschüttert werden. Wenn du dich selbst bei der Entscheidung für die Krippe nicht wohl fühlen solltest, ist es dein gutes Recht, dazu zu stehen. Es ist wichtig, dass du authentisch bist. Bist du es nicht, spürt dein Kind dies auch.

In Deutschland nehmen viele Menschen einen Kredit auf, um sich einen Flachbildfernseher oder eine Couchgarnitur zu kaufen. - Warum nicht lieber Verwandte odder Freunde fragen, ob sie euch für ein halbes Jahr unterstützen möchten?
rumpelstilzchen hat geschrieben:@lenina: halt durch!
Überlege es dir. Was gewinnt dein Kind durch eine Fortsetzung des Krippenbesuchs? Welche Vorteile bringt er dir? Und was entgeht deinem Kind, wenn es nicht weiterhin vormittags von dir betreut werden kann? Was entgeht dir, wenn du dein Kind in seine Krippe bringst?

Alles Gute!

Angelika

In unserer Kultur erhalten Menschen nur äußerst selten Ermutigung, wenn es darum geht, ein Vorhaben oder eine Prüfung abzubrechen. Das finde ich schade, denn dadurch werden vermutlich insgesamt zu wenig positive Erfahrungen mit dem Aufgeben gesammelt.
„Ausdauer wird früher oder später belohnt - meistens aber später.“
Wilhelm Busch

"Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand."
Arthur Schopenhauer

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Re: Probleme bei der EIngewöhnung

Beitrag von Johanna2 » Donnerstag 22. September 2016, 17:54

Hallo Lenina!
Lenina hat geschrieben:Für mich ist das alles nach 3 Wochen keine runde Sache. Und ich frage mich ernsthaft, ob ich ihm das zumuten soll. Aber ich muss. Irgendwie. Eigentlich sähe mein Zeitplan (der mich zurück zu meiner Arbeit führt) vor, dass er jetzt schon von 9-12 da bliebe, damit wir Ende nächster Woche mit dem Schlafen beginnen könnten. Damit ich dann Mitte Oktober beruhigt zur Arbeit fahren kann. Aber davon sind wir weit entfernt.
Es gibt keine Verpflichtung dazu, Kinder in die Krippe zu bringen. Wenn das Geld wirklich so knapp ist, solltest du nicht davor scheuen finanzielle Hilfen in Anspruch zu nehmen.

Vielleicht kannst du (oder der Vater) einen Minijob annehmen, während der andere bei dem Kind ist. Als Erzieherin findest du doch JEDERZEIT eine Stelle, du hättest definitiv keine Probleme dort wieder einzusteigen.

Und um amarias Beispiel mit den Sportlern aufzugreifen: Diese erleiden nicht selten durch übernatürliche Belastung irreversible Schäden. Bei andauernden Stress in Kinderkrippen laufen in diese Gefahr auch Kleinkinder.

Bestimmt findest du einen Weg ihm das zu ersparen.

Alles Gute!

Johanna

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Re: Probleme bei der EIngewöhnung

Beitrag von amaria » Donnerstag 22. September 2016, 20:33

Da Leninas Sohn sich anfangs wohl gefühlt hat und sich ohne Ängste von seiner Mutter entfernen konnte, würde ich schon davon ausgehen, dass er einige Voraussetzungen mitbringt, um mit einem Halbtagsplatz zurechtkommen zu können. Allerdings sollte die Eingewöhnung entsprechend seinen Bedürfnissen und nicht nach denen der Erzieherinnen oder der Einrichtung stattfinden. Wenn das nicht oder nur unter Auseinandersetzungen möglich sein sollte, ist das keine schöne Situation.

Es ist so schade, dass das Betreuungsgeld gestrichen wurde. Würde es die von den Medien verpönte und als "Herdprämie" oder "Taschengeld für Mutti" bezeichnete Leistung noch geben, würden es manchen Paaren leichter fallen, sich ihren Wunsch zu erfüllen, ihr Kind einige Monate länger daheim zu betreuen.

