Kinder oder Kolleginnen?

kassja
Besucher
Beiträge: 170
Registriert: Sonntag 16. Juni 2013, 18:48

Re: Kinder oder Kolleginnen?

Beitrag von kassja » Samstag 6. Juli 2013, 18:11

Hat denn eine von euch mal die Fortbildungen besucht?

Lenina
Schriftsteller
Beiträge: 1222
Registriert: Samstag 2. Juli 2011, 15:16

Re: Kinder oder Kolleginnen?

Beitrag von Lenina » Samstag 6. Juli 2013, 19:08

Ja, meine Kollegin. Ich noch nicht.
Sorry für knappe Antworten, tablet und Baby machen das Schreiben nichg leicht :kappe:

kassja
Besucher
Beiträge: 170
Registriert: Sonntag 16. Juni 2013, 18:48

Re: Kinder oder Kolleginnen?

Beitrag von kassja » Samstag 6. Juli 2013, 19:11

Du musst sie dann auch nicht unbedingt haben.

Welche hat sie denn gemacht? Und wo?

Lenina
Schriftsteller
Beiträge: 1222
Registriert: Samstag 2. Juli 2011, 15:16

Re: Kinder oder Kolleginnen?

Beitrag von Lenina » Samstag 6. Juli 2013, 21:08

Keine Ahnung, führt auch irgendwie ein bisschen vom Thema weg, oder?

Mir gehts vor allem drum, ob jemand schon mal in einer ähnlichen Situation war, sprich, für die Kinder gegen das Team war, und davon berichten oder mir was raten kann.
Sorry für knappe Antworten, tablet und Baby machen das Schreiben nichg leicht :kappe:

kassja
Besucher
Beiträge: 170
Registriert: Sonntag 16. Juni 2013, 18:48

Re: Kinder oder Kolleginnen?

Beitrag von kassja » Samstag 6. Juli 2013, 21:18

Ich finde es geht nicht unbedingt vom Thema weg, denn ich habe schon noch vor den Bogen wieder dahinzufuehren.

Deine Kollegin muesste eigentlich gelernt haben wie sie bzw ihr eine Begehung macht (und dafuer könnt ihr zeit beantragen) und dann die gefahren auswertet. Sie muesste dafür auch Material haben.

Kees_Kopf
Schriftsteller
Beiträge: 1103
Registriert: Mittwoch 21. März 2012, 10:46
Kontaktdaten:

Re: Kinder oder Kolleginnen?

Beitrag von Kees_Kopf » Donnerstag 1. August 2013, 10:27

Zum Unfallrisiken:

Schaukeln sind bautechnisch nicht gemacht um im Stehen zu benutzen. Das kann man zwar, wird auch gerne gemacht, aber birgt tatsächlich ein unverhältmnissmäßig öheren Risiko. Kinder (und nicht nur die) neigen dazu, sich fast waagrecht mit den Füßen nach vorne auf den Schaukel zu bewegen. Dabei können die Füße leicht wegrutschen, es muss nicht einmal nass sein, Sand unter den Schuhen reicht aus. Im günstigsten Fall hänngt das Gewicht des Kindes dann plötzlich in ein ungewohnten Winkel an den Armen, Zerrungen bis hin zu auskugeln von Schultergelenke (ähnlich wie beim Sonntagsarmsyndrom) können die Folge sein. Verliert ein Kind (auch noch) den Griff am Seil und stürzt es ab, landet es ziemlich unkontrolliert und meistens ungebremst auf dem Boden. Verletzungen zwischen Prellungen, Stauchungen bis hin zu Frakturen können die Folge sein. Ich habe solche Unfallverletzungen in meiner Zeit auf dem Rettungswagen gesehen und war nach Berichten von KollegInnen damals nicht der einzige.

Verletzt ein Kind sich im Kindergarten, so kommt die Unfallkasse um die Ecke. Bei der "erlaubten nicht sachgemäßen Umgang mit Spielgeräte" könnten die in der Versuchung geraten der aufsicht führenden Person in Regress zu nehmen. Da das zivilrechtlich ist (keine strafrechtliche Verletzung der Aufsichtspflicht), liegt der Beweislast anders als in Strafverfahren. Ich kenne zwar im Augenblick kein konkreten Fall, was wohl auch daran liegt, dass solche Fälle in der Regel nicht öffentlich gemacht werden (weil zivil- und nicht strafrecht), bei immer knapper werdende Kassen kann ich mir durchaus vorstellen, dass sie zugreifen würden - oder zumindest versuchen würden zuzugreifen.

Ich persönlich würde dann auch konsequent eingreifen wenn ich sehen würde, dass die Kinder den Schaukel im stehen benutzen.

Eine ähnliche Abhandlung könnte ich über Rutschen halten, Platzwunden am Kinn, Zahnersatz bis hin zu Hirnerschütterungen, Schädelprellungen, Wirbelstauchung, alles schon erlebt (und das NICHt nur als ich auf dem RTW saß!)

Zu Regeln

Wenn man irgendwo neue Regeln einführt, ist es so oder so eine gute Idee diese nach z.B. vier Wochen einfach zu evaluieren. Funktioniert das überhaupt? Lässt es sich so noch arbeiten? Welche Sanktionen haben wir eigentlich um durchzusetzen? Das würde ich also einfach empfehlen, schaut doch einfach einmal nach und redet noch einmal datrüber.

Zu unterschiedliche Umgangsweisen

Wenn ich mich nicht weiter um ein Kind kümmern kann weil ich eine andere Aufgabe habe und eine Kollegin übernimmt, dann "hat sie das Problem". Anders gesagt, so wie sie das löst ist es für mich in Ordnung. Ob und was die betreffende Kollegin mit jemand anderem besprochen hat wird immer ein Rätsel bleiben, ich glaube kaum das einer der Beteiligten aufstehen wird und sagt "wir haben über dich hergezogen..." Das würde ich einfach ignorieren, oder vielleicht einmal ein Shirt anziehen mit dem Spruch "Ich rede nicht über mich selbst, das könnt ihr machen wenn ich weg bin!"

Eine Schöne Woche Noch,

Kees
Je suis Charlie!

amaria
Stammgast
Beiträge: 7795
Registriert: Samstag 12. Juni 2010, 15:17
Kontaktdaten:

Re: Kinder oder Kolleginnen?

Beitrag von amaria » Freitag 17. Juli 2015, 07:57

Lenina hat geschrieben: Ich habe viel gegoogelt, aber nirgendwo irgendwas zu diesem Thema gefunden. Wie sehen andere das? Im Stehen schaukeln.
Hallo!

Da jetzt wieder verstärkt Kinder eingewöhnt werden: Wie gestalten sich Teamabsprachen? Gerade jetzt, wo die Kindergartenneulinge eingewöhnt werden, finde ich es schön, dass Kinder und Erzieherinnen den Kleinsten viele Freiheiten gönnen und dass Regeln gebrochen werden.

Als Springerin kann ich mich an keinen Kindergarten entsinnen, in dem es den Kindern grundsätzlich verboten wurde auf der Nestschaukel zu stehen. Wenn keine Kinder stehend für Anschwung sorgen dürften, wären die Nestschaukeln doch nur eine Art Babywiege für ältere Kinder. Die Erzieherinnen müssten immerzu anschubsen und die Kinder könnten später in therapeutischen Sitzungen lernen, was sie auf einer Nestschaukel alles hätten lernen können. Erst wenn Kinder rücksichtslos sind und sich oder andere gefährden, sind Verbote angebracht. Gerade durch das gemeinsame wilde Schaukeln auf der Nestschaukel wird doch das Gemeinschaftsgefühl der Kinder gestärkt. Außerdem wird ihnen bewusst, dass Ungeschicklichkeiten und rücksichtsloses Verhalten zu Unfällen führen können.
Anders als bei Schaukelbrettern, auf denen Kinder tatsächlich ausrutschen können, sehe ich bei der Nestschaukel keine hohe Gefahr des Ausrutschens. Weiß jemand, wie hoch der Anteil der Unfälle ist, bei denen Kinder in die Nestschaukel rein gerannt sind oder hinterrücks von ihr erwischt wurden? Wie folgenschwer waren die Unfälle? Wichtig ist, bei der Nestschaukel darauf zu achten, dass der Bodenbelag die richtige Höhe hat.

Freundliche Grüße

amaria
„Ausdauer wird früher oder später belohnt - meistens aber später.“
Wilhelm Busch

"Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand."
Arthur Schopenhauer

marienkäfer123
Beiträge: 10
Registriert: Montag 20. August 2012, 23:16

Re: Kinder oder Kolleginnen?

Beitrag von marienkäfer123 » Freitag 17. Juli 2015, 11:23

Genau SO erklärst es bitte auch mal deinen kolleginnen.....wenn die dann noch was sagen, sinds einfach weicheier, Ja-sager, Mitläufer-Volk ohne eigene Intuition.....auf die musst du nix geben. DIe Kinder sind viel wichtiger, solange du sie nicht verhätschelst.

Antworten

Zurück zu „Teamarbeit“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast