Zweitausbildung: Erzieherausbildung, Soziale Arbeit oder Alternative?

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Fred_
Beiträge: 13
Registriert: Samstag 17. Dezember 2016, 11:13

Zweitausbildung: Erzieherausbildung, Soziale Arbeit oder Alternative?

Beitrag von Fred_ »

Hallo!

ich melde mich mal hier wieder nach einer Weile. Habe seitdem ein paar Dinge ausprobiert und Erfahrungen gesammelt. Leider eher Negatives, weshalb ich wieder hier gelandet bin. Befinde mich einer Berufsfindungskrise und brauche eure Erfahrung, die bei meiner Entscheidung helfen. Wird jetzt leider etwas mehr Text, aber soll aber meiner Situation so gut es geht beschreiben. Entschuldigung schon dafür.

Also ich war kurz davor eine Erzieherausbildung anzufangen und wurde sogar angenommen. Habe mich dann doch dagegen entschieden, weil ich mir unsicher war, ob das wirklich mein Lebensplan war. Habe das Gefühl gehabt, dass man eher im Kita/Krippe-Bereich gute Chancen hat und es ansonsten eher schwierig ist. Meine Zielgruppe war bisher ab Grundschulalter und mit der Zeit vermehrt Ältere, weil ich mich dort eher wohlfühle wegen der Kommunikation und den Interaktionsmöglichkeiten. Darüber hinaus auch mit Flüchtlingen. Was ebenfalls dagegen gesprochen hat war, dass ich damals sehr anfällig für das Helfersyndrom war. Habe befürchtet, dass ich mich aufgrund dessen weit unter meinen Wert verkaufen würde im Verhältnis zu meiner Leistung. Habe damals schon viel mit nach Hause genommen und das unbezahlt. Befürchtete, dass ich mich mit der Zeit psychisch kaputt machen, weil die Arbeit leider nicht immer gewürdigt wird. Ist mittlerweile besser geworden, wenn das einem bewusst ist, aber muss da noch eigenes an Distanz lernen. Ein Paradox, weil die fehlende Distanz den Spaß und Motivation ausmacht. Denke da bin ich nicht allein.

Jedenfalls war ich für kurze Zeit als Vertretungslehrer an einer Grundschule tätig. Hat mir nicht wirklich gut gefallen, da ich dort nur für den Sportunterricht vorgesehen war und das drumherum mir fehlt. Macht mir so kein Spaß, weil der Sportunterricht an Schulen nicht wirklich gefördert wird. Meine bisherige Berufserfahrung waren auch eher die eines Sozialarbeiters und nicht Lehrers. Klassen unterrichten liegt mir nicht wirklich im Vergleich zur individuellen Förderung bzw. eine Kleingruppe zu haben.

Insgesamt lässt mich der soziale Bereich nicht wirklich los und ist seit Jahren Teil meines Lebens, selbst als ich da raus wollte. Deshalb bin ich wieder hier.

Daher mal wieder meine Frage(n) an euch:

Was wäre der in meiner Situation am besten? Hat sich in den letzten 3 Jahren etwas am Erzieherberuf verändert bzw. den Ausbildungsmöglichkeiten? Theoretisch würde ich sagen, dass ein Soziale Arbeit Studium am karrierevorteilhaftesten ist, aber es wäre mein Zweitstudium und die Chancen hierfür genommen zu werden sind weitaus geringer. Selbst als Erststudium wäre es schwierig, da der NC recht hoch. Immerhin wurde ich mal für ein Zweitstudium fürs Grundschullehramt angenommen und für eine Erzieherausbildung. Denke, dass meine Motivation/Begründung recht gut ist anhand meines bisherigen Werdegangs. Meine Bachelornote war aber leider nicht so toll. Glaube ebenfalls, dass viele langjährige Erzieherinnen und Mütter ein Zweitstudium wagen, welche Extrapunkte bekommen und meine Chancen verschlechtern. Kann mich natürlich bewerben, aber sicher damit planen wäre zu blauäugig und suche deshalb Alternativen.

Leider habe ich finanziell nicht große Möglichkeiten, da ich kein Bachelor/Schüler-Bafög mehr bekommen kann. Aktuell bin ich vom Jobcenter abhängig, da ich nicht mehr bei meinem Eltern wohne. Weiß gar nicht, wie viel und ob die überhaupt was fördern würden. Glaube es muss eine Teilzeitausbildung sein, aber vielleicht gibt es da Ausnahmen.

Mir ist es wichtig später beruflich flexibel zu sein und meine Ideen durchsetzen zu können. Kann mir durchaus ein Job in der Organistation vorstellen. Die Möglichkeit im Ausland Arbeit zu finden wäre mich auch wichtig und damit meine ich nicht nur an deutschen Einrichtungen im Ausland.

Hier sind meine Möglichkeiten:
- Erzieherausbildung
- Soziale Arbeit
- Umschulung
- Externen Prüfung (evtl. zu „trocken“ für mich, da ich für Lernmotivation richtig dabei sein muss mit Praxiserfahrung und Anwendung von Theorie)

Denke Voll-/ und Teilzeit ist hier überall möglich, aber eine feste Teilzeit Arbeitsstelle habe ich nicht aktuell. Vielleicht kann mir hier jemand sagen, ob man leicht eine Stelle bekommt, falls man kurz vor einer Teilzeitausbildung ist.

Was würdet ihr in meinem Fall empfehlen im Hinblick auf die aktuelle Arbeitssituation von ErzieherInnen und Sozialarbeitern? Eventuell auch unter Berücksichtigung von Zeit, Aufwand und Kosten. Ich lebe in der Region um Köln und müsste im Idealfall die Ausbildung dort machen können.

Nochmals sorry für diesen langen Text, aber ich habe Hilfe dringend nötig und hoffe auf euer Verständnis.

Vielen Dank für den der versucht mir zu helfen.

LG

Zenobia
Schriftsteller
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Registriert: Montag 27. April 2009, 21:20
Wohnort: Berlin

Re: Zweitausbildung: Erzieherausbildung, Soziale Arbeit oder Alternative?

Beitrag von Zenobia »

Das sind Fragen, die du nur alleine klären kannst. Du scheinst ja vollkommen unschlüssig zu sein.
Je mehr Antworten du erhälst , desto verwirrter wirst du.....

Gehe doch einfach zur Studienberatung und zur Arbeitsagentur, um qualitativ gute Antworten erhalten zu können.

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