Wie würdet ihr dies regeln?

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Kalina
Beiträge: 3
Registriert: Mittwoch 13. Oktober 2021, 17:46

Wie würdet ihr dies regeln?

Beitrag von Kalina »

Guten Abend,

ich arbeite seit einem Jahr in einer Kita.
Dort habe ich erst im Herbst die Gruppe als Leitung übernommenen, vorher war es meine Gruppenkollegin. In letzter Zeit komme ich sehr an meine Grenzen. In einer Gruppe mit 25 Kindern sollte man zusammen ein Team bilden, aber das sind wir nicht. Obwohl sie 30 Jahre diese Gruppe geleitet hat, habe ich das Gefühl sie weiß nicht welche Aufgabenbereiche abgedeckt werden müssen. Sie fragt oft was zu erledigen ist, führt es dann mit Mühe und Not aus. Ein Gespräch hat schon statt gefunden in dem ich meinen Wunsch ausgedrückt habe, dass sie sich bitte auch selbst organisieren soll und ich ihr nicht immer sagen möchte, was zu erledigen ist und dass ich möchte dass wir eine Einheit bilden. Sie hat mir dann mitgeteilt, dass sie sich zurückzieht weil sie mit der Situation wohl nicht so recht umgehen kann, dass jetzt die Rollen getauscht sind. Eine Woche lang lief es ganz gut, danach ging es Berg ab. Im Moment sind unsere Kinder in der Gruppe sehr durcheinander und aufgedreht, weil sie merken, dass es zwischen uns Erwachsenen nicht läuft, das weiß ich. Die Woche ist ein Kind sehr eskaliert und hat meine Kollegin geschlagen und mit Bauklötzen beschmissen. Ich bin dann dazwischen gegangen um die Situation zu beruhigen. Ich meinte dann ich werde die Mutter telefonisch informieren, da ich am Ende des Tages nicht mehr in der Einrichtung bin. Sie meinte dann sie würde das gerne mit der Mutter klären, weil es sie betroffen hat. Der,Junge wurde dann früher abgeholt und obwohl sie am Morgen gesagt hat, sie spricht mit der Mutter, hat sie mich darum gebeten, dass ich mit ihr rede. So bin ich 1 Stunde länger geblieben.Am Ende des Tages durfte ich mir dann anhören, dass dies nicht so weiter geht und ein Gespräch her muss, dass wir uns einig sein müssen, was die Kinder anbelangt usw, dass wir keine Struktur in der Gruppe haben und dass von den Kindern nicht so viel verlangt werden darf. Explizit konnte sie mir den Morgenkreis nennen, der ihr mit 15-20 Minuten zu lange ist, da die Kinder ja nicht sitzen können.
Ich war überrumpelt, hab aber noch einmal das voran gegange Gespräch erwähnt, dass wir schon einmal geführt haben, wo ich auch erwähnt habe dass wir uns einig sein sollten und sie auch gefragt habe, was sie ändern möchte. Sie wolle mehr Kleingruppen und einen einfacheren Morgenkreis. Kleingruppen werden bei uns in der Gruppe von vornherein geführt z.B. zu diversen Angeboten und ein Morgenkreis mit max. 20 Minuten finde ich nicht zu lange.
Ich bin dann sehr aufgelöst zuhause angekommen, habe viel geweint, mich als letzte Versagerin gefühlt.
Am nächsten Tag haben wir uns zu dritt zusammen gesetzt also meine Kollegin und meine andere Kollegin in Teilzeit. Ich habe dann das Gespräch so geleitet, dass ich mitgeteilt habe, dass auf ihren Wunsch hin jetzt ein Gespräch stattfindet und sie nun ihr Anliegen aussprechen darf. Im Laufe des Gesprächs stellte sich heraus, dass sehr wohl Strukturen in der Gruppe vorhanden sind, und sie teilweise auch nicht mehr wiedergeben konnte was sie denn eigentlich stört. Wir haben dann eine Lösung gefunden sie wir noch verbessern konnten und haben ein gemeinsames Ziel festgelegt. Ich muss dazu sagen, dass wenn wir an 2Tagen die Woche zu dritt sind ,es oft ganz gut klappt, und zumindest die Kinder umfangreicher betreut werde können, an anderen Tagen läuft es aber oft chaotisch. Unsere Kinder haben nun einmal viele besondere Charaktere und gerade deshalb wäre es so wichtig wenn die besagte Kollegin und ich gleicher Meinung wären, aber dann am Freitag war für mich einfach wieder eine Grenze erreicht nachdem sie nach einer Auseinandersetzung mit einem Kind, dem Kind gedroht hat ihm ein Pflaster auf den Mund zu kleben und plötzlich ein Pflaster in der Hand hielt. Ich war in Schockstarre, konnte nicht mehr viel dazu sagen....Im weiteren Verlauf hat sie wieder meine Autorität untergraben und nach einer Aussage die ich gegenüber den Kindern getätigt habe noch einmal eins obendrauf gesetzt und somit wurde meine Aussage im Keim erstickt.
In der Abholzeit hat sie mich dann darum gebeten ich sollte doch bitte dann der Mutter sagen, dass das Kind sehr auffällig war an diesem Tag, da bin ich dann auch das erste Mal fahrig gegenüber ihr geworden, habe mich umgedreht und bin gegangen. Wer bin ich denn mir andauernd sagen zu lassen was ich zu tun habe? Ich habe seit über 10 Jahren Berufserfahrung!!!! Ich war wieder fix und alle, ich halte es nicht aus wie sie mit den Kindern und auch mir umspringt, wie ich ihr immer wieder Handgriffe erklären muss, aber sie mich andauern fragt ob ich Dies und Das schon erledigt habe....Ein Gespräch hat Mitte November statt gefunden mit der Chefin und Kolleginnen 1,5 Wochen lief es besser, jetzt ist es wieder der reinste Horror. Ich merke, dass ich nicht mehr gerne zur Arbeit gehe, Versagensängste entwickle und bekomme auch Angst, Angst wieder so einen Tag verbringen zu müssen. Meine Kraft ist am Ende. In einem Vorausgegangen Beitrag habe ich schon eine Situation beschrieben...Ich bin drauf und dran zu kündigen.... :sorry:

Einen schönen Abend wünsche ich :)
Jelka
Schriftsteller
Beiträge: 606
Registriert: Freitag 3. Juli 2009, 22:54

Re: Wie würdet ihr dies regeln?

Beitrag von Jelka »

Hallo Kalina,
du hattest ähnliche Situationen mit dieser Kollegin schonmal geschildert und Beiträge mit Fragen darauf bekommen. Leider fehlen bis heute die Antworten dazu.
Geht es dir darum, ernsthaft darüber in den Austausch zu gehen, oder nur darum, dein Missempfinden zu teilen?
Liebe Grüße Jelka
Kalina
Beiträge: 3
Registriert: Mittwoch 13. Oktober 2021, 17:46

Re: Wie würdet ihr dies regeln?

Beitrag von Kalina »

Es tut mir Leid, wenn ich auf die anderen Beiträge nicht mehr geantwortet habe. Es war in den vergangenen Wochen sehr schwer. Ich hatte auch noch einen Todesfall in der Familie. Jetzt wo es mir etwas besser geht möchte ich gerne in einen Austausch gehen...deshalb ein neu eröffnetes Thema. Lg
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