Männer in Kitas!

Huba
Schnuppernase
Beiträge: 93
Registriert: Mittwoch 4. November 2015, 18:27

Re: Männer in Kitas!

Beitrag von Huba »

.
Zuletzt geändert von Huba am Samstag 7. April 2018, 21:02, insgesamt 1-mal geändert.
Johanna2

Re: Männer in Kitas!

Beitrag von Johanna2 »

Herr Uhl hat geschrieben: Donnerstag 5. April 2018, 17:24 In meinem Post ging es um die Gelassenheit gegenüber dem Generalverdacht. Nicht um konkrete Verdachtsfälle.
Da stellt sich aber schon die Frage, WIE konkret ein konkreter Verdachtsfall sein muss, um sein Handeln mit einem konkreten Verdachtsfall zu begründen, ohne eines Generalverdachts beschuldigt zu werden.

Wie sicher muss derjenige sein, der die Suspendierung ausspricht? Zu 80%? Oder 50%? 10%? oder nur 1%? Auch wenn der Job nicht weg ist, wenn der Verdacht nicht erhärtet werden kann, so ist der Ruf vermutlich trotzdem ruiniert.
amaria
Stammgast
Beiträge: 8930
Registriert: Samstag 12. Juni 2010, 15:17
Kontaktdaten:

Re: Männer in Kitas!

Beitrag von amaria »

Hallo!

Weil mir an einer sachlichen Diskussion gelegen ist, möchte ich insbesondere aufgrund der zuletzt von Huba eingestellten Texte nochmals zu bedenken geben, dass die eigene emotionale Befindlichkeit leider schnell dazu verleitet, Beiträge anderer ungenau zu lesen, nicht Gesagtes hinein zu interpretieren oder für alle erkennbar Texte gar auf eine Weise zu zitieren, die definitiv nicht korrekt ist.

Mag sein, dass die Empörung über Diskriminierungen und vermeintliche Diskriminierungen so groß ist, dass einfach ausgeblendet wird, dass laut unserem Grundgesetz der Staat verpflichtet ist, nicht zu diskriminieren. Aber was für den Staat gilt, gilt nicht für alle Bürger! Was wäre wohl los, wenn sich ein demokratischer Staat als Oberaufsicht über Entscheidungen oder Meinungsäußerungen seiner Bürger aufspielen würde?

Eltern und Berufskollegen kann es also nicht verwehrt sein, die Bewerbung eines Erziehers länger zu besprechen und die Entscheidung zu einer Einstellung länger zu überdenken, weil ihnen beispielsweise bekannt ist, dass das Delikt sexueller Missbrauch von Kindern statistisch gesehen bei Männern signifikant häufiger vorkommt als ein Missbrauch von Kindern durch Frauen. Übrigens muss auch bei der Bewerbung von Erziehern und Erzieherinnen nicht nach Notenlage entschieden werden. Es ist durchaus möglich, aufgrund des persönlichen Eindrucks im Gespräche und der Hospitation, auch die Bewerberin oder den Bewerber einzustellen, der oder die das schlechteste Zeugnis von allen hat.

Diejenigen, die mehr Beiträge von mir im Forum gelesen haben, erinnern sich hoffentlich daran, dass ich keineswegs wie von Huba unterstellt, Männern gegenüber einen Generalverdacht hegen würde. Die anderen könnten einfach mal nachlesen.

Interessant fände ich eine Diskussion darüber, warum mancher Erzieher gern und bedenkenlos eingestellt wird, während andere auch nach etlichen Bewerbungen keine Stelle finden. Die Erzieher, die ich meist in der OGS oder im Hort kennengelernt habe, wirkten souverän und gelassen. Und sie gaben männlichen Kursleitern gute Tipps für ihren Umgang mit den Kindern.

Freundliche Grüße

amaria
„Ausdauer wird früher oder später belohnt - meistens aber später.“
Wilhelm Busch

"Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand."
Arthur Schopenhauer
amaria
Stammgast
Beiträge: 8930
Registriert: Samstag 12. Juni 2010, 15:17
Kontaktdaten:

Re: Männer in Kitas!

Beitrag von amaria »

Herr Uhl hat geschrieben: Donnerstag 5. April 2018, 17:24 Vor wem und warum sollten wir uns rechtfertigen?
Danke!

Wenn beispielsweise einige Araber deutsche Frauen als Nutten bezeichnen, ist das zwar nicht nett, aber kaum eine Frau würde diese Äußerung an sich heranlassen und sich persönlich beleidigt fühlen.
Auch "die Erzieher" sind eine Gruppe wie "die Zahnärzte" oder "die Politiker". - Letztere hätten besonderen Grund, sich durch Gerede verletzt zu fühlen.

Wir alle können uns viel Frust ersparen, wenn wir uns nicht vorschnell angegriffen fühlen und wir müssen auch nicht auf jede uns missfallende Äußerung reagieren oder sie gar dramatisieren. Wichtig bleibt es, anhand der Aussagen oder Fakten zu erkennen, ob eine Aufgabe angegangen oder ein Problem gelöst werden muss.
„Ausdauer wird früher oder später belohnt - meistens aber später.“
Wilhelm Busch

"Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand."
Arthur Schopenhauer
amaria
Stammgast
Beiträge: 8930
Registriert: Samstag 12. Juni 2010, 15:17
Kontaktdaten:

Re: Männer in Kitas!

Beitrag von amaria »

Huba hat geschrieben: Donnerstag 5. April 2018, 18:26
Sicher möchte ich nicht ins Rechtfertigen gelangen, vielleicht nur etwas mehr Tiefe in das Thema bringen?
Hallo Huba!

Bevor Sie in "die Tiefe" gehen, versuchen Sie doch bitte, erst mal sachlich zu bleiben. Wenn der Thread "Männer in Kitas" heißt, sollte es in Ordnung sein, dass Vorfälle, die sich auf "Männer in Kitas" beziehen, auch dort verlinkt werden. Früher oder später musste es zu einer Diskussion kommen, die wichtig ist und selbstverständlich noch in die Tiefe gehen sollte.

Niemand kann mir vorwerfen, dass ich nicht unter ""Lauter Rechtsfälle" auch über Ermittlungen und Verurteilungen von Erzieherinnen Links gesetzt hätte und ich habe wirklich keine Vorzensur dahingehend vorgenommen, dass ich über mir bekannt gewordene sexuelle Übergriffe auf Kinder durch Erzieherinnen nichts ins Forum eingestellt hätte. (Ich fand, was ich eingestellt habe.)

Nachdem unsere Fachzeitschriften eine Reihe heikler Themen aus vielen Bereichen nicht oder viel zu knapp behandeln, habe ich quasi zu Dokumentationszwecken das Forum genutzt und dadurch auch dafür gesorgt, dass Themen der Threads bei der Suche nach Begriffen auf Google möglichst weit vorn angezeigt werden. Die Besucherzahl ist nicht rein zufällig so stark angestiegen.

Huba, obwohl ich einige Ihrer Bemerkungen mir gegenüber vom Administrator hätte löschen lassen können, habe ich dies nicht getan. Wenn Sie möchten, dass sie so im Netz stehen bleiben, ist das Ihre Sache. Aber Ihre Aussagen sagen mehr über Sie aus als über mich. Klar sollte Ihnen allerdings sein, dass das Internet kein rechtsfreier Raum ist.

Freundliche Grüße

amaria
„Ausdauer wird früher oder später belohnt - meistens aber später.“
Wilhelm Busch

"Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand."
Arthur Schopenhauer
Matushka
Schriftsteller
Beiträge: 997
Registriert: Freitag 5. Oktober 2012, 16:04

Re: Männer in Kitas!

Beitrag von Matushka »

Hallo amaria,
amaria hat geschrieben: Freitag 6. April 2018, 09:24 Was wäre wohl los, wenn sich ein demokratischer Staat als Oberaufsicht über Entscheidungen oder Meinungsäußerungen seiner Bürger aufspielen würde?
Wird z.T. durch das Netzwerkdurchsetzungsgesetz und den Machteinfluss derer, die dem Staat nahestehen, schon gemacht.

Zum eigentlichen Thema lasse ich persoenlich Euch Damen jetzt einfach mal ... machen. Wundert Euch -- und das ist ernsthaft und in aller Freundschaft gemeint -- dann allerdings auch nicht, wenn nicht nur Maenner fortbleiben.

Gruss,

Sabine
Zenobia
Schriftsteller
Beiträge: 673
Registriert: Montag 27. April 2009, 21:20
Wohnort: Berlin

Re: Männer in Kitas!

Beitrag von Zenobia »

https://www.swp.de/politik/inland/kinde ... 78268.html


Für uns alle, unabhängig vom Mann -/ Frau sein.....
Huba
Schnuppernase
Beiträge: 93
Registriert: Mittwoch 4. November 2015, 18:27

Re: Männer in Kitas!

Beitrag von Huba »

.
Zuletzt geändert von Huba am Samstag 7. April 2018, 21:09, insgesamt 1-mal geändert.
Johanna2

Re: Männer in Kitas!

Beitrag von Johanna2 »

Huba, anscheinend ist es Ihnen wichtig, korrekt zu zitieren. Andernfalls hätte Ihnen sicher die normale "Zitierfunktion" gereicht. Aber offenbar war es Ihnen wichtig, außer dem Datum auch den Wochentag und die genaue Uhrzeit darzustellen - was an sich ja in Ordnung ist. Jedoch ist es nicht in Ordnung, dem indirekten Zitat eine persönliche Note zu geben!
Huba hat geschrieben: Donnerstag 5. April 2018, 18:26 Zenobia teilte im Beitrag vom Mittwoch 28. März 2018, 23:07 sehr eindrucksvoll mit, dass ihre Freundin amaria eine „intellektuell sehr gebildete Frau, Erzieherin und Autorin„ sei. Wir (Männer) unsere Opferrolle massiv ausgereizt hätten und, wenn wir brav mit den Kindern spielen, uns die Eltern und Kinder wieder lieb haben werden.
Zenobia schrieb nämlich keineswegs, dass ihr (Männer) eure Opferrolle massiv ausgereizt hättet.

Sie bezog sich auf zwei konkrete Namen.
Zenobia hat geschrieben: Mittwoch 28. März 2018, 23:07 Huba und Dominik, ihr habt eure Opferrolle massiv ausgereizt. Morgen könnt ihr wieder in eurer Kita spielen und alle Eltern, Kollegen und Kinder haben euch wieder lieb.
Gerade sah ich, dass in der Zitatfunktion alle Datums- und Uhrzeitangaben enthalten sind. Umso unverständlicher finde ich es, dass Sie riskieren, falsche Behauptungen in ein indirektes Zitat zu stellen.

Nachtrag: Anrede korrigiert
Zuletzt geändert von Johanna2 am Montag 23. April 2018, 08:58, insgesamt 2-mal geändert.
Huba
Schnuppernase
Beiträge: 93
Registriert: Mittwoch 4. November 2015, 18:27

Re: Männer in Kitas!

Beitrag von Huba »

.
Zuletzt geändert von Huba am Samstag 7. April 2018, 21:09, insgesamt 1-mal geändert.
amaria
Stammgast
Beiträge: 8930
Registriert: Samstag 12. Juni 2010, 15:17
Kontaktdaten:

Re: Männer in Kitas!

Beitrag von amaria »

Huba, ich fände es nicht in Ordnung, wenn es einfach kommentarlos übergangen würde, wenn jemand nicht korrekt zitiert oder gar beleidigende Äußerungen von sich gibt. Diejenigen, die falsch zitiert werden oder gar beleidigt werden, verdienen eine Klarstellung und wenn Johanna dich nicht auf darauf hingewiesen hätte, dass du nicht korrekt zitiert hast, hätte ich es getan.

