Rechte Vertretung Ausnurzung

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Lena80
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Registriert: Donnerstag 5. Juli 2018, 19:47

Rechte Vertretung Ausnurzung

Beitrag von Lena80 »

Moin,moin, ich brauche einen Tipp. Ich erzähle meine Situation nochmal. damit ihr wisst worum es geht.
Also. Ich arbeite in einer KiTa. Ich kam erst als Vertretung für eine Erzieherin die im Schwangeschafsurlaub war.Das dauerte fast ein Jahr. Dann vor einem Monat war plötzlich eine andere Kollegin krank (die hat Burnout). Ich habe damals anderen Zweckvertrag bekommen, als Vertretung für diese andere Kollegin. Dieser Vertrag wurde immer verlängert , als neue Krankenscheine vorgelegt wurden. Letzte zeite schickt sie monatlich. Deswegen musste ich mit ihr persönlich reden, damit ich weiss, ob sie bald kommt. Die Frau meint, sie ist berufsunfähig entlassen und möchte gar nicht in die Kita zurück. Im August geht sie zum Arbeisamt. Somit gehe ich zu meinem Chef und erzähle es ihm. Dann frage ich ob ich die Stelle bekommen kann, da ich eigentlich 2 Jahre arbeite und es ist genug um zu wissen ob ja oder nein. Nochmal dazu er dachte doch, dass die Kollegin, die ich vertrete, nicht mehr bis zur Rente kommt und bis zur Rente dauert es 3 jahre. Also es wurde immer geredet, dass ich sie weiterhin vertrete. Nun aber, als er das wusste, dass die Stelle bald frei ist, sagt er Folgendes: Es liegt noch keine Kündigung, Ich weiss es nicht ob du sie bekommst, ich muss es mit meiner Vorgesetzer besprechen, ich kann es dir nicht versprechen, warte ab. Dann frage ich mich wo ist die Ehrlichkeit?
Ich rufe Beirat an, die Frau sagt, es reicht wenn du Bewerbung vorliegst und die Leitung muss es mit Team entscheiden. ich sage es ihm, er sagt er weiss nichts davon (16 jahre Arbeitserfahrung ). Zu gleicher Zeit kündigt andere Erzieherin und hat schon Kündigung vorgelegt. Er schlägt mir die Stelle nicht vor, dass habe ich auch gefragt wenn er mit der Kollegin, die ich vertrete nicht sicher was ist dann mit der anderen, die Stelle ist schon frei. Antwort: es muss ich mit meiner Vorgesetzer besprechen. Heute sehe ich im Internet die Anzeige über ihre Stelle.
Meine Frage:
2 Jahre ist ein großer Zeitraum um zu verstehen ob man möchte, dass ich da weiter arbeite oder nicht
Wenn ich nicht passe, warum passe ich weiter jahrelang als Vertretung und warum hat er früher nicht gesagt dass irgendwas nicht passt?
warum lügt er rum
Es sieht für mich aus, dass er mich anlügt um weiter ausnutzen können. Ich finde ich habe volles Recht für diese Stelle. 2 Jahre reicht! Er war doch zufrieden, sonst warum müsste ich sie weiter vertreten.
Wo soll ich es anklagen. Ich finde die Vertretung muss auch ehrlich vereinbart werden.
Zuletzt geändert von Lena80 am Samstag 21. Juli 2018, 16:30, insgesamt 1-mal geändert.

Lena80
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Re: Rechte Vertretung Ausnurzung

Beitrag von Lena80 »

ich habe hier Gesetz gefunden https://dejure.org/gesetze/TzBfG/17.html da steht
Die kalendermäßige Befristung eines Arbeitsvertrages ohne Vorliegen eines sachlichen Grundes ist bis zur Dauer von zwei Jahren zulässig; bis zu dieser Gesamtdauer von zwei Jahren ist auch die höchstens dreimalige Verlängerung eines kalendermäßig befristeten Arbeitsvertrages zulässig. Eine Befristung nach Satz 1 ist nicht zulässig, wenn mit demselben Arbeitgeber bereits zuvor ein befristetes oder unbefristetes Arbeitsverhältnis bestanden hat.

wie gesagt ich hatte erst mal Vertrag die schwangere Kollegin zu vertreten der vertrag wurde befristet mit 1 jahr... dann aber habe ich zweiten Vertrag andere zu vertreten bekommen. Der vertrag wurde jeden Monat verlängert bis heute.

