Schuhe mit hohen (3-7cm) Absätzen im Kindergarten

hallihallo
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Re: Schuhe mit hohen (3-7cm) Absätzen im Kindergarten

Beitrag von hallihallo »

Darum geht es doch gar nicht. Keeskopf sieht nur deinen persönlichen finanziellen Nachteil, wenn dir während der Arbeitszeit aufgrund dieser Schuhe ein erheblicher Schaden zugeführt wird :zunge:

Kees_Kopf
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Re: Schuhe mit hohen (3-7cm) Absätzen im Kindergarten

Beitrag von Kees_Kopf »

Mein erster Reaktion werde ich nicht veröffentlichen.

Es geht nicht darum sich "gegen alles zu versichern...", sondern darum -auch den KollegInnen, Kindern und ggf. sogar den eigenen Partner gegenüber- von sich aus das zu tun, was man vernünftiger Weise von ein menschen in Vorbildfunktion erwarten darf: Erkennbares Risiko minimieren.

Wenn ich sehe, dass ein Backstein bzw. ein Stück mauer nicht sicher ist und nichts unternehme (um den Backsteinbeispiel aufzugreifen), mache ich mich bei einer Verletzung Dritter sogar strafbar. Da muss ich etwas unternehmen, nicht nur aus Eigenschutz, sondern auch zu Gefahrenabwehr für die mir Anvertrauten.

Schon mal überlegt was passiert wenn Du mit solche Schuhe umknickst und ins Krankenhaus eingeliefert werden musst?

Nun, zunächst der Rettungswagen und ggf. einen Notarzt wegen der Schmertherapie vor Ort. Kostet gute € 500, welche von den evrsicherung getragen wird - finanziert also durch alle ArbeitnehmerInnen. Deine Fahrt also auf Kosten der Gemeinschaft.

Dann die Heilbehandlung, mit ein wenig Pech ist ein chirurgischen Eingriff fällig. Mit Krankenhausaufenthalt von ca. 10 Tage also schnell um die € 5.000 Euro. Ebenfalls aus der Tasche der Gemeinschaft.

Dann bist Du drei Monate (mindestens bei einen Weber-C-Fraktur) arbeitsunfähig. In der Zeit müssen entweder die KollegInnen deine Arbeit übernehmen oder der Arbeitgeber muss eine Vertretung engagieren. Eine erhebliche Belastung also für das Kollegium. Und auch für die Kinder in Deiner Gruppe, denn die leiden zwangsweise auch über die Überbelastung des Personals. Vielleicht entfällt ein geplanten Ausflug, weil nicht genug Begleitung verfügbar ist, alles im Bereich des Möglichen.

Und warum?

Nicht wegen ein wirklichen Unfall, dessen Ereignis weder vorhersehbar noch vermeidbar gewesen ist. Nein, weil Du meinst, dass Sicherheit und Risikominimierung gegen ein vermeintlich modische Erscheinung zurückstecken soll. Wärst du in meine Einrichtung eingestellt, würde ich Dir schriftlich auffordern die in der UVV vorgegebene Regeln in Bezug auf die Standfestigkeit der Schuhe einzuhalten. In eine Leitungsposition würde ich Dich mit dieser Einstellung nicht beschäftigen wollen.

Kees
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tanny1
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Re: Schuhe mit hohen (3-7cm) Absätzen im Kindergarten

Beitrag von tanny1 »

