Angehende Erzieher*innen für Interview gesucht

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Olbrisch_Spiegel
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Angehende Erzieher*innen für Interview gesucht

Beitrag von Olbrisch_Spiegel » Mittwoch 19. Juli 2017, 13:57

Ihr Lieben,

ich bin Redakteurin im Deutschland-Ressort des Nachrichtenmagazins Der Spiegel. Ich schreibe vor allem über Bildungspolitik, im Moment beschäftige ich mich mit der Ausbildung zur Erzieherin / zum Erzieher. Ich versuche, zu ergründen, wie es zusammenpasst, dass einerseits ein großer Mangel an Erzieher*innen herrscht und andererseits die Bedingungen in der Ausbildung (v.a. die Vergütung) so unattraktiv sind.

Um ein möglichst umfassendes Bild zu zeichnen, möchte ich für den Text verschiedene Auszubildende (in unterschiedlichen Ausbilsungsmodellen, verschiedenen Bundesländern, ...) befragen. Ich wüsste gern, warum er oder sie sich für die Ausbildung entschieden hat, was Spaß macht, was weniger und wie er / sie in die Zukunft schaut. Speziell suche ich gerade noch nach Auszubildenden, die auf privaten Schulen lernen.

Wer Lust auf ein Gespräch hat, darf sich gern mit einer kleinen privaten Nachricht über dieses Forum bei mir melden.

Lieben Dank
Miriam

amaria
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Re: Angehende Erzieher*innen für Interview gesucht

Beitrag von amaria » Mittwoch 19. Juli 2017, 16:16

Hallo!

Einige der angehenden Erzieherinnen sind bestimmt daran interessiert, zu erfahren, ob ihnen Anonymität zugesichert wird, wenn sie diees für wichtig halten. Andere haben ein Interesse daran, etwas über ein Honorar oder zumindest eine Aufwandsentschädigung zu erfahren.

In diesem Zusammenhang erinnere ich noch einmal an einen älteren Thread des MDR zum Thema "Kitaunfälle".
https://www.forum-fuer-erzieher.de/view ... unk#p22519

Generell scheint es für Journalisten nicht einfach zu sein, Leute zu finden, die der Presse etwas mitteilen wollen.
Dabei ist es so wichtig, dass endlich mal darüber berichtet wird, wie früh und wie lange Praktikantinnen allein Kinder beaufsichtigen. In der Vergangenheit fiel auf, dass Fälle von zu schlechter Behandlung von Kindern in den Einrichtungen anscheinend besonders oft von Praktikanten publik gemacht wurden.

Freundliche Grüße

amaria
„Ausdauer wird früher oder später belohnt - meistens aber später.“
Wilhelm Busch

"Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand."
Arthur Schopenhauer

Olbrisch_Spiegel
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Re: Angehende Erzieher*innen für Interview gesucht

Beitrag von Olbrisch_Spiegel » Mittwoch 19. Juli 2017, 16:37

Liebe Amaria,

vielen Dank für deine Antwort und den Verweis auf den MDR-Thread. Auf Wunsch können Erzieherinnen und Erzieher natürlich gern anonym bleiben. Vor allem, wenn Sie Dinge berichten sollten, die heikel sind, ist das ja auch gut verständlich. Ein Honorar für telefonische Interviews zahlen wir nicht. Das ist in den Leitlinien des Hauses so festgelegt. Zudem legen wir die Textstellen, in denen die betreffende Perosn vorkommt, zur Abstimmung vor. So beuegn wir vor, dass wir uns falsch verstanden haben oder Aussagen aus dem Kontext gerissen werden.

Grundsätzlich ist die Recherche schon recht weit fortgeschritten, ich habe auch schon einige Gespräche geführt. Ich möchte allerdings ein möglichst breites, differenziertes Bild wiedergeben, ddeshalb ist es mir wichtig, viele verschiedene Eindrücke zu gewinnen.

Herzlich,
Miriam

Johanna2
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Re: Angehende Erzieher*innen für Interview gesucht

Beitrag von Johanna2 » Dienstag 25. Juli 2017, 18:26

Hallo Miriam!

