Freie Träger!

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Naddie
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Freie Träger!

Beitrag von Naddie » Sonntag 11. Mai 2008, 09:58

Ich wollte Euch mal Frageb, was ihr für eine Erfahrung mit freien Trägern habt...

Also ich hab hab letztes Jahr in einem Kindergarten der AWO gearbeitet! Da gabs zwar auch manchmal nervige Punkte wie z.b. das QM (Qualitätsmanagement), weils einfach viel Arbeit auf sich nimmt und die "hohen AWO-Tiere" nur darauf schauen, dass alle Akten und Protokolle richtig ausgefüllt werden und die Arbeit am Kind immer mehr in den Hintergrund tritt...aber trotzdem war ich soweit zufrieden mit dem Träger, weil der Lohn immer pünktlich kam und so weiter...

Dieses Jahr arbeite ich in einer Kinderkrippe eines freien Trägers, eine Einrichtung, die auch von der SOKE mitfinanziert wurde...nach diesem Jahr weiß ich, ich werd nie wieder für einen freien Träger arbeiten! Probleme mit dem Lohn (entweder kommt er verspätet oder erst das Monat darauf), Probleme mit Unterlagen (bekommen Mitarbeiter sowie Eltern viel zu spät)...unsere Geschäftsleitung kann meiner Meinung nach einfach nicht wirtschaften! Das Team, die Eltern und Kinder sind SUPER aber dieser Punkt ist einfach nur SCHLIMM...

Was ist Eure Meinung dazu?

Lg, Naddie
**Egal wie schwierig die Arbeit mit Kindern manchmal auch ist...sobald Dich eines dieser Kinder nur einmal angelächelt hat und Du siehst, mit welcher Freude das Kind dabei ist...dann weißt Du: JA, ich hab Alles richtig gemacht!**

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Ronsen
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Re: Freie Träger!

Beitrag von Ronsen » Sonntag 11. Mai 2008, 21:23

HY Naddie,

vielen Dank für deinen Beitrag.

Was soll ich schreiben? Was ich auf den ersten Blick sehe, sind 2 verschiedene freie Träger und ihre Arbeitsweisen- bzw. Methoden. Leider kann ich dir beim QM nicht zustimmen- zumindest nicht in dem Punkt, dass die Arbeit am Kind dabei in den Hintergrund tritt. Ich denke, dass es darauf ankommt, wie die Einrichtung (also das Personal) damit umgeht. Wenn das QM in seinem Umfang erstmal steht, können alle davon profitieren.

Die Dachverbände der freien Träger (AWO, CARITAS, DIAKONIE, Paritätischer Wohlfahrstverband ...) legen großen Wert auf QM,Qualitätshandbuch und co. Ich persönlich finde das wichtig.

SOKE sagt mir gar nichts- aber ich denke, dass zeigt, wie unterschiedlich freie Träger sein können. Ich würd einfach selektieren und bei der Stellenwahl gucken, wer dahinter steht und was andere z.B. über den Träger sagen. SOKE ist dann für dich gegessen- was machst du, wenn du in einer kommunalen Einrichtung so was erlebst? Dann bleibt dir ja gar keine Wahl, oder? :wink:

Lg
Ronsen
"Sage mir, wer dich erzogen hat, und ich sage dir, wer du bist- auch das stimmt nicht immer."Janusz Korczak

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Re: Freie Träger!

Beitrag von Steffi_282 » Montag 12. Mai 2008, 14:06

Naddie hat geschrieben:Ich wollte Euch mal Frageb, was ihr für eine Erfahrung mit freien Trägern habt...
Bisher habe ich keine Erfahrungen mit freien Trägern sammeln können - bin bei einem kommunalen Träger. Und siehe da: Der Träger interessiert sich einen feuchten Dr... für die Kinder. Es kommen durchaus Anweisungen, die umgesetzt werden müssen, egal ob Kinder oder Erzieher darunter leiden.
Dafür stimmt das finanzielle - und wir machen das beste daraus. Im großen und ganzen können wir aber zufrieden sein.

Du solltest deine Erfahrungen bei dem freien Träger (SOKE hab ich auch noch nie gehört!) also nicht auf alle freien Träger verallgemeinern.
Wie Ronsen schon schrieb: Solltest du bei einem kommunalen Träger auch schlechte Erfahrungen sammeln und sagen "NIE wieder bei einer Kommune" - Was machst du dann?
Kinder sind keine Gefäße, die man füllt, sondern Feuer die man entzündet!

Anschi08
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Re: Freie Träger!

Beitrag von Anschi08 » Mittwoch 18. Juli 2012, 09:39

Hallo

ich bin selbst "freier Träger" und denke es gibt immer solche und solche. Mein Personal fühlt sich wohl bei uns.

Liebe Grüße
Andrea
ISE Höfen

Kees_Kopf
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Re: Freie Träger!

Beitrag von Kees_Kopf » Donnerstag 19. Juli 2012, 09:19

Zu spät gezahlte Gehälter sind in aller Regel einen Hinweis auf ein Liquiditätsengpass. Erst wenn selbst die Zahlungen für den letzten Monat in ausreichender Höhe eingegangen sind, können die Gehälter gezahlt werden. Bei solche Arbeitgeber muss man möglichst schnell klar machen, dass zu spät zahlen für den Arbeitgeber Kosten verursacht. Das Geld muss am letzten Arbeitstag des Monats zur Verfügung stehen (alos nicht erst dann überwiesen werden!) Ist dies nicht der Fall, stellt man den Arbeitgeber in Verzug und fordert die entstandene Kosten (Überziehungszinsen, evtuelle Rücklastschrift kosten etc.) in Rechnung. Habe ich bei einen Arbeitgeber zweimal gemacht, dann kam mein Gehalt immer pünktlich...

Ist der Träger einen Verein, sollte man als Arbeitnehmer auch MItglied des Vereins werden (wenn nach Satzung möglich) und so von der Mitgliederversammlung aus den amtierenden Vorstand dampf machen. Ein zarten Hinweis darauf, dass die eingetragene Vereinsvorstände mit ihrem Privatvermögen für Forderungen an den Verein haften, wirkt manchmal Wunder... (Einzel Gesamtschuldnerisch, nicht Gemeinsam anteilig...)

Kees
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Re: Freie Träger!

Beitrag von naprun » Freitag 23. November 2012, 21:42

Ich hab bisher auch noch keine schlechten Erfahrungen mit unserem freien Träger der "Volkssolidarität" gemacht. Die Gehälter werden immer pünktlich überwiesen, sie Zahlen mit anderen freien Trägern unserer Region verglichen verhältnismäßig gut, legen hohen Wert auf Qualität und sorgen sich sogar hin und wieder um die Gesundheit ihres Personals :comp: Mit kommunalen Trägern hatte ich bisher noch kein Vergnügen.
„Vieles hätte ich verstanden, wenn man es mir nicht erklärt hätte.“

„Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht."

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