Integrationsstatus

Hier können Eltern ganz allgemein Fragen stellen...
Landra
Schnuppernase
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Integrationsstatus

Beitrag von Landra »

Grüß euch,

ich würde gern wissen, ob es grundsätzlich zulässig ist aus einem Kindergarten gekündigt zu werden, weil das Kind einen Integrationsstatus erhält.

Der konkrete Fall sieht wie folgt aus:

Unser Sohn kam in Dezember in die Kita und hatte als Vorgeschichte bereits eine andere Kita hinter sich, dort wurde er von den Großen verprügelt. In der neuen Kita hat er zwar Freunde gefunden, wird nicht verprügelt, aber so manches Detail im Verhalten ist verbesserungswürdig was die Sozialisation angeht. Vor einigen Wochen ließ ich eine Dame hospitieren, die sich das näher ansehen sollte, ob es Auffälligkeiten gibt. Dass dies geschehen wird, war schon bei Eintritt im Dezember in die Kita den Erziehern bekannt. Dieser Wunsch entstand in mir bereits in der letzten Kita, da erblich bedingt ein bisschen was vorhanden ist, das wir ihm vielleicht mitgegeben haben wie z.B. einen zu hohen IQ für die Norm und Hochsensibilität, auch autistische Züge sind möglich, geht man von der Vererbungslehre aus. Genau in dieser Form kommunizierte ich dies als ich das erste Gespräch damals hatte mit den Erziehern. Sie beschwerten sich darüber nicht und willigten der Hospitation ein.

Nach der Hospitation entband ich die gute Dame von ihrer Schweigepflicht, damit sie der Kita ebenfalls einen Bericht zuschickt. Nun habe ich einen und die Kita. Mir wurde gesagt es wäre für die Einrichtung auf diese Weise möglich eine zusätzliche Vergütung zu bekommen für 10 bzw 20 Stunden die Woche, je nachdem ob ohne bzw mit Diagnose durch einen Arzt. So ganz zu einer Diagnose durchringen konnte ich mich nicht, das hat man ja ein Leben lang und zuletzt gilt man noch als behindert im Falle autistischer Züge und eigentlich lebt es sich auch ohne Diagnose recht gut, hat man ausreichend Intelligenz und Kompetenz das auszugleichen. Auch das Autismuszentrum sowie die hiesige Schule für autistisch veranlagte Kinder rieten mir dazu erst einmal keine Diagnose stellen zu lassen, da es für eine Kombination aus Hochintelligenz, Asperger Autismus und Hochsensibilität nicht wirklich eigene Hilfemaßnahmen gibt.

Um ein Studium zu ermöglichen ist somit eine normale Schule von Vorteil und somit auch Kindergarten. Mir wurde geraten die 10 Stunden ohne Diagnose durchaus wie von mir vorgeschlagen zu wählen als Weg und nach 2 Jahren je 40 Stunden Training pro Monat in der Kita sollte ein eigenständiges Handeln und Leben mit 6 Jahren in der Schule möglich sein. Man weiß ja auch gar nicht, ob wirklich alle drei Vermutungen zutreffen und ohne Diagnose wird auch nie bekannt ob unser Sohn nun wirklich Asperger ist, was im Gegensatz zu Hochintelligent und Hochsensibel als behindert gelten würde, oder auch nicht. Es will niemand so ganz genau wissen, wichtig ist, dass er sich wohl fühlt, ein gutes Selbstbewusstsein entwickelt und in der Welt zurechtzufinden lernt.

So weit so gut. Hoch motiviert hatte ich frohen Mutes in diesem Sinne diese Schweigepflichtsentbindung ausgestellt. Die erste Reaktion des Kindergartens war sehr zurückhaltend, mir wurde gesagt die Kita müsse sich überlegen, ob sie das überhaupt möchte und wenn ja wie, ich bekomme einen Termin für ein Gespräch. Still sitzen fällt mir nicht besonders leicht, so informierte ich mich über alles Mögliche in der Zwischenzeit in der ich auf den Termin wartete. Ich weiß nun, dass es relativ schwierig ist in Berlin überhaupt gute Integrationserzieher bzw Pädagogen zu finden und für nur 10 Stunden ist es angeblich noch schwieriger, weil das ja z.B. an 4 Tagen nur 2,5 Stunden wäre in die Woche. Aber ob diese Angabe nun stimmt oder nicht weiß ich noch nicht. Dies und noch so manche Gedanken sammelte ich und wartete auf das Gespräch. Doch es fand niemand die Zeit.

Nun weiß ich mittlerweile, dass der Vorstand der Kita dieses Thema bereits auf dem Tisch hatte. Niemand meldete sich nach der Sitzung am nächsten Tag. Nicht einmal als ich eine Mail schrieb ich der ich darum bat dies zu tun. Schweigen. Einen Gesprächstermin soll ich vereinbaren, nachdem die Osterferien um sind. Das sind dann nochmals 2-3 Wochen, bis ich überhaupt mit jemandem darüber sprechen kann. Menschlich finde ich das nicht so ganz in Ordnung, als ich hörte dass das Thema zwar schon im Vorstand ist, durch den Bericht den ich zusenden ließ, aber noch niemand mit mir als Mutter gesprochen hat so richtig, war ich kurzfristig schwer enttäuscht, vor allem weil es auch hieß ich dürfe dem Vorstand weder meine Sicht vortragen, noch dem Gespräch auch nur als Zuhörer teilhaben. Nun gut, es ist aber üblich andere nicht zu informieren in unserer Gesellschaft, somit auch dort, gewiss.

Was ich mich nun allerdings langsam frage ist, ob die Kündigung überhaupt nach Recht erlaubt wäre wegen Integrationsstatus. Ich bin bei meinem Stöbern im Netz auch auf Gesetze gestoßen, die Integration sehr hoch halten, sogar eine UN-Konvention diesbezüglich konnte ich finden. Kennt sich damit jemand aus von euch? Ist es in beschriebenem Fall überhaupt möglich uns zu kündigen? Mache ich mir vielleicht völlig umsonst Sorgen nach der Aussage: Wir wissen nicht ob überhaupt?

liebe Grüße

Landra

Judith
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Re: Integrationsstatus

Beitrag von Judith »

Wurde euch den der Kindergartenplatz gekündigt? Wenn ja, zu wann? Eigentlich müssen die sich noch an die rechtlich vorgeschriebene Kündigungszeit halten, entsprechen meist 3 Monate (manchmal auch nur 6 Wochen, in anderen Fällen 6 Monate). Die Kündigung gilt erst ab dem Zeitraum, wo dir (oder dem Vater des Kindes) die Kündigung persönlich übergeben wurde. Ab da an gilt erst die Kündigungszeit. Bedeutet, wenn auf der Kündigung als Datum der 15.4. stehen sollte, ihr aber erst am 25.4. die Kündigung ausgehändigt bekommt (und das muss persönlich erfolgen!), dann müsst ihr sofort darauf hinweisen, dass das Datum im Schreiben falsch ist, es auch sofort anfechten. Denn 10 Tage können am Ende entscheidend sein.

In so einem Fall, wie bei euch, gibt es wohl mehrere Möglichkeiten.
a) Die Kita (somit Träger, Vorstand, Personal) erklärt sich damit bereit, den erhöhten Förderbedarfs deines Kindes mit aufzufangen unterstützt durch eine Heilpädagogin die 10 Stunden die Woche da ist. Die Suche nach der Heilpädagogin sollte parallel verlaufen, denn die Kita muss mitsuchen und die Stelle offiziell ausschreiben. Es bringt leider nichts, wenn du jemanden hast, die das machen würde, die Kita diese Person nicht haben will. Bis jemand gefunden wird kann es dauern, denn mit nur 10h jemanden zu finden wird schwer, dann noch verteilt auf 4 Tage, noch mehr. Du solltest dich schon mal mit den Gedanken vertraut machen, dass vielleicht auch nur an zwei Tagen für je 5h jemand da ist. Denn wie die 10h verteilt werden liegt nicht in deiner Hand, sondern in der Hand der Kita.
Ich habe bis jetzt einen Fall mit Einzelintegration erlebt und das war in der Krippe für 10h die Woche verteilt auf 3 Tage und da lief es optimal. Nach einem Jahr endetet die Maßnahme, das Kind kam trotz möglichen I-Status in die Regelgruppe; die Eltern wollten es so. Eine Integrationsplatz in einem anderen Kindergarten hätte das Kind auch bekommen. Das Kind war dann als Regelkind ohne zusätzliche Maßnahme (Heilpädagogin, Frühförderung, Physiotherapie) in der Gruppe. Die Kita (Elterninitiative) stand dahinter. Ohne dieses eine Jahr mit der Heilpädagogin wäre es anders gekommen, mit Integrationsstatus in den Integrativen Kindergarten.

b) die Kita möchte/kann den erhöhten Förderbedarf nicht auffangen und mit betreuen. In so einem Fall darf die Kita den Platz kündigen. Im ersten Moment erscheint das als unmögliche Sache, denn es werden so viele andere Möglichkeiten gesehen die mit der Kita zusammen hätten bewältigt werden können in Form von heilpädagogischer Hilfe. Aber letztendlich trifft die Kita diese Entscheidung und wenn es denen zu viel wird, die das nicht mittragen möchten/können, dann ist es dessen Entscheidung, die die Eltern und insbesondere das Kind mitgehen müssen.
Wie alt ist denn euer Sohn? Aus dem Gelesenen vermute ich mal 3,5-4 Jahre. Somit bleiben ihm noch zwei Kindergartenjahre (ab Sommer gesehen). Warte nicht mehr zu lange ab, melde ihn schon in anderen Kindergärten an. Wenn du eine schriftliche Kündigung hast solltest du damit auf jeden Fall bei der Stadt vorsprechen. Da gibt es zumeist extra Bereiche für Kindergärten. Ansonsten lasse dich dahin vermitteln, lasse dir mitteilen, wo dieser Bereich bei euch ansässig ist und nehme den Weg in Kauf dort persönlich hinzufahren und vorzusprechen. (Vorher anrufen wegen den Termin kann gut sein, sollte dieser zu lange entfernt sein, einfach hinfahren und Zeit absitzen bis du dran kommst.) Persönlich vorsprechen, Situation schildern. Diese haben meist noch andere Hilfsmöglichkeiten vorliegen als Kitas es haben.
Anspruch auf Integration liegt gewissermaßen vor, wenn ich es so richtig erschließe. Ggf. wirst du doch eine Diagnose brauchen bevor du Anspruch auf einen Integrationsplatz hast. Eine Diagnose bedeutet nicht zwingend, dass dein Kind keine Regelschule und desgleichen besuchen kann. Es kann auch Vorteile für deinen Sohn bringen, bsp. einen I-Platz im Kindergarten. Ggf. auch heilpädagogische Kita und auch danach kann eine Regelschule besucht werden (schon oft selbst miterlebt).
Ich kann aus eigener Erfahrung berichten, dass die Schwester meines ehemaligen Tageskindes (wird im Mai 3) der Kindergartenplatz gekündigt wurde zu Ende Juli. Warum? Sie ist stark entwicklungsverzögert (auf dem Entwicklungsstand von 18 Monate). Die Kindergartengruppe, die sie ab August besuchen sollte (alle Krippenkinder bekommen automatisch einen Kindergartenplatz) lehnt die Betreuung ab. Es wird denen dann mit 18-20 Kindern (im Idealfall wäre sie in die 18er Gruppe gekommen), davon jeweils 5U3 zu viel gewesen ein Kind mit "I-Status" zu betreuen und das obwohl sie zu dritt wären (I-Status war damals noch nicht offiziell anerkannt). Anfangs waren die Eltern auch sehr enttäuscht, Mama ist sogar im Vorstand der Kita. Hinzu kam dort (leider wie ich finde), dass sie als Eltern den I-Status nicht haben wollten, ihr Kind somit in eine Schublade gedrückt sahen und es unbedingt eine Regelgruppe besuchen muss. Es hat ein paar Wochen gedauert bis sich die Eltern beruhigt haben, die Entscheidung der Kita verstanden haben und auf die Suche nach einem I-Platz gegangen sind. Sie haben sofort einen bekommen. Heute sehen sie das Ganze anders, denn ihr Kind ist in der Entwicklung nicht soweit wie ein anderes gleichaltriges Kind. Ihr Kind braucht da mehr Unterstützung und deshalb besucht es einen Integrativen Kindergarten (3 Erzieher, 1 Heilpädagogin auf 17-18 Kinder). Ich selbst sehe darin für das Kind nur Vorteile.