Hier der Link zu einem nicht unbedingt ernst zu nehmenden Thread https://www.forum-fuer-erzieher.de/view ... C3%A4schen - auch wenn diese Suche vermutlich von den Betreibern ebenso ernst gemeint war die Suche nach "Botschafter/innen für Kitas".
https://www.forum-fuer-erzieher.de/view ... rofis+kita
Vielleicht interessiert es Spiegelleser, auf welche Weise studierte Pädagogen an Universitäten ausgebildet wurden?
https://www.forum-fuer-erzieher.de/view ... it=jasmine

Ganz besonders interessant fanden wir diese "Studie" mit dem Namen "Erziehung im modernen Zeitalter":
https://www.forum-fuer-erzieher.de/view ... g+modernen

Schade, dasss du dieses Forum erst so spät entdeckt hast. Früher war hier viel mehr los.

Johanna

amaria
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Re: Angehende Erzieher*innen für Interview gesucht

Beitrag von amaria » Mittwoch 26. Juli 2017, 10:31

Hallo Miriam,

seit verstärkt Smartphones genutzt werden, wird in allen Erzieherforen leider weniger geschrieben als früher. Manchmal stellen Einzelne aus einer akuten Überlastungssituation jedoch bemerkenswerte Beiträge ein, die sie nach kurzer Zeit wieder löschen, weil sie selbst gemerkt haben oder darauf hingewiesen wurden, dass ihre Anonymität durch den Beitrag aufgehoben wurde. Jene Beiträge im Stil von "Ich muss mich mal auskotzen" wären für eine kritische Presse interessant.

Sowohl über Mängel in der schulischen Ausbildung als auch über eine unzureichende Betreuung in der Praxis (die noch promlematischer ist) könnte die Öffentlichkeit noch wesentlich ausführlicher informiert werden. Der Personalmangel ist vielerorts so groß, dass Praktikanten schon sehr früh und für Stunden allein eine Gruppe betreuen. Aber damit es bei der Abholung der Kinder keine Probleme gibt, gesellt sich dann in der Abholsituation eine Fachkraft, die die Abholberechtigten kennt, zu der Praktikantin.

Mir sind besonders die diversen "Förderprogramme" ein Graus, in denen es "Projektmaskottchen" gibt, von "Modulen" oder "Bausteinen" die Rede ist und Erzieherinnen gar als "Trainerinnen" angesprochen werden. Aber auch die in Städten oft fehlenden oder viel zu kleinen Außengelände für Kinder empfinde ich als eine Missachtung der kindlichen Grundbedürfnisse.
Es ist leider nicht üblich, an den Erzieherfachschulen über derartige Missstände zu diskutieren. - Und so lernt der Nachwuchs, dass alles, was bei uns noch als legal durchgeht, gut genug sei...

Würden die Fachlehrer an Erzieherfachschulen Missstände, die sie erkennen können, wirklich ernst nehmen, müsste es eigentlich mehr Anfragen oder Anzeigen bei den Behörden geben.

Aber die Hauptverantwortung für alles, was in Krippen und Kitas möglich ist, tragen selbstverständlich die dort tätigen Fachkräfte, von denen die meisten auf ihre Art ihr Bestes geben. - Wenige stellen sich quer, wenn es nötig ist und viele passen sich an.

Miriam, kommen in deinem Artikel auch Fachlehrer und Praxisanleiter/innen, die Erzieher ausbilden zu Wort?

Freundliche Grüße

Angelika
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Re: Angehende Erzieher*innen für Interview gesucht

Beitrag von Bildungsexperte » Mittwoch 26. Juli 2017, 17:47

nett.

Ich schmunzel, weil die dame oben schreibt, das die Ausbildungsbediengungen so unattraktiv sind.

Ich würde mal sagen, es gibt garkeine Ausbildungsverordnung für Erzieher. Da geht es nämlich schon los!
Nicht so wie bei dem Handwerk z.B.

Aber ich gehe wohl zu weit in die Materie :-)

Lieben Gruß

Bildungsexperte aus Hessen!
Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist

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(1788 - 1860), deutscher Philosoph

leandra
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Re: Angehende Erzieher*innen für Interview gesucht

Beitrag von leandra » Samstag 2. September 2017, 00:31

Hallo Bildungsexperte,

das ist Quatsch!
Natürlich gibt es für die Ausbildung für ErzieherInnen (wie für jede andere Ausbildung auch) einen Lehrplan und eine Prüfungsordnung. Sonst könnte ja jede Fachschule und jede Ausbildungsstätte machen, was sie will!

Gruß,
leandra

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