He, das wird ja richtig unterhaltsam. Ich frag mich grad, ob das alles wirklich ernst gemeint ist-eigentlich hat die Antwort schon was groteskes, verfremdetes....soviel Pseudo-Vernunft kann gar nicht ernst gemeint sein. Also, sollte das ne Veräppelung sein- ich bin drauf reingefallen. Wenns ernst gemeint ist:
"Erkennbares Risiko minimieren". Klingt gut. Sicherheit und Risikominimierung gegen ein vermeintlich modische Erscheinung klingt auch sehr ernst und vernünftig. Ist es aber nicht. sondern Blödsinn. Warum ? Laß es mich an einem anderen Beispiel erklären. Eine Kollegin von mir geht in der Freizeit klettern. Klar, sie sichert sich mit den entsprechenden Vorkehrungen. Aber trotzdem, begibt sich sich sehenden Auges in ein Risiko. Und, sollte ich was passieren, ist sie sogar ein Kollegenschwein, weil sie dann ausfallen würde und die Kollegen ihre Arbeit mitmachen müssen. Außerdem wird sie eine Belastung für alle Arbeitnehmer die ihre Krankenversicherung mitfinanziert haben. Zumindest deiner Logik nach, oder ?
Hm, blöd nur daß sie das in ihrer Freizeit tut. Dafür kann man sie arbeitsrechtlich leider nicht belangen. Aber Moment.... ich glaube sie zieht sich während der Arbeit nicht warm genug an, wenn sie im Winter rausgeht. Dann erkältet sich sich, wird krank und.... ja du ahnst es schon. Fällt den andern zur Last.
Ich lach mich gleich schlapp ! :lol:

Zenobia
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Re: Schuhe mit hohen (3-7cm) Absätzen im Kindergarten

Beitrag von Zenobia »

http://komnet.nrw.de/ccnxtg/frame/ccnxt ... &did=10188

In vielen Einrichtungen ist es Erziehern und Erzieherinnen untersagt, Schuhe mit hohen Absätzen zu tragen. Und weshalb will Frau in einer Kita, wo man eher auf Augenhöhe mit den Kindern sein sollte, noch größer sein?
Eine Kollegin von mir, schon etwas älter, ist auf einem Kuscheltier mit leichten Absatzschuhen ausgerutscht und hat sich die Schulter noch in der Probezeit gebrochen.

Da gab es für niemanden etwas zu lachen.

Ein Erzieher, der im Vorstellungsgespräch erzählt, dass er einen gefährlichen Sport in seiner Freizeit ausübt, wird u.U. deshalb nicht eingestellt.

tanny1
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Re: Schuhe mit hohen (3-7cm) Absätzen im Kindergarten

Beitrag von tanny1 »

Der Link ist ja gut und schön, nur hat er nicht mit dieser Sache zu tun. Die allgemeingültigen BGV-Vorschriften bzw. UVV für diese Argumentation zu verbiegen, ist schon toll. Die Bankangestellte dürfte dann auch nicht mit Pumps auf Fliesenboden laufen.
Zu der Kollegin: wenn man nicht mit Absätzen laufen kann, sollte man es auch lieber lassen.

Zenobia
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Re: Schuhe mit hohen (3-7cm) Absätzen im Kindergarten

Beitrag von Zenobia »

Hallo tanny,

es gibt Menschen,die sind clever. Und dann gibt es Frauen wie dich.

Kees_Kopf
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Re: Schuhe mit hohen (3-7cm) Absätzen im Kindergarten

Beitrag von Kees_Kopf »

Zenobia, ich bin gut erzogen (von meine Eltern noch, damals, vor viele Jahre, und mit Erfolg) ich werde Dich nicht widersprechen. (zumindest in diesem Fall :) )

Und jetz noch einmal zu Tammy1:

Es ist ein erheblichen Unterschied zwischen eine Freizeitaktivität und dem Verhalten am Arbeitsplatz. So lege ich mich privat gerne nackt am Strand oder am See, werde das aber aus eine Reihe von Gründe nicht machen, wenn ich beruflich unterwegs bin.

Das eine Kollegin in ihre Freizeit klettert (was übrigens ein sehr sicheren Sport ist, ich bin selbst regelmäßig geklettert) und dabei ein Unfall hat, kann es hr tatsächlich auch passieren, dass ihre Versicherung bestimmte Leistungen verweigert. Das hat etwas mit Unfallursache und Hergang zu tun. Bei ein grobes Eigenverschulden können VErsicherungen in Regress gehen. Ist sie regelmäßig aufgrund ihrer Freizeitaktivität verletzt und Arbeitsunfähig kann der Arbeitgeber ihr sogar kündigen. Das passiert schon mal bei engagierte Fußballspieler und dazu gibt es entsprechende Gerichtsurteile.

In diesem Thread geht es aber nicht um privates Vergügen, sondern um professionelles Handeln. Das beschränkt sich nicht nur auf ein höflichen Umgang mit Eltern -auch wenn sie schwierig sind- und ein respektvollen Umagng mit den Kindern, sondern auch auf die Einhaltung bestimmter Vorschriften. Besonders dann, wenn diese Vorschriften für ein wohldenkender Mensch sehr gut nachvollziehbar sind. Manches braucht nicht einmal ein expliziten Vorschrift, es reicht eine allgemeine Feststellung und dr Gesetzgeber darf avon ausgehen, dass eine Person die in eine bestimmte Funktion tätig ist soviel logisches Denkvermögen hat, dass sie die Konsequenzen zumindest rudimentär selbst ziehen kann.

Leider muss man feststellen, dass dies nicht immer der Fall zu sein scheint und das Menschen nicht immer in der Lage sind einfachste Denkaufgaben zu erledigen. Völlig unabhängig welche Ausbildung sie haben oder welche Position sie in einem Unternehmen einnehmen.

Das führt dann wiederum zu weitere Regulierungen die auch die letzte kleine Freiheiten die man hat möglicherweise nehmen würden.

Mal ein Beispiel in Bezug auf Vorschrift und die logische Konsequenzen daraus. Es gibt keine genaue Vorschrift der besagt, dass man eine Kerze nicht auf ein kleinen, wackeligen Tisch mit eine Papiertischdecke unbeaufschitigt im Kindergarten hinstellen soll. (Jedenfalls, ich kenne eine solche genaue Vorschrift nicht.) Allerdings ergeben sich für normal denkende Menschen aus den normalen Brandschutzverordnungen und der Kenntnis vom Verhalten kleinere Kinder logische Verhaltensregelen die dafür sorgen, dass man so etwas nicht macht. Schlimmer noch, macht man es trotzdem und es passiert etwas, kann man wegen grobe Fahrlässigkeit bösen Ärger bekommen. Auch wenn der Schaden vielleicht gering ist und auf Materiellem beschränkt ist.

Ähnlich ist das mit den Schuhen. Für ein logisch nachdenkenden Mensch der beruflich die eigene Sicherheit über die (vermeintliche) Schönheit stellt, ergeben sich die Verhaltensregeln in Bezug auf Schuhe einfach aus den allgemeinen Grundsätzen so wie die UVV sie benennt. Wer aber in seine Arbeit mit Kinder sein eigenes Erscheinungsbild über die Sicherheit stellt, sollte sich meiner Meinung nach die Frage stellen, ob ein anderen Job nicht angebrachter wäre. Ich, als Arbeitgeber, würde da ein klares Machtwort sprechen, wäre es alleine schon deswegen, weil ich keine Lust auf eine Auseinandersetzung und evt. Haftung wegen Duldung unsichere Kleidung am Arbeitsplatz mit der BG habe.

(Ja, ich habe regelmäßig Personal und ja, ich gebe da klare Anweisungen in Bezug auf für die bevorstehende Tätgkeit passende Kleidung, besonders wenn es um Berufsanfänger bzw. PraktikantInnen geht)

Kees
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Apfelkern
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Re: Schuhe mit hohen (3-7cm) Absätzen im Kindergarten

Beitrag von Apfelkern »

Ich trage nur Grünbein oder Bisgaard Schuhe. Ohne Absatz . Ich liebe diese bequemen Dinger und in denen bin ich auch schneller mal über den Flur geflitzt, als mit Absätzen.
Die ziehe ich in meiner Freizeit an. Dann wenn ich nicht ewig drauf rumstehe.
Jedem das seine, aber ich riskiere lieber nix.

Zenobia
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Re: Schuhe mit hohen (3-7cm) Absätzen im Kindergarten

Beitrag von Zenobia »

Danke Apfelkern für deinen Beitrag.

Das Tragen von hohen Absatzschuhen in einer Kita, lässt ja auch auf eine grundsätzliche Geisteshaltung zur Arbeit schließen. Das eigene Wohlbefinden der Erzieherin hat höchste Priorität (siehe Absatzhöhe).
Da können kleine Krabbler schnell in den Hintergrund der Prioritätenliste geraten.

Die Professionalität bleibt dabei u.U. auf der Strecke. Und wir Frauen sehen auch mit flachen Schuhen gut aus. Wenn dies denn für irgend jemanden wichtig ist.

Wir brauchen Inhalte in der pädagogischen Arbeit. :daumen:

Ein Kitavater soll uns ins Gesicht und nicht auf den Hintern und die langen Beine schauen. :lach:

Kees_Kopf
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Re: Schuhe mit hohen (3-7cm) Absätzen im Kindergarten

Beitrag von Kees_Kopf »

Wobei nicht immer der Unterschied zwischen Hintern und Gesicht zu erkennen ist

:kappe:

(sagt Kees der gerade einfach mal eine blöde Laune hat)
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Juliala
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Re: Schuhe mit hohen (3-7cm) Absätzen im Kindergarten

Beitrag von Juliala »

:lach: :lach: :lach:

Wie ist das eigentlich mit Stelzen? Darf ich auf Stelzen zur Arbeit kommen? :kicher:

Julia
Erziehung: einen Kopf drehen, bis er verdreht ist - natürlich auf den neuesten Stand.“
―Karlheinz Deschner

Kees_Kopf
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Re: Schuhe mit hohen (3-7cm) Absätzen im Kindergarten

Beitrag von Kees_Kopf »

Du darfst gerne auf Stelzen zur Arbeit kommen, kein Problem. Sei nur gewarnt, die BG übernimmt die Kosten einer Heilbehandlung nach Schädelverletzungen aufgrund von Kollisionen mit oberen Türzargen oder Kronleuchter definitv nicht!

Kees
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Juliala
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Re: Schuhe mit hohen (3-7cm) Absätzen im Kindergarten

Beitrag von Juliala »

Hallo Kees,

Kronleucher? Im Kindergarten? Wo gibt es denn so etwas? Im Kindergarten des Bundeskanzleramtes?

Naja, ich bevorzuge auch lieber flache Schuhe, denn wahre Schönheit kommt ja bekanntlich von innen. :daumen: :wink: :) :mrgreen:

Julia
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―Karlheinz Deschner

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Re: Schuhe mit hohen (3-7cm) Absätzen im Kindergarten

Beitrag von amaria »

Hallo!

Schuhe mit Absätzen haben im Kindergarten aber auch manchmal ihren besonderen Reiz. Anlässlich eines Vorstellungsgesprächs in einem Kindergarten, der mir ganz und gar nicht zugesagt hat, habe ich mich extra chic angezogen und es genossen, durch einen federnden Gang die von der Decke herabhängenden Basteleien in Wallung zu bringen. Dazu dann die Frage "Hängt hier das Gebaumel immer so tief?"

:pfiff:

Ansonsten finde ich Schlittschuhe in der Freizeit viel gefährlicher als Schuhe mit einem kleinen Absatz im Kindergarten. Wenn schon breite, stabile Absätze, die nur drei Zentimeter!!! hoch sind, als nicht tragbar gelten, ist das nicht schön für besonders kleine Erzieher und Erzieherinnen, die bei der Größe wenigstens ein bisschen schummeln wollen. Außerdem dürfen Kinder in der Verkleidungskiste auch Schuhe mit Absatz haben.

Freundliche Grüße

amaria
„Ausdauer wird früher oder später belohnt - meistens aber später.“
Wilhelm Busch

"Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand."
Arthur Schopenhauer

Kees_Kopf
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Re: Schuhe mit hohen (3-7cm) Absätzen im Kindergarten

Beitrag von Kees_Kopf »

@Juliala: In der Turnhalle sind doch Kronleuchter, damit die Kinder von Kronleuchter zu Kronleuchter schwingen können um den Fußboden zu schonen!

@Amaria: Warum sollen Frauen bei der Größe schummeln dürfen?

Kees
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