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Re: Probleme bei der EIngewöhnung

Beitrag von Lenina » Montag 26. September 2016, 17:45

Welche finanziellen Hilfen gäbe es denn?
Mein Freund und ich sind nicht verheiratet, haben aber natürlich das gemeinsame Sorgerecht und wohnen zusammen.
Er verdient auch nicht schlecht, bloß sind die Lebenshaltungskosten hier so hoch, dass uns trotzdem am Ende des Monats ca. 300-400 Euro fehlen. An einen Minijob hatte ich auch schon gedacht, nur kann ich das abends nicht machen (zu der Zeit ist er so klammerig, dass es nur Stress für alle wäre) und das ganze Wochenende arbeiten - wo bleiben wir als Familie?

Aber ich werde mir evtl. etwas überlegen müssen.
Denn heute, nach einem guten Wochenende, an dem er sehr selbständig z.B. in der Gartenwirtschaft auf dem Spieplatz unterwegs war, war der heutige Kita-"Tag" eine Katastrophe. Beim Reinkommen hat er noch gegrinst und die Kinder betrachtet, den BuFDi fand er auch noch gut, doch als sein Erzieher um die Ecke kam, finger schon an zu weinen und klammerte sich an mir fest. Wir haben es trotzdem gemacht, doch er hat heute die ganzen 20min geweint, dass ich es bis zum Auto hören konnte.

Ich habe jetzt ncohmal gesagt, dass ich da gerne eine Änderung hätte und auch in der Garderobe sitzen würde (wo sie zumindest morgen immer wieder vorbeiflitzen). Und wenn sie das morgen ablehnen, nehme ich ihn wieder mit.
Das hat doch keinen Sinn?!

Habt ihr vielleicht noch konkrete Vorschläge, was ihr tuen würdet?
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Re: Probleme bei der EIngewöhnung

Beitrag von rumpelstilzchen » Montag 26. September 2016, 21:40

Habt ihr schon versucht Wohngeld zu beantragen?
Es geht ja vielleicht auch gar nicht um eine Riesen Zeitspanne. In sechs Monaten kann die Welt doch schon anders aussehen.
Evtl doch nach einer tagesmutter Ausschau halten? Auch da könntet ihr einen Zuschuss vom Jugendamt erhalten.
Oder im Heim Wochenend Dienste machen....da kommen schonmal einige Stunden zusammen, so dass du auch nicht jedes Wochenende arbeiten müsstest.

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Re: Probleme bei der EIngewöhnung

Beitrag von Lenina » Montag 26. September 2016, 22:03

Wohnfgeld steht uns nicht zu, da mein freund ja nicht schlecht verdient, aber unsere kosten zu hoch sind. Da haben wjr auch schon geschraubt, aber mehr geht nicht.miete und alle nebenkosten, notwendiges auto, kredeite usw.,


Tagesmutter hab ich auch schon geschaut, aber noch keine passende gefunden. Zuma, der schlüssel wesentlich schlechter sein wird als dort. (Zu bestzeiten 1:2 oder sogar niedriger)

Und noch mehr geld aufnehmen können wir nicht.
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Re: Probleme bei der EIngewöhnung

Beitrag von rumpelstilzchen » Dienstag 27. September 2016, 06:14

Hmm.....irgendwo gibt es immer einen Weg.
Du sagst er ist abends auch so anhänglich? Kann dein mann ihn denn zu Bett bringen? Vielleicht ist das ein gut zu übender Abnabelungsprozess? Ist er überhaupt mal fremdbetreuung gewohnt?

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Re: Probleme bei der EIngewöhnung

Beitrag von Lenina » Dienstag 27. September 2016, 08:41

Ins bett bringen mache ausschliesslich ich seit ca. 1 jahr. Vorher ging es ab und zu auch beim papa.
Jetzt:keine chance.
Das einzige, wo er mal alleine war, ist die krabbelstube unseres schwimmbads, sodass ich noc mal nach dem babyschwimmen kurz allein kns wasser und duschen konnte. Daran hab ich ihn langsam gewöhnt so ab 5 monaten und war nie ein problem. Sonst nur 2x bei oma oder opa (kein problem)und halt beim papa.

Das haben sie aber zu spät effahren. Erstym 6 tag wardaserstgespräh
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