Kündigung des KITA Vertrages

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ferdinandel
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Kündigung des KITA Vertrages

Beitrag von ferdinandel »

Hallo Forum,

wir haben ein grosses Problem mit einem Elternpaar, so dass eine konstruktive zusmmenarbeit mit ihnen nicht mehr möglich ist.

Nun meine Frage: Habt ihr schon einemal den Kitavertrag gekündigt? Wir gedenke diesses zu tun.

Es ist im Kollegenkreis das blanke Entsetzen ausgebrochen, weil soetwas hat es ja noch nie gegeben. .......... Ich bin aber der Affassung, dass jeder Vertrag aufllösbaar ist. Warum nicht auch einmal von seiten der Kita?

was meint ihr?

Lenina
Schriftsteller
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Registriert: Samstag 2. Juli 2011, 15:16

Re: Kündigung des KITA Vwertrages

Beitrag von Lenina »

Manchmal ist das das Beste. Wir standen auch mal vor der Situation, haben es aber immer wieder hinausgeschoben, bis die Eltern irgendwann gegangen sind.

Ich denke, wenn die Grundlagen zerrüttet sind, ein Vertrauensverhältnis nicht mehr da ist und eine Partnerschaft nicht mehr möglich, dann sollte man über diese Möglichkeit sprechen.
Sorry für knappe Antworten, tablet und Baby machen das Schreiben nichg leicht :kappe:

Mariechen
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Re: Kündigung des KITA Vwertrages

Beitrag von Mariechen »

Das sehe ich ebenfalls so Marie

littlefinn
Beiträge: 3
Registriert: Dienstag 3. Juni 2014, 08:49

Re: Kündigung des KITA Vwertrages

Beitrag von littlefinn »

Lenina hat geschrieben:Manchmal ist das das Beste. Wir standen auch mal vor der Situation, haben es aber immer wieder hinausgeschoben, bis die Eltern irgendwann gegangen sind.

Ich denke, wenn die Grundlagen zerrüttet sind, ein Vertrauensverhältnis nicht mehr da ist und eine Partnerschaft nicht mehr möglich, dann sollte man über diese Möglichkeit sprechen.
Richtig! Manchmal gibt es eben keinen anderen Weg! So schwer einem die Entscheidung auch fällt!

Kees_Kopf
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Re: Kündigung des KITA Vertrages

Beitrag von Kees_Kopf »

Sehr spät, aber trotzdem meine Überlegung dazu, verbunden mit am Schluss die Frage, wie die Sache ausgegangen ist.

Ob ein Vertrag kündbar ist und unter welche Bedingungen hängt immer vom Vertrag ab. Grundsätzlich sind Verträge immer mit ein gewissen Frist beidseitig Kündbar, wobei der schwächere Partie (in diesem Fall die Eltern) oft doch etwas stärker steht. Dann spielt auch noch eine Rolle ob man ordentlich und fristgemäß kündigen will oder oder außerordentlich und fristlos. Ersteres ist immer etwas einfacher als letzteres, da für eine fristlose Kündigung immer schwere Gründe vorliegen müssen. Eine schwierige Zusammenarbeit alleine wird vor Gericht vermutlich nicht ausreichen, die Arbumentation dagegen wäre, dass man als Kindergarten auch mit Eltern in schwierige Situationen zusammenarbeiten muss und deswegen kein besonders schweren Grund vorliegt. Anders wird das, wenn es in der jüngeren Vergangenheit mehrfach Versuche zu einen Zusammenarbeit gegeben hat udn den Eltern deutlich gemacht worden ist, dass wenn sich nichts ändert, eine weitere Zusammenarbeit nicht länger möglich ist und der Vertrag gekündigt wird. Das allerdings kann nicht das Personal entscheiden, sondern muss jemand mit Vertragsvollmacht vom Träger machen.

Was in der heutigen Zeit aber hinzukommt und die Rechtslage nicht vereinfacht ist die Tatsache, dass Eltern ein Recht auf ein Betreuungspaltz haben. Dieses Recht muss in öffentliche (sprich Kommune, Kreis, Land oder Bund) geführte Einrichtungen gewährt werden. Private (krichliche, wohlfahrtsverbände etc) Einrichtungen sind zunächst nicht gehalten die Verpflichtung der Kommune zu erfüllen - ES SEI DENN DAS die Kommune ihre Plätze bei den privaten Träger "einkauft" und sich in irgendeiner Form bei der Finanzierung der Einrichtung hat festschreiben lassen, dass der Träger von der Kommune verpflichtet werden kann eine Zahl von XX Kinder aus den kommunalen Verpflichtungen zu übernehmen.

Geht es hier um eine öffentliche (also kommunale) Eirichtung, wird das ganze noch etwas schwieriger, denn dann spielt einerseits die Haltung der Eltern als Kündigungsgrund eine Rolle, andererseits muss dagegen abgewogen werden ob das Recht auf einen Betreuungsplatz nicht schwerer wiegt. Eine Sache die in eine rechtliche Auseinandersetzung vermutlich weit über der Zeit welche das Kidn im Kindergarten sein würde hinausgehen wird und so oder so viel Energie und GEld kosten wird.

Meine Empfehlung deswegen: Mit dem Hausjuristen schauen wie der Vertrag gestaltet ist und welche sachliche und belegbare Gründe man für die Kündigung anführen kann, ggf. die Eltern erst einmal schriftlich detailliert darlegen warum mann bei fortdauernde Verhalten wie bisher den Vertrag kündigen muss um dann, wen sich nicht ändert, tatsächlich zu kündigen:

Und jetzt die Frage:

Was habt ihr gemacht und wie ist das ausgegangen?

Kees
Je suis Charlie!

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