Tipps für die Praxis

Antworten
wildblume20
Beiträge: 19
Registriert: Samstag 13. August 2016, 14:26

Tipps für die Praxis

Beitrag von wildblume20 » Donnerstag 22. September 2016, 17:51

Hallo ihr Lieben,
Ich arbeite nun in der zweiten Woche als Anerkennungspraktikantin im Kleinkindbereich.Und ich bräuchte ein paar Tipps.War heute ziemlich frustriert weil ich total viel vergessen habe.Ich kenne die Tagesroutine und die ist auch immer gleich und in der Theorie ist mir alles klar. Nur meine Kollegen sind eingespielt,bei denen geht es zack,zack und ich vergesse manche Abfolgen wieder oder Regel und dann testen mich die Kinder ohne Ende.Und ich komme nicht immer durch.Ich bin halt ein ruhiger Mensch. Mir fehlt wohl ein bisschen das Durchsetzungsvermögen und eine natürliche Authorität. Die Kinder hören schon auf mich aber nur nach mehrmaliger Aufforderung.Manchmal habe das Gefühl meine Kollegen sind alt etwas genervt weil mir noch nicht alles am Schnürchen läuft mit Abläufen/Regeln beachten,Übersicht bewahren und sich durchzusetzen. Dabei gebe ich echt mein Bestens. Geht es am Anfang jedem so oder bin ich einfach zu blöde. Habt ihr Tipps für mich wie ich mich verbessern kann?Ich habe mich heute echt über mich selbst geärgert.Ich will ja nicht als inkompetent dastehen...

Liebe Grüße, Wildblume

Benutzeravatar
AlexNr10
Schnuppernase
Beiträge: 53
Registriert: Donnerstag 15. September 2016, 17:48
Wohnort: NRW

Re: Tipps für die Praxis

Beitrag von AlexNr10 » Donnerstag 22. September 2016, 19:08

Hallo Wildblume,
das kenne ich nur zu gut, ich hatte genau dasselbe Problem wie du.

Die Probleme stapeln sich da ganz schnell wenn du dir Sorgen machen musst, was deine Kolleginnen von dir denken.
Dadurch entfallen einem ganz schnell die einfachsten Dinge die man sich sonst problemlos gemerkt hätte.

Um sich Abläufe und andere Pflichten besser zu merken hat mir meine damalige Praxisanleitung eine ganz einfache Lösung geboten, die auch super funktioniert hat.
Wir habe uns Freitags mit einem Zeitplaner für ein paar Minuten zusammengesetzt und sind durchgegangen, was an welchem Tag wann gemacht werden muss.
Nach 3 Wochen hatte ich alle Abläufe so verinnerlich, dass ich nie wieder Probleme damit hatte und mit selbst angewöhnt habe immer einen eigenen Kalender mit Planer für die Arbeit zu haben.

Zum Thema der Authotität wirst du vermutlich die Unterstützung der Erzieherinnen benötigen.
Manche haben diese, wie du sie nennst, natürliche Authorität nicht und müssen erstmal lernen wie sie zu den Kindern durchdringen können.
Nun kenne ich dich nicht, du solltest in deiner Einrichtung fragen, was die Erzieherinnen bei dir als Ursache sehen könnten, dass die Kinder nicht auf dich hören.

Ein Problem, dass allerdings jeder am Anfang hat ist, dass die Kinder natürlich weniger auf jemanden hören, zu dem sie noch keine Bindung haben.
Davon ab merken die meisten Kinder wie oft Praktikanten kommen und gehen. Als Praktikant hat man bei den Kindern grundsätzlich selten denselben Status wie eine normale Erzieherin, bis man die eigene Authorität selbst klargestellt hat.
Auch die festen Erzieherinnen sollten natürlich den Kindern nachdrücklich klar machen das du für sie dieselbe Authorität hast, wie jede Erzieherin.
Ich habe in meinem Anerkennungsjahr nicht nur einmal von Kindern den Satz gehört "Du bist ja noch gar kein Erzieher!".
Die Kinder testen natürlich grundsätzlich ihre Grenzen, frag am besten mal in deiner Einrichtung um Rat, was du tun kannst wenn Kinder nicht auf die hören.

Gruß,
Alex.

Benutzeravatar
aprilwetter
Schnuppernase
Beiträge: 52
Registriert: Freitag 2. November 2012, 14:15

Re: Tipps für die Praxis

Beitrag von aprilwetter » Dienstag 8. November 2016, 16:07

Hallo :)

ich kam grad auf eine Idee wie man damit umgehen könnte und wollte mal fragen für wie umsetzbar/sinnvoll ihr sie haltet:


Was wäre, wenn man das Kind, dass diesen "du bist ja (noch) gar keine richtige Erzieherin" fragt,
was das Kind denn meint, was eine richtige Erzieherin (aus-)macht.
Man dann seine Person mit den genannten Eigenheiten abgleicht.
Und im besten Falle mit dem Kind gemeinsam zu dem Schluss kommt, dass man ja doch eine Erzieherin ist, bzw. genauso wertig bzw die gleiche Authoritätsrolle besitzt.

Der Vorteil wäre, dass die Art und Weise lebensnaher ist für das Kind als mit so etwas abstrakten wie "Examen", 3 Jahre Erfahrung, bla blubb zu kommen.
Und es würde dem Kind ein Verständnis für deine Rolle geben. Bzw. würde es sich ernstgenommener fühlen, als wenn es nur durch ein "Hör auf mich und basta" abgefertigt wird.

Hängt natürlich auch von der kognitiven Entwicklung ab und davon welchen Raum diese Einstellung des Kindes einnimmt bzw. was dahinter steckt.


Freue mich auf Rückmeldung.
Gruß
Aprilwetter

Antworten

Zurück zu „Ausbildung“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste