Berufsbegleitende Ausbildung

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EliaStamper
Beiträge: 1
Registriert: Sonntag 26. Juni 2016, 11:21

Berufsbegleitende Ausbildung

Beitrag von EliaStamper » Sonntag 26. Juni 2016, 11:29

Hallo liebes Forum :winke:

Ich bin neu hier und entschuldige mich vorab schon mal dafür, falls es diesen Beitrag in irgend einer Form schon mal gab. Ich habe zwar die SuFU genutzt, jedoch nichts gefunden.

Zu meiner Person: Ich bin Elias, 20 Jahre alt und werde demnächst eine Berufsbegleitende Ausbildung zum Erzieher beginnen. Da diese Form der Ausbildung speziell in meinem Bundesland eher weniger bekannt ist, möchte ich gern nach Erfahrungen eurerseits fragen. Wie genau denn diese Ausbildung (schulisch) abläuft und in wie weit sie sich von der vollzeitschulischen Ausbildung unterscheidet. Außerdem wäre es interessant für mich zu wissen, wie gut das Zusammenspiel zwischen Arbeit (ich bin 35h angestellt) und der Schule funktioniert. Meine Sorge ist, dass ich irgend wann an den Punkt kommen könnte, indem ich merke, dass ich alles nicht mehr unter einen Hut bekomme. Oder wird speziell in der Schule darauf Rücksicht genommen?

Ich werde in einem Kinderheim arbeiten und würde mich auch über Erfahrungen von Erzieherinnen und Erzieher in diesem Bereich freuen.

Vielen Danl für eure Antworten :smile2:

Janina_
Beiträge: 5
Registriert: Dienstag 27. September 2016, 18:25

Re: Berufsbegleitende Ausbildung

Beitrag von Janina_ » Montag 3. Oktober 2016, 16:31

Hallo Elias,

Ich mache gerade die berufsbegleitende Ausbildung zur Erzieherin in 2. Lehrjahr.
Ich wohne in Berlin, bin 26 Jahre alt und arbeite in einem Kinderladen.
Schulisch läuft es so ab, dass du 1 oder 2 mal die Woche zur Fachschule für Sozialpädagogik gehst und die anderen Tage in deiner Einrichtung arbeitete.
Bei meiner Schule ist das minimum 19,5h/Woche um uberhaupt einen Platz in der Schule zu bekommen.

Nach über ein Jahr an der Schule und mit aussagen meiner Dozenten kann ich sagen, dass es in einer berufsbegleitenden Klasse viel praxisnaher ist als in der vollzeitausbildung. Wir können aktuelle reale Fälle besprechen, holen und Hilfe aus dem Klassenverband.

An meiner Schule (Pestalozzi-Fröbel-Haus) arbeiten die Einsatzstellen zwar nicht gegen die Schule aber auch nicht mit ihnen zusammen. Es gab zu Anfang ein Anleitertreffen aber so an sich sind die beiden getrennt.

35h/Woche finde ich viel. Wenn du zwei Tage Schule hast a 8h dann musst du die 35h in drei tagen unterbringen. Bei uns ist eine mit 29h/Woche und das setzt ihr schon zu, allerdings hat sie Familie.


Meine Schule ist locker und sehr gut. Allerdings bist du selber für dich selber verantwortlich. Du kannst (zumindest bei uns) 30% in einem Semester fehlen/ krank sein. Bist du über dieses Maß hinaus ist deine Versetzung in das nächste Semester gefährdet und es wird eine Konferenz über dich einberufen wo sich die Dozenten austauschen.

Noch Fragen ? Vielleicht habe ich was vergessen :unschuldig:

Hab noch einen schönen abend.

Liebe Größe

janina _

Chris1194
Beiträge: 8
Registriert: Samstag 1. Oktober 2016, 18:21

Re: Berufsbegleitende Ausbildung

Beitrag von Chris1194 » Montag 17. Oktober 2016, 15:25

Hallo Elias,

ich bin jetzt im 3. Jahr der berufsbegleitenden Ausbildung. Davor habe ich die Ausbildung zur Kinderpflegerin gemacht.
Ich bin 22 und wohne in NRW.

Mal ganz zum Anfang.. Soweit ich weiß gibt es ganz verschiedene Formen, wie die berufsbegleitedne Ausbildung aufgebaut ist! Dazu später mehr.

Ich gehe einmal die Woche in die Schule. Ein Unterrichtstag mit 8 Std. Dreimal pro Jahr finden Kompaktwochen statt. Heißt eine ganze Woche 8 Std. am Tag unterricht. Vorgeschrieben ist bei uns eine Arbeitsstelle von mind. 18 Std. in der Woche.
Andere Schule, gleiche Ausbildungsart.. Dort war es so, 2-3 Tage die Woche Schule, die anderen Tage in der Einrichtung.

Im ersten Jahr meiner Ausbildung habe ich im Kindergarten (U3) gearbeitet. Kurz vor Ende des 1. Jahres habe ich meine Arbeitsstelle in die Jungendhilfe gewechselt und bin dort jetzt sehr zufrieden.
Gewechselt habe ich unter anderem wegen der Stundenanzahl. Ich hatte in der Kita eine Vollzeitstelle mit 39 Std. Meine schulischen Sachen musste ich nebenbei machen und die Unterrichtszeiten rausarbeiten. Das war nach gut einem halben Jahr schon nicht mehr möglich.
In die Jugendhilfe bin ich dann, weil das nach Ende der Ausbildung mein Arbeitsort sein sollte. Nun hatte ich das Glück in der Ausbildung eine Stelle zu bekommen mit nur 18 Std. Eine Erleichterung muss ich sagen. Vor allem jetzt, im letzten Jahr.

Die Vorteile zur schulischen Ausbildung sind wie von Janina schon beschrieben. Da kann ich mich nur anschließen. Für mich war damals aber auch wichtig, in der berufsbegleitenden Ausbildung zu verdienen. Was in der schulischen (bis auf im Anerkennungsjahr) nicht so gewesen wäre.

Die Dozenten bei uns sind alle super. Jeder einzelne ist zudem auch in verschiedenen Bereichen der Jugendhilfe tätig. Es ist sehr angenehm sich mit Menschen auszutauschen, die ihr wissen nicht nur aus der Uni haben ;-)

Viele Grüße
Christina

Aquiluzy
Beiträge: 1
Registriert: Freitag 23. Juni 2017, 06:00

Re: Berufsbegleitende Ausbildung

Beitrag von Aquiluzy » Donnerstag 13. Juli 2017, 04:59

Oder wird speziell in der Schule darauf Rücksicht genommen?

เบอร์มงคล

Lila82
Beiträge: 13
Registriert: Mittwoch 20. Juni 2012, 14:44

Re: Berufsbegleitende Ausbildung

Beitrag von Lila82 » Mittwoch 30. August 2017, 21:37

Hallo,

darf ich fragen wie hoch die Vergütung ist bei der Art von Ausbildung.
Habe zwar diverse Schulen gefunden die das anbieten (20 St. arbeiten) aber nicht was man verdient.

Kann man sich an der Schule anmelden und dann erst eine Anstellung suchen (weil mancher ist ja anderweitig beruflich Tätig und würde dann seine Stelle aufgeben um vielleicht einen Schulplatz zu bekommen)

Lg

Jessy87
Beiträge: 34
Registriert: Dienstag 26. September 2017, 21:09

Re: Berufsbegleitende Ausbildung

Beitrag von Jessy87 » Montag 4. Dezember 2017, 21:42

Bei uns nennt sich das PIA ( praxisintegrierte Ausbildung). Ich habe bereits die zweite Auszubildende. Also bin jetzt dann das vierte Jahr dabei. Dieses Mal leider unfreiwillig.
Meine Auszubildende ist immer in Blöcken in der Schule oder in der Kita. Aktuell ist sie von November bis Anfang Februar in der Kita. In dieser Zeit arbeitet sie die 39 Stunden wie wir. Sie hat natürlich auch Verfügungszeit wie wir. Diese muss sie sich auch selbst einteilen. In dieser Zeit macht sie viel schulische Aufgaben.
Wie die Vergütung ist weiß ich nicht auswendig, da müsste ich mich erst erkundigen. Aber im Internet findet man da bestimmt genug.

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