Problematische Familie

Basti85
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Re: Problematische Familie

Beitrag von Basti85 »

Auch immer spannend nach der Frage: Wer hat denn wirklich das Problem
https://www.unerzogen-magazin.de/hefte/

Zwischen den Welten zu Hause
Bette
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Re: Problematische Familie

Beitrag von Bette »

Wie meinst dur das?
Vielleicht: Ist eher das Problem der Mutter im Vordergrund? Und das Kind reagiert nur entsprechend?
Oder wie denkst du?
Bette
Basti85
Stammgast
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Re: Problematische Familie

Beitrag von Basti85 »

So oder noch weiter. Wie ist die Institution aufgestellt und wie sehen die Erzieherinnen das? Hat das Kind wirklich ein Problem oder sind es die Rahmen?
https://www.unerzogen-magazin.de/hefte/

Zwischen den Welten zu Hause
Bette
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Re: Problematische Familie

Beitrag von Bette »

Ich glaube, es ist die Mutter die Angst hat loszulassen.
Ich kann das aber nur vermuten. Ich weiß es nicht mit Sicherheit. Die Rahmenbedingungen stehen so wie sie sind. Ganz normaler Kindergartenalltag.
Aber ich will mich nicht weiter in Spekulationen verrennen. Wir warten die Fallbesprechung ab und wollen uns an die Fakten halten und sehen wohin uns das führt.
Liebe Grüße!
Bette
Bette
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Re: Problematische Familie

Beitrag von Bette »

Hallo! Falls es Euch noch interessiert, war das Treffen mit der Fachberatung trotz meiner eigenen bereits geschilderten Einstellung überraschend für mich.
Kurz erklärt: wir haben zu hören bekommen, dass die Mutter bereits ganz am Anfang, schon bei ersten Besuch in der Einrichtung das Ruder vollommen an sich gerissen hat. Sie hätte schon dort mit den Gepflogenheiten des Kindergartens, den Regeln und Grenzen bekannt gemacht werden müssen. Das wurde versäumt.
Inzwischen dominiert und kontrolliert sie das Personal und macht eine positive Zusammenarbeit zum Nachteil ihres Kindes durch ihr Verhalten unmöglich.
Es steht jetzt ein Elterngespräch im Beisein der Fachberatung an, in dem die Mutter in ihre Schranken verwiesen werden soll. Sie wird danach befragt, ob sie dem anwesenden Personal vertrauen kann oder nicht. Wenn sie es nicht kann und dies zugibt, muss sie sich einen anderen Kindergarten suchen.
Sie wird angehalten ihre Kontrollatacken zu unterlassen und darauf zu verzichten, dem Personal Unwahrheiten und schlechte Absichten zu unterstellen und sich andauernd zu beschweren.
Sie wird sich in Zukunft ihre Ansprechpartner nicht mehr selbst aussuchen, sondern mit mir vorlieb nehmen müssen - weil ich die Gruppenleitung bin und damit zu rechnen ist, dass wir personelle Engpässe haben werden, aufgrund der persönlichen Sit. meiner Kollegin.
Wenn sie damit nicht einverstanden ist, muss ihr Kind den Kindergarten verlasssen. Der Platz wird ihr gekündigt - mit aufrichtigem und großem Bedauern unsererseits. Wir möchten
- gut mit ihr zusammenarbeiten
- gut für ihr Kind sorgen und es in die Gruppe integrieren
- wir bestehen auf einen freundlichen und höflichen Umgang zwischen Eltern und Mitarbeitern
- und plädieren dafür dass ihr Kind den Kindgarten nachweislich regelmäßiger besucht damit es sich besser in die Gruppe integrieren kann.

Die Fachberatung ist der Auffassung dass die Problematik auf Seiten der Mutter liegt, weniger beim Kind. Durch ihre eigenen Traumatisierung ist sie in einer übermäßig beschützenden Rolle gefangen. Es ist anzunehmen dass sie psychisch in einem bedenklichen Zustand ist und in einer symbiothischen Beziehung zu ihrem Kind steht und bereits von früher Kindheit ihren Sohn in einem Übermaß beschützt und Beziehungen nach außen verhindert hat und dass er zur Zeit in diesem Systhem gefangen ist. Er weiß, dass er bei der kleinsten Anforderung nur zusammenbrechen braucht, und dann kommt die Mutter mit dem Flammenschwert und stellt sich schützend vor ihn. Dass sie dabei Weiterentwicklung in die Umwelt des Kindes hinein nachhaltig verhindert, scheint ihrem Bedürfnis nach Kontrolle und Sicherheit zu entsprechen.
Sie will deshalb auch keine positiven Beziehungen (z. B. zu Erzierinnen im Kindergarten) zulassen, weil sie unfähig ist genug zu vertrauen um ihren Sohn vertrauensvoll in die Welt hinaus zu lassen.
Daher muss sie mich auch ständig angreifen, weil sie merkt, dass ihr Sohn in Beziehung mit mir geht und meine Nähe sucht. Sie attakiert mich in der unbewussten Erwartung, dass ich mich von ihrem Sohn abwende und er dann so bleibt wie er ist und auf IHRE stete Hilfe und Unterstützung angwiesen ist.

Ich war schon sehr mitgenommen nach der Fachberatung und bin immer noch damit beschäftigt meine eigenen Gefühle und Erwartungen, meine innere Haltung zu der Mutter zu sortieren damit ich weiter positiv mit dieser Familie arbeiten kann, was ich dem Kind zuliebe unbedingt möchte.

Bette
Engelglück
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Re: Problematische Familie

Beitrag von Engelglück »

Hallo,mir tut diese Familie sehr,sehr leid und ich bin mir gar nicht so sicher,ob die Mutter wirklich richtig gesehen wird. Ich kenne sie nicht,aber ich bin erschüttert,über dieses Schicksal. LG
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