Judith
Leseratte
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Registriert: Freitag 15. Oktober 2010, 20:34

Re: Rechte Vertretung Ausnurzung

Beitrag von Judith »

Soweit du dreimal hintereinander mit der gleichen Stundenzahl, für die gleiche Kollegin, befristet angestellt wurdest, und da ein viertes Mal passiert, bist du automatisch unbefristet eingestellt.
Bsp. Kollegin A, Schwangerschaftsvertretung, direkt für 1 Jahr.
Kollegin B, Krankheitsvertretung, für (wenn ich es richtig verstanden habe), immer einen Monat. Also anfangs bsp. für Februar, dann März, dann April, immer mit 39h. Dann für Mai, auch 39h, das wäre dann der unbefristete Teil, weil dein Arbeitgeber dich nicht viermal in Folge auf eine Stelle mit gleichen Ansprüchen (und das wäre es, gleiche Stelle und Stundenzahl) setzen darf.
Hast du für die Vertretung je einen Arbeitsvertrag erhalten, so dass alles schriftlich festgehalten worden ist?
Wurden einmal die Stunden verändert, dann startet das Ganze von vorne.

Warum sollst du dich eigentlich mit der Kollegin auseinandersetzen bzgl, weiterarbeiten, krank sein, usw.. Das ist Job deines Vorgesetzten und das würde ich an deiner Stelle ab sofort auch nicht mehr machen.

Steht in deinem Arbeitsvertrag ein Enddatum drin, bsp. 5.8.18? Soweit du am 6.8.18 zur Arbeit kommst und arbeitest und dein Vorgesetzter dich nicht sofort nach Hause schickt, bist du auch automatisch unbefristet da, weil der Arbeitsvertrag fehlt. Denn ohne Arbeitsvertrag und geleisteter Arbeit (unter Zeugen bitte, Kollegen müssen das gesehen haben, falls es vor Gericht gehen sollte) ist man auch automatisch unbefristet eingestellt.

Unbedingt darauf achten, dass wenn dir (bleiben wir beim o.g. Beispiel) am 8.8.18 ein Arbeitsvertrag vorgelegt wird und du aber bereits seit dem 6.8.18 wieder arbeitest, dass das Startdatum abgeändert wird, auf 6.8.18. Zudem bestehst du darauf, dass unten auf den 8.8.18 abgeändert wird (oftmals versuchen die Arbeitgeber das dann nicht und unterschreibst du für den 6.8.18 hast du keine Ansprüche im Nachhinein eine Unklarheit geltend zu machen).
Ich spreche da aus Erfahrung und habe genau das durch, nur dass ich wusste, wie es sein muss, und somit mit meiner Unterschrift einen unbefristeten Vertrag unterschrieben habe, was ich meinem Arbeitgeber aber erst 6 Monate später wissen lassen. Bis dahin dachte er, dass der Vertrag befristet sei. Es war allerdings kein wirkliches Problem mich in der Kita zu behalten, wegen immer wieder Personalmangel. Trotzdem nagte es anfangs am Verhältnis zwischen uns, muss man sich überlegen, ob man das so will. Meine Chefin forderte mich mehrmals auf, doch selbst zu kündigen. Inzwischen ist das vier Jahre her, Chefin in Rente, und es ist gut so wie es ist. Ich habe mir damals übrigens Hilfe von einer Anwältin geholt, weil ich alleine damit überfordert war.

Das kann ich dir auch nur raten. Hole dir rechtlichen Beistand, insofern du in der Kita bleiben möchtest. Möchtest du da sowieso weg und den Vertrag auslaufen lassen (so wie es sich anhört geht der ja immer nur ein Monat), dann mach das und geh dann. Schließlich kannst du von heute auf morgen dann gehen. Dann soll dein Vorgesetzter doch sehen wo er jemand Neues her bekommt. Das ist dann nicht mehr dein Problem.

Das er dich in der Stellenbesetzung außen vor lässt finde ich komisch. Das er die Stelle ausschreibt, das muss er auch, so viel ich weiß. Das ist die Transparenz. Trotzdem könnte er die Stelle intern neu besetzen.

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