Kollegin (Mentorin) scheint mich immer noch als Praktikantin zu sehen

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Aila.tan1401
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Registriert: Samstag 30. September 2017, 10:09

Kollegin (Mentorin) scheint mich immer noch als Praktikantin zu sehen

Beitrag von Aila.tan1401 » Samstag 30. September 2017, 10:53

Hallo Zusammen,

bin neu hier im Forum und das ist meine erste Frage.
Ich bin erst seit August 2017 fertige Erzieherin. Davor absolvierte ich mein Berufspraktikum vom Februar bis Juli. Glücklicherweise wurde ich in diesem Kindergarten übernommen und durfte auch in der Gruppe bleiben. Das hat mich wirklich sehr gefreut, da mir die Kinder und auch meine Mentorin sehr ans Herz gewachsen sind. Meine Mentorin wurde ja demnach zu meiner Kollegin. Das diese Umstellung eine Weile dauert, sowohl bei mir, als auch bei ihr, habe ich mir schon gedacht. Jedoch hat es sich mittlerweile zu einer unschönen Situation für mich entwickelt. Natürlich fange ich nun immer mehr an mir einen eigenen "Stil" zuzulegen und probiere mich in vielen Methoden aus. Was bei den Kindern gut ankommt und auch für mich funktioniert behalte ich natürlich bei.
Jedoch sind meine Kollegin und ich in unseren Stilen eher unterschiedlich. Ich bin eher die ruhige, die selten laut wird und lieber versucht mit den Kinder zu sprechen und ihnen eine Situation zu erklären. Natürlich werde ich auch mal konsequenter im Ton, aber schreie niemals. Meine Kollegin ist da genau das Gegenteil. Sie springt schnell an die Decke, wird sehr schnell laut und schreit die Kinder sogar manchmal an, dass sie weinen. Auch sonst ist sie eher streng und hält viel von vielen Regeln und deren Durchsetzung.
Im Alltag ist es oft so, das sie mir entweder über den Mund fährt wenn ich den Kindern etwas sage und mich gleich unterbricht und sagt "Nein wir machen das so und so" oder sie sagt mir im Nachhinein "Ich hätte das so und so gemacht oder du musst den Kindern schon das und das sagen". Für Tipps bin ich natürlich immer noch dankbar, aber ich finde es nicht so toll wenn ich den Kinder etwas sage und sie im selben Atemzug vor den Kinder dagegenspricht. Auch sonst bewertet sie immer noch viel was ich mache, auch wenn ich es für richtig halte.
Diese Woche war es so extrem, das ich mich kaum noch getraut habe etwas zu sagen, weil sie alles schlecht gemacht hat. Dazu kam auch noch das sie nicht so gut drauf war (keine Ahnung warum) und ihre schlechte Laune an mir und den Kinder ausließ.
Ich habe das Gefühl, das sie immer noch denkt sie kann mich in meiner Arbeit bewerten. Wenn ich ihr dann sage, das ich das eigentlich gut so finde, wirft sie mir nur einen fraglichen Blick zu.
Beispiel: Am Freitag hat mich ein Kind beim Mittag gefragt, ob es abräumen kann. Als ich fragte warum, sagte sie mir es schmeckt ihr nicht so gut. Sie hat allerdings ihr Fleisch und ein paar Kartoffeln gegessen und deshalb habe ich gesagt sie muss es nicht aufessen wenn es ihr nicht schmeckt. Als meine Kollegin das sah, fragte sie mich warum ich das Kind abräumen lasse und das ihr das nicht gefällt. Ich eklärte es ihr und sie meinte dann "Naja das hätte ich aber nicht so gemacht, das Kind ist ja nur nicht auf, weil sie weiß das sie heute Mittagskind ist". Ich hab ihr dann nochmal gesagt, das ich aber kein Kind zum Aufessen zwingen möchte.

Ein letzter Punkt der für mich sehr schwierig ist:
Wir wollen ab Oktober ein neues Projekt zum Thema Freundschaft beginnen. Darauf haben wir uns bereits im August geeinigt. Ich bin dann davon ausgegangen, das jeder ein paar Ideen ausarbeitet und wir uns dann gemeinsam beraten und das Projekt ausarbeiten. Diese Woche Montag (ich war die Woche davor krank und sie die Woche davor im Urlaub) fragte sie mich wo denn die Planung für das Projekt sei. Sie hätte gedacht es wäre schon alles fertig und findet es nicht so schön das es keine Planung gäbe. Ich habe ihr darauf gesagt, das ich dachte wir arbeiten das zusammen aus. Sie meinte dann nur ich soll morgen meine Ideen mitbringen. Das habe ich dann auch getan und sie hat sich meine Ideen am Dienstag angeschaut, gesagt was sie gut und was sie schlecht findet und das ich die Planung schreiben soll. Ich hab es dann einfach dabei belassen weil ich keine Diskussion wollte, doch am Freitag fragte sie mich wieder was nun damit ist und ich sagte ihr, das ich es nächste Woche mitbringe, denn wenn man sowas alleine macht, dauert es ein wenig.
Ich versuche sie ja immer darauf aufmerksam zu machen, das ich eigentlich nun auch Erzieherin bin aber ich denke sie sieht mich immer noch als ihre Praktikantin.
Am Freitag war es wirklich so schlimm, das ich seit dem Frühstück kaum noch etwas gesagt habe, weil sie mich den ganzen Tag nur kommandiert hat und mir ständig über den Mund gefahren ist.
Ich bin leider nicht der Typ dafür, so etwas anzusprechen und weis nicht so recht was ich zu ihr sagen soll. Immerhin hat sie ja viel mehr Erfahrung (Sie ist 58 und ich 21) und ich bin erst im Beruf eingestiegen.

Wie soll ich nun damit umgehen?

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