Zenobia hat erkennen lassen, dass wir uns kennen, aber kein Wort darüber verloren, ob wir befreundet sind oder nicht. - Wie wäre es, wenn du die Privatsphäre anderer Menschen auch im Internet respektierst und keine Behauptungen machst, die nur auf deinen Vermutungen beruhen?
Da es auch für den Alltag eines Erziehers wichtig ist: Bitte lass dich nicht darüber aus, wer möglicherweise mit wem befreundet ist.

In einem Forum muss niemand sofort antworten. Gerade wenn jemand sich unverstanden fühlt und vielleicht innerlich geladen ist, kann es nur gut sein, erst mal tief durchzuatmen und dann nach reiflicher Überlegung den eigenen Beitrag einzustellen. Aber Gelassenheit ist wohl nicht jederManns Sache...
Zuletzt geändert von amaria am Samstag 7. April 2018, 21:03, insgesamt 1-mal geändert.
„Ausdauer wird früher oder später belohnt - meistens aber später.“
Wilhelm Busch

"Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand."
Arthur Schopenhauer
Johanna2

Re: Männer in Kitas!

Beitrag von Johanna2 »

Huba hat geschrieben: Samstag 7. April 2018, 20:23 Ist es irgendwie möglich, dieses gegeseitige Fehlervorhalten zu beenden? Natürlich waren wir beide gemeint...
Huba, falls ich hier irgendwo falsch zitiert oder mich einer Beleidigung schuldig gemacht habe, halten Sie mir diesen Fehler bitte baldmöglichst vor, damit ich ihn umgehend korrigieren kann. Danke.

Nachtrag: Anrede korrigiert
Zuletzt geändert von Johanna2 am Montag 23. April 2018, 08:59, insgesamt 1-mal geändert.
Huba
Schnuppernase
Beiträge: 93
Registriert: Mittwoch 4. November 2015, 18:27

Re: Männer in Kitas!

Beitrag von Huba »

Hallo.
Meine "alten" Beiträge habe ich gelöscht um dem Feuer ein wenig Energie zu entziehen. Durch das Thema fühlte ich mich in vielen Beiträgen persönlich angesprochen und habe nun etwas Abstand gewonnen.


Es entscheiden sich nur wenige Männer für den Beruf des Erziehers. Denkbar ist, dass neben den gesellschaftlichen und kulturellen Vorstellungen einer geschlechtsstereotypen Berufsorientierung, der oft thematisierte Gedanke eines übergriffigen männlichen Erziehers hierbei auch eine Rolle spielt. „So verwundert es auch nicht, dass der Generalverdacht bei (jungen) Männern in der Berufswahlorientierung, bei Studierenden in der Ausbildung und bei männlichen Fachkräften in der Praxis zu Verunsicherungen führen kann, (…)." (Buch: "Männer in Kitas")

Eine Umfrage der Koordinationsstelle Männer in Kitas ergab, dass 40% der befragten Eltern zugaben, an die Gefahr eines sexuellen Missbrauches durch männliche Erzieher gedacht zu haben. Der Prozentsatz von Leitungs- und Trägerverantwortlichen lag hierzu sogar noch höher, nämlich bei 48%.

Hierzu sei erwähnt, dass die befragten Personen nicht direkt an einen Übergriff gedacht, jedoch die Möglichkeit in Betracht gezogen haben. Nur 4% der befragten Eltern gingen von einem erhöhten Risiko eines sexuellen Übergriffes aus und gab an, dass sie annehmen, ein männlicher Erzieher würde zum Übeltäter werden. Zugleich wünschten sich jedoch, laut der vom BMFSFJ in Auftrag gegebenen Studie, 56% der befragten Eltern, dass mehr Männer als pädagogische Fachkräfte in der Kitas eingesetzt werden und die Angebotsstruktur in Kitas bereichern würden.

Diesen Zahlen kann man entnehmen, dass es einen Interessenkonflikt bei den Eltern zwischen dem Wunsch nach mehr männlichen Erziehern und einer gewissen Angst vor möglichen Übergriffen gibt.

Um den klischeehaften Rollenbildern entgegen zu wirken, benötigen wir mehr männliche Fachkräfte. Jedem Kind sollte die Möglichkeit geboten werden, beide Geschlechter als Vorbild im Alltag kennen und nutzen zu lernen. Wir leben den Kindern vor, dass Männer im Leben nicht nur typische Männerberufe wählen können und die Kinder erweitern das Rollenbild des Erzieherberufes. Zudem wird den Kindern erst mit der Vergleichsmöglichkeit zwischen Erzieherinnen und Erziehern die Möglichkeit geboten selbst zu reflektieren, welche Unterschiede oder Gemeinsamkeiten beide Geschlechter als Rollenbilder bieten.
Die pädagogische Arbeit sollte also nicht nur auf das Geschlecht des Erziehers umgelegt werden, vielmehr sollte es um eine Interaktion zwischen Kind und ErzieherIn gehen. Wir ErzieherInnen müssten mehr von einem Wechselwirkungszusammenhang zwischen Fachkraft und der geschlechtstypischen Orientierungen des Kindes ausgehen. Neben dem positiven Effekt der Chancenerweiterung für die Entwicklung der Kinder, stellen männliche Erzieher einen wichtigen Ansprechpartner für Eltern, insbesondere Väter und alleinerziehenden Müttern dar.

Ein größerer Anteil an männlichen Fachkräften würde den gesellschaftlichen Effekt haben, dass sie nicht mehr als selten und damit exotisch gelten, sondern die Persönlichkeit des einzelnen Erziehers im Vordergrund stehen würde.
Johanna2

Re: Männer in Kitas!

Beitrag von Johanna2 »

Ich vermute, dass gar nicht allzuviele Männer den Wunsch haben als Erzieher in der Kita tätig zu sein. Unabhängig davon, was andere Menschen darüber denken. Ebenso, wie nur wenige Frauen sich vorstellen können als Kraftfahrzeugmechanikerin tätig zu werden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich daran etwas ändern wird. Vermutlich liegt es oft doch etwas "in den Genen", zu welchem Beruf man sich hingezogen fühlt. Immerhin sind es die Frauen, die, naturgegeben, zuerst die engere Bindung zu dem Kind haben. Ebenso ist es klar, dass Männer auf Grund von ihrem Mehr an Körperkraft besser für diverse Berufe geeignet sind, die u.a. körperliche Stärke voraussetzen.
Huba
Schnuppernase
Beiträge: 93
Registriert: Mittwoch 4. November 2015, 18:27

Re: Männer in Kitas!

Beitrag von Huba »

@ Johann2 , Es gibt bisher kaum empirische Studien zu dem Thema.

Ist es denkbar, dass die soziokulturelle Prägung durch Eltern und Gesellschaft so stark war, dass beispielsweise Frauen, die sich vielleicht schon immer besonders für Technik interessierten, lieber keinen technischen Beruf erlernen, eben weil die Gesellschaft und ihre eigene Biographie sie so geprägt haben? (sei typisch Junge!, sei typisch Mädchen!) Das würde natürlich auch für die Männer gelten.

Die ErzieherInnen beginnen jetzt damit, das geschlechtsstereotype Spielverhalten der Kinder aufzuweichen. Die Generationen vor uns haben viel in die andere Richtung gearbeitet. (alles hat seine Zeit)
Daraus entstand eine Gesellschaft voller Menschen, die eher einen gesellschaftlich anerkannten Beruf wählen würden, als ihren eigenen Affinitäten oder Interessen zu folgen.
Es wäre, aus meiner Sicht, wünschenswert, wenn wir in einigen Jahren mehr Männer haben, die Frisör/Krankenpfleger/Erzieher werden und mehr Frauen, die KFZ-Meisterin/Panzerfahrerin/Tischlerin werden wollen. Es ist einfach wichtig, dass man in seinem Job gut ist.
Antworten

Zurück zu „Berufsrelevantes“