mobbing

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Tiao
Beiträge: 2
Registriert: Freitag 17. Januar 2014, 09:35

mobbing

Beitrag von Tiao »

hallo erstmal,
meine tochter wird bald 6 jahre alt und sie kann wohl sehr anstrengend sein. sie macht mitlerweile auch ne ergo therapie, aber lassen wir das mal dahingestellt sein.
habe viel mehr ein problem mit den erieher der grupppe in der sie geht. seit einem gutem halben jahr wird meine tochter behandelt wie ein fussabstreifer.
meine tocter hat ab und zu mal nen dickschädel und kommt morgens nicht aus den pötten, soll heisen sie braucht beim anziehen auch mal ihre 2 stunden. nun kann es mal sein, das wir zu spät in die kita kommen. bei uns ist das so das in der kita um 9 uhr frühstück ist. es sind schon mehrere kinder öfter mal zu spät gekommen und keiner hat was gesagt. wenn meine tochter zu spät kommt, heist es: " jetzt musst einen moment drausen warten, ich hol dich gleich in die ruppe die anderen sind schon am essen." hab mal gefragt wa der mist soll. antwort: " gehört zur erziehung. " super kino.
durch eine rangelei ist ein gegenstand zerbrochen, wie so oft. auf der einen seite heist es: " macht nix, du musst halt beim nächsten mal etwas vorsichtiger sein." passiert das meiner tochter, heist es: " dann müssen halt deine eltern das ersetzen". sry, hab ich was verpasst?

meine frau und ich haben schon mit den erziehern und mit der heimleitung gesprochen. von den erziehern her, wird es meistens runtergespielt, und von der heimleitung kommt nix rum.
mein ältester sohn ist auch in diese kita gegangen aber in eine andere gruppe. es gab nie schwierigkeiten.

ich weis echt nicht mehr weiter. gibt es eine bestimmte anlaufstelle, wo ich mich mal schlau machen kann, oder ne beschwerde oder sowas einreichen kann?

vielen dank im vorraus

Matushka
Schriftsteller
Beiträge: 997
Registriert: Freitag 5. Oktober 2012, 16:04

Re: mobbing

Beitrag von Matushka »

Hallo Tiao,

Mein erster Gedanke bei deinem Posting war: "Wie man in den Wald hineinruft...".

Du aergerst dich darueber, dass es sich so anfuehlt, als wuerde dein Kind absichtlich benachteiligt werden. Das kann ich so gut verstehen.

Als Mutter eines sehr lebhaften und aeusserst willensstarken zweiten Kindes kann ich dir aber nur raten: Halte Erzieherinnen und Leitung "auf deiner Seite" so lange es irgend geht. Wenn die Beziehung erstmal in die Feindseligkeit umkippt, ist Eurer Tochter nicht gedient.

Was ich damit meine ist: Versucht, die Sichtweise der Erzieher zu verstehen und zeigt auch Interesse daran. So eine Gruppe zu leiten erfordert sehr viel Anstrengung und Durchblick -- Routinen sind wichtig!

Schaut mal, wie Ihr Eltern Euch auf positive Weise einbringen koennt (mithelfen? was basteln? was werkeln? was kochen?).

Haltet das Gespraech mit den Betreuern aufrecht -- auch vielleicht mit einem kleinen taeglichen Smalltalk.

Ich kann dir nur aus eigener Erfahrung sagen: Wenn du die Betreuer deines Kindes zu deinem "Feind" (sag' ich jetzt mal) machst, also in den offenen Konflikt gehst, wird es u.U. noch viel schwieriger, die Karre -- sozusagen -- aus dem Dreck zu ziehen.

Ich wuerd' sagen: Denk' drueber nach, was dein Ziel ist (z.B. "Ich will, dass meine Tochter besser behandelt wird", oder "Ich wuensche mir, dass uns vorher gesagt wird, was die eigentlich von uns wollen", oder auch "Ich brauche ein Gespraech mit der Leitung, damit die mal unsere Seite verstehen lernt").

Meines Erachtens muesstest du zurueckgehen in die "Kooperation". Auf jeden Fall weg von diesem "Ich muss denen jetzt eins auswischen, damit die mein Kind in Ruhe lassen".

Das bringt nix. Zumindest nichts Dauerhaftes.

Ich drueck' die Daumen!

Sabine

Tiao
Beiträge: 2
Registriert: Freitag 17. Januar 2014, 09:35

Re: mobbing

Beitrag von Tiao »

danke für die schnelle antwort.

ansich hast du schon recht, was du geschrieben hast. natürlich ist es stressig, als erzieherin zu arbeiten. wie viele andere berufe auch.
kommt mir grad so vor als hättest du den text nicht richtig gelesen. den stress, den wir derzeit haben, is ja nicht von anfang an. wie schon gesagt sind wir schon eine weile in der kita. wir haben öffter gespräche mit den erziehern, ob nun zwischen tür und angel, einfach nur so, oder wenns um unser kind geht. mit der leitung ansich haben wir keine probleme. die gespräche waren bisher immer aufschlussreich. nur wegen dieser einen sache bezüglich unserer tochter kommt nix rüber.
wann immer es ein problem gab, wenn unsere tochter etwas erzählt hat, wenn sie z.B. keine lust mehr hatte in die kita zu gehen, haben wir uns mit den erziehern unterhalten. wenn die erzieher ein gespräch bezüglich unserer tochter haben wollten, waren wir auch da. mir ist nur aufgefallen, das sie und 2 andere kinder eben anders behandelt werden.
wir sind ja nicht die einzigen die ein problem mit dieser einen gruppe haben. nur ich wollte nun mal wissen ob es noch eine andere anlaufstelle gibt, da wir eben mit unseren gesprächen nicht mehr weiter kommen. meist gehts eine woche gut, dann fängt alles wieder von vorne an

Matushka
Schriftsteller
Beiträge: 997
Registriert: Freitag 5. Oktober 2012, 16:04

Re: mobbing

Beitrag von Matushka »

Hallo Tiao,

Es tut mir Leid, falls du mit meiner Antwort nicht richtig was anfangen kannst. Ich kenne den Stress, wenn man meint, dem eigenen Kind passiert etwas Schlechtes. Es ist ein schreckliches Gefuehl. Das wollte ich dir auch mitteilen.

Ob es eine Beschwerde-Anlaufstelle gibt, weiss ich nicht. Ich schreibe dir aus dem Ausland.

Verstehe ich es richtig, dass du der Papa bist, und der Erzieher deiner Tochter ist ein Mann?

Ich kenne es so, dass man "die Leiter hochgeht", wenn man in einer Einrichtung ein Problem hat: Wenn es mit der direkten Person nicht geklappt hat, geht man zur Leitung (hast du ja schon gemacht). Wenn das nichts bringt, geht man einen Schritt hoeher (Traeger?), usw.
Tiao hat geschrieben:kommt mir grad so vor als hättest du den text nicht richtig gelesen.
Doch, hab' ich. ;-)

Ich rate dir von jetzt ab, Notizen zu machen (falls Ihr das nicht schon tut). Berichte z.B. ueber Konflikte, wenn sie stattfinden, im Detail aus Eurer Sicht... Alles mit Datum -- damit du selbst, falls noetig, Dokumentation vorlegen kannst.
Tiao hat geschrieben:die gespräche waren bisher immer aufschlussreich. nur wegen dieser einen sache bezüglich unserer tochter kommt nix rüber.
Da vielleicht noch mal ansetzen. Z.B. so: "Wir haben uns im Gespraech mit Ihnen bisher immer gut verstanden und beraten gefuehlt. Koennen Sie aus Ihrer Sicht denn mal schildern, wie Sie die Situation mit unserer Tochter erleben?". Und dann evtl. um ein bestimmtes Beispiel bitten.

Und, was ich persoenlich auch sehr wichtig finde: Wenn es zum Gespraech mit der Leitung kommt, ist meistens schon etwas "Heftigeres" passiert und als Eltern ist man dementsprechend alarmiert. Deine Sorge wird im Gespraech mit den Zustaendigen bestimmt durchscheinen, aber dennoch solltest du versuchen, deinen Frust "unter Kontrolle" zu halten. Also ruhig sprechen und sachlich berichten. Auch dabei koennen Notizen hilfreich sein.

Vielleicht schreibt ja noch jemand, der dir mehr helfen kann. Ich wuensche Euch alles Gute!

Oh -- noch vergessen! Dass fast Sechsjaehrige keine Lust mehr haben auf Kindergarten, das ist, denke ich, ueberhaupt nicht ungewoehnlich! Sind die anderen zwei Kinder, die du erwaehnst, auch in ihrem Alter?

Gruss,

Sabine

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