Thema Beißen und andere "Gewalttaten"

Lenina
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Thema Beißen und andere "Gewalttaten"

Beitrag von Lenina » Sonntag 23. September 2012, 15:44

Hallo zusammen

Ich hoffe, ihr versteht die Ironie in dem Wort Gewalttaten - ich rede hier von entwicklungsmäßig entsprechendem Verhalten in der Krippe.

Es gibt bei uns seit einigen Wochen einen Vorfall, den ich nicht weiter ausführen möchte.
Auf jeden Fall ist ein Elternpaar sehr aufgebracht, da es sich um ihr Kind als BEtroffenes handelte. Es fanden viele Gespräche und Veränderungens tatt.

Nun steht ein allgemeiner Elternabend an und wir müssen dieses Thema ansprechen, da es sich gerüchtemäßig anscheinend auch in der Gruppe verbreitet hat. Im Vordergrund stehen aber die normalen Sachen zum Beginn eines neuen Kita-Jahres.

Allerdings nicht den Vofall selbst, sondern wie wir mit solchen Sachen umgehen und handeln. Wir haben ein Informationsblatt, auf dem steht, was gemacht wird wenn, was wir auch den Eltern austeilen und besprechen wollen.

Leider haben wir/ich großen Bammel davor, dass uns das Gespräch aus dem Ruder läuft und sich zu einer Art Schlagabtausch (wie in den letzten Wochen zwischen Team udn Eltern) entwickelt.

Ich bin noch sehr unsicher, wie ich das Thema anspreche und vor allem, wie wir reagieren können.

Wer hat schon mal mit ähnlichem zu tun gehabt und kann davon erzählen oder hat andere tolle Ideen? Bin für vieles dankbar, denn ich bin noch Berufsanfängerin, dass ist mein erster wirklich geplanter Elternabend und das Thema hat uns allen ganz schön zugesetzt...
Sorry für knappe Antworten, tablet und Baby machen das Schreiben nichg leicht :kappe:

amaria
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Re: Thema Beißen und andere "Gewalttaten"

Beitrag von amaria » Sonntag 23. September 2012, 17:49

Hallo Lenina,

Vermutlich habe ich dich nicht vollkommen verstanden: Ein Kind oder mehrere neigen dazu ein oder oder mehrere Kinder kraftvoll zu beißen. Das gibt Quetschwunden, die weh tun und auch den Eltern auffallen, da sie farbintensiv zu werden pflegen. Es ist unter den üblichen Bedingungen (unzureichender Personalschlüssel und Erzieherinnen, die nicht wie allgegenwärtige Kraken überall eingreifen können) auch leider nicht möglich alle Kinder jederzeit vor Kindern zu schützen, die zum Beißen neigen. Die Kinder dürften unter der Gesamtsituation leiden. Zuerst einmal sind ohnehin zu wenig Erzieherinnen für sie da, die wenigen Erzieherinnen schaffen es nicht, alle Kinder jederzeit zu schützen und wenn deshalb weinende Kinder Trost brauchen, fällt dieser unter Umständen nur kurz statt, da eine erneute Beißattacke oder eine anderweitige Gewalttat verhindert werden muss.

Für den Elternabend kann es einen Unterschied machen, ob nur ein Kind beißt oder auch andere. Deshalb meine Frage: Beißen auch andere Kinder oft zu und wenn ja, steht dies in einem Zusammenhang mit dem Vorfall, auf den du anspielst?
Wissen die Eltern darüber Bescheid, welche Ursachen dem Beißen zugrunde liegen können? Manche Kinder möchten in der oralen Phase ausprobieren, was sie alles mit ihrem Mund bewirken können. Manche fühlen sich von anderen Kindern bedrängt oder angegriffen und wählen das Beißen zu ihrer Verteidigung. Andere beißen, um sich Vorteile zu verschaffen, sind also "Räubernaturen", die anderen ihr Spielzeug wegnehmen wollen und dabei sportlich-aktiv sind.

