Gruppenleiterin Tätigkeit

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PeterW
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Gruppenleiterin Tätigkeit

Beitrag von PeterW »

Hallo Liebe Gemeinde, ich habe eine Frage an euch.

ich habe bald eine neue Stelle als Erzieher (pädagogische Zweitkraft). Ich habe meine Gruppenleiterin schon kennengelernt. Sie sagte mir wie meine Stelle aussehen wird. Ich bin ausschließlich in der Gruppe tätig und werde ihr zuarbeiten. Fragen der Eltern soll ich immer an Sie weiterleiten damit die Ansprechpartner klar sind. Alle Infos die ich bekomme gebe ich weiter an die Gruppenleitung. Alle Elterngespräche oder Entwicklungsgespräche werde ich ihr im Teamgespräch alle Informationen geben und Sie wird diese in der Regel alleine frühen. Sie ist sehr nett aber auch sehr klar sie ist 35 und hat schon viel Erfahrung als Gruppenleitung. Sie sagte das diese Methode für die Eltern für die Kinder und für mich gut sei da die Hierarchie und die Strukturen sehr klar sind. es ist von der Gesamtleitung so gewollt. Alle Eltern werden die Gruppenleitung als erste Ansprechpartnerin sehen.
Ich fühle mich in dieser Struktur sehr wohl, da sie mir sagt was ich tun muss, ebenso darf ich aber auch Ideen einbringen. letztlich wird sie das im Kleinteam entscheiden. Fast alle Pflegearbeiten werde ich machen da sie mehr Verfügungszeit benötigt. Das kann ich gut verstehen.

Ist das bei euch auch so klar geregelt oder gibt es Ausnahmen. ich würde gerne mehr Verantwortung auf Dauer haben wollen!
Ich würde mich freuen zu erfahren wie es bei euch ist

amaria
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Re: Gruppenleiterin Tätigkeit

Beitrag von amaria »

Hallo Peter,

es gibt zwar immer noch Träger, die zwischen ERst- und Zweitkraft unterscheiden, aber üblich ist das schon länger nicht mehr. Früher hat in NRW beispilelsweise die katholische Kirche Berufsanfänger oft zu einer niedrigeren Bezahlung als Zweitkräfte eingestellt. Die Städte konnten dies wegen der Bindung an den Bundesangestelltentarif nicht.

Heute muss sich eigentlich kein Berufsanfänger unterhalb des TVöD SuE bezahlen lassen. Es könnte sein, dass man dir die Stellenbeschreibung mit reduzierten Aufgaben gegenüber einer Erzieherin genannt hat, um dich unter Tarif bezahlen zu können. Wenn du mehr Verantwortung tragen willst, solltest du klären, ob man dich deiner Ausbildung entsprechend eingruppiert hat.

Freundliche Grüße

Angelika
„Ausdauer wird früher oder später belohnt - meistens aber später.“
Wilhelm Busch

"Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand."
Arthur Schopenhauer

PeterW
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Re: Gruppenleiterin Tätigkeit

Beitrag von PeterW »

Hallo,
Danke für deine Antwort. es geht mir nicht um die Bezahlung ich bin als pädagogische Zweitkraft unter 8a Stufe 1 eingestuft. In Anlehnung, es sind sogar 2900 Euro Brutto. Es geht mit um die Arbeit. Die Gruppenleitung hat das Sagen und die Hauptverantwortung, sie bekommt mehr Gehalt als ich und hat auch mehr Aufgaben. Sie hat ca. 8b Stufe 4 ca. 3800 Euro Brutto.

Darf ich denn auch Aufgaben der Gruppenleitung übernehmen z.B. Entwicklungs und Elterngespräche ?
Habe ich auch das recht Dinge zu entscheiden?
Bekomme ich dann eventuell auch mehr Gehalt

Danke für die Infos

LG Peter

Engelglück
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Re: Gruppenleiterin Tätigkeit

Beitrag von Engelglück »

Hallo,
bist Du Dir ganz sicher,das Du auf Dauer mit dieser Arbeit glücklich sein wirst?
Sie ist die Gruppenleitung und was bist Du?
Ja,ich weiß,Du bist die Zweikraft,aber für mich liest es sich,als wenn Du nur ihre Handlangerin sein wirst.
Alle Fragen kommen zu ihr,also bist Du für die Eltern nicht wirklich da -wird Dir das wirklich gefallen?
Die Elterngespräche und die Entwicklungsgespräche führt sie -warum bist Du denn nicht mit eingebunden?
Ich würde noch einmal darüber nach denken,ob es wirklich so ideal ist -ich wäre mehr als unzufrieden -aber da ist ja wirklich jeder anders.
LG Engelglück

amaria
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Re: Gruppenleiterin Tätigkeit

Beitrag von amaria »

Hallo!

als Springerin habe ich wiederholt mitbekommen, dass Eltern sich lieber mit einer berufserfahrenen, möglicherweise geschiedenen Zweit- oder Vertretungskraft über ihre Kinder oder persönliche Probleme unterhalten haben und manche Gruppenleiterin war darüber angesäuert war. Es hängt längst nicht immer von der Position ab, wie jemand von anderen angesehen und behadelt wird.

Die früher übliche Praxis, dass Berufsanfänger - leider oftmals zum miesen Tarif einer Kinderpflegerin angestellt wurden, aber dafür auch weniger Aufgaben zu bewältigen hatten, hatte auch Vorteile: Weniger Stress und mehr Gelegenheiten, sich Gedanken um den eigenen Stil zu machen.

Heute ist es nicht nötig, sich als Zweitkraft einstellen zu lassen. Da die Dokumentationspflichten üblicherweise auf alle Bezugserzieher aufgeteilt werden, verschwindet die alte Hierarchie mehr und mehr.
In späteren Bewerbungen mag es etwas arg bescheiden wirken, wenn heute noch jemand nach bestandener Erzieherprüfung als Zweitkraft arbeitet. Das kommt nicht überall gut an. In einem Team, in dem alle Erzieher gewerkschaftlich engagiert sind, könnte es dazu führen, dass genauer nachgefragt wird.

Wenn Geld "nicht so wichtig ist" darf das auch für den Arbeitgeber gelten. Sich unter Tarif bezahlen zu lassen, ist in einem der traditionelle unterbezahlten typischen Frauenberufe keine gute Idee.

FReundliche Grüße

amaria
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