Ich an deiner Stelle würde vermutlich nochmal nach Ostern das Gespräch mit der Leitung suchen.

Juliala
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Re: Integrationsstatus

Beitrag von Juliala »

Hallo Landra,

theoretisch sind alle Einrichtungen verpflichtet inklusiv zu arbeiten. Die UN-Konvention wurde auch von Deutschland unterzeichnet.
Praktisch richten sich nicht alle Einrichtungen danach und kündigen teilweise die Verträge.
Es gibt Einrichtungen, die die Kinder an andere Einrichtungen weiterreichen.
Rechtlich befindet sich die Kita damit auf dünnem Eis, aber wo kein Kläger da kein Richter.
Ich denke, die meisten Eltern werden nicht kämpfen. Ich würde mich im Ernstfall an die Kitaaufsicht wenden. Dort könntest du auch schon vorher die rechtliche Lage erfragen, damit du weißt, was auf dich zukommen könnte. Das kannst du auch anonym machen.

Julia
Erziehung: einen Kopf drehen, bis er verdreht ist - natürlich auf den neuesten Stand.“
―Karlheinz Deschner

Jelka
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Re: Integrationsstatus

Beitrag von Jelka »

Hallo Landra,
Kinder mit I-Status dürfen nur noch unter besonderen Bedingungen gekündigt oder abgelehnt werden.
Eine besondere Bedingung wäre beispielsweise, wenn es sich um ein Kind im Rollstuhl handelt und die Räumlichkeiten nicht angemessen sin (Türen zu schmal, Treppenstufen, ...)
Dein Kind dürfte nicht gekündigt werden. Aber wie Julia schon schrieb, halten sich etliche Kitas nicht daran. Und den Eltern ist es entweder zu mühsam, rechtlich dagegen anzugehen oder sie fürchten Sanktionen gegen ihr Kind.
Nach der Hospitation entband ich die gute Dame von ihrer Schweigepflicht, damit sie der Kita ebenfalls einen Bericht zuschickt. Nun habe ich einen und die Kita. Mir wurde gesagt es wäre für die Einrichtung auf diese Weise möglich eine zusätzliche Vergütung zu bekommen für 10 bzw 20 Stunden die Woche, je nachdem ob ohne bzw mit Diagnose durch einen Arzt. So ganz zu einer Diagnose durchringen konnte ich mich nicht, das hat man ja ein Leben lang und zuletzt gilt man noch als behindert im Falle autistischer Züge und eigentlich lebt es sich auch ohne Diagnose recht gut, hat man ausreichend Intelligenz und Kompetenz das auszugleichen.

Hast du sie tatsächlich von der Schweigepflicht entbunden oder nur erlaubt, dass sie die Unterlagen an die EInrichtung schicken? Ein kleiner Tipp - übergib Berichte lieber persönlich, denn dann kannst du die Entbindung von der Schweigepflicht einschränken oder darauf hinweisen, dass die Unterlagen nur für die Erzieherinnen gedacht sind.
Nun zur Diagnose:
Den I-Status bekommt man für Kigakinder auf Zeit, soweit ich weiß. Bei unseren Kindern läuft er mit der Einschulung automatisch aus und muss bei Bedarf neu beantragt werden. Ich glaube, du bist auch nicht verpflichtet, dies in der nchsten Institution anzugeben.
Benötigt dein Kind eine 1:1 Betreuung? Hatte die Kita Vorstellungen, wie sie die 10-20 Stunden einsetzen möchte?
Du kommst aus Berlin? Meine Info ist nicht verbindlich ...
Ob es jetzt noch möglich ist, nachdem die Kita den Bericht schon hat, weiß ich grad nicht. Aber die Kita könnte unabhängig vom Bericht einen eigenen Bericht schreiben, welche Auffälligkeiten sie beobachtet hat und wo sie erhöhten Förderbedarf sieht.
Dieser Bericht geht an das Sozialpädagogische Zentrum (?). Von denen wirst du dann eingeladen und sie entscheiden, ob für dein Kind 0 - 10 bewilligt werden.
Für diese Zeit Personal zu bekommen, ist bei weniger als 20 Stunden nicht einfach, zumal die Zeit auch mit der Kita vereinbar sein muss. Wir haben das Problem gelöst, indem Kolleginnen Stunden aufgestockt haben. Wichtig ist auch, dass es eine heilpädagogische Kraft in der Einrichtung geben muss. Unser I-Kind durfte nur bleiben, wenn eine Kollegin aus dem Haus die Weiterbildung dazu macht. Bis dahin gab es die Lösung, sich von einer geschulten Kollegin regelmässig Hilfe (Gespräche, Hospitationen etc.) zu holen. Auch dies ist ein Grund, warum viele Einrichtungen die Betreuung ablehnen. Bis alle Einrichtungen mit geschultem Personal versorgt sind, das dauert sicher noch lange.
Auch das Autismuszentrum sowie die hiesige Schule für autistisch veranlagte Kinder rieten mir dazu erst einmal keine Diagnose stellen zu lassen, da es für eine Kombination aus Hochintelligenz, Asperger Autismus und Hochsensibilität nicht wirklich eigene Hilfemaßnahmen gibt.
Ein weiterer Faktor ist, dass es keine gesicherten Test für diese Alterstufe gibt.
Um ein Studium zu ermöglichen ist somit eine normale Schule von Vorteil und somit auch Kindergarten. Mir wurde geraten die 10 Stunden ohne Diagnose durchaus wie von mir vorgeschlagen zu wählen als Weg und nach 2 Jahren je 40 Stunden Training pro Monat in der Kita sollte ein eigenständiges Handeln und Leben mit 6 Jahren in der Schule möglich sein.
Selbst wenn dein Kind in eine heilpädagogische Einrichtung käme, könnte es anschießend eine "normale" Schule besuchen. Aber was meinst du mit "40 Stunden Training"? Die wöchentlich 10 Stunden? Mach dir keinen Illusionen. Diese 10 Stunden dienen dazu, den erhöhten Betreungsbedarf etwas auszugleichen, damit das Kind am "normalen" Kitaalltag teilnehmen kann. In den seltensten Fällen findet in der Zeit ein Training mit dem Kind statt. Oft werden Kinder mit I-Status in Regeleinrichtungen oder I-Kitas auch verheizt.
Man weiß ja auch gar nicht, ob wirklich alle drei Vermutungen zutreffen und ohne Diagnose wird auch nie bekannt ob unser Sohn nun wirklich Asperger ist, was im Gegensatz zu Hochintelligent und Hochsensibel als behindert gelten würde, oder auch nicht. Es will niemand so ganz genau wissen, wichtig ist, dass er sich wohl fühlt, ein gutes Selbstbewusstsein entwickelt und in der Welt zurechtzufinden lernt.
Diese Einstellung finde ich persönlich sehr gut. Viele Menschen sind autistisch, ohne es zu wissen. Etliche bekommen die Diagnose erst im Erwachsenenalter. Sorge hätte ich nur, ob mein Kind im Alltag die entsprechende Förderung bekommt, um sich zu einem selbständigen, glücklichen Menschen zu entwickeln.
So weit so gut. Hoch motiviert hatte ich frohen Mutes in diesem Sinne diese Schweigepflichtsentbindung ausgestellt. Die erste Reaktion des Kindergartens war sehr zurückhaltend, mir wurde gesagt die Kita müsse sich überlegen, ob sie das überhaupt möchte und wenn ja wie, ich bekomme einen Termin für ein Gespräch.

Vielleicht fühlen sie sich in der Einrichtung überfordert, weil sie zu wenig Infos haben, wie man damit umgehen könnte. Ist es möglich, die Erzieherinnen entsprechend zu schulen, indem sie z.B. mit einer Therapeutin sprechen können oder entsprechendes Infomaterial bekommen? Frage sie, ob sie Ideen haben, wie du sie unterstützen kannst und was sie benötigen, um sich gewachsen zu fühlen. Vielleicht hilft es schon, wenn dein Sohn nicht den ganzen Tag bleibt oder du dich für bestimmte Aktionen/Zeiten an der Betreuung beteiligst (irgendwo hatte ich gelesen, dass du nicht arbeitest?).
Einen Gesprächstermin soll ich vereinbaren, nachdem die Osterferien um sind. Das sind dann nochmals 2-3 Wochen, bis ich überhaupt mit jemandem darüber sprechen kann. Menschlich finde ich das nicht so ganz in Ordnung, als ich hörte dass das Thema zwar schon im Vorstand ist, durch den Bericht den ich zusenden ließ, aber noch niemand mit mir als Mutter gesprochen hat
Für dich ist es eine wirklich blöde Situation, weil du in Warteposition bist und dir deshalb täglich darüber Gedanken machst. Die, dich gebeten haben, nach den Ferien einen Termin auszumachen, können nicht ermessen, wie schwer dieses Warten für dich auszuhalten ist. Sie schließen abends ihre Bürotür ab und gehen nach Hause, sind mit dem Kopf vielleicht schon beim Kofferpacken für den Osterurlaub. Oft besteht der Vorstand auch aus Leuten, die beruflich noch etwas anderes machen.
so richtig, war ich kurzfristig schwer enttäuscht, vor allem weil es auch hieß ich dürfe dem Vorstand weder meine Sicht vortragen, noch dem Gespräch auch nur als Zuhörer teilhaben. Nun gut, es ist aber üblich andere nicht zu informieren in unserer Gesellschaft, somit auch dort, gewiss.
Von wem ging das Verbot aus? Es wäre doch sicher besser gewesen, einen runden Tisch zu machen, damit auch du mitbekommst, wo die Sorgen der Erzieherinnen liegen?
Mache ich mir vielleicht völlig umsonst Sorgen nach der Aussage: Wir wissen nicht ob überhaupt?
Vielleicht kannst du deine Sorge bis zum Gespräch ummünzen in "Wir wissen nicht wie ..."

Ich drück dir die Daumen, dass sich alles zum Guten wendet. So wie du für dein Kind kämpfst, braucht man sich darum vermutlich keine Sorgen machen.
Zuletzt geändert von Jelka am Freitag 18. April 2014, 22:39, insgesamt 1-mal geändert.
Liebe Grüße Jelka

ferdinandel
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Re: Integrationsstatus

Beitrag von ferdinandel »

hallo,

also erst einmal hat dein kind überhaupt keine ärztliche diagnose. solange er dies nicht hat, ist er ein normales kind wie jedes andere auch.

wer hat die diagnose asperger gestellt? oder autistisch veranlagt? Mediziner oder psychiater, oder ?

also erst mal ist ja noch nichts geschehen, warte erst mal ab. du weisst doch gar n icht wie die kita reagiert. wenn dein kind nicht diagnostiziert ist, auch wenn es asperger hat, hat es auch keinen erhöhten förderbedarf.

Scholes1987

Re: Integrationsstatus

Beitrag von Scholes1987 »

ferdinandel hat geschrieben:hallo,

also erst einmal hat dein kind überhaupt keine ärztliche diagnose. solange er dies nicht hat, ist er ein normales kind wie jedes andere auch.

wer hat die diagnose asperger gestellt? oder autistisch veranlagt? Mediziner oder psychiater, oder ?

also erst mal ist ja noch nichts geschehen, warte erst mal ab. du weisst doch gar n icht wie die kita reagiert. wenn dein kind nicht diagnostiziert ist, auch wenn es asperger hat, hat es auch keinen erhöhten förderbedarf.
Zuerst ich muss euch da zustimmen, aber was wenn wir alle falsch da liegen? Was wenn die Diagnose echt ist? Ist es nicht besser die Energie zu Sparen fur eine Therapie?

Landra
Schnuppernase
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Re: Integrationsstatus

Beitrag von Landra »

Erst einmal Frohe Ostern! :) Und vielen Dank für die Antworten.

Der Kindergartenplatz wurde uns nicht gekündigt. Es wird nur überlegt ob wir bleiben können und wenn ja wie. Diese Überlegungen ziehen sich nun seit Wochen ohne dass ein Gespräch mit mir als Mutter geführt wurde. Ich weiß somit nicht, ob eine Kündigung erfolgen wird oder nicht. Mich interessierte in erster Linie, ob es grundlegend überhaupt nach Recht zulässig wäre in einem solchen Fall zu kündigen. Unser Sohn ist jetzt 3,5 Jahre alt und aktuell warte ich ab, was mir an Entscheidung aus der letzten Vorstandssitzung in 2 Wochen mitgeteilt wird. Jetzt schon einen anderen Platz suchen erscheint mir übereilt, da es mit viel Energie verbunden wäre und vielleicht wird mir ja dann im Gespräch mitgeteilt, dass eine sehr gute Lösung für unseren Sohn gefunden werden kann. Ich bin diesbezüglich nur ein wenig skeptisch, da ich ein solch langes Schweigen mir gegenüber und Gespräche ohne mich im Vorstand über mich/uns nicht einordnen kann, was das bedeutet. Bisher habe ich bei Äußerungen von starken Zweifeln (ob überhaupt) und langem Schweigen sowie hingehalten werden eher eine Ablehnung erlebt in anderen Situationen. Aber vielleicht ist es ja diesmal anders. Sollte eine Kündigung ausgesprochen werden, sehe ich von einer Klage ab, denn es sollten die Erzieher schon voll dahinter stehen was geschieht. Ich suche die optimale Betreuung, nicht ein unerwünschtes Tun, das unter Zwang erstritten wurde.

Da ich einen anderen Umgang mit der Thematik erwartete, hatte ich von der Schweigepflicht gänzlich entbunden, auch dem Arzt gegenüber. In meiner Vorstellung ging ich fälschlicher Weise von einem offenen Dialog aller Beteiligten zum Wohle unseres Sohnes aus. Ich kenne die Vorstellung des Kindergartens nicht, ob und wie sie das nun vor haben, denn sie haben nicht mit mir darüber gesprochen. In einigen Wochen werde ich mehr wissen. Eine 1:1 Betreuung wäre für mich durchaus vorstellbar für die erste Zeit, sollte ansonsten der Betreuungsaufwand zu hoch sein. Wenn das etwas bringt, kann ich ihn auch nur 10 Stunden in der Woche in die Kita geben, ich bin Hausfrau und kann mich da ganz und gar dem widmen, was unser Sohn braucht. Selbst wenn die 10 Stunden die Vorbereitungszeit dessen beinhalten, was gemacht werden soll, könnte ich ihn auch nur 2 Tage je 4 Stunden in die Kita geben, damit die 2 Stunden auf die Vorbereitung der zwei Tage verbracht werden können. Mir geht es nur darum das Ziel: selbstbewusstes Kind, das sich im sozialen Umfeld zurechtfindet, zu erreichen. Ich stehe aber auch allen anderen Varianten offen gegenüber die existieren und brauchbar sind, wenn man sie mir mitteilen würde und sie zur Diskussion stellte. Auch könnte ich selbst unserem Sohn zur Seite stehen, doch dies nur begrenzt, da ich eine 6 Wochen alte Tochter habe und diese in der Zeit dann einen Babysitter bräuchte, was aber im Rahmen des Möglichen wäre für täglich 2-3 Stunden etwa, danach müsste ich sie wieder stillen.

Die Diagnose die ich von einem Arzt bekommen habe, sind Einzeldiagnosen für die jeweiligen Bereiche. Es existiert dadurch ein Integrationsstatus von 10 Stunden, der durch den Bericht, die Aussagen der Kindergärtner zusammen mit diesen Einzelbereichen anerkannt würde, sollte sich die Einrichtung dafür entscheiden unseren Sohn weiterhin einen Besuch zu gestatten. 20 Stunden pro Woche würde mit einer Gesamtdiagnose Asperger Autismus gewährt, so weit mir das bekannt ist. Eine Diagnose: Asperger Autismus würde keine Therapie in dem Sinne bedeuten, das weiß ich. Es ist nicht "heilbar" da es eine lebenslängliche Verhaltensauffälligkeit mit sich bringt. Man kann nur lernen damit umzugehen. Unabhängig davon, ob diese Diagnose nun gestellt würde, sind aber die einzelnen Bereiche mit Defiziten vorhanden. Diese können aufgeholt werden durch Einzelsitzungen in Logo / Ergo / Psychologe z.B. und der Umgang in sozialen Situationen wie in der Kita kann gelernt / trainiert werden. Von daher stehe ich grundsätzlich weiterhin einem Kindergartenbesuch positiv gegenüber, selbst wenn wir gekündigt werden, auch um später eine Schule ganz normal besuchen zu können. Die Schule die ich wählte ist eine private Einrichtung, die viele Vorteile bietet, aber nicht sehr offen gegenüber Kindern steht, die im Verhalten sehr auffällig sind. Deshalb ist es mir sehr wichtig die Zeit bis zur Einschulung voll auszunutzen, um das zu ermöglichen. 16 Kinder pro Klasse etwa ist einer der Vorzüge der Schule, die ich nicht missen möchte. Der Integrationsstatus für die Einzeldiagnosen ist nicht lebenslänglich, er würde bei "Heilung" verfallen.

Das Autismuszentrum und die Schule für Autisten in Berlin waren beide für einen Weg ohne Diagnose zum Asperger, da es aktuell keine Förderprogramme gibt, die auf eine (sehr) hohe Intelligenz abgestimmt sind. In der Regel richten sich diese an einem IQ knapp um 100 wenn überhaupt. Auch wurde ein Versuch mit 10 Stunden zusätzlicher Betreuung begrüßt in der Kita zu den Einzelsitzungen in den anderen Bereichen wie Logo / Ergo / Psychologie. Da mir mitgeteilt wurde, dass bei einem 3,5 Jährigen der Test für Intelligenz nicht sehr verbindlich und aussagekräftig ist, sind für mich aktuell alle Wege in diese Richtung (noch) nicht von Relevanz. Sehr auffällig sind aber die Verhaltensmuster in Richtung Hochsensibilität und Asperger Autismus, weshalb ich dies derzeit eher im Fokus habe. Dass die Intelligenz aber nicht sehr niedrig ist, ist eindeutig durch so manche Hinweise, die sich langsam herauskristallisieren, jedoch nicht eindeutig sind.

Ich würde dies alles sehr gerne mit der Einrichtung besprechen und auch wissen, was sie sich denken und besprechen, doch die letzten drei Wochen sowie die kommenden zwei Wochen ist das nicht in Betracht gezogen worden seitens der Kita. Vielleicht findet danach das erhoffte Gespräch statt, ich habe nur die Möglichkeit die Zeit abzuwarten und mich selbst weiter zu informieren und darauf vorzubereiten. Je mehr ich weiß, je eher kann ich gut argumentieren, gerade wenn mir dafür nur ein Termin mit einer sehr begrenzten Zeit gewährt wird, wovon ich bei aktuellem Gesprächsverhalten ausgehe. Vielleicht ist es wirklich so und alle sind nur so sehr beschäftigt mit dem eigenen Leben, dass nicht mehr Zeit bleibt für anderes und große Unwissenheit in diesem Bereich dafür sorgt, dass sich die Erzieher und der Vorstand erst einmal selbst einig werden müssen, was sie wollen.

Die letzte Vorstandssitzung war für uns Eltern offen. D.h. ich war selbst anwesend, da ich mich für den Schriftführer-Posten interessiere, die Wahl des Vorstandes ist im Mai. Als einige Dinge besprochen waren hieß es, wir könnten nun gehen. Als ich fragte, wie es darum steht was mit unserem Sohn geschehen soll, wurde mir mitgeteilt, dass genau das nun besprochen wird. Als ich darum bat dem Gespräch beiwohnen zu dürfen um zuzuhören wurde das abgelehnt, ich solle bitte gehen, ich bekomme von den Erziehern einen Termin mitgeteilt, wenn die Osterferien vorbei sind. Als ich meine Argumente vortragen wollte, wurde mir zu erkennen gegeben, dass das nicht erwünscht ist. In einer Mail bat ich darum, mir das Ergebnis der Sitzung doch vorzeitig zu unterbreiten, doch wurde auf diese Mail nicht geantwortet. Ich vermute es wurde als überflüssig erachtet, weil man mir ja bereits sagte dass ich auf den Termin warten solle.

ferdinandel
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Re: Integrationsstatus

Beitrag von ferdinandel »

landra ganz ehrlich

wenn ich kitaleitung wäre und dich als mutter hätte, die mich allen signalen zum trotz noch mit mail etc bombadiert, weisst du was das in mir auslösen würde???????????????? und bestimmt noch bei vielen anderen kollegen auch ??

ich würde ausflippen !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! (innerlich natürlich) schnappatmung bekommen (gedacht natürlich) laut ein ommmmmmmmmmmmmmm vor mich her beten (leise natürlich)

und dir beim nächsten mal ein paar sehr NETTE worte sagen, die dir wirlich signalisieren sollen, LASS UNS ENDLICH ENTSCHEIDUNGEN treffen, die objektiv sind nicht von einem subjektiven bitteren geschmack begleitet werden, wegen der eltern !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Landra
Schnuppernase
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Re: Integrationsstatus

Beitrag von Landra »

Wenn ich von Deiner innerlichen Schnappatmung, Deinem Ausflippen und Deinem Ommm etwas mitbekomme, es ist dann vermutlich wieder eines dieser ominösen Zeichen, die ich verstehen soll, ich wüsste nicht damit umzugehen, denn Du würdest mir offensichtlich etwas verschweigen, wenn dann nur ein paar Worte kommen, die nichts aussagen, aber irgendetwas signalisieren sollen. Vielleicht kannst Du ja tief durchatmen oder zu dem ommm einige Atemtechniken anwenden, um Dich zu beruhigen? Keine Ahnung was man jemandem rät, der so ist.

Was genau ist denn eine objektive Entscheidung der Erzieher und eine subjektive Wahrnehmung von mir in diesem Fall, was daran ist "bitter" und was bedeutet "bitter" in diesem Zusammenhang?

Matushka
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Re: Integrationsstatus

Beitrag von Matushka »

Hallo,

Du hast Recht, Landra, man sollte als Eltern nicht raten muessen, wie es weiter geht.

Und man sollte auch von Fachleuten moeglichst nicht in die Situation gebracht werden, dass man den Gemuetszustand des Gegenuebers erahnen muss. Das zur innerlichen -- oder zur Schau gestellten -- Schnappatmung. :-) Wenn es soweit kommt, dass mein Gegenueber Schnappatmung bekommt, dann liegt das nicht zwingend an mir.

Vermutlich gibt es viele Menschen im Bereich der Paedagogik, die eine Mutter, die so direkt und involviert ist wie du es bist, noch nicht kennengelernt haben. Gerade in den sozialen Berufen identifizieren sich ja viele Menschen ueber ihre Beschaeftigung. Zeitweise erscheinen einige etwas duennhaeutig. Da ist es vielleicht wenig verwunderlich, dass viele Fachleute einer Mutter, die in ihren Augen pushy rueberkommt, nicht unbefangen begegnen koennen.

Ich wuensche dir Klaerung und eine gute Zeit fuer deinen Sohn bis zum Schulanfang. Und -- herzlichen Glueckwunsch zum Toechterchen!!!

Lieben Gruss von Sabine

Jelka
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Registriert: Freitag 3. Juli 2009, 22:54

Re: Integrationsstatus

Beitrag von Jelka »

ferdinandel hat geschrieben:wenn ich kitaleitung wäre und dich als mutter hätte, die mich allen signalen zum trotz noch mit mail etc bombadiert, weisst du was das in mir auslösen würde???????????????? und bestimmt noch bei vielen anderen kollegen auch ??
Und wenn ich unter deiner Leitung Erzieherin wäre, würde ich mich sehr unwohl fühlen. Denn wenn du besorgten Eltern gegenüber innerlich ausflippst und ihnen mit gedachter Schnappatmung begegnest, kann auch den Kolleginnen gegenüber dein Feingefühl nicht so groß sein.
Ich kann Landras Unsicherheit gut verstehen. Man hat das Gefühl, ringsrum wissen alle Bescheid, es wird hinter verschlossener Tür gewerkelt, aber ich bekomme davon nichts mit, obwohl es um mich geht. Es bleibt nicht aus, dass man zwischen Tür und Angel auch über die Situation spricht. Aber der normale Weg sollte trotzdem gegangen werden. Und der wäre ein runder Tisch, an dem alle Beteiligten (also auch (Eltern) sitzen, um gemeinsam zu überlegen, was für das Kind das beste ist und was davon machbar ist. Aber öffensichtlich werden hier ohne die Famile über die Familie Entscheidungen getroffen, ohne dass Landra dazu auch Stellung beziehen darf.
Sicherlich gibt es viele Gründe, warum Landra noch keine Informationen bekommt. Aber vielleicht wäre ihr schon geholfen, wenn sie wenigstens einen Termin bekommen würde und sich selbst äußern dürfte, auch wenn der Termin noch in weiter Ferne ist.
Aber so hat sie nichtmal die Chance, die vielen Gedanken, die sie sich dazu gemacht hat, Lösungen, die sie anbieten könnte etc. loszuwerden. Ganz ehrlich, da würde ich als Mutter vor Hilflosigkeit nicht nur innerlich ausflippen und tatsächlich Schnappatmung bekommen.
Matushka hat geschrieben:Vermutlich gibt es viele Menschen im Bereich der Paedagogik, die eine Mutter, die so direkt und involviert ist wie du es bist, noch nicht kennengelernt haben.
Leider gibt es auch im sozialen Bereich viele Menschen, die relativ schnell genervt sind, und schnell vergessen, was sie über "Erziehungspartnerschaft" gelernt haben.
Landra hat geschrieben: Mich interessierte in erster Linie, ob es grundlegend überhaupt nach Recht zulässig wäre in einem solchen Fall zu kündigen.
Wie schon geschrieben, es ist rechtlich nicht zulässig. Allerdings kann es Gründe geben, die eine Kündigung zulassen. Leider habe ich keine Ahnung, wo man mehr darüber erfährt. Eventuell könntest du bei der Kitaaufsicht oder beim Amt mal nachfragen.
Landra hat geschrieben: Sollte eine Kündigung ausgesprochen werden, sehe ich von einer Klage ab, denn es sollten die Erzieher schon voll dahinter stehen was geschieht. Ich suche die optimale Betreuung, nicht ein unerwünschtes Tun, das unter Zwang erstritten wurde.
Das eine schließt das andere nicht aus. Solltest du klagen, bedeutet es nicht, dass du dein Kind weiterhin dort betreuen lassen musst. Du kannst trotzdem einen anderen Platz suchen. Ich würde auch keinen erstrittenen Platz belegen wollen.
Andererseits ist es wie mit dem Anrecht auf einen Kitaplatz. Eigentlich müsste für jedes Kind ein Platz vorhanden sein. In der Realität gibt es oft lange Wartelisten. Die wenigsten Eltern klagen dagegen, weil sie Sorge haben, es könnte ihrem Kind schaden.
Wofür gibt es diese Gesetze, wenn keiner Bedarf anmeldet? Vielleicht wird es den Einrichtungen bewusster, wenn viele Eltern dieses Recht einklagen. Und vielleicht gehen Einrichtungen dann auf die Barrikaden, wenn Kinder nicht gekündigt werden dürfen und sie sich überfordert fühlen. Denn solange es nur Gesetze gibt, ohne dass man sich daran halten muss, wird sich im Sinne der Integration nichts ändern.
Wenn du allerdings meinst, diese Energie investierst du lieber für etwas anderes, dann kann ich dich auch gut verstehen.
Liebe Grüße Jelka

ferdinandel
Leseratte
Beiträge: 337
Registriert: Freitag 17. Februar 2012, 16:19

Re: Integrationsstatus

Beitrag von ferdinandel »

Jelka hat geschrieben:
ferdinandel hat geschrieben:wenn ich kitaleitung wäre und dich als mutter hätte, die mich allen signalen zum trotz noch mit mail etc bombadiert, weisst du was das in mir auslösen würde???????????????? und bestimmt noch bei vielen anderen kollegen auch ??
Und wenn ich unter deiner Leitung Erzieherin wäre, würde ich mich sehr unwohl fühlen. Denn wenn du besorgten Eltern gegenüber innerlich ausflippst und ihnen mit gedachter Schnappatmung

wenn du unter meiner leitung erziehrin wärest, dann weisst du nicht, wie du dich fühlen würdest. ...... das sei dahingestellt. ich habe nur kundig tun wollen, dass auch die beste leitung unter so massivem bombadement von mails ausflippt. denn auch die beste leitung ist nur ein mensch !!!!!!!!!!!!!!!!!lol

ferdinandel
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Re: Integrationsstatus

Beitrag von ferdinandel »

ferdinandel hat geschrieben:
Jelka hat geschrieben:
ferdinandel hat geschrieben:wenn ich kitaleitung wäre und dich als mutter hätte, die mich allen signalen zum trotz noch mit mail etc bombadiert, weisst du was das in mir auslösen würde???????????????? und bestimmt noch bei vielen anderen kollegen auch ??
Und wenn ich unter deiner Leitung Erzieherin wäre, würde ich mich sehr unwohl fühlen. Denn wenn du besorgten Eltern gegenüber innerlich ausflippst und ihnen mit gedachter Schnappatmung

wenn du unter meiner leitung erziehrin wärest, dann weisst du nicht, wie du dich fühlen würdest. ...... das sei dahingestellt. ich habe nur kundig tun wollen, dass auch die beste leitung unter so massivem bombadement von mails ausflippt. denn auch die beste leitung ist nur ein mensch mit einem enlosen faden geduld, der aber auch einmal zu ende ist. das du die mutter versssssssstehst, das ist gut. aber wenn hier deutliche signale gesetzt werden halt hier ist stop und diese mutter trotzdem noch mails schreibt, dann darf auch einer leitung der faden reissen. und wie gesagt, leise ommm, schnappatmung leise und innerlich !!!!!!!!!!!!!!!!!lol

Landra
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Re: Integrationsstatus

Beitrag von Landra »

Lieber ferdinandel,

das Leben hält so manches bereit, das immer wieder überrascht. Sogar engagierte Eltern, wie mich. Jeder Mensch hat seine Eigenarten und ob das nun die Einstellung ist nur Pädagogen können gute Entscheidungen für Kinder treffen, da sie wesentlich objektiver sind und rationaler die Situation betrachten können, oder Mütter die sagen dass selbst die Liebe zu ihrem Kind dem nicht schadet, alle haben eine Berechtigung in diesem System.

In diesem Fall sogar Recht. Du solltest nicht vergessen, dass die Kita mir ein "Unrecht" ankündigte, das nach unserem Recht ein solches ist. Es soll ein Integrationsstatus zu einer Kündigung führen können und es wurde ein solches Vorgehen zu 50% in den Raum gestellt. "Ob" hieß es. Sie wissen nicht wie.

Es sollte einem aus meiner Sicht eher zu denken geben, weshalb so viele Mütter das hinnehmen, ohne auch nur eine Mail, schweigend. Es wird hinter verschlossenen Türen darüber unter den Pädagogen besprochen und dieses "Unrecht" in den Raum gestellt. Wenn diese Menschen so etwas zumindest gedanklich in Kauf nehmen, aufgrund ihrer Unfähigkeit damit umzugehen, ihrem Unwissen in der Pädagogik vielleicht, was auch immer der Grund sein mag, sie sind auf mein Verständnis angewiesen NICHT zu klagen. Die Rechtslage ist meines Wissensstandes aktuell eindeutig.

Wenn sie sich dazu entscheiden sollten mit uns, meinem Sohn und mir diesen Weg zu gehen der Integration, sind sie auf mich angewiesen in der Zusammenarbeit, denn ich bin die Schnittstelle zwischen den Therapeuten und ihnen. Eine Schweigepflichtsentbindung wäre hier praktisch gewesen, aber nach einem solchen Verhalten wird es diese nicht mehr geben. Um nicht das nächste "Unrecht" zu begehen, die 10 Stunden zu bekommen und sie nicht für meinen Sohn zu verwenden und sie müssen dokumentiert werden, bleibt ihnen nur der Weg über mich.

Kannst Du nun erkennen, weshalb es vielleicht doch vernünftig wäre sich einem Gespräch am runden Tisch eher zu widmen?

liebe Grüße

Landra

ferdinandel
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Re: Integrationsstatus

Beitrag von ferdinandel »

ommmmmmmmmmmmmmmmmmm

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