Mehrstöckige Kitas - muss das sein?

Johanna2
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Re: Mehrstöckige Kitas - muss das sein?

Beitrag von Johanna2 »

amaria hat geschrieben:Es gibt Momente, in denen ich nicht verstehen kann, was Erzieherinnen alles mittragen und ermöglichen.
Mittragen, im wahrsten Sinne des Wortes. Ich frage mich, ob demnächst Treppenlifte für Kindergärten angeboten werden. Und damit meine ich keine praktische Hilfe für Kinder, die aufgrund einer Behinderung nicht laufen können. Vorstellen kann ich es mir tatsächlich.

J.

amaria
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Re: Mehrstöckige Kitas - muss das sein?

Beitrag von amaria »

Eine Art Treppenlift, in dem vier Kinder hintereinander "geliftet" würden, würde sich vermutlich gut fotografieren lassen. Es wird vermutlich schon daran gearbeitet, entsprechende Modelle zu entwickeln.

:freu: :freu: :freu: :freu:
:freu: :freu: :freu: :freu:
:freu: :freu: :freu: :freu:
:freu: :freu: :freu: :freu:

Aber auch sonst bemüht man sich interessant aussehende Kitas zu kreieren...
http://www.baunetz.de/meldungen/Meldung ... 86825.html


"Den knappen Außenraum machen die Architekten durch einen Spielplatz auf dem Dach wett."

Wie gefällt euch diese Dachterrasse? http://www.baunetz.de/meldungen/Meldung ... mmentieren Wenn Politiker zu Besuch kommen, könnten die Kinder auf ihr das Lied "Eine Seefahrt die ist lustig, eine Seefahrt, die ist schön" - oder blau gekleidet (sozusagen als Tarnfarbe) "Blau, blau, blau sind alle meine Kleider" trällern...

Welche Erzieherin möchte dort arbeiten? Wer liebt Blau über alles?

:c0301:

Freundliche Grüße

amaria
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Johanna2
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Re: Mehrstöckige Kitas - muss das sein?

Beitrag von Johanna2 »

"Gelbsucht" ist eine Krankheit, die durchaus bekannt ist. Gibt es eigentlich auch "Blausucht"?

Johanna

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Re: Mehrstöckige Kitas - muss das sein?

Beitrag von Johanna2 »

Ja, es gibt Blausucht http://www.wissen.de/lexikon/blausucht, und Grünsucht http://animexx.onlinewelten.com/events/35070/ und Rotsucht http://de.uncyclopedia.wikia.com/wiki/Rotsucht und im Kindergarten haben viele Mädchen Phasen einer Rosasucht, die aber noch nicht von Wissenschaftlern anerkannt wurde.

Johanna

amaria
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Re: Mehrstöckige Kitas - muss das sein?

Beitrag von amaria »

Was mögen wohl die Zugvögel denken, wenn sie eine knatschblaue Dachterrasse sehen?

1) Das bisschen Gras passt nicht zum Design.
2) Bei den Menschen piept es wohl
3) Wir haben allle Durst! Auf zur Landung!
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Re: Mehrstöckige Kitas - muss das sein?

Beitrag von amaria »

Juliala hat geschrieben:Hallo amaria,

ich kann einige Dinge bei den Little Giants in Badenstedt kritisieren:
Der Zaun ist ein Witz. Als Erzieherin würde ich keine Verantwortung übernehmen wollen.
Die Kinder brauchen nur in einem unbeobachteten Augenblick eine Räuberleiter machen,
oder die Kinder stellen diese Plastikrutsche, die man auf dem Bild erkennen kann, in die Nähe des Zaunes.....
Wer bitte trägt hier die Verantwortung? Wer hat diesen Zaun abgenommen? Der TÜV?
Wer muss im Falle eines Unfalls seinen Kopf hinhalten? Die Erzieher? Die Leitung? Der Sicherheitsbeauftragte? Der Architekt? Der Träger?
Zwei Dreijährige sind aus dem ebenerdigen Außengelände ihres Kindergartens ausgebüxt.
"Die Polizisten brachten die kleinen Mädchen schließlich mit der Erzieherin zurück zur Kita. Dort ließen sich die Beamten von den Dreijährigen zeigen, wie diese es geschafft hatten, über die Absicherung des Gartens zu klettern. „Sie stellten ihre Füßchen in den Zaun und waren innerhalb von Sekunden wieder hinüber geklettert“, so eine Erzieherin."
http://www.maz-online.de/Lokales/Brande ... s-Kita-aus

Es gibt wirklich viele Erzieherinnen, die schon gesehen haben, wie Kinder versucht haben, über Zäune zu klettern. Und wer den Anfang gesehen hat, kann sich meist vorstellen, ob ein Kind die Geschicklichkeit und Kraft hat, den Zaun zu überwinden. Vor allem als noch Hort- und Kindergartenkinder auf einem Gelände betreut wurden, waren kletterfreudige ältere Kinder manchmal Vorbilder für die Kindergartenkinder.

amaria
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Juliala
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Re: Mehrstöckige Kitas - muss das sein?

Beitrag von Juliala »

Hallo amaria,

ich hatte hier im Forum ja auch schon einmal berichtet, dass ich in einem neuen Kindergarten gearbeitet habe, der an einer vielbefahrenen Hauptstraße lag. Von Anfang an kritisierte ich den ca. 1,30m niedrigen Zaun.
Auf meine Kritik wurde in keinster Weise eingegangen bzw. wurde gesagt, dass dieser Zaun so geplant und abgenommen wurde.
Tja, letztendlich müssen wir Erzieher unseren Kopf für die Fehlplanungen hinhalten. :200p: Warum werden die Leute, die solchen Planungsblödsinn verzapfen, nicht mit in die Verantwortung genommen?
Ich kann nicht jede Sekunde alle Kinder im Blick haben, da mir leider noch keine Augen aus dem Hinterkopf wachsen.

Julia
Erziehung: einen Kopf drehen, bis er verdreht ist - natürlich auf den neuesten Stand.“
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Re: Mehrstöckige Kitas - muss das sein?

Beitrag von amaria »

Juliala hat geschrieben: Tja, letztendlich müssen wir Erzieher unseren Kopf für die Fehlplanungen hinhalten. :200p: Warum werden die Leute, die solchen Planungsblödsinn verzapfen, nicht mit in die Verantwortung genommen?
Ich kann nicht jede Sekunde alle Kinder im Blick haben, da mir leider noch keine Augen aus dem Hinterkopf wachsen.
Wo mussten Erzieher denn schon mal den Kopf für die Fehlplanungen anderer hinhalten? Wem fällt ein Fall ein?

amaria
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Re: Mehrstöckige Kitas - muss das sein?

Beitrag von Juliala »

amaria hat geschrieben:
Wo mussten Erzieher denn schon mal den Kopf für die Fehlplanungen anderer hinhalten? Wem fällt ein Fall ein?

amaria
Hallo amaria,

na in dem von dir verlinkten Fall müssen die Erzieher ihren Kopf hinhalten. Sie wurden angezeigt.
Wäre der Zaun höher gewesen, hätten die Kinder ihn vermutlich nicht überwinden können.

Julia
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Re: Mehrstöckige Kitas - muss das sein?

Beitrag von amaria »

Mal abwarten. Das Urteil ist noch nicht gesprochen. Viele Verfahren werden eingestellt.

Von Erzieherinnen bekommt man oft zu hören, dass sie das Gefühl haben, mit einem Bein im Gefängnis zu stehen. Tatsächlich aber werden Erzieher für die Unfälle und das Ausbüxen von Kindern aus dem Kindergarten nur höchst selten angezeigt und sie werden wirklich selten verurteilt. Wer von uns kennt eine Erzieherin, die wegen Vernachlässigung der Aufsichtspflicht im Kindergarten verurteilt wurde? Viele aber kennen aus ihrer eigenen Einrichtung oder wissen von benachbarten Kindergärten, dass einmal ein Kind aus dem Kindergarten ausgebüxt ist. In meiner Verwandtschaft sind schon einige Jungen mehrfach aus dem Kindergarten abgehauen. - Die Erzieherinnen wurden nicht angezeigt, obwohl man hätte erwarten können, dass sie bei Kindern, die bereits fortgelaufen sind, besonders darauf achten würden, dass es nicht noch einmal vorkommt.
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Re: Mehrstöckige Kitas - muss das sein?

Beitrag von amaria »

In Gummersbach gab es einen Bombenalarm. „Erzieherinnen haben sich teilweise zwei schlafende Kinder geschnappt und sie die Treppe runter und nach draußen getragen.“ – Quelle: http://www.rundschau-online.de/24442340 ©2016
Sie wurden von der Polizei für ihr Handeln gelobt und einzelne Eltern beklagten sich nach dem Vorfall darüber, nicht ausreichend informiert worden zu sein.
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Re: Mehrstöckige Kitas - muss das sein?

Beitrag von amaria »

amaria hat geschrieben: Um meine Kritik zu verdeutlichen, weise ich nochmals auf die im zweiten Teil des folgenden Artikels geschilderten Zustände hin: http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhal ... 16298.html

Nach der Redewendung "Freilich ist nicht alles perfekt" geht es richtig zur Sache!

"Der Lärmschutz war nach der Fertigstellung noch ein Thema“, sagt sie. An die Decken wurden nachträglich Schaumstoffelemente geklebt. Außerdem vermisst sie einen Aufzug. „Unsere Gruppen können nicht alle gleichzeitig essen, da wir den Essenswagen sonst die Treppe hochtragen müssten.“ Auch wegen des offenen Konzepts und der Kinderbetreuung auf drei Etagen sei ein Aufzug manchmal wünschenswert. Baulich sei außerdem die Wärme-/Kälteregulierung ein Problem: „Im Sommer heizen sich vor allem die oberen Räume auf.“ Die Lösung in Botnang: viele einzelne Standventilatoren. „Das ist natürlich nicht ideal, aber bisher hatten wir damit keine Probleme“, sagt Patrizia Pinacchio. Sollten weitere Kitas in Containern folgen, solle man aber unbedingt eine fest installierte Belüftung einplanen. Und sie würde sich eine Telefonanlage wünschen – „wir lösen die Kommunikation über die Stockwerke jetzt eben mit Handys“, sagt sie. Provisorisch."

"Die Lösung" in Botnang nenne ich jetzt mal Betreuungspannen-Roulette!

Standventilatoren!!! Darin wurden schon die Fingerkuppen von Kindern gekappt. Wenn etwas rein gesteckt wird, steigt unter Umständen die Brandgefahr. (Abgesehen davon, dass schon etliche Elektrogeräte auch in der Garantiezeit abfackeln.)- Der Einsatz von Standventilatoren in einem mehrgeschossigen Containerprovisorium wirft die Frage auf, wie leichtsinnig Eltern und Erzieherinnen mit dem Kindeswohl umgehen.

Jeder der drei Stürze von Kindern aus dem Fenster einer Kita hätte ein Anlass zum Umdenken sein können. Es kann doch nicht sein, dass erst ein paar tödliche Verletzungen eintreten müssen, bevor zumindest die Betreuung der Jüngsten in Obergeschossen nicht mehr genehmigungsfähig ist.

Und zur wirtschaftlichen Seite der möglichst langen Ganztagsbetreuung von Kleinkindern: Die Gesellschaft muss besonders teure Krippen-Plätze finanzieren, damit Arbeitgeber besser von der Arbeitskraft beider Eltern profitieren können. Würden Eltern Teilzeit arbeiten oder nur ein Elternteil beim Kleinkind bleiben und sich mit anderen Eltern treffen, die auch ihre Kinder betreuen, bekämen diese Eltern nicht den Krippenplatz bezuschusst, sondern eventuell zusätzlich Sozialleitungen. - Für das Kind vermutlich schönet, als in einem übervollen Gruppenraum zu schwitzen und die Schattenseiten einer Betreuung unter Personalmangel zu erleben.

Dass immer mehr Kinder in oberen Geschossen betreut werden, ist doch nüchtern betrachtet der Gipfel der Fehlentwicklungen. Finanzielle Interessen sind wichtiger als die Sicherheit von Kindern.
Hallo!

Angesichts der großen Hitze weise ich nochmals auf die besondere Problematik der Kinderbetreuung in oberern Geschossen hin. Je weiter oben, um so mehr Sonneneinstrahlung. Diejenigen, die in einem unzureichend gedämmten Container arbeiten müssen, sind nicht zu beneiden.

Freundliche Grüße

amaria
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Re: Mehrstöckige Kitas - muss das sein?

Beitrag von amaria »

Hallo!

Weil es zu einem Brand in einem unter dem Kindergarten gelegenen Imbiss gekommen ist, wurden in Essen Kindergartenkinder evakuiert.
http://www.derwesten.de/staedte/essen/f ... 08107.html

Der Brand zeigt, dass es zu Situationen kommen kann, die im wahrsten Sinn des Worten "brenzlig" sind. Es ist anscheinend alles ohne Personenschaden ausgegangen, aber mehr Skepsis gegenüber der Unterbringung von Kindergartenkindern in oberen Geschossen, könnte schlimme Überraschungen verhindern. Mehr Skepsis würde dazu führen, dass zumindest jene Lokalitäten, an denen so genannte unvorhersehbare Zwischenfälle Probleme bereiten könnten, der Erteilung einer Betrieberlaubnis entgegenstehen würden. Beim Brand ist eben nicht nur an das Feuer zu denken. Die giftigen Gase, die ein Brand freisetzen kann, sind nicht zu unterschätzen.

Schlecht gereinigte Dunstabzugshauben können Feuer fangen, ein Untermieter oder Nachbar, der eine chemische Reinigung betreibt, sollte vielleicht auch gemieden werden.

Gibt es schon Krippen und KItas in unmittelbarer Nähe einer chemischen Reinigung?

Freundliche Grüße

amaria
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Re: Mehrstöckige Kitas - muss das sein?

Beitrag von amaria »

Eine Schule steht unter Schock

Hallo!

Weil in diesem Thread bereits die vier von der Presse gemeldeten Unfälle von Kindergartenkindern, die aus einem Fenster ihrer Kita gefallen sind, thematisiert wurden, weise ich auch auf den Sturz eines behinderten Jungen aus dem Toilettenfenster seiner Schule hin. Er fiel aus dem zweiten Stock circa zehn Meter in die Tiefe und kam mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus. http://www.felixknothe.de/2016/11/behin ... s-fenster/

Wie hoch mag wohl die Dunkelziffer an in letzter Sekunde verhinderten Sturzunfällen in Krippen und KItas sein?

Warum lassen sich Erzieherinnen darauf ein, vieles im Rahmen der Dokumentationspflichten zu beschönigen, aber es wird von ihnen nicht schriftlich auf potenzielle Gefahren hingewiesen? Sobald schriftlich etwas eingereicht wurde, müssen "die Verantwortlichen" des Trägers sich damit auseinandersetzen. Ich finde, man sollte es ihnen antun.

Welche Erzieherin geht davon aus, dass insbesondere in der Eingewöhnungszeit der Jüngsten nirgendwo zweite Rettungswege abgeschlossen oder blockiert werden? Wenn die Gefahr des Weglaufens groß ist, wird doch üblicherweise reagiert. Vieles in Krippen und Kitas läuft doch nur deshalb einigermaßen gut, weil eben nicht immer Dienst nach Vorschrift gemacht wird.

Es gibt immer eine so genannte Dunkelziffer. Wie hoch schätzt ihr den prozentualen Anteil der in letzter Sekunde verhinderten Sturzunfälle aus Kitafenstern oder den von den Balkonbrüstungen?

Freundliche Grüße

amaria
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Beitrag von amaria »

amaria hat geschrieben: Weil es zu einem Brand in einem unter dem Kindergarten gelegenen Imbiss gekommen ist, wurden in Essen Kindergartenkinder evakuiert.
http://www.derwesten.de/staedte/essen/f ... 08107.html

Der Brand zeigt, dass es zu Situationen kommen kann, die im wahrsten Sinn des Worten "brenzlig" sind. Es ist anscheinend alles ohne Personenschaden ausgegangen, aber mehr Skepsis gegenüber der Unterbringung von Kindergartenkindern in oberen Geschossen, könnte schlimme Überraschungen verhindern. Mehr Skepsis würde dazu führen, dass zumindest jene Lokalitäten, an denen so genannte unvorhersehbare Zwischenfälle Probleme bereiten könnten, der Erteilung einer Betrieberlaubnis entgegenstehen würden. Beim Brand ist eben nicht nur an das Feuer zu denken. Die giftigen Gase, die ein Brand freisetzen kann, sind nicht zu unterschätzen.

Schlecht gereinigte Dunstabzugshauben können Feuer fangen, ein Untermieter oder Nachbar, der eine chemische Reinigung betreibt, sollte vielleicht auch gemieden werden.
Hallo!

Gundelfingen: 69 Kinder wurden bei einem Brand des Dachstuhls ihrer Kita aus dem Gebäude geführt. Ob es sich um eine ein- oder mehrgeschossige Einrichtung handelt, konnte ich der Presse sicht entnehmen. Ein Arbeiter erlitt einen Schock.
http://www.focus.de/regional/freiburg/f ... 333775.htm

Weiß jemand, ob früher während Schweißarbeiten ein Kindergarten üblicherweise geschlossen wurde?

Freundliche Grüße

amaria
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