Anspruch Betreuung u3

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Hesse85
Beiträge: 1
Registriert: Dienstag 8. April 2014, 09:29

Anspruch Betreuung u3

Beitrag von Hesse85 »

Hallo!

Ich bin über google auf das Forum gestoßen und hoffe, dass ihr mir vielleicht weiterhelfen könnt.

Wir ziehen im August in eine andere Gemeinde (Baden Württemberg) und haben dort einen Platz für den Kindergarten (u3) angemeldet. Allerdings gibt es dort bereits eine Warteliste und auch die Tagesmütterkapazitäten sind voll ausgeschöpft.

Ab wann habe ich nun einen Anspruch in der neuen Gemeinde? Gilt dies bereits bei Anmeldung des Anspruchs (im März erfolgt) oder ab Zuzug im August 2014? Hat die GEmeinde eine gewisse Frist (habe gehört 6 Monate??), in denen die Kinder mit einem Platz versorgt werden müssen oder gilt es sofort?

Da muss es doch sicher gesetzliche Grundlagen geben, wo man das nachlesen kann, oder? Kann mir da jemand weiterhelfen?

Vielen Dank im Voraus!

EDIT; § 24 SGB VIII habe ich mittlerweile gefunden. Aber so richtig schlau, bin ich jetzt trotzdem nicht, außer das ich nun weiß, dass ich einen Rechtsanspruch habe ;o)

ferdinandel
Leseratte
Beiträge: 337
Registriert: Freitag 17. Februar 2012, 16:19

Re: Anspruch Betreuung u3

Beitrag von ferdinandel »

nachbargemeinde????? wo nix frei ist ist auch nix zu kriegen....

das würde ich jetzt mal ganz platt so sagen, aber so einfach ist es nicht, ich weiss. aber diese frage stelle ich mir auch. selbst wir als waldorfeinrichtung, die die eltern selbst zahlen müssen und das nicht zu knapp, müssen kinder ablehnen.
meine tochter arbeitet in einer letzten jahr fertig gestellten kita als leitung , selbst die können keine dreijährigen mehr aufnehmen weil alles voll......

hört sich alles immer gut an mit dem recht auf......... blabla

Judith
Leseratte
Beiträge: 367
Registriert: Freitag 15. Oktober 2010, 20:34

Re: Anspruch Betreuung u3

Beitrag von Judith »

Anspruch habt ihr auf den Platz ab dem Zeitpunkt, wo ihr euren Wohnsitz dort gemeldet habt.
An sich somit ab August 14, ABER ihr könntet den Wohnsitz eures Kindes auch schon jetzt ummelden, bsp. zur Tante, Großeltern, gute Freundin, usw.. Trotzdem würde das Kind bei euch wohnen. Dann wäre der Anspruch auf einen Kitaplatz in der neuen Gemeinde ab dem Zeitpunkt vorhanden, wo der Wohnsitz dort gemeldet ist. Allerdings wird die Kita vermutlich feststellen, dass ihr zwei Wohnsitze habt und in einem Wohnsitz ein Kitaplatz vorhanden ist und denken (und danach handeln), dass ihr den Kitaplatz dann nutzt. Wenn ihr wirklich dann nur einen Wohnsitz habt, mit in der Gemeinde wohnt, dann sieht es anders aus.

Wie weit ist denn die jetzige Kita, wo euer Kind ist, von eurer neuen Wohnung entfernt?
Euer Kind könnte den Wohnsitz in der Gemeinde behalten, bsp. bei Tante, Großeltern, usw. und zieht trotzdem mit euch um. Ihr müsstet täglich fahren, hättet dafür einen festen Kitaplatz, den euer Kind bereits kennt. Diese Methode wird oft angewandt und zu 99% kommt man damit durch, weil Erst- und Zweitwohnsitz gleichermaßen gelten.
Die Kita darf euch dann nicht kündigen, was allerdings möglich wäre, wenn der Wohnsitz in einer anderen Gemeinde wäre.
Sucht doch mal das Gespräch mit der Kitaleitung wo ihr jetzt seit. Vielleicht geht es auch so, dass euer Kind dort bleiben kann. Manche Gemeinden arbeiten übergreifend.
Andere leider nicht. Da ist es leider wirklich so, dass das Kind mit dem Umzug den Kitaplatz verliert. Aus Kulanz werden meist noch 2-3 Monate geduldet (manchmal auch bis Kitajahresende im Sommer), aber dann muss das Kind gehen.
Wenn ein Wohnsitz dort vorhanden ist geht das nicht. Habe aktuell selbst ein Junge in der Gruppe, der ist in ein anderes Bundesland gezogen (alles an der Grenze hier, somit auch andere Gemeinde. Eigentlich müsste er jetzt in NRW in die Kita gehen, er ist jetzt auch 3 geworden, könnte somit in den Kindergarten. Mutter möchte das nicht, hat Wohnsitz bei jemanden in dieser Gemeinde (NDS) gemeldet, und somit darf er bei uns bleiben. Erstmal noch Krippe und ab Sommer dann Kindergarten.

Wie alt ist denn euer Kind?
Wenn schon 2 bzw. fast 2, dann meldet es nicht nur in Krippen an, sondern auch in Kindergärten. Manche nehmen schon ab 2 auf (bzw. kurz vor dem 2.Geburtstag), andere wiederum entscheiden sich kurzfristig dazu eine Gruppe für U3 Kinder zulässig zu machen, aufgrund von Mangel an Kinder über 3. Und das muss nicht negativeres bedeuten; es kann genauso gut sein, wie eine Gruppe, die bereits jahrelang besteht. Jede Gruppe fängt mal neu an, sage ich immer dazu. Das eine Gruppe U3 wird entscheidet sich manchmal auch kurzfristig und dann werden zumeist die Kinder U3 aufgenommen, dessen Anmeldungen bereits vorliegen. Und erst wenn das nicht ausreicht wird öffentlich gemacht, dass U3 Plätze frei werden, ansonsten kommt erst später raus, dass die Gruppe für U3 Kinder zulässig ist (dann läuft diese bereits).
Vor fünf Jahren (da war ich noch nicht da war, weiß es aus Erzählungen) wurde in der Kita wo ich jetzt bin in den Kindergartengruppen U3 Kinder aufgenommen, weil zu wenig über 3 da waren. Die Jüngste Aufnahme war 18 Monate alt, mehrere noch knapp U2, andere U3. Alle Kinder waren für die Krippe angemeldet gewesen, die bereits voll war, kamen dann in den Kindergarten und jedes angemeldete Kind bekam somit einen Betreuungsplatz. Erst als diese Kinder einen Platz hatten wurden freie Plätze ausgeschrieben und es kamen viele Anmeldungen und es wurde dann geschaut, welches Kind noch gebraucht wird. Da wurden dann auch viele Absagen verschickt.

Ich wünsche dir viel Erfolg. Gebe nicht auf.

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