Weihnachts-Stress mit Anleiterin inkl schlechte Beurteilung

diePratikerin
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Weihnachts-Stress mit Anleiterin inkl schlechte Beurteilung

Beitrag von diePratikerin » Freitag 15. Januar 2016, 01:01

Hallo ihr Lieben,

bin im zweiten Jahr der Ausbildung zur Sozialassistentin (ist mein erstes Jahr, konnte das erste überspringen). Leider gab es große Diskrepanzen zwischen meiner Anleiterin und mir wegen meiner ersten Praktischen Prüfung. Ich wollte möglichst rechtzeitig mit dem Schreiben der Langplanung anfangen und habe sie desshalb auf das Thema angesprochen. Meine Schwierigkeit: Weihnachten steht vor der Tür und ich befinde mich in einer katholischen Einrichtung und ich hasse Weihnachten... ^^ Dafür habe ich meine persönliche Gründe.

Für mein Angebot wollte ich also um christliche Themen und Weihnachten möglichst einen Bogen machen. Sonst würde ich mich und alle belügen. Aber im KiTa-Alltag kann ich trotzdem ein Weihnachtsbuch mit den Kindern anschauen oder Maria und Joseph weiter zur Krippe hinschieben oder Weihnachtslieder singen, weil es unangemessen wäre nicht mit zu machen und es ist kein Problem. Soweit kann ich mich einordnen. Aber wenn ich eine Aktivität plane und durchführe bin ich die Intitiatorin und bestimme ich natürlich auch nach meinen persönlichen Vorlieben und Abneigungen.

Meine Anleiterin hat meine Abneigung aber überhaupt nicht eingesehen und darauf bestanden, dass ich etwas mache wie eine Weihnachts-Bilderbuch-Betrachtung. Plätzchen oder Weckmänner mit den Kindern backen durfte ich leider nicht : (

Da das für mich nicht in Frage kam, kam es zu keiner Einigung. Zum Schluss hatte ich dann eine Woche Zeit zum schreiben. Da ich bereits ein Kind habe also: Riesen Stress! den ich eigentlich vermeiden wollte

---

Als Aktivität habe ich den Kindern Vögel vorgestellt und verschiedene Methoden dabei angewannt und sie aktiv integriert. Am nächsten Tag haben wir daran anknüpfend selber Meisenknödel gemacht. Das lief alles gut soweit.
Meine Anleiterin hat sich offensichtlich bei meiner Lehrerin "ausgeheult", wie schwierig es doch mit mir sei. Das ich mich komplett verweigern würde und keine Eigeninitiative gezeigt hätte, was das Finden des Prüfungsthemas anbelangt! Da stand ich also schön blöd da und musste mich zusätzlich zum Prüfungsdruck noch rechtfertigen.
Die Note ist zum Glück trotzdem gut ausgefallen. Nicht so meine Halbjahres-Einschätzung meiner Anleiterin.

Jetzt sieht die Situation so aus: Ich bin sauer, weil sie mir, anstatt mir zu helfen das Leben schwer gemacht hat und mich vor meiner Lehrerin blöd dastehen lässt. Dazu kommt, dass ich ihre Arbeit zum Teil wirklich ablehnen muss.. mangelnde Hygieneerziehung, anstatt den Kindern zu helfen es richtig zu machen werden sie angemeckert und ihnen werden Vorhaltungen gemacht, über ein Kind wird sogar gelästert und schon mehrfach geringschätzig gesprochen, und noch so einiges. Am Anfang konnte ich sowas ansprechen, wenn mir etwas aufgefallen ist und sie konnte es gut annehmen. (wie schön) Jetzt leider nicht mehr! Sie fühlt sich sofort angegriffen. Habe nach bestem Wissen und Gewissen gearbeitet. Wenn ich etwas falsch gemacht habe wird es mir vorgeworfen, anstatt mich freundlich darauf hinzuweisen, was ich demnächst besser/anders machen kann : ( Unsere Prioritäten und Stile sind sehr verschieden. Zuerst äußerten sie mir gegenüber, sie würden sich über frischen Wind freuen, jetzt gibt es immer mehr Reibereien ohne klärendes Gespräch.

---

Habe schon versucht die Kita zu wechseln, mit der Begründung, dass ich gern verschiedene Praxiserfahrungen sammeln möchte bevor ich meinen Abschluss mache (aus finanziellen Gründen kann ich erstmal nicht weiter die Ausbildung zur Erzieherin machen). Aber es gibt keine freien Plätze mehr!

Ich fühle mich jetzt ziemlich ange****t. Und sie auch.
Mit den anderen Kolleginnen komme ich zum Glück gut aus.

Sie muss mich nicht mögen. Aber wir müssen irgendwie miteinander auskommen! Also wer eine gute Idee hat, bitte immer her damit!

---

Haben das noch offene Gespräch zu meiner (mieserablen) Halbjahres-Beurteilung bevorstehen. Sie wird mir erst politisch korrekt ein paar Kompetenzen im Umgang mit den Kindern zugestehen um mir im Anschluss verbal vor die Füße zu spucken. Ich werde mir das gefallen lassen müssen, wenn ich nicht sofort meine Sachen packen will, denke ich. Ich kann sagen mich lässt das kalt. Aber ich glaube das wird sie nur noch fuchsiger machen und der Teufelskreis hört nie auf. : / :c0301:

:200p: :200p: :200p: :200p: :200p:

Und nun?

Verzeiht, habe so bemüht mich kurz zu fassen, scheint, es ist mir nicht ganz geglückt ^^''
Habe extra ein paar optische Hervorhebungen vorgenommen, damit der geneigte Leserin trotz der Länge nicht das Interesse verliert :wink:

---

Ich glaube wenn sie merkt, dass ich nichts böses gegen sie will und alles eigentlich halb so schlimm ist, könnten wir für den rest der zeit vielleicht noch als Team arbeiten. das wäre nett :pfiff:

Das zu bewerkstelligen fällt mir bei Kindern leichter als bei Kolleginnen/Anleiterinnen. Aber ich wills versuchen. Etwas mehr plaudern und mir ihre Sorgen anhören und ernstnehmen könnte ein erster Schritt sein. Haha, guckt mal, ich kann durch aufschreiben weiterdenken und dazu lernen : ) sehr gut : ) Eigentlich würde ich mir diesbezüglich lieber mehr Zeit und eine offenes Ohr für die Kinder nehmen, aber Beziehungspflege im Team ist natürlich auch wichtig und darum muss ich einfach auf das richtige Maß achten!

Hach, das fühlt sich nach einer richtigen Erkenntnis an!

Eigentlich könnt ich mir das posten jetzt fast sparen, aber ich weiß natürlich nicht ob meine Idee wirklich weiterhilft und dann würde ich euch ja meinen tollen Erkenntnis-Prozess vorenthalten ^^ Und vielleicht fällt euch ja noch etwas hilfreiches ein oder ihr hattet vielleicht ähnliche Schwierigkeiten wie ich?!

Liebe Grüße,

Die (angehende) Praktikerin ; )

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Re: Weihnachts-Stress mit Anleiterin inkl schlechte Beurteil

Beitrag von Adrasteia » Freitag 15. Januar 2016, 20:25

Die Kurzfassung dessen, was ich verstanden habe:
Du bist seit etwa einem halben Jahr in einer verkürzten Ausbildung zur Sozialassistentin.
Du arbeitest in einer katholischen Kita und magst Weihnachten nicht - eines der wichtigsten großen und zentralen Feste der christlichen Kirchen überhaupt.
Deine Anleiterin erwartete, dass du - immerhin in einer katholischen Kita arbeitend - dennoch etwas zum Thema Weihnachten anbieten solltest.
Das führte zu diversen Auseinandersetzungen und du machtest trotzdem etwas anderes.

Außerdem findest du, dass deine Anleiterin nicht gut genug mit den Kindern arbeitet und dich vor deiner Lehrerin hat blöd dastehen lassen.
Du hast deine Anleiterin mehrfach kritisiert, nimmst ihre Kritik aber nicht minimal an.

.....

Dazu habe ich eine Frage:
Wie steht es mit deiner Selbstreflexion?


......

Auch in unserer Kita gibt es Praktikantinnen. Von ihnen wird erwartet, dass sie sich ins Team einfügen und an Absprachen halten. Dabei dürfen sie durchaus auch ihre eigene Meinung haben und äußern und je nachdem finden ihre Ideen und Wünsche auch Eingang in die Planung.
Die letztendliche Entscheidung, was in die Planung kommt, treffen jedoch die Erzieherinnen.
Wenn diese Planung nun gerade das Thema Weihnachten beinhaltet, dann wäre es geradezu ein Affront, wenn eine Praktikantin der Meinung ist, sich nicht daran zu halten.

Auch mir gefallen nicht alle Entscheidungen, die im Team getroffen werden. Dennoch halte ich mich daran und ich erwarte ebenso, dass andere KollegInnen sich an Teambeschlüsse halten - auch wenn sie ihnen mal nicht gefallen.
So ist das Arbeiten im Team eben.
Im Zweifelsfall hat die Kita-Leitung die letzte Entscheidung.


Als Anleitung einer Praktikantin bin ich ihr weisungsberechtigt. Ich gebe - gemeinsam mit meiner Kollegin - vor, was in der Gruppe läuft.
Das "was" entscheiden wir aufgrund pädagogischer Überlegungen.

Ganz ehrlich: wenn eine Praktikantin der Meinung ist, sie müsse sich nicht an Weisungen und Planung für die Gruppe halten und gleichzeitig wüßte sie ständig alles besser als ich - Wer ist die Anleitung und wer die Angeleitete? - dann würde sie wohl spätestens zum Ende der Probezeit eine Kündigung erwarten.


Ich empfehle dir, in dich zu gehen und mal darüber nachzudenken, wer von euch die ausgebildete Fachkraft ist. Du musst nicht alles toll finden, was sie macht. Aber ihr fachlicher Background ist definitiv höher als deiner und es ist nicht an dir, alles besser und richtiger zu wissen.

Du kannst an dieser Stelle zwei Dinge lernen, bzw üben:
Du wirst auch später nicht immer einer Meinung mit anderen Kolleginnen sein, deine Position als Sozialassistentin wird aber vermutlich des öfteren mit sich bringen, dass du es sein wirst, die sich unterzuordnen hat.
Wenn dir nicht gefällt, wie deine Anleiterin mit den Kindern arbeitet, dann weißt du ja, wie du später nicht arbeiten wirst.


Ich würde dir tatsächlich empfehlen, dich bei deiner Anleiterin zu entschuldigen und dich zukünftig doch mehr an ihre Vorgaben zu halten.

Auch wenn du Weihnachten nicht magst - ich bin aus persönlichen Gründen auch kein Fan davon - hättest du ganz sicher etwas finden können, was sowohl deinen als auch den Ansprüchen deiner Anleitung gerecht geworden wäre.

Das Internet ist voll von Ideen.

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Re: Weihnachts-Stress mit Anleiterin inkl schlechte Beurteil

Beitrag von hallihallo » Freitag 15. Januar 2016, 20:58

Warum (...um Himmels Willen ) macht man dann ein Praktikum in einem katholischen Kindergarten, wenn man sich mit christlichen Feiertagen nicht anfreunden kann? Das ist schade für die Kinder..

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Re: Weihnachts-Stress mit Anleiterin inkl schlechte Beurteil

Beitrag von amaria » Freitag 15. Januar 2016, 23:07

Hallo Praktikerin!

Die Argumentation von Andrasteia gibt dir einen praxisnahen Einblick in den Kosmos "Kindergarten", aber man kann auch einges anders sehen.

Anders als bei Fachkräften besteht die katholische Kirche bei Praktikanten nicht darauf, dass sie Mitglied der katholischen Kirche sind. Sollte es da nicht ausreichen, wenn die Praktikantin lediglich darauf verzichtet, sich unmissverständlich gegen die Glaubensgrundsätze der Kirche zu stellen?

Freundliche Grüße

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Re: Weihnachts-Stress mit Anleiterin inkl schlechte Beurteil

Beitrag von Adrasteia » Freitag 15. Januar 2016, 23:56

Man kann selbstverständlich fast immer fast alles anders sehen.
Da ich mich auch schon bei der katholischen Kirche beworben habe, kann ich euch zunächst verraten, dass man heutzutage nicht mehr zwangsläufig Mitglied einer christlichen Kirche sein muss. Es gibt Ausnahmen.

Da die Praktikantin sich diese Kita selbst ausgesucht hat (warum bewirbt man sich bei einem Träger, mit dessen Weltbild man nicht klarkommt?), wundert es mich, wenn sie dann solche Probleme mit elementaren Grundlagen eben dieser Kita hat. Christi Geburt ist nunmal sehr wichtig für die christlichen Kirchen.

Das ist nur eine Seite der Medaille.
Die andere Seite ist das offenbar respektlose und besserwisserische Verhalten der Anleitung gegenüber.
Man bedenke: hier schreibt eine Praktikantin, die erst seit einem halben Jahr in der Ausbildung ist.

Es kommt selten gut an, wenn jemand mit so wenig Fachwissen und fachlichem Können meint, es besser zu wissen und zu können als die jahrelang ausgebildete Fachkraft mit Berufserfahrung.

Die Praktikerin ist zum Lernen dort und dazu gehört auch, dass sie sich etwas von ihrer Anleiterin sagen lassen muss. Ob diese immer alles richtig macht, ist dabei zweitrangig.
Und dass sie sich ein- und unterordnen muss, das wird ihr ganzes Arbeitsleben lang so sein. Es sei denn, sie ist irgendwann ihr eigener Chef.


Und nochmal: ich bin sicher, dass es im konkreten Fall möglich gewesen wäre, ein Weihnachts-Angebot zu finden,
das für beide Seiten akzeptabel gewesen wäre.

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Re: Weihnachts-Stress mit Anleiterin inkl schlechte Beurteil

Beitrag von amaria » Samstag 16. Januar 2016, 08:52

hallihallo hat geschrieben:Warum (...um Himmels Willen ) macht man dann ein Praktikum in einem katholischen Kindergarten, wenn man sich mit christlichen Feiertagen nicht anfreunden kann? Das ist schade für die Kinder..
Dafür kann es wirklich viele triftige Gründe geben. Mütter legen meist Wert darauf, in der Nähe der Schule oder des Kindergartens ihres Kindes einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz zu haben. Wer darauf angewiesen ist, Zeit und Fahrtkosten zu sparen kann sich den Platz nicht frei aussuchen, zumal die Auswahl in manchen Gegenden sowieso begrenzt ist.

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Re: Weihnachts-Stress mit Anleiterin inkl schlechte Beurteil

Beitrag von diePratikerin » Samstag 16. Januar 2016, 21:51

amaria hat geschrieben:
hallihallo hat geschrieben:Warum (...um Himmels Willen ) macht man dann ein Praktikum in einem katholischen Kindergarten, wenn man sich mit christlichen Feiertagen nicht anfreunden kann? Das ist schade für die Kinder..
Dafür kann es wirklich viele triftige Gründe geben. Mütter legen meist Wert darauf, in der Nähe der Schule oder des Kindergartens ihres Kindes einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz zu haben. Wer darauf angewiesen ist, Zeit und Fahrtkosten zu sparen kann sich den Platz nicht frei aussuchen, zumal die Auswahl in manchen Gegenden sowieso begrenzt ist.

amaria

So ist es bei mir auch. Da ich lange nicht wusste, ob ich die Ausbildung überhaupt antreten kann, konnte ich mich erst sehr spät bewerben und musste natürlich auch in der Nähe meines Wohnortes suchen. Wie bereits erwähnt sind inzwischen alle Ausbildungs-Kita-Plätze in der Umgebung belegt.
Adrasteia hat geschrieben:
Das ist nur eine Seite der Medaille.
Die andere Seite ist das offenbar respektlose und besserwisserische Verhalten der Anleitung gegenüber.
Man bedenke: hier schreibt eine Praktikantin, die erst seit einem halben Jahr in der Ausbildung ist.

Es kommt selten gut an, wenn jemand mit so wenig Fachwissen und fachlichem Können meint, es besser zu wissen und zu können als die jahrelang ausgebildete Fachkraft mit Berufserfahrung.
Dieses Verhalten würde ich auch ablehnen und unangebracht finden. Tatsächlich habe ich hier nur geschrieben, dass mir manche sachen nicht gefallen, die sie macht, aber das kann ich hier doch äußern. Mit ihr, meiner Anleiterin, habe ich nie in einem ton gesprochen, der irgendwie besserwisserich oder herablassend wäre. Ich bin immer respektvoll mir ihr umgegangen und habe mich auch eingeordnet und gemacht was ich soll, abgesehen von dem weihnachtsangebot.

Es scheint dir nicht schwer zu fallen, jemanden vorschnell zu verurteilen und abzustempeln...

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Re: Weihnachts-Stress mit Anleiterin inkl schlechte Beurteil

Beitrag von Adrasteia » Samstag 16. Januar 2016, 23:05

Adrasteia hat geschrieben:

Das ist nur eine Seite der Medaille.
Die andere Seite ist das offenbar respektlose und besserwisserische Verhalten der Anleitung gegenüber.
Man bedenke: hier schreibt eine Praktikantin, die erst seit einem halben Jahr in der Ausbildung ist.

Es kommt selten gut an, wenn jemand mit so wenig Fachwissen und fachlichem Können meint, es besser zu wissen und zu können als die jahrelang ausgebildete Fachkraft mit Berufserfahrung.


Dieses Verhalten würde ich auch ablehnen und unangebracht finden. Tatsächlich habe ich hier nur geschrieben, dass mir manche sachen nicht gefallen, die sie macht, aber das kann ich hier doch äußern. Mit ihr, meiner Anleiterin, habe ich nie in einem ton gesprochen, der irgendwie besserwisserich oder herablassend wäre. Ich bin immer respektvoll mir ihr umgegangen und habe mich auch eingeordnet und gemacht was ich soll, abgesehen von dem weihnachtsangebot.

Es scheint dir nicht schwer zu fallen, jemanden vorschnell zu verurteilen und abzustempeln...

Hast Du eigentlich gelesen, was ich geschrieben habe?

Ich jedenfalls las dein Eröffnungsposting sehr genau, vielleicht solltest Du das auch noch einmal tun.
Möglicherweise ist dir gar nicht bewußt, wie abwertend Du über die Frau geschrieben hast.
Und so wie Du schreibst, so wirst Du ihr vermutlich auch gegenübertreten - und noch nicht einmal bemerken, wie überheblich Du ihr gegenüber auftrittst.

Guck mal, alleine dieser Satz:
Am Anfang konnte ich sowas ansprechen, wenn mir etwas aufgefallen ist und sie konnte es gut annehmen. (wie schön)
Sie konnte es gut annehmen?
Wie schön?

Ist Dir überhaupt klar, wie herablassend das rüberkommt? Wer von euch beiden ist nochmal die Anleiterin? Und wer die Auszubildende?
Fändest Du es nicht selbst sehr überheblich, wenn das jemand über dich als ausgebildete Fachkraft und seine Vorgesetzte schreiben würde? Noch dazu jemand, dessen Ausbildungsstand nicht einmal ansatzweise deinem Ausbildungsstand entspricht?


Deine Anleiterin hat anfangs vielleicht gut annehmen können, was du ihr gesagt hast, weil sie möglicherweise tatsächlich an Rückmeldungen interessiert ist. Ich mag Rückmeldungen auch. Zumindest dann, wenn sie mir bei der Verbesserung meiner Arbeit helfen.

Nun gibt es aber einen Unterschied zwischen Rückmeldung und gnadenloser Nörgelei. Diese Grenze ist mitunter schnell überschritten (ist dir aufgefallen, wann das bei euch so war?) und dann empfindet der Empfänger die Rückmeldung nicht mehr hilfreich sondern penetrant nörgelig und reagiert dementsprechend angefressen.


Da ich selbst auch schon ein paar fachlich äußerst inkompetente KollegInnen erleben durfte, kann ich dir sagen, dass die Langmut und Geduld bei inkompetenten, dummen und übergriffigen Kommentaren irgendwann aufgebraucht ist. Das ging übrigens nicht nur mir so sondern auch anderen KollegInnen, die mit fachlich inkompetenten MitarbeiterInnen zusammenarbeiten mussten.
Diejenigen haben es noch nicht einmal bemerkt, wenn die Stimmung der anderen infolge ihres Verhaltens und Auftretens immer schlechter wurde. Es gab teilweise stundenlange Diskussionen und bis ins kleinste geregelte Absprachen - und genutzt hat es: minimal bis gar nichts.
Es macht wahrlich keinen Spaß, ständig voraus- und für inkompetente Kolleginnen mitdenken zu müssen, viel Zeit, Geduld und Nerven in diese Leute zu investieren (damit eine Zusammenarbeit mit ihnen überhaupt möglich ist) und sich von denen dann auch noch blöde Kommentare anzuhören oder stundenlange - letztendlich fruchtlose -Diskussionen zu führen warum dieses, jenes oder solches jetzt gerade nicht geht.
(siehe Vogelangebot während der Vorweihnachtszeit)

Irgendwann ist dann aber auch gut und selbst die geduldigste Kollegin hat die Nase voll.
Und wenn es sich um Praktikanten handelt, gibt es selbstverständlich eine Info an die Schule. Sowas muss thematisiert werden.


Denk mal drüber nach.
Selbstreflexion ist gerade in unserem Berufsfeld sehr wichtig. Aber sie gehört auch zu den schwierigeren Dingen und leider ist nicht jeder dazu fähig.




Nochmal Thema Selbstreflexion:
Dir ist es völlig egal, was deine Anleiterin zu sagen hat:
Haben das noch offene Gespräch zu meiner (mieserablen) Halbjahres-Beurteilung bevorstehen. Sie wird mir erst politisch korrekt ein paar Kompetenzen im Umgang mit den Kindern zugestehen um mir im Anschluss verbal vor die Füße zu spucken. Ich werde mir das gefallen lassen müssen, wenn ich nicht sofort meine Sachen packen will, denke ich. Ich kann sagen mich lässt das kalt. Aber ich glaube das wird sie nur noch fuchsiger machen und der Teufelskreis hört nie auf. : /
Verbal vor die Füße spucken?
Wer ist da schnell im Verurteilen? Und wer stempelt da ab?

Nochmal: denk drüber nach, entschuldige dich bei ihr und halte dich zukünftig besser an ihre Anweisungen. Es ist nämlich auch Teil ihres Jobs als Anleiterin, dir unangenehme Dinge zu sagen. Damit du besser werden kannst.


Edit: Ergänzungen und Korrekturen

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Re: Weihnachts-Stress mit Anleiterin inkl schlechte Beurteil

Beitrag von amaria » Sonntag 17. Januar 2016, 12:07

Sorry, aber auch wenn man es mir übel nehmen sollte:

Eins und eins ist zwei und es gibt keineswegs viele Wahrheiten, es ist nur schwer, das Richtige zu erkennen und manchmal gibt es leider keine befriedigenden Lösungen für ein Problem.
Ein Kompetenzgerangel zwischen Kolleginnen ist schlimm, aber zwischen Praktikantin und Fachkraft... Das geht gar nicht!
Mit diesem Absolutheitsanspruch sollte man einander nicht begegnen. Praktikantinnen waren es in den vergangenen Jahren, die dafür gesorgt haben, dass Missstände in Krippen und Kitas bekannt wurden! Das sollte nicht vergessen werden.

Freundliche Grüße

amaria
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Re: Weihnachts-Stress mit Anleiterin inkl schlechte Beurteil

Beitrag von amaria » Sonntag 17. Januar 2016, 14:13

Hallo!

Ja, die systemische Sichtweise sagt mir etwas und ich finde ihren Einfluss auf unseren Beruf ziemlich enttäuschend. Wenn beigebracht wird, dass systemisches Denken ("Systemdenken" - welch ein Ausdruck!) die Loslösung unseres Denkens von den Gegensätzen "richtig - falsch", "gut - böse". "schuldig - unschuldig" bedeutet, dann brauchen wir uns nicht darüber zu wundern, dass unser Berufsstand Rahmenbedingungen akzeptiert, die Fachkräfte ablehnen müssten, wenn sie ihr erlentes Wissen und ihr Erfahrungswissen ernst nehmen.

Wenn behauptet wird, der Mensch sei grundsätzlich gut oder er sei grundsätzlich schlecht, spricht mich das ehrlich gesagt nicht an. Wozu diese Festlegungen? Brauchen wir es, dass man uns einen "Glauben" überstülpt? Noch dazu einen mit der Einschränkung "grundsätzlich"?

Das bisherige Eingehen auf das Anliegen der Praktikerin war bis jetzt übrigens stark von einer analytischen Sichtweise bestimmt.

@Praktikerin: Hoffentlich stimmt die Chemie zwischen der Fachlehrerin und dir. In der Praxis der Fachlehrer kommt es öfter vor, dass Praktikanten, die aneckten, eine deutliche Verschlechterung der Beurteilung aus der Praxis erhalten. Doch Lehrer lassen sich oft nachhaltiger von dem beeindrucken, was sie mit eigenen Augen sehen. Wenn deine Angebote bei den Kindern gut ankommen und die Schule dir keine Probleme bereitet, wird schon alles gutgehen. Klingt ein bisschen nach dem "rheinischen Grundgesetz".

Falls du wissen möchtest, ob sich die Praxisanleiterin auf eine Weise über dich beschwert hat, die deine Note beeinträchtigt, könntest du dich bei der Fachlehrerin erkundigen, ob etwas vorliegt, dass deine Ausbildung beeinträchtigen könnte. Denn so wie man einer nie mit einer Abmahnung bedachten Erzieherin kein schlechtes Zeugnis geben darf, so dürfte es auch keine niederschmetternde Gesamtnote geben, wenn nicht zuvor um ein Gespräch mit der Schule und/oder der Schülerin gebeten wurde.

Alles Gute!

amaria
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Re: Weihnachts-Stress mit Anleiterin inkl schlechte Beurteil

Beitrag von diePratikerin » Sonntag 17. Januar 2016, 16:46

Ich nochmal.

Ich verstehe jetzt, dass meine Wortwahl euch ein ganz anderes Bild vermittelt, als wie es eigentlich von mir gedacht und gemeint ist.

Das führt dazu, dass ich sehr unglaubwürdig rüberkomme.

Ich glaube, das Problem ist einfach, dass ich bei soviel Text nicht meine genaue Wortwahl überprüfe und mir überlege, wie das in andren Ohren klingen könnte.

Was ich geschrieben habe
Am Anfang konnte ich sowas ansprechen, wenn mir etwas aufgefallen ist und sie konnte es gut annehmen. (wie schön)
Was ich (zum Beispiel) meine

An einem Tag war meine Anleiterin richtig schlecht auf B zu sprechen, sie war ihm gegenüber ungeduldig, schnell genervt und vorwurfsvoll. Nach dem Mittagessen, als Zeit war habe ich dann zu ihr gesagt: Du hast B ja heute gefressen. [mein Ton war nach meiner Erinnerung nicht vorwurfsvoll, eher verwundert]. Sie hat mir darauf bestätigt, dass sie das auch schon bei sich bemerkt hat, und dass es garnicht an B liegt, sondern dass sie sich wegen einer Sache gerade besonders über seine Mutter ärgert.

Also für beide ein gutes Gespräch. Sie hat es nicht als Kritik aufgefasst und ich habe es nicht so gemeint.

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Re: Weihnachts-Stress mit Anleiterin inkl schlechte Beurteil

Beitrag von diePratikerin » Sonntag 17. Januar 2016, 17:30

Adresteia hat geschrieben: Da ich selbst auch schon ein paar fachlich äußerst inkompetente KollegInnen erleben durfte, kann ich dir sagen, dass die Langmut und Geduld bei inkompetenten, dummen und übergriffigen Kommentaren irgendwann aufgebraucht ist. Das ging übrigens nicht nur mir so sondern auch anderen KollegInnen, die mit fachlich inkompetenten MitarbeiterInnen zusammenarbeiten mussten.
Diejenigen haben es noch nicht einmal bemerkt, wenn die Stimmung der anderen infolge ihres Verhaltens und Auftretens immer schlechter wurde. Es gab teilweise stundenlange Diskussionen und bis ins kleinste geregelte Absprachen - und genutzt hat es: minimal bis gar nichts.
Es macht wahrlich keinen Spaß, ständig voraus- und für inkompetente Kolleginnen mitdenken zu müssen, viel Zeit, Geduld und Nerven in diese Leute zu investieren (damit eine Zusammenarbeit mit ihnen überhaupt möglich ist) und sich von denen dann auch noch blöde Kommentare anzuhören oder stundenlange - letztendlich fruchtlose -Diskussionen zu führen warum dieses, jenes oder solches jetzt gerade nicht geht.
(siehe Vogelangebot während der Vorweihnachtszeit)
Wie wäre es, wenn du deinen eigenen Thread eröffnest, wo du mal Dampf abläst und aufschreibst worüber du dich schon so richtig ärgern musstest bei deinen Kolleg_innen. Vielleicht fallen dir ja beim Schreiben auch ein paar Ideen ein, wie es zukünftig besser laufen könnte.

Wie würdest du das finden wenn du Probleme mit deiner/deinem Vorgesetzten hast, du im Forum Frust ablässt und darüber schreibst und gleichzeitig überlegst, wie man weiter mit der schwierigen Situation umgeht und dann kommen da Kommentare wie:
"Na da biste aber selber Schuld. Also so ein anmaßendes Benehmen wie du zu Tage legst, da brauchste dich nicht wundern. Reflektiere dich mal!"

Also ich finde das leider überhaupt nicht hilfreich, muss ich sagen. Ich weiß jetzt, dass ich in Zukunft etwas mehr auf die Wortwahl achten muss, aber reflektieren tu ich mein Verhalten sowieso immer. Ich habe kein schwarz-weiß denken nach dem Motto: "Sie ist schuld für all meine Probleme und ich bin das arme Opfer."

Wenn du mal Hilfe brauchst und etwas postest, dann würde ich mich bemühen dir wertschätzend und konstruktiv Feedback zu geben. Aber ich frage mich, ob du dir überhaupt etwas annehmen würdest, von einer
Praktikantin, die erst seit einem halben Jahr in der Ausbildung ist.
Ein Beispiel: Ich könnte mir vorstellen, deine Anleiterin könnte dein Verhalten als Geringschätzung ihrer Arbeit und dich als überheblich wahrnehmen. Meinst du mit dem Satz "Dann merkt sie, dass ich ihr nichts Böses will und dass alles halb so schlimm ist" dass du ihr zeigen willst, dass du eigentlich nicht so schlecht über sie denkst, wie es vielleicht rübergekommen ist? etc
Ich bin selbst nicht katholisch und arbeite dennoch in einer katholischen Einrichtung. Dann ist es so, dass man sich die religionspädagogischen Dinge anzueignen hat. Das weiß man in der Regel schon vorher, bzw. wird dies im Vorstellungsgespräch besprochen.
diePraktikerin hat geschrieben: Aber im KiTa-Alltag kann ich trotzdem ein Weihnachtsbuch mit den Kindern anschauen oder Maria und Joseph weiter zur Krippe hinschieben oder Weihnachtslieder singen, weil es unangemessen wäre nicht mit zu machen und es ist kein Problem. Soweit kann ich mich einordnen. Aber wenn ich eine Aktivität plane und durchführe bin ich die Intitiatorin und bestimme ich natürlich auch nach meinen persönlichen Vorlieben und Abneigungen.
@ amaria: Danke!

Bei dir habe ich das Gefühl, du erkennst, dass es für mein Verhalten auch nachvollziehbare Gründe geben kann. Du musst nicht mit mir einer Meinung sein, dass brauche ich ganricht, aber ich freue mich darüber von dir auf Augenhöhe behandelt zu werden und nicht als die in der Rang- und Hackordnung ganz unten stehende.

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Re: Weihnachts-Stress mit Anleiterin inkl schlechte Beurteil

Beitrag von Adrasteia » Sonntag 31. Januar 2016, 19:04

Wie wäre es, wenn du deinen eigenen Thread eröffnest, wo du mal Dampf abläst und aufschreibst worüber du dich schon so richtig ärgern musstest bei deinen Kolleg_innen. Vielleicht fallen dir ja beim Schreiben auch ein paar Ideen ein, wie es zukünftig besser laufen könnte.

Wie wäre es, wenn du mich selbst entscheiden lässt, was und wo ich schreibe?


Wie würdest du das finden wenn du Probleme mit deiner/deinem Vorgesetzten hast, du im Forum Frust ablässt und darüber schreibst und gleichzeitig überlegst, wie man weiter mit der schwierigen Situation umgeht und dann kommen da Kommentare wie:
"Na da biste aber selber Schuld. Also so ein anmaßendes Benehmen wie du zu Tage legst, da brauchste dich nicht wundern. Reflektiere dich mal!"

Wenn ich gleichzeitig extrem überheblich über meine Vorgesetzte schreiben würde ... ja, dann ...
Ansonsten gehöre ich - leider - zu der Fraktion derjenigen, die bei weitem zu viel nachdenken und reflektieren und selbst für das blöde Verhalten anderer noch die Verantwortung übernehmen. Ich bräuchte daher wohl tatsächlich eher jemanden, der mir klar macht, dass nicht alles in meiner Verantwortung liegt.

Als deine Anleiterin würde ich mich wohl fragen, was ich falsch gemacht hätte, dass Du nicht begreifst, dass meine Anweisung eine Anweisung ist, der du im Grunde zu folgen hast.

Also ich finde das leider überhaupt nicht hilfreich, muss ich sagen. Ich weiß jetzt, dass ich in Zukunft etwas mehr auf die Wortwahl achten muss, aber reflektieren tu ich mein Verhalten sowieso immer. Ich habe kein schwarz-weiß denken nach dem Motto: "Sie ist schuld für all meine Probleme und ich bin das arme Opfer."

Tut mir leid, das kam bei mir aber anders rüber.


Wenn du mal Hilfe brauchst und etwas postest, dann würde ich mich bemühen dir wertschätzend und konstruktiv Feedback zu geben. Aber ich frage mich, ob du dir überhaupt etwas annehmen würdest, von einer
Praktikantin, die erst seit einem halben Jahr in der Ausbildung ist.

Das hängt davon ab.
Im Grunde ist (fast) alles eine Frage des Tonfalls. Und deinen Tonfall empfinde ich als äußerst unangemessen.


Hast du inzwischen mit deiner Anleiterin gesprochen?

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Re: Weihnachts-Stress mit Anleiterin inkl schlechte Beurteil

Beitrag von amaria » Sonntag 31. Januar 2016, 19:55

Adrasteia hat geschrieben:Hast du inzwischen mit deiner Anleiterin gesprochen?
Hallo!

Weihnachten ist vorbei! So wie es nichts bringt, sich über verschüttete Milch aufzuregen, kann es kontraproduktiv sein, jeden Konflikt im Nachhinein klären zu wollen. (Das gilt für den Konflikt zwischen der Praxisanleitung und der Praktikantin und meiner Meinung nach auch für den zwischen Andrasteia und der Praktikerin.)

Schade, dass die Praxisanleitung nicht zur Praktikerin sagen konnte "Wenn dir das religiöse Angebot nicht liegt, musst du es nicht machen. Es ist wichtig, dass jeder im Umgang mit Kindern authentisch sein kann und die Kinder erleben im Laufe ihrer Kindheit derart viele angeleitete Angebote, dass es auf eines mehr zum Thema Weihnachten nicht ankommt."

Nicht nur Kinder sollten zwanglos lernen dürfen.

Freundliche Grüße

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Re: Weihnachts-Stress mit Anleiterin inkl schlechte Beurteil

Beitrag von Adrasteia » Sonntag 31. Januar 2016, 20:49

Nun Amaria, die Pratikerin schrieb selbst:
Haben das noch offene Gespräch zu meiner (mieserablen) Halbjahres-Beurteilung bevorstehen. Sie wird mir erst politisch korrekt ein paar Kompetenzen im Umgang mit den Kindern zugestehen um mir im Anschluss verbal vor die Füße zu spucken. Ich werde mir das gefallen lassen müssen, wenn ich nicht sofort meine Sachen packen will, denke ich. Ich kann sagen mich lässt das kalt. Aber ich glaube das wird sie nur noch fuchsiger machen und der Teufelskreis hört nie auf. : / :c0301:

So wie ich das verstehe, stand da noch ein Gespräch aus.

Schade, dass die Praxisanleitung nicht zur Praktikerin sagen konnte "Wenn dir das religiöse Angebot nicht liegt, musst du es nicht machen. Es ist wichtig, dass jeder im Umgang mit Kindern authentisch sein kann und die Kinder erleben im Laufe ihrer Kindheit derart viele angeleitete Angebote, dass es auf eines mehr zum Thema Weihnachten nicht ankommt."

Es ging um ein Weihnachtsangebot. Sowas kann man durchaus mehr oder weniger katholisch gestalten.
Zudem: wenn ich keine religiösen Angebote machen will, dann gehe ich nicht in einem kirchlichen Kindergarten arbeiten.

Nicht nur Kinder sollten zwanglos lernen dürfen.

Begebe ich mich in eine Ausbildung, dann ist mir klar, dass ich dort bin um zu lernen. Wieviel Zwang dahintersteckt ist vermutlich Interpretationssache. Auch nach etlichen Jahren in diesem Beruf lerne ich noch dazu. Oft völlig ohne Zwang - weil mich eine Sache interessiert. Manchmal zwangsläufig - weil der Gesetz- oder Arbeitgeber Dinge von mir erwartet, die ich bisher noch nicht so gut kannte und-oder konnte.
So ist das nunmal im Arbeitsleben. Nicht nur in unserem Beruf.

Weihnachten ist vorbei! So wie es nichts bringt, sich über verschüttete Milch aufzuregen, kann es kontraproduktiv sein, jeden Konflikt im Nachhinein klären zu wollen. (Das gilt für den Konflikt zwischen der Praxisanleitung und der Praktikantin und meiner Meinung nach auch für den zwischen Andrasteia und der Praktikerin.)

LOL.
Das ausgerechnet von dir :pfiff:

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