Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND

Martin MITCHELL
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Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND

Beitrag von Martin MITCHELL » Sonntag 5. März 2017, 21:33

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… sowohl wie auch, wie jetzt ebenso belegt, an einer großen Anzahl an einwilligungsunfähigen Erwachsenen !!

Begriffserklärung für den nachfolgenden Artikel vom 24.11.2016, ein Artikel der sich weitgehend nur auf die diesbezügliche Situation in Schleswig-Holstein bezieht:
Schleswig-Holstein“ - eins der 16 Bundesländer der Bundesrepublik Deutschland, im Norden Deutschlands gelegen, das eine Grenze mit Dänemark teilt;
Landespolitik“ - in Schleswig-Holstein;
Sozialministerium“ - Sozialministerium Schleswig-Holstein;
Sozialministerin“ - Sozialministerin Kristin Alheit (
SPD) Schleswig-Holstein;
SPD-Fraktion“ - in Schleswig-Holstein;
Sozialausschuss“ - der Sozialausschuss Schleswig-Holsteins;
Peter Eichstädt“ - (
SPD) Vorsitzender des Sozialausschusses Schleswig-Holstein;
Grünen sozialpolitische Sprecherin Marret Bohn“ - Schleswig-Holstein;
SSW“ - Der Südschleswigsche Wählerverband ( Siehe @ https://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%BCds ... lerverband );
Der Parlamentarische Geschäftsführer der
FDP, Heiner Garg“ - Schleswig-Holstein;
Piraten“ - die Piratenpartei in Schleswig-Holstein;
Wolfgang Dudda“ - Vorsitzender der Piratenpartei in Schleswig-Holstein;
sozialpolitische Sprecherin der CDU, Katja Rathje-Hoffmann“ - Schleswig-Holstein.


NRD.de - Nachrichten / Berichterstattung
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[ QUELLE: https://www.ndr.de/nachrichten/schleswi ... he116.html ]

Stand: 24.11.2016 19:02 Uhr - Lesezeit: ca. 3 Min.

Medikamentenversuche: Kritik an Sozialministerium [ in Schleswig-Holstein ]


von Stefan Eilts [ siehe sein Profil @ http://www.ndr.de/nachrichten/schleswig ... er208.html ]

Was ist genau in den 50er- und 60er-Jahren im damaligen Landeskrankenhaus Schleswig [in Schleswig-Holstein] passiert? Nach Berichten von NDR 1 Welle Nord und Schleswig-Holstein Magazin über weitere Medikamentenversuche an Kindern in der Jugendpsychiatrie wird auch in der Landespolitik der Ruf nach Aufarbeitung lauter. Das Sozialministerium hatte in diesem Zusammenhang auf eine bundesweite Studie verwiesen, die in den kommenden drei Jahren ähnliche Vorfälle in ganz Deutschland unter die Lupe nehmen soll. Das reicht vielen Politikern aber nicht. Für die SPD-Fraktion erklärte der Vorsitzende des Sozialausschusses Peter Eichstädt, die Berichte über umfangreiche Medikamententests würden betroffen machen. "Es kann keine Wiedergutmachung für die Opfer geben, ohne zu versuchen, auch die Täter zu stellen", sagte Eichstädt.

Alheit: "Bundesweite Aufklärung"

Für Eichstädt ist auch eine umfassende Aufarbeitung durch das Land sinnvoll: "Auch wenn anscheinend solche Arzneimittelversuche an jungen Menschen ohne deren Einwilligung oder die ihrer Erziehungsberechtigten bundesweit durchgeführt wurden, so sehen wir das Land in der Verantwortung, soweit es um Handlungen in der Schleswiger Einrichtung geht, da diese in der Trägerschaft des Landes war." Eine solche Aufarbeitung könne die Aktivitäten der Landesregierung auf Bundesebene ergänzen. Sozialministerin Kristin Alheit, ebenfalls SPD, plädiert bislang für Aufklärung ausschließlich auf bundesweiter Ebene.

Die Grünen fordern ebenfalls eine lückenlose Aufklärung über die Medikamentenversuche, erklärte deren sozialpolitische Sprecherin Marret Bohn. Sie hält aber, wie das Sozialministerium, eine Lösung auf Bundesebene für sinnvoll. Dabei müsse auch ein Augenmerk auf den Einfluss der Pharmaindustrie gelegt werden. Vom SSW heißt es, es sei selbstverständlich, dass das Land bei der Aufarbeitung helfe.

Garg: "Menschenunwürdige Versuchspraxis"

Deutliche Kritik an Alheit kommt aus der Opposition. Der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP, Heiner Garg, erklärte, die NDR-Berichte würden ein erschreckendes Ausmaß an menschenunwürdiger Versuchspraxis offenbaren: "Vor dem Hintergrund der bisher offenbar nur sehr halbherzig betriebenen Aufklärung durch die Landesregierung fordern wir Ministerin Alheit auf, in dieser Frage endlich engagierter zu Werke zu gehen."

Piraten: Land soll selbst recherchieren

Wolfgang Dudda (Piraten) forderte das Land auf, nicht nur auf die geplante bundesweite Aufarbeitung zu warten, sondern eigene Recherche zu betreiben. Es sei beschämend, dass das Problem ausgelagert werde. Das Land werde "in keinster Weise seiner moralischen Verantwortung gerecht".

Für
die CDU reagierte die sozialpolitische Sprecherin Katja Rathje-Hoffmann. Die Opfer hätten ein Recht auf eine lückenlose Aufklärung: "Darum erwarte ich von der Landesregierung, dass sie mit Nachdruck dafür sorgt, dass die Opfer zu ihrem Recht kommen. Die Sozialministerin muss jetzt schnell handeln und eine umfassende Aufklärung der Missstände vorantreiben."

Fonds soll nächste Woche beschlossen werden [ Was hat der Behinderten Fonds mit der notwendigen Aufarbeitung der Medikamentenversuche“ zu tun ?? Rein garnichts! - MM ]

Das Sozialministerium hatte erklärt, eine bundesweite Aufklärung sei sinnvollerauch, um die mögliche Beteiligung von Pharmafirmen besser untersuchen zu können. Das Land habe sich massiv dafür eingesetzt, dass Medikamentenversuche und auch die Rolle der Pharmaunternehmen aufgearbeitet werden, so ein Sprecher. Man halte auch deswegen eine bundesweite Untersuchung für sinnvoller. Natürlich würden aber auch Fälle aus Schleswig-Holstein untersucht. Der Fonds, aus dem Betroffene entschädigt werden können, soll kommende Woche in Lübeck endgültig besiegelt werden.

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Die Bundesregierung scheint sich bisher überhaupt nicht öffentlich zu irgend etwas DIESBEZÜGLICHEM (d.h. ZUR AUFARBEITUNG VON DIESEN MEDIKAMENTENVERSUCHEN IN WESTDEUTSCHLAND!) geäußert zu haben. Das Internet, was den Bund betrifft, gibt überhaupt nichts DIESBEZÜGLICHES (d.h. ZUR AUFARBEITUNG VON DIESEN MEDIKAMENTENVERSUCHEN IN WESTDEUTSCHLAND!) her !!
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Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND

Beitrag von Martin MITCHELL » Montag 6. März 2017, 21:53

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… sowohl wie auch, wie jetzt ebenso belegt, an einer großen Anzahl an einwilligungsunfähigen Erwachsenen !!

Weiterführend zu meinen heutigen Beitrag hier in diesem Thread (So. 05.03.20117, um 22:33 Uhr) zu diesem Thema: »Medikamententests …«

Bezüglich dieser angeblichen »Untersuchung seitens des Bundes der nachkriegsdeutschen Medikamentenversuche an Minderheiten in WESTDEUTSCHLAND“ (d.h. „Medikamentenversuche an einwilligungsunfähigen Personen jeglichen Alters“)«, wird das aus dem Bundeshaushaltsplan 2016 oder dem Bundeshaushaltsplan 2017 finanziert ??

Wenn der Bund dies finanzieren will kann dies nur gemäß dem Bundeshaushaltsgesetz geschehen, und alle Bundestagsfraktionen müssen erst einmal im Bundestag darüber abstimmen !!

Und all das wird auch ganz genau protokolliert und im Plenarprotokoll festgehalten; und wobei auch der Verwendungszweck genau festgeschrieben werden muss !!

