Grenzen

Hier können Eltern ganz allgemein Fragen stellen...
Matushka
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Re: Grenzen

Beitrag von Matushka » Dienstag 8. April 2014, 03:02

Liebe(r) fernandel,

Dein Ton klingt ein wenig so, als ob dein Einblick der einzig ernstzunehmende sei. Dem moechte ich widersprechen.

Ob es Bloedsinn ist oder nicht, was bislang zur Wohnsituation der Threaderstellerin gesagt wurde, kann ich nicht beurteilen.

Mein Eindruck: Es geht hier darum, ein verlorenes Gleichgewicht wieder zu erlangen. "Augen zu und durch" ist im Moment doch wohl eher der falsche Ansatz. Die Frau hat schliesslich Kinder, die sie versorgt -- waehrend die Vermieterin mit Rauswurf droht...

@Threaderstellerin "BisZumMond": Ich wuerde mich zumindest zu deinem Wohnrecht schlau machen. Ausserdem wuerde ich an deiner Stelle mal an deiner Schule anfragen, wie kulant die im Notfall waeren. Es hat sich bei deiner Situation offenbar einiges zugespitzt, das jetzt nebenher noch "beackert" werden muss.

Alles Gute,

Sabine

ferdinandel
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Re: Grenzen

Beitrag von ferdinandel » Dienstag 8. April 2014, 10:51

Wenn sie kein Dach mehr ueber dem Kopf hat, weil es der Vermieterin endgueltig zu viel wurde, kann sie ihren Kindern das ja sagen.
das meinte ich mit blödsinn...... lol weil es klar ein mietrecht in deutschland gibt, dass familien mit kindern schützt. und türen auflassen oder ein paar blumen klauen na ja das wird wohl nicht reichen....... vielleicht ist das in den staaten ja anders, muss ich wohl meine familie fragen, die dort wohnt....
ich bin ein wenig autistisch wenn es darum geht, dinge aufzudröseln. ich sehe da immer die pragmatischste lösung. und ich denke, dass bis zum mond sich jetzt nicht noch mit dämlichen vermietern herumplagen muss. das wollte ich ihr vermitteln. natürlich ist es schwierig, wenn diese dann noch im hause wohnen. alles andere habe ich schon dazu mitgeteilt. kleine menschen sind noch nicht so handlungsfähig wie erwachsene. auch wenn regeln aufgestellt werden. ist doch klar, dass sie sich erst einmal erproben müssen. lol


na klar bin ich die einzige die die weisheit mit löffeln gegessen hat .... lol

nicht alles so ernst nehmen !!!!!!

Matushka
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Re: Grenzen

Beitrag von Matushka » Dienstag 8. April 2014, 13:53

ferdinandel, dann kann ich fuer dich an dieser Stelle nur hoffen, dass du den Eltern in deiner (zukuenftigen) Einrichtung bei wichtigen Themen weniger abwertend begegnest.

Gruss auch an die TE,

Sabine

BiszumMond
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Re: Grenzen

Beitrag von BiszumMond » Dienstag 8. April 2014, 14:56

Tief Luft holen ...1...2...3... ;)
Alles gut! Mehr oder weniger. Schön ist das Verhältnis zwar so nicht, aber dennoch genieße ich hier einige Vorzüge (KiTa direkt gegenüber, relativ große Wohnung für nen guten Preis, viel Grün ringsrum), die es mir möglich machen, trotz der- bitte entschuldigt den Ausdruck- kratzbürstigen Frau unter mir, meinen Fokus auf die Schule zu legen. Dass das hier nicht meine letzte Station sein wird, war mir schon vorher klar, nur ein bisschen entspannter hätte ich es mir gewünscht. Ich kann sogar verstehen, dass sie nicht begeistert ist über die Vorfälle. Ich find es auch vollkommen legitim, wenn so etwas thematisiert wird...
ABER! Was ich gar nicht verstehen kann, ist, dass ne Frau von über 60 Jahren so schlecht ein Gespräch führen kann. Sie hat es förmlich aufgeregt (und als Arroganz aufgefasst), dass ich so ruhig geblieben bin.

Kommt Zeit, kommt Rat, kommt Attentat!

Was ich auf jeden Fall jetzt mache, ist, bewusster und direkt auf die Kinder zu- und einzugehen. D.h. ich verkneifs mit etwas ins Nachbarzimmer zu rufen, sondern geh hin. Anscheinend brauchen sie diese Unterstützung.

Lg zurück und danke für die gedrückten Daumen ;)

ferdinandel
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Re: Grenzen

Beitrag von ferdinandel » Dienstag 8. April 2014, 15:52

@liebe matuscha ,

ich werde sehr geschätzt bei den eltern und angehörigen, da ich die dinge gezielt auf den punkt bringen kann und die zusammenhänge gut erkenne, gut erläutern und weitergeben kann. bin ja schon eine weile im sozialwessen, selbstbewusst und sozial kompetent.

entschuldige biszum mond das soll jetzt hier nicht ausufern.

meine motivation war und ist, ich wollte dich aufmuntern, dir mut zusprechen, dich loben, dass du trotz aller widrigen umstände gezielt dich entschlossen hast, eine gute ausbildung zu machen, wollte dir ein wenig die angst vor deiner vermieterin nehmen, und dir sagen, dass viele von uns auch eltern sind, die auch ein schlechtes gewissen haben, weil sie denken, dass sie den bedürfnissen nicht gerecht werden etc., dich einfach trösten, weil du es ohne mann alleine schaffen willst, was ja vielleicht nicht so vorgesehen war. pp

also mach weiter, lass dich nicht entmutigen gut so!!!!!!

Zenobia
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Re: Grenzen

Beitrag von Zenobia » Dienstag 8. April 2014, 21:41

Mir gefallen die Tipps von Ferdinandel sehr gut. Sie sind sehr ehrlich und leicht nachzuvollziehen. Deshalb muss Mathuschka ihn nicht angreifen.

Langfristig wird der Konflikt vermutlich eskalieren, da die Vermieterin sich sehr respektlos der Mutter und ihren Kindern gegenüber verhält. Und Kinder fordern viel Aufmerksamkeit ein, besonders wenn Eltern wenig Zeit für sie haben. Lösungsstrategien kannst du nur alleine entwickeln, indem du eure Situation realistisch einschätzt.

In diesem Forum erhälst du vielleicht zuviele verschiedene Ratschläge, die sich zum Teil auch widersprechen.

Lösen musst du den Knoten ohne Hilfe von außen. Alles andere verwirrt, denke ich.

Landra
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Re: Grenzen

Beitrag von Landra » Dienstag 15. April 2014, 10:02

Guten Morgen :)

in den letzten Wochen vor der Prüfung... na dann ist es ja nicht mehr lange hin, oder? Ich habe mir gerade Deinen Thread durchgelesen und möchte nun auch meinen Teil dazu beitragen.

Konflikte mit Vermietern sind denke ich v.a. unangenehm, wenn man sie sich zu Herzen nimmt, das sehe ich ebenso. Möchte man es einer Vermieterin recht machen, die eine gewisse Vorstellung von Erziehung und einer Lebensweise hat und diese bei einem anwenden will, wird das nur über die Anwendung geschehen, sieht sie überhaupt keinen Wert in der eigenen Art zu leben. Mir persönlich würde das extrem missfallen, denn der Konflikt ist unlösbar, möchte man sich selbst in diesen Punkten treu bleiben. Was ich sehe ist Folgendes, ich tue dies nun kund, auch wenn es sich zum Teil mit den Ansichten anderer überschneidet:

- Ignorieren der Ansprüche der Vermieterin, sie hat kein "Recht" dazu. Die Rechte der Mieter liegen in einem Rahmen völlig außerhalb von Erziehung und Lebensstil. Um jemanden zu kündigen müssen Tatbestände vorliegen, die schwerwiegend sind wie etwa eine Zerrüttung der Wohnsubstanz. Aber selbst dann ist es schwer jemanden herauszuklagen. Als Vermieter weiß ich, wie schwer es ist jemanden aus einer Wohnung zu bekommen. Wird nicht gegen die Hausordnung verstoßen, keine Beleidigungen ausgesprochen, die Miete bezahlt, der Hausfrieden nicht gestört oder Ähnliches hat man keine Handhabe und muss damit leben wie jemand haust.

- Konkrete Einhaltung der genannten Dinge wie Hausordnung etc. Sollte das einmal geschehen ist selbst das bedingt hilfreich für die Vermieterin, denn vieles muss man auch erst abmahnen und kann nicht sofort kündigen.

- Ein dickes Fell zulegen, um damit zurecht zu kommen, dass dieser Unfriede herrscht. Es macht aus meiner Sicht wenig Sinn Kindern beizubringen sich anzupassen, selbst wenn derjenige der die Anpassung fordert überhaupt gar kein Recht dazu hat. Das Verhalten, welches wir Eltern vorleben, wird prägen. Lehrt man Anpassung nur um jeglichen Friedens willen, sollte man dahinter stehen und wissen warum man das als Erziehungsziel anstrebt. Ich persönlich lehne das ab. Viele Eltern sehen darin aber ein hohes Gut, somit ist auch dies ein Weg, den man wählen kann. Entscheiden kannst nur Du letztendlich was Du wählen wirst.

- "Entschädigungen" im Sinne der Vermieterin bringen. Manchmal, so habe ich erlebt, bringt es etwas auf die Menschen einzugehen. Ich selbst kann das so gut wie nicht, es erfordert Empathie und ein Gespür dafür, was der andere braucht. Es hat immer einen Grund warum jemand so ist, wie er ist. Bestimmt somit auch die Vermieterin, die in Abweichungen von ihren Vorstellungen eine Art Unerträglichkeit empfindet, die sie dazu treibt Dich anzugreifen wie mir scheint. Es müsste somit einen Weg geben, wie man sie freundlich stimmt. Den zu finden wäre für mich völlig undenkbar, aber vielleicht ist Dir ja gegeben so etwas zu tun ;) Wenn es die Entschuldigungen nicht sind, vielleicht ist es irgendetwas anderes, aber dass es Entschuldigen nicht ist, scheine ich herauszulesen, denn es zeigt keine Wirkung (mehr).

- Das Wissen im Kopf behalten, was man selbst möchte. Es kommt bestimmt einmal vor, dass man selbst sich einen Ort wählt, der nicht ganz optimal ist für die Dauer. Eine Wohnung in der die Hausordnung oder der Lebensstil allgemein überhaupt nicht dem Meinigen entspricht wäre etwa für mich nicht denkbar, aber als Eigentümer sieht man denke ich die Welt aus anderen Augen. Was ich erlebe ist, dass es immer Menschen gibt die sich an einem Ort wohl fühlen, andere eher nicht. Eine Wohnung kann die Gleiche bleiben ein Leben lang, sich aber auch ändern. Du möchtest ja gewiss mit Deiner Fachhochschulreife irgendetwas anfangen. Ein Studium vielleicht, in einem anderen Stadtteil, oder einer anderen Stadt eventuell sogar?

- Wenn genügend finanzielle Kapazität vorhanden ist, fände ich eine Betreuungsperson in der Zeit des Lernens ebenfalls nicht verkehrt. Natürlich ist es als Mutter zu schaffen, sich selbst um die Kinder zu kümmern, irgendwie. Man kann auch mehr Strenge walten lassen und die Kinder spuren dann auch irgendwann besser. Mir selbst wäre das aber zu anstrengend zum einen, zum anderen hat mir am meisten in meiner Kindheit gefallen so viele Freiheiten zu haben, somit möchte ich das meinen Kindern auch ermöglichen. Meine Wahl fällt damit auf Fremdbetreuung bei meinen Kindern auch jetzt, selbst ohne Lernen und Studium als Hausfrau. Wenn ich schlafen möchte, hole ich mir jemanden, der meine Kinder hütet. Mit 4 bzw 6 Jahren können die Kleinen aus meiner Sicht noch nicht selbst für sich da sein ohne kleinen / mittleren / großen Unfug anzustellen. Nicht weil sie boshaft wären oder schlecht erzogen, also nicht spuren, sondern weil es Kinder sind.

Aus meiner Sicht ist es auch normal, wenn Kinder lügen. Sie haben Angst vor Strafe vielleicht. Lügt mich mein Sohn an mit seinen 4 Jahren, bekomme ich zu allererst einen Schreck, was ich wohl angestellt habe, dass er nicht mehr ehrlich ist und die Wahrheit sich sagen traut. Das Grundvertrauen zu mir ist bei mir aber auch ein möglichst unangetasteter Wert an ziemlich oberster Stelle. Aber das muss jeder selbst für sich entscheiden, was einem Wichtig ist! Mein Mittel der Wahl wäre somit an Strategie zur Erziehung:

- ein regelmäßiger Zeitplan um klar herauszufinden, wann Zeit ist zu schlafen / lernen / spielen und die Kinder dadurch einen Rahmen haben, an dem sie sich orientieren können. Dann entsteht vielleicht auch das Blumen stehlen statt Blumen pflücken gehen nicht, wenn gewiss ist, dass A jemand da ist sich die Wünsche anzuhören und B sie umzusetzen. Es gibt dafür ja den Raum, vielleicht fehlt dieser? Aber das kann ich nur mutmaßen, denn ich lese ja nur diese Worte hier und weiß sonst nichts :) liege somit vielleicht auch völlig falsch.

- herausfinden, was die Kinder sehr gern mögen. Um das Gefühl nicht entstehen zu lassen, abgeschoben zu sein, wähle ich den Weg dessen, was die Kinder wollen. Der Sohn etwa liebt Tierpark. Wenn ich einen freien Samstag möchte, darf er endlich in den Tierpark mit wem anders. Er muss nicht mit xy nach z sondern ich habe ihm was Tolles mit wem den er mag organisiert.

- Plan B in der Tasche haben bei Krankheit der Kinder, der Betreuer.

- Herausfinden, warum gelogen wird und dementsprechend im eigenen Verhalten reflektiert etwas ändern, damit das aufhört.

- Ständiges Wiederholen und Vorleben der Dinge, die gelebt werden sollen. Es ist aber vermutlich schwer gegen Aufmerksamkeitsentzug-Rebellion damit weit zu kommen. Das macht mein Sohn auch gern ab und an. Hier hilft nur zuhören, sich Zeit nehmen, Wege finden dieses Gefühl des Verlassen-Seins der Kinder zu minimieren durch irgendetwas. Bei mir hilft hier z.B. alles vorbereiten für das Kind und besondere Dinge tun zu können, z.B. mit dem Tablet spielen bei Kakao und Banane mit der Lieblingskuscheldecke, was ich alles hergerichtet habe im selbstgebastelten Ritterzelt, das ihm als Höhle dient. Derweil kann ich dann den Haushalt erledigen etwa.

Ich wünsche Dir viel Erfolg bei Deinem Abschluss und Wege zu finden, die auch im Studium oder zu was Du das auch immer brauchst mit dem Abitur noch brauchbar sind!

l.G. Landra

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Scholes1987
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Re: Grenzen

Beitrag von Scholes1987 » Dienstag 10. Juni 2014, 20:39

Sabine hat da recht, wenn sie noch nicht so fur mich sein wurde: :200p: ... konnte ich dann sagen das sie echt super ist! :D :zunge:

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