Als Mutter andere Kinder anprechen!

Hier können Eltern ganz allgemein Fragen stellen...
Matushka
Schriftsteller
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Registriert: Freitag 5. Oktober 2012, 16:04

Re: Als Mutter andere Kinder anprechen!

Beitrag von Matushka »

Hallo alle,

Uff...

Mein Mitgefuehl gilt nach wie vor der Thread-Erstellerin. Eine Person, die sich in einem ratlosen oder verzweifelten Moment an das Internet wendet, weil sie ihr Kind in Gefahr waehnt, hat selten Lust auf langgezogene Diskussionen oder die Freiassoziationen diverser "Gute-Ideen-Feen" (... die sich mit Wonne auf das Thema stuerzen, es zu "ihrem" machen und so mitunter die Dringlichkeit des Anliegens der Thread-Erstellerin massiv abwerten).

Selbstverstaendlich macht der Ton die Musik.... Alles ist relativ,... Eltern muessen was sagen duerfen, ...Kinder muessen geschuetzt werden, ...sammeln wir doch Positives... blablablaba...

Wenn das eigene Kind in einer akuten Krise steckt, nutzen Worte herzlich wenig. Nur die TE weiss, wie dringlich die Situation ist, ... kennt sich, ihr Kind und die Umstaende.

Es ist moeglich, dass ein direktes Ansprechen des Mobbing-Anfuehrers zum gewuenschten Ziel fuehrt.... angenommen, die Kommunikation bleibt respektvoll und sachlich... und es ist ebenso gut moeglich, dass am naechsten Tag das Elternteil des geruegten Kindes auf der Matte erscheint, um sich die Erzieherin bzw. die TE zur Brust zu nehmen.

Da muss vorher mit der Erzieherin schon abgesprochen worden sein, ob man bezueglich der Mobbing-Situation auf der gleichen Linie liegt, denn sonst kann es ganz schnell zum Streit zwischen der Erzieherin und dem Elternteil des gemobbten Kindes kommen.

All' diese Ueberlegungen kann man anfuehren... man muss es nicht. Man kann aber auch bewaehrte Handlungsstrategien anfuehren, die ein Elternteil dann annehmen kann... oder eben nicht.

Gruss,

Sabine

Adrasteia
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Registriert: Mittwoch 8. April 2015, 14:41

Re: Als Mutter andere Kinder anprechen!

Beitrag von Adrasteia »

Ich halte es leider nicht für unwahrscheinlich, dass ein Kind von der ganzen Gruppe gemobbt wird.
Vielleicht gibt es einen oder ein paar Hauptmobber, der Rest ist Mitläufer oder unbeteiligt. Aber auch die Unbeteiligten werden es sich gut überlegen, ob sie gegen den Willen des Hauptmobbers mit dem gemobbten Kind spielen. Man kann ihnen das nur schwer verübeln, wenn sie sehen, dass die Erzieherinnen den/die Mobber gewähren lassen.

Das einzige, was in dem Fall hilft, ist konsequentes Eingreifen der Erzieherinnen.
Sie haben einen Schutzauftrag
Schutzauftrag jedem einzelnen Kind gegenüber.

Klar, Kinder sollen üben und lernen, sich miteinander auseinanderzusetzen. Da muss und soll man nicht immer sofort eingreifen. Wenn aber erkennbar ist, dass ein Kind sich nicht selbst zur Wehr setzen kann und von anderen Kindern massiv ausgeschlossen wird, dann gehört es zum Job der Erzieherin, dieses Kind zu unterstützen.

Mobbing kann sehr nachhaltige Schäden hinterlassen.
Liebe TE, mach dir Notizen, sollte dein Kind blaue Flecken haben, lass sie gegebenenfalls ärztlich dokumentieren und fordere vom KiGa ein, dass dein Kind geschützt und unterstützt wird.

Hilft das alles nicht, so solltest du einen Kiga-Wechsel in Betracht ziehen.

Der Weg für eine Verbesserung führt IMMER über die Erzieherinnen. Die Mobber selbst anzusprechen, oder deren Eltern, ist leider oft kontraproduktiv.

§8a scheint leider nur auf Eltern anwendbar und nicht auf Kitas, in denen Kinder körperliche und dauerhafte seelische Schäden davontragen können.

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