Wenn dazu nichts im Internet zu finden ist, dann ist es – meiner Meinung nach – wedervereinbart“, noch entgültigentschieden!!

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Beitrag von Martin MITCHELL » Mittwoch 8. März 2017, 07:38

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… sowohl wie auch, wie jetzt ebenso belegt, an einer großen Anzahl an einwilligungsunfähigen Erwachsenen !!

Nach weiteren meinerseitigen Recherchen im Internet, bin ich auf Folgendes gestoßen, das vielleicht etwas Licht ins Dunkel bringt, oder auch nur weitere – neue – Fragen aufwirft:

Niemand unter den Betroffenen hat bisher irgendwo im Internet darauf verwiesen:

Unterzeichnung seitens der *Errichter der Stiftung "Anerkennung und Hilfe"* des diesbezüglichen Stiftungsvertrags, für ehemalige Heimkinder, die damals „Insassen“ in „Behinderteneinrichtungen“ und „Psychiatrien“ waren.

QUELLE: http://www.bmas.de/DE/Presse/Pressemitt ... hilfe.html
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Unterzeichnung des Stiftungsvertrags

[ Offizielle politische Verwaltungsvereinbarung unterzeichnet von Bund, Ländern und Kirchen ]

1. Dezember 2016

[ Foto / Gruppenenbild ]
[ Gruppenbild der Errichter der Stiftung am Rande der 93. Arbeits- und Sozialministerkonferenz 2016. – ] Quelle: BMAS / Sonja Paar


Bund, Länder und Kirchen haben heute am Rande der 93. Arbeits- und Sozialministerkonferenz (ASMK) in Lübeck die *Verwaltungsvereinbarung zur Errichtung der Stiftung "Anerkennung und Hilfe"* unterzeichnet. Die Stiftung soll das Leid und Unrecht anerkennen, das Kinder und Jugendliche in der Zeit von 1949 bis 1975 in der Bundesrepublik Deutschland bzw. 1949 bis 1990 in der DDR in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe und der Psychiatrie erfahren haben.

Bundessozialministerin Andrea Nahle sagte bei der Unterzeichnung:

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»Ich freue mich sehr, dass wir heute nach mehr als dreijährigen Verhandlungen endlich die Gründungsurkunde für die Stiftung "Anerkennung und Hilfe" unterschreiben. Die Betroffenen haben lange beharrlich dafür gekämpft, die Stiftung zu errichten. Menschen, die als Kinder und Jugendliche in unserem Land in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe beziehungsweise der Psychiatrie unsägliches Leid erlitten haben, bekommen durch die Stiftung "Anerkennung und Hilfe" nicht nur endlich die Anerkennung und die finanzielle Unterstützung, die ihnen zusteht. Wir werden das Geschehene nun auch endlich einer breiteren Öffentlichkeit bekannt machen können.«
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Sozialministerin Kristin Alheit [Schleswig-Holstein] betont als Vorsitzende der ASMK und Ländervertreterin:
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»Ich freue mich, dass es heute gelungen ist, diese Einigung im Sinne der Betroffenen zu erzielen. Mir ist wichtig, dass wir sie in den weiteren Aufarbeitungsprozess eng mit einbeziehen und dabei neben dem Thema Gewalt und Missbrauch auch das Thema Medikamentenversuche beleuchten. Kinder und Jugendliche haben in dieser Zeit Leid und Unrecht in Einrichtungen erfahren. Darüber möchte ich von Herzen mein ausdrückliches Bedauern ausdrücken. Wir werden jetzt dazu beitragen, dieses Unrecht aufzuarbeiten, öffentlich anzuerkennen und Betroffenen konkrete Hilfestellung leisten.«
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Die stellvertretende Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Frau Präses Annette Kurschus, sagte:
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»Leid und Unrecht, erlitten von vielen hilfebedürftigen Menschen in Einrichtungen der Behindertenhilfe bzw. stationären psychiatrischen Einrichtungen in Deutschland nach 1949, sind der Anlass für die Errichtung der Stiftung "Anerkennung und Hilfe". Mit Scham sehen Evangelische Kirche und Diakonie auf die Verhältnisse und die Verantwortung auch kirchlicher Einrichtungen für die Ereignisse in dieser Zeit. Wir bedauern das Geschehene zutiefst und bitten die Betroffenen dafür um Vergebung. Es ist uns wichtig, dass nun endlich auch für den Kreis dieser Betroffenen ein Hilfesystem entsteht, um den heute noch vorhandenen Folgewirkungen zu begegnen.«
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Erzbischof Dr. Stefan Heße (Hamburg), der in Vertretung für den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz in Lübeck teilnahm, erklärte:
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»Die Stiftung ist ein absolut notwendiger Schritt zur Anerkennung des Leids der Betroffenen. Das sind wir diesen Menschen schuldig! Als Erzbischof der katholischen Kirche bedauere ich die damals ausgeübte physische, psychische und sexuelle Gewalt zutiefst und bitte die Betroffenen dafür um Entschuldigung. Kirchliche Organisationen und Verantwortliche haben in diesen Fällen dem christlichen Auftrag, Menschen mit Behinderung und psychiatrisch Erkrankten in ihrer Entwicklung zu fördern und ihre Würde zu schützen, nicht entsprochen. Meine große Hoffnung ist, dass die Betroffenen durch die Anerkennung und die Hilfen ihren weiteren Lebensweg etwas unbeschwerter und mit einem größeren inneren Frieden gehen können.«
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Mit der Beteiligung am Hilfesystem kommen Bund, Länder und Kirchen ihrer Aufgabe nach, in der Vergangenheit erlebtes Leid und Unrecht transparent zu machen und ihren Beitrag zur Bewältigung und Aufarbeitung zu leisten.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales wird Träger der nichtrechtsfähigen Stiftung des Privatrechts, die von Bund, Ländern und Kirchen gemeinsam zum 1. Januar 2017 errichtet wird. Die Stiftung hat eine fünfjährige Laufzeit und soll für den Zeitraum 2017 bis 2021 bestehen. Betroffene können sich bis Ende 2019 in den Ländern anmelden. Dafür errichten die Länder regionale qualifizierte Anlauf- und Beratungsstellen.


Die Stiftung sieht neben einer individuellen Anerkennung des Erlebten durch persönliche Gespräche mit den Betroffenen und einer öffentlichen Anerkennung auch eine wissenschaftliche Aufarbeitung der seinerzeitigen Geschehnisse vor. Ferner sollen Betroffene, die heute noch unter Folgewirkungen leiden, eine einmalige pauschale Geldleistung von 9.000 Euro zur selbstbestimmten Verwendung erhalten. Darüber hinaus wird eine einmalige Rentenersatzleistung von bis zu 5.000 Euro gezahlt, sofern sie dem Grunde nach sozialversicherungspflichtig gearbeitet haben, ohne dass dafür Sozialversicherungsbeiträge abgeführt wurden.
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Gleicherzeitig, gleichlautend, ebenso auf der Webseite der Evangelischen Kirche in Deutschland veröffentlicht @ QUELLE: http://www.ekd.de/presse/pm185_2016_unt ... arung.html
Und diese *Verwaltungsvereinbarung zur Errichtung der Stiftung "Anerkennung und Hilfe"* wird auch gleichzeitig und gleichlautend an folgender Stelle wiedergegeben: QUELLE: http://www.stiftung-anerkennung-und-hil ... trags.html
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Zuletzt geändert von Martin MITCHELL am Sonntag 12. März 2017, 01:59, insgesamt 1-mal geändert.
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Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND

Beitrag von Martin MITCHELL » Freitag 10. März 2017, 00:45

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Was das Bundesland Hessen betrifft --- Medikamententests in Hessen --- Anhörung im Landtag.

Frankfurter Rundschau

Rhein-Main und Hessen
Hessische Landespolitik und Berichte aus dem Rhein-Main Gebiet


QUELLE: http://www.fr.de/rhein-main/medikamente ... -a-1125870 :

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Medikamententests in Hessen

Landtag geht Arzneitests nach

Heute beginnt im Hessischen Landtag die Anhörung des Sozialausschusses über mögliche Medikamentenversuche an Heimkindern in Hessen. Der Termin ist öffentlich.

08.03.2017 19:44 Uhr

Von Pitt von Bebenburg [ Für sein Profil siehe @ http://www.fr.de/autor.=pit/ ]

Der Hessische Landtag will sich Klarheit darüber verschaffen, inwieweit in früheren Jahrzehnten Medikamente an hessischen Heimkindern getestet wurden. Am heutigen Donnerstag stellen sich Vertreter von Einrichtungen, Pharmaindustrie, Ärzteschaft, Betroffenenverbänden und aus der Forschung im Sozialausschuss den Fragen der Abgeordneten.

Eingeladen wurde auch die Pharmakologin Sylvia Wagner aus Nordrhein-Westfalen. Sie hatte in einer bundesweiten Studie nachgewiesen, dass nicht zugelassene Medikamente an Kindern in Heimen ausprobiert wurden. Zugleich hatte sie über teilweise schwere gesundheitliche Folgen der jungen Probanden berichtet.

Dabei hatten sich Hinweise auf Tests in Hessen ergeben. So hatte eine Ärztin der Hephat-Diakonie im nordhessischen Treysa im Dezember 1957 bei der Firma Merck das umstrittene Medikament Decentan bestellt. Bisher seien keine Beweise dafür gefunden worden, dass es für Versuche benutzt worden sei, teilte der Verband mit.

Wagner hatte in den Archiven der hessischen Pharmaunternehmen Merck und Behring recherchieren können. Diese und weitere Medikamentenhersteller sind zu der Anhörung eingeladen. Ihr Kommen angekündigt haben Vertreter der Diakonie und der Caritas, die zu den Trägern von Kinderheimen zählen.

Mehrere Heime gehören dem Landeswohlfahrtsverband an. Dessen Sprecherin Elke Bockhorst sagte der FR, von 2011 bis 2013 hätten Wissenschaftlerinnen der Uni Kassel jede vierte vorliegende Heimkinder-Akte durchforstet und Zeitzeugen-Interviews mit ehemaligen Heimkindern und Beschäftigten geführt. „Einen Hinweis auf Tests mit nicht zugelassenen Medikamenten an den Kindern und Jugendlichen gab es nicht“, teilte die Sprecherin mit. Allerdings habe sich gezeigt, dass Eltern und Kinder nicht beteiligt worden seien, wenn es um erzieherische oder therapeutische Maßnahmen ging.

Bekannt sei dem Landeswohlfahrtsverband, dass Psychopharmaka als Beruhigungsmittel verabreicht worden seien. Eine frühere Bewohnerin des Idsteiner Kalmenhofs hatte berichtet, dass sie täglich 30 Milligramm Valium erhalten habe. Man müsse davon ausgehen, dass das kein Einzelfall gewesen sei, sagt Bockhorst.

Auch Betroffene sollen im hessischen Sozialausschuss zu Wort kommen. Eingeladen sind Heidi Dettinger, die Vorsitzende des bundesweiten Vereins ehemaliger Heimkinder, und Helfried Gareis von der Selbsthilfegruppe ehemaliger Heimkinder in Frankfurt.

Gareis geht höchst skeptisch in die Anhörung. „Die ehemaligen Heimkinder können gar kein Vertrauen in die Aufarbeitung des Skandals durch den Hessischen Landtag aufbringen“, lässt er wissen. „Das ergibt sich zwangsläufig aus der misslungenen Aufarbeitung am Runden Tisch in Berlin.“ Der Runde Tisch Heimerziehung unter Leitung der früheren Bundestagsvizepräsidentin Antje Vollmer hatte 2010 seinen Bericht vorgestellt und Hilfszahlungen festgelegt.


Termin

Die Anhörung

Am Donnerstag [08.03.2017] um 14 Uhr beginnt die Anhörung des Sozialausschusses über Medikamententests. Sie ist öffentlich und findet im Raum 501 A des Hessischen Landtags, Schlossplatz 1–3, statt.

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MEHR: Lesen Sie mehr zum Thema im dortigen diesbezüglichen Dossier "Medikamententests": http://www.fr.de/Medikamententests./
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Zuletzt geändert von Martin MITCHELL am Samstag 11. März 2017, 06:25, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von Martin MITCHELL » Samstag 11. März 2017, 03:39

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Was das Bundesland Hessen betrifft --- Medikamententests in Hessen --- Anhörung im Landtag.

LandesPresseDienst

QUELLE: https://www.landespressedienst.de/anhoe ... am-weiter/
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Anhörung zu Medikamententests: Schweres Leid der Heimkinder wird gemeinsam weiter [ ………… ]

[ Von der Redaktion am 9. März 2017 https://www.landespressedienst.de/author/alexkrines/ ]

Die GRÜNEN im Landtag sind bestürzt über die Medikamententests an Kindern in Heimen in den 50er und 60 er Jahren. „Die in der heutigen Anhörung im Sozialausschuss des Landtages erneut vorgetragenen Erkenntnisse aus der Studie von Sylvia Wagner zeigen, dass Pharmafirmen und Ärzte den Kindern schweres Leid angetan haben“, so Marcus Bocklet, sozialpolitischer Sprecher von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Hessischen Landtag. „Die Vorgänge sind dokumentarisch sehr schwer nachzuvollziehen; es lässt sich kaum noch beurteilen, wer Täter oder Mitwisser war und durch Fahrlässigkeit diese Menschenversuche ermöglicht hat. Es zeichnet sich aber ab, dass Aufsichts- und Kontrollmechanismen versagt haben müssen. Das bedauern wir zutiefst. Unser Mitgefühl gilt allen Opfern dieser Zeit.“

Die Anhörung zeigt auch, dass viele Quellen zu den Vorgängen, Informationen oder Dokumentationen heute nicht mehr existieren. Eine Aufarbeitung wird daher kaum lückenlos möglich sein. „Die durch die Forschung von Frau Wagner aufgedeckten Medikamententests lassen mit großer Sicherheit vermuten, dass auch in hessischen Heimen über die vorhandenen Hinweise hinaus solche Tests durchgeführt wurden“, so Bocklet. „Mit der heutigen Anhörung ist das Thema für uns in Hessen daher nicht abgeschlossen. Aus Sicht der Experten stehen wir sogar erst am Beginn der Aufarbeitung. Wir wollen den Spuren weiter nachgehen und versuchen, noch offene Fragen zu klären. In diesem Sinne werden wir nun über das weitere Vorgehen beraten, beispielweise über weitere aufarbeitende Recherchen.“

„Die Fragen der rechtlichen Verantwortung ist nach Jahrzehnten schwer zu klären. Klar ist: Impf- und Medikamententests an Kindern sind ethisch verwerflich. Der Hinweis auf eine angebliche Legalität in der Rechtssituation der damaligen Zeit entbindet die Täter daher nicht von ihrer moralischen Verantwortung. Und auch diese angebliche Legalität steht zumindest auf wackeligen Beinen, selbst angesichts der Rechtslage in den 50er und 60er Jahren.“


Quelle: BÜNDNIS 90/Die Grünen im Hessischen Landtag = http://www.gruene-hessen.de/landtag/

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Beitrag von Martin MITCHELL » Samstag 11. März 2017, 21:26

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Was das Bundesland Hessen betrifft --- Medikamententests in Hessen --- Anhörung im Landtag.

Frankfurter Rundschau

Rhein-Main und Hessen
Hessische Landespolitik und Berichte aus dem Rhein-Main Gebiet


QUELLE: http://www.fr.de/rhein-main/arzneimitte ... -a-1138171 :
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Arzneimitteltests in Hessen

Endlich an die Öffentlichkeit

Ex-Heimkinder fordern im Landtag den Schutz vor einer Medikamentengabe und eine Aufklärung über frühere Tests.

09.03.2017 19:04 Uhr

Von Pitt von Bebenburg [ Für sein Profil siehe @ http://www.fr.de/autor.=pit/ ]

Nach zweieinhalb Stunden Anhörung im Landtag kamen am Donnerstagnachmittag die ehemaligen Heimkinder zu Wort, über die schon die ganze Zeit gesprochen worden war. Die Abgeordneten wollten Klarheit gewinnen, in welchem Ausmaß in den 50er und 60er Jahren mit Medikamenten an Kindern in Heimen experimentiert worden war.

Es habe in Kinderheimen früher „ein überbordendes Maß an Sedierung“, also Betäubung, gegeben, berichtete Helfried Gareis von der Frankfurter Selbsthilfegruppe ehemaliger Heimkinder. Betroffene könnten „nicht unterscheiden, was Forschung und was ein zugelassenes Medikament war. Das wurde ihnen nicht gesagt.“

Gareis äußerte die Sorge, dass diese Praxis bis heute nicht überwunden sei. „Wenn wir nichts tun, dann müssen wir uns in 20 Jahren wieder hier treffen“, machte er deutlich. Hans Kloos vom bundesweiten Verein ehemaliger Heimkinder zeigte sich erfreut, „dass dieses erschütternde Thema endlich an die Öffentlichkeit kommt“.

Es habe in den Heimen auch Lumbalpunktionen gegeben, also die Entnahme von Nervenwasser, obwohl die Kinder nicht krank gewesen seien. Das spreche dafür, dass es sich um Medikamententests gehandelt haben müsse. Bis heute litten ehemalige Heimkinder unter den Schäden, berichtete Kloos.

Forscher ahnt großes Ausmaß

Auch der Gießener Medizinhistoriker Volker Roelcke zeigte sich überzeugt, dass es „Erprobungen in einem ziemlich großen Umfang“ gegeben habe. Dabei sei es nicht nur um Tests an Kindern gegangen. Allein bei der Auswertung für die Gießener Psychiatrische Uni-Klinik sei er von 1957 bis 1963 auf Tests mit 15 Medikamenten im Rahmen klinischer Studien gestoßen. Dabei habe sich keine Einwilligungserklärung von Patienten oder ihren gesetzlichen Vertretern gefunden.

Es stellt sich jedoch als schwierig heraus, nach Jahrzehnten noch einzelne Fälle nachzuweisen. Das zeigt sich bei dem ersten hessischen Fall, auf den die Forscherin Sylvia Wagner im Merck-Archiv gestoßen war und der die Diskussion ins Rollen gebracht hatte.

Danach hatte das Pharmaunternehmen einer Ärztin des Kinderheims der Hephata-Diakonie im nordhessischen Treysa 1957 die Lieferung eines Psycho-Medikaments angekündigt, das sich noch in der Erprobungsphase befand. Weder Merck noch Hephata fanden aber bei ihren Recherchen Belege dafür, dass das Präparat wirklich geliefert und zu Tests verwendet wurde. Maik Dietrich-Gibhardt, Vorstand der Hephata Diakonie, schloss daraus: „Der Verdacht auf eine solche Studie konnte nicht bestätigt werden.“

In Marburg wurde 1962 ein neuer, aber zugelassener Polio-Impfstoff verabreicht und die Wirkung an geimpften und nicht geimpften Kindern des Elisabeth- und des Bethanien-Heims untersucht, wie Forscherin Wagner berichtete. Eine solche Impf-Untersuchung mit „Kontaktkindern“, die mit geimpften Kindern zusammenlebten, habe es „auch in einem Frankfurter Heim“ gegeben, berichtete Wagner.

Der Vorstand des Marburger Elisabeth-Vereins, Hans-Werner Künkel, beklagte, dass die Berichte zu Unrecht „einen Schatten über Marburg“ geworfen hätten. Immerhin sei die Polio-Impfung von den Behörden mit der Kampagne „Schluckimpfung ist süß – Kinderlähmung ist grausam“ gefördert worden. Aus seiner Sicht solle es bei der Aufarbeitung eher um Tests mit nicht zugelassenen Medikamenten gehen. „Die sollten so aufgearbeitet werden, dass sie beweisbar sind“, sagte Künkel.

Ex-Heimkind Gareis widersprach. Die Träger seien in der Pflicht: „Sie müssen ihre Unschuld beweisen.“

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MEHR: Lesen Sie mehr zum Thema im dortigen diesbezüglichen Dossier "Medikamententests": http://www.fr.de/Medikamententests./
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Beitrag von Martin MITCHELL » Sonntag 12. März 2017, 07:08

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Was das Bundesland Hessen betrifft --- Medikamententests in Hessen --- Anhörung im Landtag.

BÜRSTÄDTER ZEITUNG / POLITIK / HESSEN

QUELLE: http://www.buerstaedter-zeitung.de/poli ... 738109.htm
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Hessen - 09.03.2017

Verdacht auf Medikamenten-Tests in Kinderheimen ist Thema im Landtag

Von dpa

WIESBADEN - Der Verdacht auf umfangreiche Medikamententests an Heimkindern vor Jahrzehnten in Hessen hat am Donnerstag den Sozialausschuss des Landtags in Wiesbaden beschäftigt. Gehört wurde unter anderem die Pharmazeutin Sylvia Wagner, die bei ihren Forschungen auf entsprechende Hinweise gestoßen war. Sie fand Belege für bundesweit etwa 50 Versuchsreihen mit verschiedenen Medikamenten und Impfstoffen. Von dem Verdacht sind nach den Worten von Wagner unter anderem Einrichtungen in Marburg und Frankfurt in den Jahren 1950 bis 1970 betroffen.

Hinweise auf ein Heim im nordhessischen Schwalmstadt-Treysa hätten sich bislang nicht erhärtet, sagte der Vorstandssprecher des Trägers Hephata, Maik Dietrich-Gibhardt. Trotz intensiver Recherchen sei nichts Belastendes entdeckt worden. Bei dem Heim handelt es sich um eine Einrichtung der Diakonie. Pharmazeutin Wagner hatte im Archiv eines Arzneimittelherstellers einen Brief an eine damalige Heim-Ärztin in Schwalmstadt gefunden, in dem es um das Neuroleptikum Decentan ging.

Der Medizin-Historiker Volker Roelcke von der Universität Gießen nannte die Hinweise auf die Tests "nicht wirklich eine Überraschung".
Immer wieder hätten sich Ärzte besonders verwundbare Gruppen gesucht, um gesetzliche Regeln zu umgehen, sagte der Professor. Roelcke will nach eigenen Worten der Frage nachgehen, ob es in einem größeren Heim in der Region Gießen Medikamententests gab. Die Akten aus der Einrichtung lägen ihm seit wenigen Tagen vor.

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Zuletzt geändert von Martin MITCHELL am Sonntag 12. März 2017, 22:12, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von Martin MITCHELL » Sonntag 12. März 2017, 20:18

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Was das Bundesland Hessen betrifft --- Medikamententests in Hessen --- Anhörung im Landtag.

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QUELLE: http://www.fr.de/rhein-main/medikament ... -a-1154453 :
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Medikamententests in Hessen

Test an Kindern in Frankfurt

10.03.2017 15:04 Uhr

Von Pitt von Bebenburg [ Für sein Profil siehe @ http://www.fr.de/autor.=pit/ ]

Bei der Erforschung von Medikamentenversuchen an Heimkindern führt erstmals eine Spur nach Frankfurt. „Das war tatsächlich neu“, sagte die Pharmakologin Sylvia Wagner der Frankfurter Rundschau am Freitag.

Wagner hatte tags zuvor im Sozialausschuss des Landtags berichtet, dass es Begleituntersuchungen zur damals neuen Polio-Impfung 1962 nicht nur in zwei Marburger Heimen gegeben habe, sondern auch in einem Frankfurter Heim. Dabei seien die Kinder geteilt worden in eine Gruppe mit Geimpften und eine Gruppe mit nicht Geimpften, um eine mögliche Wirkung der Impfung auf nicht geimpfte „Kontaktkinder“ zu untersuchen.

Nach Einschätzung der Wissenschaftlerin Wagner handelte es sich damit nicht bloß um die Vergabe eines zugelassenen Impfstoffs, sondern um eine Studie, für die eine Zustimmung der Kinder oder ihrer Erziehungsberechtigten notwendig gewesen wäre. Aus ihrer Sicht ist fraglich, ob diese eingeholt worden sei.

Um welches Frankfurter Heim es sich handelte, gehe aus ihren Unterlagen nicht hervor, sagte die Forscherin der FR. Den Hinweis hatte Wagner nach eigenen Angaben im Bundesarchiv Koblenz gefunden. Dort sei das Protokoll einer „Sitzung der Leiter der virologischen Untersuchungsstellen“ erhalten, die am 28. Dezember 1962 „auf Einladung des Vereins zur Bekämpfung der Kinderlähmung“ in Frankfurt stattgefunden habe. Bei dieser Zusammenkunft habe der Leiter des Hygiene-Instituts Frankfurt, Professor May, von der Untersuchung in einem Frankfurter Heim berichtet.

Neue Hinweise über Medikamententests in Kinderheimen in früheren Jahrzehnten sind möglicherweise auch aus Gießen zu erwarten. Dort erhofft sich Professor Volker Roelcke Erkenntnisse bei der Durchsicht von Patientenakten eines „relativ großen Heims für Gießen und Umgebung“, in die er seit wenigen Tagen Einsicht nehmen könne. Der Medizinhistoriker war von der Gießener Universität mit den Recherchen beauftragt worden. Zuvor war bekannt geworden, dass 1959 ein Test-Medikament der Firma Merck für einen Arzt der Uniklinik bestellt worden war.

Die Landtagsfraktionen denken darüber nach, wie die Aufklärung fortgesetzt werden kann. In der Anhörung hatte sich gezeigt, dass viele Akten nach fünf bis sechs Jahrzehnten nicht mehr erhalten sind. Abgeordnete wie Experten regten an, dass der Umgang der staatlichen Heimaufsicht mit Medikamententests ergründet werden könnte. „Ich glaube, dem müssten wir nachgehen“, sagte Gerhard Merz (SPD). Sozial-Staatssekretär Wolfgang Dippel (CDU) kündigte an: „Das nehmen wir als Anregung mit.“

Der Grüne Marcus Bocklet verkündete: „Mit der heutigen Anhörung ist das Thema für uns in Hessen nicht abgeschlossen.“ Unabhängig von der Rechtslage seien Impf- und Medikamententests an Kindern „ethisch verwerflich“.

Der Verein „Ombudsstelle für Kinder- und Jugendrechte in Hessen“, hinter dem unter anderem die Wohlfahrtsverbände stehen, betonte, nicht nur Pharmaunternehmen, Ärzte und Einrichtungen müssten zur Rechenschaft gezogen werden. „Auch die Verantwortlichkeiten bei Behörden auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene müssen untersucht und offen benannt werden“, sagte Vorstandsmitglied Stefan Hißnauer. „Wir verurteilen das Vorgehen der damaligen Beteiligten aufs Schärfste und fordern eine umfassende Aufklärung der Geschehnisse“, fügte er hinzu.

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MEHR: Lesen Sie mehr zum Thema im dortigen diesbezüglichen Dossier "Medikamententests": http://www.fr.de/Medikamententests./
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Beitrag von Martin MITCHELL » Dienstag 14. März 2017, 00:01

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ZUR INFORMATION

(Zum Zwecke der jetzigen hiesigen meinerseitiger Veröffentlichung:) Dokument-Name: *Vorschläge der zuständigen Arbeitsgruppe in Bezug auf die geplante »StiftungAnerkennung und Hilfe“« (Stand: 31.08.2015)*

URL / QUELLE: http://www.veh-ev.eu/home/vehevinf/publ ... ferenz.pdf (Umfang: 807.74 KB; Länge: insgesamt 27 Seiten)

Begriffserklärung für dieses offizielle Dokument:
ASMK = Arbeits- und Sozialministerkonferenz (der Länder);
GMK = Gesundheitsministerkonferenz (der Länder);
JFMK = Jugend- und Familienministerkonferenz (der Länder);
BMAS = Bundesministerium für Arbeit und Soziales;
BMG = Bundesministerium für Gesundheit;
BMFSFJ = Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend;
Kirchen = die Evangelische Kirche in Deutschland und die Katholische Kirche in Deutschland.

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[ Offizielles Datum: ] Stand 31 August 2015

[ Seite 1 ]

Die Arbeitsgruppe besteht aus:
ASMK, GMK, JFMK, BMAS, BMG, BMFSFJ und Kirchen


Vorschlag an die Chefin und Chefs der Staats- und Senatskanzleien der Länder und den Chef des Bundeskanzleramtes (CdS-Konferenz), übermittelt durch das [derzeitige] Vorsitzland der ASMK, Thüringen und an die Evangelische Kirche sowie die Katholische Kirche in Deutschland, übermittelt durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales, für ein Hilfesystem für Menschen, die als Kinder und Jugendliche in der Zeit von 1949 bis 1975 (Bundesrepublik Deutschland) bzw. 1949 bis 1990 (DDR) in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe bzw. stationären psychiatrischen Einrichtungen Unrecht und Leid erfahren haben. Stiftung „Anerkennung und Hilfe“

[ Die BegriffeMedikamentenversuche“, „Medikamententests“, „Arzneimittelversuche“, „Medikamentenstudien“, „Menschenversuchewerden nirgendwo in diesem Dokument aus dem Jahre 2015 erwähnt !! --- kommen nirgens darin vor !! ]

[ Seite 13 ]

3. Arten der Anerkennung

3.1. Öffentliche Anerkennung

Die Erfahrungen z.B. aus Gesprächen mit Betroffenen aus dem Fonds „Heimerziehung West“ haben gezeigt, dass insbesondere der öffentlichen Anerkennung, dass Unrecht und Leid erfahren wurde, überragende Bedeutung zukommt, die manchmal sogar die materielle Anerkennung überwiegt. Die öffentliche Thematisierung – das „Sichtbar machen“ und „darüber reden können“ – wurden als wesentliche Aspekte der Aufarbeitung und der damit einhergehenden Befriedung empfunden.

Gerade für die Gruppe der Kinder und Jugendlichen aus stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe und der Psychiatrie in den Jahren 1945 bis 1975 [im WESTEN] bzw. bis 1990 [im OSTEN] ist eine derartige öffentliche Anerkennung um so wichtiger, als
hier die Kenntnis der damaligen tatsächlichen Situation und der Datenlage noch ausgesprochen unbefriedigend und eine gesellschaftliche, politische und historische Aufarbeitung daher zwingend geboten ist.

Dies gilt gleichermaßen für die Gruppe der Menschen, die als Kinder und im Jugendalter auf Grund falscher Diagnosen oder Fehleinweisungen fälschlich in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe bzw. stationären psychiatrischen Einrichtungen untergebracht waren und dort Leid und Unrecht erfahren haben. Auch dieses Leid und Unrecht soll öffentlich gewürdigt und anerkannt werden.

[ Seite 14 ]

Besonderheiten wie das Engagement der Kirchen in der DDR aber auch die Entwicklungen in Diagnostik und therapeutischen Möglichkeiten müssen differenziert betrachtet werden.

Daher schlägt die Arbeitsgruppe vor, neben der unter Punkt 3.2. aufgeführten wissenschaftlichen Anerkennung diese zu gewinnenden Erkenntnisse und damit die Bedeutung des im Einzelfall erfahrenen Unrechts und Leids auch einer breiten Öffentlichkeit und hierbei insbesondere den Betroffenen selbst vorzustellen.

Eine entsprechende politisch hochkarätig besetzte Veranstaltung auf Bundesebene unter Einbindung der Betroffenen würde einen wichtigen Akzent setzen. Das Format einer derartigen Veranstaltung sollte auf die Bedürfnisse und Empfindungen der Betroffenen abgestimmt werden; daher konnten konkrete Vorschläge noch nicht erarbeitet werden.

Zudem sind in den Ländern ähnliche öffentliche Veranstaltungen der Anerkennung von Leid und Unrecht sinnvoll und auch angedacht. Auch seitens der Kirchen wird ein solches Ins-Bewusstsein-bringen als für die Betroffenen sehr hilfreich und befriedend angesehen. Es werden bereits entsprechende Überlegungen zu dieser Art der Anerkennung angestellt.

Federführend für die Veranstaltung auf Bundesebene ist das BMAS in Abstimmung mit der ASMK und den Kirchen; die Länder und Kirchen können ihrerseits geplante Veranstaltungen in Eigenregie durchführen.

Ein Vorschlag von Teilen der Arbeitsgruppe ist, für die Finanzierung der Veranstaltungen einen Gesamtbetrag von 260.000,- Euro aus dem Hilfesystem sicherzustellen.

