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Stress mit Kollegin

Verfasst: Mittwoch 15. Februar 2017, 16:21
von kokosschokolader
Liebe Erzieher/-innen,
ich habe folgendes Problem. In letzter Zeit muss sich meine Kollegin (Gruppenleitung) ständig in meine Angelegenheiten einmischen. Sie kritisiert oft mein Verhalten und lässt mich so da stehen, dass ich das Gefühl bekomme, alles falsch zu machen. Automatisch passieren auch Fehler. Meist organisatorisch, aber nix gravierendes. Mir ist aufgefallen, dass sie das schon bei einer Jahrespraktikantin gemacht hat und auch bei anderen Kolleginnen vor mir, die mittlerweile alle in einer anderen Gruppe sind. Ich arbeite seit einem Jahr dort und anfangs war das Team größer. Nun sind wir zurzeit alleine mit einer Springerin. Ihr ist das Verhalten auch schon aufgefallen und sie riet mir, eine andere Stelle zu suchen. Meine Kollegin ist oft gestresst, genervt und besucht auch eine Psychologin.. Ich gehe davon aus, dass sie schon ein Burn-Out hat, aber es sich nicht eingesteht. Ich habe ihr schon mal im ruhigen Ton gesagt, dass mir ihr einmischendes Verhalten aufgefallen ist und mich das verletzt. Sie hat sich bedankt, entschuldigt und gesagt, dass sie das nicht extra macht. Aber heute war sie wieder so gestresst, dass sie alles kritisiert hat und meint, dass sie den Eindruck hat, alles alleine zu machen. Dabei bin ich permanent beschäftigt (hauptsächlich mit den Kindern) und muss Dokumentationen machen. Heute habe ich sie auch einmal echt angezickt, da sie mich schon wieder auf was hinwies, was total unnötig war. Sie meinte dann, dass ich bestimmt so reagiert habe, weil ich sauer auf mich war und den Ärger auf sie übertragen habe.
Ich weiß nicht, was ich machen soll. Mein Vertrag endet eh im August, aber würde am liebsten sofort die Stelle wechseln. Andererseits würden die Kinder mir Leid tun und finde es auch blöd, etwas abzubrechen....
Habt ihr einen Rat?

Re: Stress mit Kollegin

Verfasst: Donnerstag 9. März 2017, 23:06
von Adrasteia
Ich weiß nicht...
Als Gruppenleitung geht sie sehr wohl alles an, was in der Gruppe läuft. Es ist daher nicht unbedingt als Einmischung zu sehen, wenn sie sich in "deine Angelegenheiten" reinhängt.

Nichtsdestotrotz verstehe ich sehr gut, wie nervig es ist, wenn man sich ständig unterschwellig dem unausgesprochenen Vorwurf ausgesetzt sieht, man wäre unfähig.

Woher kommt ihr Eindruck, sie würde alles alleine machen (müssen)?
Neben dem permanenten Beschäftigen mit den Kindern und der Dokumentation gibt es noch jede Menge anderer Aufgaben zu erledigen. Und ehrlich, es nervt mich auch ganz massiv, wenn die "Nebenarbeiten" alle an mir hängen bleiben (weil die KollegInnen keine Zeit dafür haben - angeblich).

Eine Diagnosestellung überlasse ich lieber den zuständigen Fachleuten.