Ich werde versetzt

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Judith
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Ich werde versetzt

Beitrag von Judith » Samstag 13. Mai 2017, 02:54

Letzte Woche habe ich erfahren, dass ich zu August versetzt werde. Aktuell: Krippe (GL), drei Kollegen (1VZ, 2TZ). Krippe ist mit im Kitagebäude, in der noch vier Kindergartengruppen mit drin sind. Ab August: Krippe (GL, Zweitkraft usw. gibt es ab da an in unserem LK nicht mehr). Somit alle gleich gestellt. Drei Kollegen (2VZ, 1TZ). Krippe ist in einem eigenständigen Gebäude, alleine. Chefin ist die gleiche, wie in der Kita. Krippe ist 5 Autominuten von der Kita entfernt.
Für die Krippe ist eine Erweiterung geplant von zwei altersübergreifenden Gruppen bzw. evtl. eine altersübergreifende Gruppe auch als Krippe. Eröffnung geplant für August 2018. Soweit zwei Gruppen in dem Haus sind ist es eine eigenständige Kita.
Krippe ist zurzeit eine Betriebskrippe. Der Betrieb stimmt dem Ausbau zu. Architekt usw. ist am Planen.
Ich wurde nicht gefragt, ob ich wechseln möchte. Es wurde einfach so entschieden und ich habe keine andere Wahl als es zu machen. Ich fühle mich übergangen. Ich wäre gerne vorher gefragt worden und hätte ein paar Tage Bedenkzeit gehabt, ob ich wechseln möchte oder nicht.
In meiner jetzigen Gruppe läuft es gerade so gut. Es sind alle Kollegen da, die wirklich schwere Anfangszeit aus diesem Jahr ist überstanden. Und nun werde ich da raus genommen und eine andere Kollegin aus dem Kindergartenbereich kommt da rein. Die hat im Gegenteil zu mir um eine Versetzung gebeten und wusste noch vor mir, dass sie in die Gruppe wechseln darf.
Ich komme in die andere Krippe, wo die drei Erzieher seit fünf Jahren beständig da sind. Die 4.Person (Zweitkraft) wechselt alle 2-3 Jahre aufgrund von Schwangerschaft. Die drei sind ein eingespieltes Team und es ist sehr schwer dazwischen zu kommen. Und jetzt komme ich. Sie wünschen sich jemanden von Außerhalb, jemanden ganz Neues und sagen das auch so. Das erschwert mir die Situation, da ich mich überhaupt nicht Willkommen fühle und das Gefühl habe, dass sie mich überhaupt nicht haben wollen. Sie müssen sich dem fügen; schließlich hatten sie auch kein Mitspracherecht wer kommt und haben es erst Anfang dieser Woche erfahren. Und seitdem ist das Verhältnis noch schlimmer als vorher.
Es wird nicht mehr gegrüßt, wenn man sich beim spazieren gehen trifft, es wird nicht mehr miteinander gesprochen und wenn dann nur, dass sie das nochmal mit Chefin besprechen möchten, ob ich wirklich kommen werde, dass sie es nicht gut finden, dass einfach entschieden wird, wer kommt, dass einfach entschieden wird, dass ich kommen werde, usw... Also nur Negatives.
Mittwochmittag war es dann so schlimm, dass ich weinend vor meiner Chefin saß und ihr meine Gefühle mitgeteilt habe. Ich bin eigentlich eine Person, die sachlich bleibt und nicht emotional wird, aber da ging es nicht mehr. Da wuchs mir alles über den Kopf. Chefin sagte mir, dass sie mit den dreien nochmal sprechen wird und deren Art des Willkommen heißen nochmal überdacht werden muss. Ich schlug vor, dass wir uns zu fünft (also mit ihr) zusammen setzen könnten und sprechen könnten, aber das lehnte sie ab. Sie wollte erstmal mit denen alleine sprechen.
Donnerstagmittag dann rief eine Kollegin von dort mich an und entschuldigte sich für ihr verbales Verhalten am Mittwoch (hatten uns beim Spazieren gehen getroffen und wider mal wurde mir da gesagt, dass das nochmal besprochen werden muss, ob ich wirklich komme). Wir werden uns nun am Montag zusammen setzen und reden. Davor habe ich auch ein wenig Bammel, da ich nicht weiß, was Chefin dort gesagt hat. Denn die Kollegin sagte auch, dass Chefin ihr gesagt hat, dass ich sehr traurig gewesen sei und sie könnte gar nicht verstehen warum das so gewesen sei.
Ich möchte bei den dreien nicht den Eindruck verbreiten, dass ich sofort zur Chefin laufe. So ist das überhaupt nicht. Aber Mittwoch war ich so fertig und eigentlich wollte ich ins Bad und da habe ich sie versehentlich angelaufen, weil ich so in Gedanken war und dann fragte sie mich, was los sei. Da kam in mir alles noch mehr hoch als eh schon.
Es ist alles so blöd. Am liebsten möchte ich in meiner jetzigen Gruppe bleiben.
Die Eltern wurden heute per Elternbrief darüber informiert welche Wechsel es ab August geben wird. Manche fragten auch, warum ich den Wechsel. Hab dazu nur gesagt, dass es so entschieden wurde und es nun so ist. Ich wollte dir Eltern nicht anlügen und was Falsches zu erzählen, wie große Freude oder, dass ich das auch möchte, das kann ich nicht.
Andererseits ist der Wechsel jetzt zeitlich gesehen vielleicht ok. Denn im Juli verlassen 11 Kinder die Gruppe. Es bleiben somit nur 4 und die Gruppenkonstellation wird dadurch bedingt auch wieder anders.
Andererseits fühle ich mich da so wohl.
Ich kenne die andere Krippe auch, war schon öfter nachmittags als Vertretung dort und dann war ich auch immer Willkommen. Da war dann aber auch Personalmangel.
Zurzeit habe ich das Gefühl mit der Situation nicht zurecht zu kommen und überfordert zu sein. Ich nehme es mit nach Hause. Eigentlich kann ich gut zu Hause von der Arbeit abschalten und habe da auch meine Wege, dass dieses gelingt. Nun ist es nicht so. Ich grübele wie es wohl werden wird. Ich habe Angst vor der Veränderung. Es geht soweit, dass ich nicht gut schlafen kann, bis hin zu dass ich nachts aufwache und mir dann Gedanken kommen. Ich bin unzufrieden damit, muss mich fügen und das Beste raus machen und hatte gehofft, dass die drei mich Willkommen heißen, doch so wie es ist, macht es mir noch schwerer als eh schon. Und da ist diese Sorge, dass sie mich nicht aufnehmen wollen, es nur müssen, ich keinen Anschluss ins Team finde und mich nicht integrieren kann.

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