Erwarten die Eltern, dass die Erzieherinnen schon den Kleinsten beibringen, was Fairness oder soziales Verhalten ist? Wird in Betracht gezogen, dass ein Kind (oder mehrere) von dem Aufenthalt in der Krippe so gestresst sind, dass sie durch Beißen Entlastung finden? Die zuletzt genannte Möglichkeit dürfte Eltern nicht behagen. Sie könnte dazu herausfordern zu denken, dass der Personalschlüssel nicht stimmt. Beißt ein Kind, kann es Aufmerksamkeit auf sich zuziehen. Ihm wird ganz nett erklärt, dass Beißen weh tut. Unter Umständen wird geschimpft.

Weil es ein wichtiges Thema ist, werden die Eltern sich schon Gedanken über die Ursachen gemacht haben. Lass sie reden. Vielleicht bittest du sie sich angesichts der bekannten Rahmenbedingungen sich vorzustellen, was in den Kindern vorgehen mag. Kleine Hinweise darauf, dass heute viele Erwachsene nachts mit den Zähnen knirschen, könnten den Gedanken, dass auch das Beißen der Kinder auf Stress zurückgeführt werden könnte (nicht muss!) erleichtern. Bei der progressiven Muskelentspannung nach Jacobson werden zum Beispiel für einen Moment Muskeln stark angespannt und dann wieder losgelassen. - Derartiges könnten kleine Beißer in der Krippe intuitiv auch machen.

Wichtig ist, dass alle Erzieherinnen klar zu verstehen geben, dass sie das Problem sehen, ernst nehmen - und dass bislang noch keine Möglichkeit erkannt wurde, dass Beißen zu verhindern. Ihr könnt gegebenenfalls erörtern, ob ihr angesichts der Zustände eine Überlastungsanzeige stellen solltet. Oder vielleicht wäre es den Eltern lieber, wenn verhaltensauffällige Kinder für eine Weile vom Krippenbesuch ausgeschlossen werden können, wenn Anlass besteht, dass wegen dieser Kinder andere erheblich verletzt werden und Ängste entwickeln?

Das Thema "Ängste vor anderen Kindern" sollte nicht ausgespart bleiben. Am besten, du überlegst in aller Ruhe, welche Themen dir wichtig sind. Wenn du sie zu Beginn einmal kurz benannt hast, wissen die Eltern, dass du deinen Beruf ernst nimmst.

Alles Gute!

amaria
Zuletzt geändert von amaria am Sonntag 23. September 2012, 18:28, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Thema Beißen und andere "Gewalttaten"

Beitrag von Jelka » Sonntag 23. September 2012, 17:55

Hallo Lenina,
leitest du den Elternabend alleine?
Wenn nicht, wäre es gut, diesen Punkt an die Kollegin abzugeben, solange du noch unsicher bist.
Die Sorge der Eltern, deren Kind gebissen wurde, kann ich gut verstehen, auch wenn ich weiß, dass es in einer bestimmten Entwicklungsphase Gründe gibt,, warum Kinder beißen. Ich weiß auch, dass man es als Erzieherin oft nicht verhindern kann, selbst wenn man daneben steht. Trotzdem würde ich mit meinem Kind mitleiden, wenn es gebissen wird. Dieses Mitleiden verursacht bei Eltern den sachlichen Blick.
Wir haben ein Informationsblatt, auf dem steht, was gemacht wird wenn, was wir auch den Eltern austeilen und besprechen wollen.
Das ist schon ein guter Ansatz. Ihr solltet auch von der fachlichen Seite einen Blick darauf werfen, warum Kinder beißen. Diese Info könnt ihr an die Eltern weiter geben.
Es ist ja nicht so, dass diese Kinder bösartig sind. Aber durch den Umgang damit werden sie oft in die Ecke des unmöglichen Kindes gedrängt und können sich, weil sie den Stempel haben, nur schwer daraus befreien.
Leider haben wir/ich großen Bammel davor, dass uns das Gespräch aus dem Ruder läuft und sich zu einer Art Schlagabtausch (wie in den letzten Wochen zwischen Team udn Eltern) entwickelt.
Was bedeutet für dich, dass es aus dem Ruder läuft?

Mein Tipp:
Ihr plant vorweg, was ihr dazu sagen wollt, teilt dies mit, sofern es möglich ist. Ihr erklärt, dass ihr kein großes Thema daraus machen wollt und sollte darüber hinaus noch Interesse an diesem Thema bestehen, könnt ihr anbieten, nochmal einen Extratermin dazu zu machen, weil diesmal viele andere Punkte auf dem Plan stehen.
Einer dieser Punkte ist der Umgang mit Konflikten.
Ich weiß jetzt nicht, wie der Schlagabtausch mit euch war und wie die Gerüchteküche kochte. Aber mich würde es ärgern, wenn Eltern nicht direkt auf mich zukommen, oder dazwischen stecken, wenn eine Familie Probleme hat. Holen Eltern die Elternvertreter zum Vermitteln dazu, finde ich es ok.
Was ist bei dem Konflikt schief gelaufen und wie würdet ihr euch den Umgang damit in Zukunft wünschen? Geht in die Offensive, ohne jemanden persönlich anzugreifen, indem ihr den Eltern eure Wünsche mitteilt.
Liebe Grüße Jelka

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Re: Thema Beißen und andere "Gewalttaten"

Beitrag von Lenina » Sonntag 23. September 2012, 19:05

Es ist nur ein Kind das beißt und eines das gebissen wird.
Ansonsten ist es zwar sehr unruhig aber recht friedfertig in der Gruppe. Auch das beißende Kind zeigt sonst keinerlei aggressives Verhalten.

Deswegen ist das Thema Beißen an sich nicht Thema der Gruppe oder aller Eltern (außer der zwei Betroffenen). Und mit denen fanden schon jede Menge Gespräche statt. ZuM Teil unschön, zum Teil produktiv, aber es ist zur Zeit keine wirkliche Erziehungspartnerschaft möglich. Mehr will ich im öffentlichen Bereich nciht dazu sagen. Wenn ihr mit mir darüber reden möchtet, amaria und Jelka, so können wir das als "kollegialen Austausch" per PN machen - bin für Ideen sehr offen...

Es war auch nciht so, dass wir zu wenig Erzieher waren. Der Personalschlüssel war abgedeckt. Es geschah sogar in Zeiten, in denen das beißende Kind unter "Kontrolle" stand. Aber da schaust du einmal kurz weg und schon ist es passiert.

Ich verstehe die Eltern vollkommen und stimme ihnen zu, dass es eigentlich nicht passieren sollte - zumal gehäuft. Dennoch können wir einfach keine 100% Garantie auf Nicht-gebissen-werden geben, ohne dass die Kinder in ihrem Bewegungsdrang, Spieltrieb, Sozialverhalten und Entwicklung eingeschränkt werden.

Insofern ist es eigentlich kein Thema für den Elternabend, sondern eigentlich für Gespräche. Da wir aber inzwischen wissen, dass zumindest 2 oder mehr Eltern die Sache mitbekommen haben, möchten wir das Thema "Gewalt" (mir fällt grad kein passendes Wort ein, ihr wisst, was ich meine) anschneiden, ohne auf die Sache zu sprechen zu kommen, da dies die Angelegenheit zwischen den betroffenen Eltern und uns ist.
Aber wir haben Angst, dass das betroffene Elternpaar das anders sieht und eine SItuation entsteht, die auf genau dieses Thema herausläuft und wieder alles von vorne durchgekaut wird. Vor Eltern, die es nicht betrifft.

Abgeben ist unmöglich, da wir alle drei Berufsanfänger sind. Meiner Kollegin, die ebenfalls beteiligt war, schlottern noch mehr die Knie als mir. Die andere ist erst seit 3 Wochen da...

Ich stelle es mir so vor, dass wir als einen der Punkte das Thema "Umgang mit schlagenden, beißenden oder kratzenden Kindern" haben und dabei kurz darauf eingehen, wieso das in dem Alter oft vorkommt und was wir dagegen tun und wie wir damit umgehen. Sprich: Wie verhindern wir das im VOrfeld: Teilung der Gruppe in Kleingruppe, viel Bewegung im Freien, Ruhe in Konfliktsituationen (Vorbild), Konsequenzen, wenn es doch passiert.

Erscheint euch das machbar??
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Re: Thema Beißen und andere "Gewalttaten"

Beitrag von Jelka » Sonntag 23. September 2012, 20:59

amaria, nicht alles ist auf Überlastung oder Stress durch Fremdbetreuung zurück zu führen.
Es gibt noch etliche, von dir nicht aufgeführte Gründe, warum Kinder beißen.
Ich stelle es mir so vor, dass wir als einen der Punkte das Thema "Umgang mit schlagenden, beißenden oder kratzenden Kindern" haben und dabei kurz darauf eingehen, wieso das in dem Alter oft vorkommt und was wir dagegen tun und wie wir damit umgehen. Sprich: Wie verhindern wir das im VOrfeld: Teilung der Gruppe in Kleingruppe, viel Bewegung im Freien, Ruhe in Konfliktsituationen (Vorbild), Konsequenzen, wenn es doch passiert.
Sehe ich es richtig, dass es sich um jüngere Kinder handelt?
Euren Weg, wie ihr damit umgehen wollt, finde ich sehr gut, habe aber zwei Anregungen dazu. Zum einen würde ich das Thema umbenennen in "Umgang mit Konflikten", darin hast du alles enthalten, ohne näher auf das Beißen einzugehen.
Zum anderen würde ich "Umgang mit Konflikten" in mehrere Unterbereiche aufteilen und erstmal von der fachlichen Seite her erklären, wie Konflikte bei den Kindern untereinander entstehen (Stress durch Müdigkeit, Lautstärke, Konkurrenzdruck, noch mangelnde sprachliche Fahigkeiten, noch ungenügende Frustartionstoleranz etc. ) Häufig sind Missverständnisse die Ursache für Konflikte.
Der zweite Punkt könnte sein, was die Kinder aus Konflikten lernen und warum sie Konflikte haben müssen, um sich weiter zu entwickeln.
Als dritten Punkt könntet ihr schildern, wie eure Kinder damit umgehen (sie sagen "Geh weg, oder sie gehen dem Konflikt aus dem Weg, sie hauen, schubsen oder beißen auch mal, sie holen euch zu Hilfe, oder ....). Hebt dabei hervor, was die Kinder schon gelernt haben und erklärt, wo sie noch eure Unterstützung benötigen.
Und abschließend könnt ihr erklären, was ihr dazu beitragt, dass Kinder damit umgehen lernen und wie ihr dazu betragt, das Konfliktpotenzial im Vorfeld zu verringern.
Denn, wenn es nur bei der Schilderung bleibt, was ihr dagegen unternehmt, begebt ihr euch in eine Rechtfertigungsposition, in der ihr euch die Schuhe anzieht, wenn es zu Konflikten kommt.
Hier findest du jede Menge Material zum Umgang mit Konflikten:

http://www.kindergartenpaedagogik.de/su ... n&sa=Suche

Diese Links daraus könnten dir sehr hilfreich sein:

http://www.kindergartenpaedagogik.de/2192.html

http://www.kindergartenpaedagogik.de/1290.html

http://www.kindergartenpaedagogik.de/1995.html
Deswegen ist das Thema Beißen an sich nicht Thema der Gruppe oder aller Eltern (außer der zwei Betroffenen). Und mit denen fanden schon jede Menge Gespräche statt. ZuM Teil unschön, zum Teil produktiv, aber es ist zur Zeit keine wirkliche Erziehungspartnerschaft möglich.
Reden die zwei Betroffenen vom Beißen, redet ihr von Konflikten. Halten sie sich am Beißen fest, verweist sie darauf, dass ihr darüber schon im Austausch wart. Und sollte ihnen dieser Austausch nicht gereicht haben, dürfen sie im Anschluss gerne einen neuen Termin mit euch ausmachen.
Ich verstehe die Eltern vollkommen und stimme ihnen zu, dass es eigentlich nicht passieren sollte - zumal gehäuft. Dennoch können wir einfach keine 100% Garantie auf Nicht-gebissen-werden geben, ohne dass die Kinder in ihrem Bewegungsdrang, Spieltrieb, Sozialverhalten und Entwicklung eingeschränkt werden.
Ich denke, genau das wirst du den Eltern vermittelt haben. Bekommen diese Eltern nun auch nich das Podium des Elternabends, werdet ihr euch nur im Kreis drehen.
Abgeben ist unmöglich, da wir alle drei Berufsanfänger sind. Meiner Kollegin, die ebenfalls beteiligt war, schlottern noch mehr die Knie als mir. Die andere ist erst seit 3 Wochen da...
Ok, das verstehe ich. Dann würde ich das Thema aufteilen. Ihr bereitet es zwar gemeinsam vor, aber jeder übernimmt auf dem Elternabend einen Part davon. So ist klar, dass ihr alle an einem Strang zieht. Zusätzlich müsstet ihr absprechen, wer von euch den Weg zum Thema zurück findet, wenn die betroffenen Eltern zum Beißen abschweifen, was nicht bedeutet, dass es nur diese Kollegin machen darf, aber sie hat die Aufgabe, dafür zu sorgen, wenn es keiner von euch übernimmt.

Und sollten die Eltern am Ende des Elternabends noch nicht genügend Infos haben, könnt ihr ihnen vielleicht anbieten, einen Fachmann dazu einladen. Den könntet ihr über Fortbildungsinstitute bekommen. Es müsste nur geklärt werden, wie es finanziert wird. Auch das muss den Eltern klar sein.
Liebe Grüße Jelka

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Re: Thema Beißen und andere "Gewalttaten"

Beitrag von Lenina » Sonntag 23. September 2012, 21:24

Oh, Jelka, danke :-)

Du hast es wirklich auf den Punkt gebracht.

So sollte es aussehen...

Ja, es handelt sich um Kinder zwischen zur Zeit 1;3 und 3 Jahren.

Vielen Dank für deine Antwort. Ein paar der links habe ich schon gelesen, die anderen werde ich mir morgen in meiner Vorbereitungszeit noch zu Gemüte führen und ausarbeiten.

Du hast, recht, gingen wir nur auf unser Verhalten ein, wäre es wieder ne Rechtfertigung (was wir eigentlich bisher fast ausschließlich getan haben, da wir regelrecht unter Beschuss standen). So wird das ganze rund.

Ich berichte mal, wie es gelaufen ist.
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Re: Thema Beißen und andere "Gewalttaten"

Beitrag von Jelka » Sonntag 23. September 2012, 21:29

Lenina hat geschrieben:Ich berichte mal, wie es gelaufen ist.
Ich bin schon neugierig und bin mir sicher, es wird gut werden, solange ihr wisst, was ihr wollt und eurer Sache sicher seid.
Wann findet der Elternabend statt? Habt ihr noch genug Zeit euch vorzubereiten?
Liebe Grüße Jelka

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Re: Thema Beißen und andere "Gewalttaten"

Beitrag von Lenina » Sonntag 23. September 2012, 21:36

*räusper*

Morgen...

Also nicht mehr viel Zeit. Leider hat es sich auch erst in den letzten zwei Wochen als notwendig erwiesen, das Ganze zum Thema zu machen. Und mit einigen Abschlussgesprächen und Abschieden hat die Zeit einfach gefehlt.
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Re: Thema Beißen und andere "Gewalttaten"

Beitrag von Jelka » Sonntag 23. September 2012, 21:41

Lenina hat geschrieben:Morgen...
Hups, das ist wirklich nicht viel Zeit. Vielleicht kannst du ja einiges von den Links noch ausdrucken, damit eine Kolleginnen wenigstens durch das Lesen der Infos noch Sicherheit bekommen.
Ich drück euch die Duemen, dass der Elternabend sachlich bleibt.
Liebe Grüße Jelka

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Re: Thema Beißen und andere "Gewalttaten"

Beitrag von Lenina » Sonntag 23. September 2012, 21:43

Ja, das mache ich auf jeden Fall.

Bereite alles vor und vor dem Abend haben wir nochmal 1,5 Stunden gemeinsam Zeit. Da bringen wir es dann in Reinform. Der Rest des Abends wird relativ einfach verlaufen. Einfach allgemeine Infos.

Ich denke auch, dass wir nicht so sehr in die Tiefe gehen sondern lieber anbieten, zu diesem Thema bei Interesse noch mal einen gesonderten Abend machen, wo wir näher auf alles eingehen können.
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Re: Thema Beißen und andere "Gewalttaten"

Beitrag von Lenina » Mittwoch 26. September 2012, 22:45

Ich berichte mal kurz, gibts aber nciht viel zu sagen:

Es waren nur Eltern von 2 der KInder da, unter anderem auch des betroffenden Kindes.
Da mit diesen schon viele Gespräche gelaufen sind und es für die Eltern des anderen Kindes nicht treffend war, haben wir uns kurzfristig entschlossen, dass Thema doch nicht aufs Tableau zu bringen.

Also mehrere Stunden Arbeit "für nix" (man kann es ja für ein anderes Mal wiederverwenden, aber ein bisschen doof wars schon).

Das Thema kam auch nicht auf (nur ein paar andere Kommentare, die wir dann mal "überhört" haben). Also im Prinzip ein recht gelungener Abend - nur die Anwesenheitsanzahl hat uns etwas geknickt (aber es gehen gerade auch einige Kinder und die neuen sind noch nicht da...)

Auf jeden Fall bin ich jetzt gut informiert und es hat mir in soweit geholfen, dass ich jetzt unsere streitenden Kinder mal wieder mit anderen Augen sehe!
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Re: Thema Beißen und andere "Gewalttaten"

Beitrag von Jelka » Donnerstag 27. September 2012, 07:10

Hallo Lenina,
wie du schon selbst geschrieben hast, auch wenn ihr das Thema nicht besprochen habt, umsonst war die Vorbereitung nicht. Habt ihr solche Situationen nochmal, könnt ihr vielleicht im Vorfeld schin ganz anders mit den Eltern reden. Und dass das Thema aus Mangel an Teilnehmern nicht besprochen wurde, ist immer noch besser, als sich unvorbereitet darüber zu äußern, wenn es um solch ein emotionales Thema geht.
Es waren nur Eltern von 2 der KInder da, unter anderem auch des betroffenden Kindes.
Da mit diesen schon viele Gespräche gelaufen sind und es für die Eltern des anderen Kindes nicht treffend war, haben wir uns kurzfristig entschlossen, dass Thema doch nicht aufs Tableau zu bringen.
Habt ihr den Elternabend trotzdem gemacht? Wir lassen ihn ausfallen, wenn weniger als 5 Eltern kommen.
Auf jeden Fall bin ich jetzt gut informiert und es hat mir in soweit geholfen, dass ich jetzt unsere streitenden Kinder mal wieder mit anderen Augen sehe!
Das ist doch ein riesiger Nebeneffekt. :wink:
Liebe Grüße Jelka

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Re: Thema Beißen und andere "Gewalttaten"

Beitrag von Lenina » Donnerstag 27. September 2012, 17:11

nein, 5 Eltern wär ja schon die Hälfte der Gruppe - insgesamt in der EInrichtung waren es mehr. nur bei uns halt nicht.
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Re: Thema Beißen und andere "Gewalttaten"

Beitrag von amaria » Sonntag 20. Januar 2013, 13:56

Hallo!

Weil es zum Thema passt, setze ich hier den anderweitig schon gesetzten Link über einen Vorfall in Saarbrücken. Ein Krippenkind wurde während der Schlafenszeit von einem anderen Kind durch Bisse erheblich verletzt. http://www.saarbruecker-zeitung.de/sz-b ... PvpR2eL384

Außerdem noch ein Link, der sich auf einen Vorfall in Italien bezieht: http://www.focus.de/panorama/welt/itali ... 57628.html

Freundliche Grüße

amaria
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Re: Thema Beißen und andere "Gewalttaten"

Beitrag von amaria » Donnerstag 2. Oktober 2014, 08:58

Und im Anschluß an die Meldungen zu dem Fall in Saarbrücken und dem der zubeißenden italienischen Erzieherin hier nun ein aktueller Link, der vor allem für diejenigen interessant ist, die sich für tiergestützte Pädagogik interessieren.

http://www.wn.de/Muenster/1743720-Vierb ... rf-bleiben
Nachdem einer der unerlaubt mit in die Kita gebrachten Hunde einer Kindergartenleiterin ein Kind ins Gesicht gebissen hat (steht schon unter "Lauter Rechtsfälle), werden gewiss noch zahlreiche Diskussionen geführt werden, ob der Verbleib von Hunden in Kitas zu verantworten ist.

Freundliche Grüße

amaria
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