Personal Notstand

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Tardis
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Registriert: Sonntag 25. Oktober 2015, 19:20

Personal Notstand

Beitrag von Tardis » Sonntag 25. Oktober 2015, 19:36

Hallo,

Ich bin neu hier im Forum und erhoffe mir ein paar Tipps zu einer verzwinkten Situation in unserer Kita.

Ich hoffe das ich das Thema richtig "plaziert" habe.

Es geht um folgendes:
In unserer Gruppe (22 Kinder, davon 6 U3 Kinder), herrscht momentan folgende Situation.
Eine Vollzeitkraft ist schwanger, da sie keinen Rötelschutz hat ist sie erst mal bis zum Ende des Jahres krankgeschrieben, und so wie es aussieht wird sie die gesamte Schwangerschaft nicht arbeiten kommen.
Und danach auf jeden Fall 1 Jahr Elternzeit haben.
So nun ist folgendes. Übrig bleiben 2 Teilzeitkräfte (25 und 30 Std.)
Jetzt ist widerum in einer anderen Gruppe 3 Vollzeitkräfte und noch eine Kraft mit 17 Std plus eine Praktikantin.
Die Erzieherinnen haben auch schon mit der Kita Leitung gesprochen das die "überfordert" sind. Nun haben sie die 17 Std Kraft ausgeliehen bekommen und Nachmittags werden die Kinder auf die anderen zwei Gruppen aufgeteilt.
Ich finde es ist kein Zustand für die Kinder und Erzieherinnen.
Zumal eine Erzieherin (die 30 Std Kraft) gesundheitlich angeschlagen ist. Sie kann die Wickelkinder nicht heben und sie wäre eigentlich auch krank geschrieben wenn nicht sowieso schon Personalmangel herrschen würde.

Ich hoffe ich (bin im Elternrat in der Gruppe) erhalte hier ein paar Tipps wie ich den Erziehern helfen kann.

Vielen Dank.

Tardis

Lenina
Schriftsteller
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Re: Personal Notstand

Beitrag von Lenina » Sonntag 25. Oktober 2015, 20:17

Die erzieherin wird aufgrund der fehlenden antikörper wohl wirklich erst in ca. 2jahren wiederkomrn. Normalerweise wird dann die stelle als elternzeitvertretung bereits jetzt ausgeschrieben und besetzt. Da das dauern kann macht es sinn die gruppe evtl mif einer springkraft von ausserhalb zu unterstützen falls euer träger das hat.

Ansonsten istvermutlich leider nicht viel zu machen. Als eltern könnt ihr natürlichhelfen, indem ihr diebetreuungszeiten der kinder kurz haltet (auch wenn diefreiebetreuung inder vorweihnachtszeit bestimmt sehr willkommen ist jm dingd ohne kind zu erledigen) und darauf achtet, die kinder nicht krank in die einrichtung zubringen um denkrankenstand niedrig zu halten.

Sind dieerzieher überlastet und tut sich nichts, können sie eine überlastungsanzeige beimträger stellen.
Sorry für knappe Antworten, tablet und Baby machen das Schreiben nichg leicht :kappe:

Tardis
Beiträge: 6
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Re: Personal Notstand

Beitrag von Tardis » Sonntag 25. Oktober 2015, 21:00

Danke für deine Antwort.

Dann werde ich unseren Erziehern das so mitteilen.
Es tun mir halt die Kinder leit wo beide Eltern berufstätig sind und ein frühes abholen nicht möglich ist.

Zudem ist es wohl seit der Personalknappheit schon vorgekommen das beim Toilettengang die Kinder alleine gelassen werden und dann lönger Zeit dort sitzen und auf ihr rufen das sie fertig sind nicht regiert wird.

Ich hoffe das unsere Leitung bereits jemanden sucht für diese Zeit.
Weil es ist ja wirklich kein Zustand für die Erzieherinnen, die ja bereits jetzt zugeben überfordert zu sein.

amaria
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Re: Personal Notstand

Beitrag von amaria » Montag 26. Oktober 2015, 08:31

Hallo Tardis,

zum einen sollten sich wirklich alle Eltern bewusst sein, dass bei so vielen unter Dreijährigen in einer Regelgruppe angesichts des Personalmangels die Gefahr erhöht ist, dass Kinder vermeidbare Unfälle erleiden oder sich gegenseitig Verletzungen zufügen. Wenn immer wieder Tränen fließen und gestritten wird, kann das eine psychische Belastung für alle sein. Habt ihr einen Eindruck davon, wie die Essenssituation der Kinder aussieht und unter welchen Bedingungen sie Mittagschlaf halten? Da Erzieher gesetzlich verpflichtet sind, Mittagspausen einzuhalten, gleichwohl aber auch durcharbeiten, wenn ansonsten die Betreuung der Kinder nicht mehr zu verantworten ist, könntet ihr an dem Punkt nachhaken. Die Mittagszeit ist für Kinder und Erzieherinnen meist besonders stressig.
Nachdem mir auch schon ein übermüdetes Kleinkind vom Stuhl gefallen ist, als ich allein gearbeitet habe und das Essen geholt habe, möchte ich euch raten, insbesondere diese Zeit im Blick zu haben. Morgens früh sind die Kinder noch nicht "überdreht" und der Kindergarten ist frisch gelüftet. In der Abholzeit geht es auch wieder entspannter zu. Aber in der Kernzeit, wenn einige Kinder sehr erschöpft sind und manche am liebsten auf dem Arm einer Erzieherin einschlafen würden (was nicht möglich ist), kann der Personalschlüssel durchaus so schlecht sein, dass von einer verantwortbaren Betreuung keine Rede mehr sein kann.
Eure Kinder haben einen Anspruch auf eine Kinderbetreuung, die mindestens den gesetzlichen Bestimmungen entspricht. Falls das nicht der Fall ist, könnt ihr über den Kinderschutzbund vielleicht an eine kostenlose Beratung durch einen Rechtsanwalt kommen. Was du geschildert hast, lässt nichts Gutes ahnen. Zwar werden immer wieder ältere Kinder so nett zu den Kleinen sein, dass es schon irgendwie geht. Doch damit sollten sich weder Eltern noch Erzieher abfinden!

Vor allem in den alten Bundesländern gibt es vielerorts Erzieherinnen, die wegen eigener Kinder aufgehört haben zu arbeiten und die phasenweise oder mit reduzierter Stundenzahl wieder einsteigen würden, wenn diese Tätigkeit nicht so schlecht bezahlt würde, wie dies meist der Fall ist. Honorarkräfte verdienen manchmal weniger als Putzfrauen, da Fahrtzeiten und Fahrtkosten nicht berücksichtigt werden. Bei Festanstellung bieten Träger den berufserfahrenen Frauen oft nur eine Einstufung als Berufsanfängerin an. Werden Stellen aus solchen Gründen abgelehnt, solltet ihr darüber informiert werden.

Dir wünsche ich einen baldigen Erfolg mit deinen Bemühungen! Es ist so wichtig, dass Eltern nicht klaglos alles hinnehmen.

Freundliche Grüße

amaria
„Ausdauer wird früher oder später belohnt - meistens aber später.“
Wilhelm Busch

"Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand."
Arthur Schopenhauer

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