3.2.
Anerkennung durch wissenschaftliche Aufarbeitung

Die Arbeitsgruppe ist sich einig, dass eine umfassende wissenschaftliche Aufarbeitung der damaligen Verhältnisse in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe und stationären psychiatrischen Einrichtungen für die Anerkennung des dort geschehenen Unrechts und Leids notwendig ist.

Einige Einrichtungen haben ihre konkrete Heimgeschichte, d. h. die damaligen Verhältnisse und den seinerzeitigen Heimalltag, aufgearbeitet, zum Beispiel das Franz Sales Haus, die Diakonische Stiftung Wittekindshof, die Stiftung kreuznacher diakonie, das Evangelische Johannesstift, das Johanna-Helenen-Heim, die Evangelische Stiftung Volmarstein, die Evangelische Stiftung Alsterdorf, die Nieder-Ramstädter Diakonie, die Diakonie Neuendettelsau, die Gustav Werner Stiftung zum Bruderhaus und der Haus am Berg gGmbH (Bruderhaus Diakonie), die Stiftung Liebenau, das St. Vincenzstift Aulhausen sowie das Jugendheim Marienhausen. Damit liegen Einblicke in Teilbereiche vor.
Ein Gesamtbild der damaligen Ge-schehnisse fehlt jedoch bislang.

Daher soll eine längerfristig angelegte wissenschaftliche Aufarbeitung erfolgen, die umfassend die Vorgänge in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe und stationären psychiatrischen Einrichtungen in der Zeit von 1949 bis 1975 in der Bundesrepublik Deutschland und von 1949 bis 1990 in der DDR untersucht. Diese Studie soll auch die Situation der Menschen beleuchten, die fälschlich in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe und stationären Einrichtungen der Psychiatrie untergebracht waren.


[ Seite 15 ]

Die für wissenschaftliche Aufarbeitung anfallenden Kosten sollen von allen Beteiligten im Rahmen des Hilfesystems getragen werden.


Erste Ansätze einer wissenschaftlichen Aufarbeitung haben sich aus einer Kurzstudie ergeben, die der Bund auf Veranlassung der Arbeitsgruppe in Auftrag gegeben hat, um in dem durch die CdS-Konferenz vorgegebenen Zeitrahmen bis Ende August [2015] eine möglichst valide Schätzung der Anzahl potentiell Betroffener zu erhalten.

Darüber hinaus wird den Betroffenen wie bei den bestehenden Fonds „Heimerziehung“ die Möglichkeit eröffnet, erlebtes Leid und Unrecht individuell aufzuarbeiten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Ein Vorschlag von Teilen der Arbeitsgruppe ist,
für wissenschaftliche und individuelle Aufarbeitung aus dem Hilfesystem einen Gesamtbetrag von 1 Million Euro zur Verfügung zu stellen.

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Das jetzige (2016/2017) festgelegte aktuelle Stiftungsvermögen / derTopf“ / „die zur Verfügung stehende Gesamtsummebeträgt momentan 288.000.000 Euro !!

QUELLE: https://www.buergerschaft-hh.de/ParlDok ... %a4ren.pdf (vom 22.11.2016) – wo alles Finanzielle genau erklärt ist !!
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Finanzielle Auswirkungen

Das von den Errichtern einzuzahlende Stiftungsvermögen beträgt insgesamt bis zu
288.000.000 Euro. Aus dem Stiftungsvermögen sollen die Kosten für die Anerkennung, für die Unterstützungsleistungen, für die Anlauf- und Beratungsstellen, für die Geschäftsstelle, für die wissenschaftliche Aufarbeitung [1 Million Euro] und für sonstige Aufwendungen finanziert werden.

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Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit, sie bedarf ständiger Wachsamkeit!“ – MM

Martin MITCHELL
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Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND

Beitrag von Martin MITCHELL » Mittwoch 15. März 2017, 20:22

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Martin MITCHELL hat geschrieben:
Dienstag 14. März 2017, 00:01
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ZUR INFORMATION

(Zum Zwecke der jetzigen hiesigen meinerseitiger Veröffentlichung:) Dokument-Name: *Vorschläge der zuständigen Arbeitsgruppe in Bezug auf die geplante »StiftungAnerkennung und Hilfe“« (Stand: 31.08.2015)*
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Erste Ansätze einer wissenschaftlichen Aufarbeitung haben sich aus einer Kurzstudie ergeben, die der Bund auf Veranlassung der Arbeitsgruppe in Auftrag gegeben hat, um in dem durch die CdS-Konferenz vorgegebenen Zeitrahmen bis Ende August [2015] eine möglichst valide Schätzung der Anzahl potentiell Betroffener zu erhalten.
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Bundesministerium für Arbeit und Soziales

FORSCHUNGSBERICHT 466
Mai 2016
ISSN 0174-4992

QUELLE: http://bvkm.de/wp-content/uploads/Forsc ... nrecht.pdf (Umfang: 977.39 KB; Länge: 127 Seiten)

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Bundesministerium für Arbeit und Soziales

FORSCHUNGSBERICHT 466
Mai 2016
ISSN 0174-4992
Ermittlung der Anzahl von Kindern und Jugendlichen, die in den Jahren 1949-1975 in der Bundesrepublik Deutschland sowie in den Jahren 1949-1990 in der Deutschen Demokratischen Republik in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe bzw. Psychiatrie Leid und Unrecht erfahren haben.

Machbarkeitsstudie

BMAS Forschungsbericht
Abschlussbericht

Dr. Joachim Jungman

Flein

Februar 2016

Auftraggeberschaft / Inhaltliche Verantwortung / Copyright


Erstellt im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Die Durchführung der Untersuchungen sowie die Schlussfolgerungen aus den Untersuchungen sind von dem Auftragnehmer in eigener wissenschaftlicher Verantwortung vorgenommen worden. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales übernimmt insbesondere keine Gewähr für die Richtigkeit, Genauigkeit und Vollständigkeit der Untersuchungen.
Alle Rechte einschließlich der fotomechanischen Wiedergabe und des auszugsweisen Nachdrucks vorbehalten.

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JEDER BEGEBE SICH SELBST ZU DEM ORIGINAL DIESES BMAS FORSCHUNGSBERICHTS UND STUDIERE IHN DORT @ http://bvkm.de/wp-content/uploads/Forsc ... nrecht.pdf (Umfang: 977.39 KB; Länge: 127 Seiten)
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Auf Seite 127 dieser Veröffentlichung dieser Kurzstudie – heist es als eine Art NACHTRAG abschließend:
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Diese Publikation wird im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales kostenlos herausgegeben. [ ……… ] Außerdem ist diese kostenlose Publikation – gleichgültig wann, auf welchem Weg und in welcher Anzahl diese Publikation dem Empfänger zugegangen ist – nicht zum Weiterverkauf bestimmt.
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Zuletzt geändert von Martin MITCHELL am Donnerstag 16. März 2017, 07:10, insgesamt 1-mal geändert.
Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit, sie bedarf ständiger Wachsamkeit!“ – MM

Martin MITCHELL
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Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND

Beitrag von Martin MITCHELL » Donnerstag 16. März 2017, 07:00

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Kurzer Auszug aus dem in 2016 vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales in Auftrag gegebenen

127-seitigen
Martin MITCHELL hat geschrieben:
Mittwoch 15. März 2017, 20:22
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FORSCHUNGSBERICHT 466
Mai 2016
ISSN 0174-4992


QUELLE: http://bvkm.de/wp-content/uploads/Forsc ... nrecht.pdf (Umfang: 977.39 KB; Länge: 127 Seiten).
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Bundesministerium für Arbeit und Soziales

FORSCHUNGSBERICHT 466
Mai 2016
ISSN 0174-4992
Ermittlung der Anzahl von Kindern und Jugendlichen, die in den Jahren 1949-1975 in der Bundesrepublik Deutschland sowie in den Jahren 1949-1990 in der Deutschen Demokratischen Republik in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe bzw. Psychiatrie Leid und Unrecht erfahren haben.

Machbarkeitsstudie

BMAS Forschungsbericht
Abschlussbericht

Dr. Joachim Jungman

Flein

Februar 2016

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[ Seite 85 ]

6. Schätzung der Anzahl von Kindern und Jugendlichen, die in der BRD und der DDR in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe bzw. Psychiatrie Leid und Unrecht erfahren haben

6.1 Erfahrung von Leid und Unrecht durch Übergriffe auf die körperliche und seelische Unversehrtheit

[ ……… ]

Kinder- und jugendpsychiatrische Störungen äußern sich häufig in gravierenden Verhaltensauffälligkeiten, welche die erzieherische Erreichbarkeit des Kindes beeinträchtigen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit begründete sogar die Absicht einer eher „erzieherischen“ als therapeutischen Verhaltensbeeinflussung des Öfteren den längerfristigen Klinikaufenthalt.

Ähnliches dürfte für Jungen und Mädchen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung gelten, für die häufig erst bei einem entsprechenden Ausmaß an problematischen Fehlverhaltensweisen die stationäre Unterbringung und Betreuung in einer Behinderteneinrichtung in Anspruch genommen wurde.


6.1.1 Erfahrung von Leid und Unrecht durch ungerechtfertigte Zwangsmaßnahmen, Strafen und Demütigungen

Im März 2013 war die Situation der ehemaligen Patientinnen und Patienten im St. Johannes-Stift der heutigen LWL-Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie Marsberg Gegenstand von zwei Fernsehberichten des WDR. Betroffene schilderten „massive Missbrauchserfahrungen“ in den 1950er bis 1970er Jahren. „Neben häufigem und zu langem Fixieren, Schlägen, Eisbädern und kalten Duschen wurde auch von sexuellen Übergriffen durch ältere Jugendliche und Klinikpersonal berichtet“ (LWL-Einrichtungen Marsberg, 2014).

In einem „Sachstandsberichtdes Landeswohlfahrtsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) vom 26.06.2013 wurde mitgeteilt, dass sich „
seit dem 13.03.2013 bislang insgesamt 26 Personen – sechs Frauen und 20 Männer aus den Geburtsjahren 1940 bis 1962 gemeldet“ hätten. „Die Anruferinnen und Anrufer/Betroffenen“ würden „ – im Wesentlichen inhaltsgleich – hauptsächlich folgende Vorwürfe“ erheben:
Unangemessene Ruhigstellung mit Medikamenten (z.B.hohe Dosis Valium oder Paraldehyd-Spritzen),
häufige bzw. lange Fixierungen mit ganz fest gezurrten Gurten,
Zwangsjacken und ‚stundenlanges in der Ecke Stehen‘,
brutale Schläge/Körperverletzungen,

[ Seite 86 ]
unter Zwang lange ‚Eisbäder‘/kalte Duschen,
Essen von Erbrochenem,
sexuelle Übergriffe durch das Klinikpersonal,
sexuelle Übergriffe durch ältere Jugendliche (z. B. in der Toilette)
“.

Der Bericht kommt zu der Bewertung: „Aufgrund der nahezu inhaltsgleichen und übereinstimmenden Schilderungen ist davon auszugehen, dass die Vorwürfe auch zutreffen. Viele Vorwürfe und Anschuldigungen beziehen sich unspezifisch auf ‚Pflegerinnen und Pfleger bzw. Nonnen‘, teilweise werden aber auch Personen namentlich benannt“ (
https://lwl.org/bi-lwl/vo020.asp?VOLFDNR=5748&options=4 [ Vorlage - 13/1374 vom 26.06.2013 ] ).

[ ……… ]

In seiner Untersuchung über die Verhältnisse im Sankt Vincenzstift Aulhausen und im Jugendheim Marienhausen in den Jahren 1945-1970 stellte Frings (2013) nach Befragung von 17 ehemaligen Bewohnerinnen/Bewohnern und Mitarbeiterinnen/Mitarbeitern beider Einrichtungen fest, dass der „gesamte Hausalltag oftmals durch große Strenge, körperliche Züchtigungen und demütigende Strafen“etwa für Bettnässer geprägt gewesen sei.
Auch habe er Hinweise dafür gefunden, dass Betreute über einen längeren Zeitraum zur Ruhigstellung hätten Medikamente nehmen müssen. Es sei bei Strafe verboten gewesen, anderen von den Verhältnissen in der eigenen Gruppe zu erzählen.

[ ……… ]

[ ……… ]

[
Seite 87 ]

Wie die Heimunterbringung brachte und bringt auch die Aufnahme eines Minderjährigen in eine psychiatrische Klinik im Einvernehmen mit den Personensorgeberechtigten die Übertragung zumindest von Teilen des Erziehungsrechts, z.B. der Aufsichtspflicht, mit sich. Eine gesetzliche Grundlage, die normalerweise für jeden Eingriff in die Grundrechte erforderlich ist, wurde nicht nur in der Heimerziehung sondern auch im Rahmen einer Klinikbehandlung nicht verlangt. Das änderte sich erst 1972, als das Bundesverfassungsgericht klarstellte, dass es unter dem Grundgesetz keine grundrechtsfreien Räume geben kann. [ ……… ]
[ ……… ]

[ ……… ]


6.1.2 Erfahrung von Leid und Unrecht durch Einsatz von Psychopharmaka bei unzureichender Indikationsstellung, ohne adäquate Aufklärung und Zustimmung ("informed consent") sowie unter Inkaufnahme unerwünschter Nebenwirkungen

Die Deklaration von Helsinki (1964) übernahm den "informed consent" als „unumgehbare Voraussetzung aller Anwendung der Medizin“ des Nürnberger Codex. Hintergrund der Forderung der „informierten Zustimmung“ des Patienten zu Maßnahmen in der Medizin waren die Erkenntnisse des Nürnberger Ärzteprozesses zu medizinischen Experimenten an Menschen. "Informed consent" meint die „freiwillige, informierte, persönliche Einwilligung des Patienten nach bestmöglicher Aufklärung“. Francois führt im Hinblick auf Kinder und Jugendliche und Menschen mit geistiger Behinderung aus: „Grundvoraussetzung für den informed consent ist die Einwilligungsfähigkeit des Patienten. Einwilligungsfähig ist, wer die Art,
[ Seite 88 ]
die Bedeutung und das Risiko der ärztlichen Maßnahme erfassen kann. […] Es kommt also neben der Schwere einer intellektuellen Beeinträchtigung auch auf Art, Bedeutung und Risiko des Eingriffs an. Es gibt also keine Einwilligungsunfähigkeit ‚an und für sich‘, denn sie muss immer von Fall zu Fall im Hinblick auf den konkreten Patienten bestimmt werden. […] Bei der Behandlung von nicht einwilligungsfähigen Patienten muss deren Einwilligung zur Verhinderung der Strafbarkeit des Behandlers ersetzt werden. Bei Kindern bzw. Minderjährigen erfolgt die Einwilligung in Wahrnehmung der elterlichen Sorge […] durch die Eltern, ausnahmsweise durch den Vormund“ (Francois, 2011, S. 53).

Nach Aussagen von Zeitzeugen und Berichten von Klinikangehörigen erscheint die Annahme gerechtfertigt, dass entsprechende Aufklärungsgespräche nicht regelmäßig Teil einer psychopharmakologischen Behandlung für den betroffenen Personenkreis waren. Im Abschlussbericht des Runden TischesHeimerziehung in den 50er und 60er Jahren“ wurde hierzu die Bewertung niedergelegt: „Berichte ehemaliger Heimkinder weisen darauf hin, dass der Medikamentengabe oft keine medizinische Indikation zugrunde lag. Generell ist zu der Thematik zu sagen, dass Psychopharmaka in den 50er und 60er Jahren verstärkt entwickelt wurden und im klinischen Alltag noch erprobt werden mussten. Dabei traten massive und zum Teil dramatische Nebenwirkungen auf, die zumindest aus heutiger Sicht den Einsatz im klinischen Alltag und insbesondere an Kindern und Jugendlichen als höchst bedenklich erscheinen lassen“ (Abschlussbericht RTH, 2010, S. 19 - 20).

Es ist davon auszugehen, dass diese Praxis in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe mit hoher Wahrscheinlichkeit in einem ähnlich großen Ausmaß bestand [ wie in der damaligen Heimerziehung; d.h. wie in den damaligen normalen Heimen“, seien es Säuglingsheime oder Kleinkinderheime“, „Kinderheime“, oder Fürsorgeerziehungsheime gewesen - MM ]. Dass Menschen mit einer geistigen Behinderung mindestens 3 bis 4 Mal häufiger psychisch erkranken als nicht geistig behinderte Personen, ist durch die Erhebung epidemiologischer Prävalenzraten wiederholt belegt worden. [ ……… ]
[ ……… ]

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Und hier nochmals die QUELLE dieses FORSCHUNGSBERICHTs 466: http://bvkm.de/wp-content/uploads/Forsc ... nrecht.pdf (Umfang: 977.39 KB; Länge: 127 Seiten).
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Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND

Beitrag von Martin MITCHELL » Montag 3. April 2017, 10:49

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Hier, in beiden der folgenden zwei Artikel, handelt es sich möglicherweise um Arzneimittelmissbrauch und, u.a., um das Arzneimittel "Pipamperon" !!

Die derzeitige Boardnutzerin »
Mandolinchen« im HEIMKINDER-FORUM.DE zitierte am 15.06.2013 aus der TAZ vom 15.06.2013 @ http://heimkinder-forum.de/v4x/index.ph ... post387639 wie folgt:

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Kinderheim in Brandenburg

[ 2008, 2009, 2010, 2011, 2012, 2013 ]

Der Horror am Waldrand

Der Staat schickt Kinder und Jugendliche in Heime der Haasenburg GmbH, in denen brutaler Drill herrscht. Die Behörden wissen von den Missständen.

[ ……… ]

Auch in einem Dokument aus dem Jahr 2010 steht: „Klemme während einer Maßnahme werden oft nicht richtig angezogen“.

In den Steckbriefen, die die Haasenburg GmbH für jeden Jugendlichen anfertigt, gibt es auch stets die Rubrik „Medikation“: Bei einem großen Teil der Jugendlichen sind dort Psychopharmaka und Neuroleptika notiert. Ein Auszug: Olanzipin, Mitrazapin, Risperidon, Neurocil, Medikinet, Seroquel, Zyprexa, Topamax, Taxilan, Dipiperon, Pipamperon, Truxal.


Gefährliche Medikamente

Die verabreichten Medikamente haben nach Auskunft eines Psychologen erhebliche Nebenwirkung und gefährden gerade die Entwicklungsphase, in der sich Kinder und Jugendliche befinden, irreversible.


Zudem müsste der Arzt für die Vergabe erhebliche psychische Erkrankungen diagnostiziert haben. Dann aber müssten die Kinder in einer Psychiatrie untergebracht sein. Dabei besteht der PR-Berater der Haasenburg GmbH darauf: „Keineswegs ist die Haasenburg eine psychiatrische Einrichtung“.

Die Firma arbeitet seit Jahren mit einem niedergelassenen Jugendpsychiater zusammen. Für den dürfte das einträglich sein. Hanna wird oft traktiert, weil sie sich weigert, Psychopharmaka zu schlucken. Im Februar 2009 heißt es in einem Protokoll:„Hanna wird festgehalten, da sie Medikation nicht von allein nimmt, bekommt oral Medikation per Spritze von Erzieher verabreicht.“ Auch an diesem Abend dauert die Prozedur bis um 1.05 Uhr.

[ ……… ]

[
QUELLE: TAZ @ http://www.taz.de/!5065310/ ]

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Pipamperon wird auch als Dipiperon oder Floropipamid bezeichnet.“ QUELLE: http://symptomat.de/Pipamperon


RP-ONLINERheinische Post

QUELLE: http://www.rp-online.de/nrw/panorama/me ... -1.6595080
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9. Februar 2017 | 13.45 Uhr

Vorfälle im Rheinland

[ ... 1945-1975 ... ]

Medikamententests an Heimkindern - Aufarbeitung beginnt

Köln. Jahrelang sollen Medikamententests an wehrlosen Heimkindern im Rheinland durchgeführt worden sein - jetzt beginnt die Aufarbeitung der Vorgänge. Der kommunale Landschaftsverband Rheinland lässt die Taten in seiner Kinder- und Jugendpsychiatrie Viersen beispielhaft untersuchen.

Aufgearbeitet wird nach Angaben des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR)
der Umgang mit Medikamenten in der Zeit 1945 bis 1975. In der Klinik gebe es noch umfangreiche Aktenbestände aus der Zeit.

Der LVR reagiert damit auf erste Ergebnisse einer wissenschaftlichen Studie zu bundesweit 50 Versuchsreihen mit Medikamenten an Heimkindern.
In NRW sollen in mindestens fünf Einrichtungen Arzneimittel an Kindern und Jugendlichen getestet worden sein.

Demnach sollen in Viersen Kinder und Jugendliche das Psychopharmakon Pipamperon bekommen haben. Der LVR wolle die Fakten wissen, egal ob die Kinder regelmäßig mit Psychopharmaka ruhiggestellt worden seien oder ob Pharmakonzerne mit Unterstützung von LVR-Einrichtungen Testreihen durchgeführt hätten, stellte der Vorsitzende der Landschaftsversammlung Rheinland, Jürgen Wilhelm, in einer Mitteilung fest. Die Untersuchung ist nach LVR-Angaben Teil der Serie von Studien zur Verbandsgeschichte.

( rls [ =
… niemand weiß was in diesem Fall diese drei Buchstaben am Ende dieses Berichts bedeuten … ] / lnw [ = das Land Nordrhein-Westfalen ] )

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Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit, sie bedarf ständiger Wachsamkeit!“ – MM

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Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND

Beitrag von Martin MITCHELL » Donnerstag 18. Mai 2017, 00:27

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NRD.de - Nachrichten / Berichterstattung

NACHRICHTEN einer bundesdeutschen Rundfunkanstalt des öffentlichen Rechts

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[ QUELLE: https://www.ndr.de/nachrichten/schleswi ... he146.html ]

Stand: 17.05.2017 08:00 Uhr - Lesezeit: ca. 5 Min.

Medikamentenversuche: "Nur eine nackte Nummer"

von Julia Schumacher, Stefan Eilts [ siehe sein Profil @ https://www.ndr.de/wellenord/wir_ueber_ ... ts150.html ]

Das ehemalige Landeskrankenhaus Schleswig-Hesterberg: Jahrzehntelang waren hier Heimkinder untergebracht, die psychisch krank oder geistig behindert waren - oder als schwer erziehbar galten. Zwei Kilometer weiter, auf dem Schleswiger Stadtfeld, befand sich die Anstalt für Erwachsene. In beiden Häusern haben Mediziner in der Vergangenheit, in den 50er bis 70er Jahren, neue Medikamente an ihren minderjährigen oder psychisch kranken Patienten getestet. https://www.ndr.de/nachrichten/schleswi ... he116.html . Nun äußert sich erstmals einer, der damals beteiligt war. Er berichtet unter anderem von Versuchen mit Präparaten, die noch gar nicht auf dem Markt waren.

"Die Ärzte waren Götter in Weiß"

Der Mann ist heute über 80 und möchte anonym bleiben. Eigentlich war er gelernter Bäcker, brauchte aber in harten Zeiten nach dem Krieg ein zweites Standbein – deshalb nahm er eine Stelle als Pfleger auf dem Schleswiger Stadtfeld an. Mit Reportern von NDR 1 Welle Nord und Schleswig-Holstein Magazin betritt er erstmals seit seinem Ausscheiden wieder das Gelände: "Es sind dann 40 Jahre draus geworden, aber ich muss sagen: Ich bin hier nie richtig warm geworden, weil da viele Dinge waren, die mir eigentlich zuwider waren."

Der Mann beschreibt die Arbeit in der Klinik als ein fast militärisches System, mit klarer Hackordnung: "Die Ärzte waren die Götter in Weiß. Was die von sich gaben, das haben wir befolgt. Ohne wenn und aber. Das war einfach so. Und je niedriger der Stand war, desto weniger durftest du den Mund aufmachen." Viele Pflegekräfte seien für den Umgang mit kranken Patienten gar nicht ausgebildet gewesen. Deshalb habe das Pflegepersonal die Medikamentengaben meist kaum hinterfragt: "Wir waren ja regelrecht blind auf dem Gebiet. Das wurde verordnet, wir haben es ausgeführt. Die Patienten waren ja teilweise entmündigt. In den meisten Fällen war das damals eine Zwangsindikation."


Auch Pfleger waren Versuchsopfer

Einem solchen Zwang waren offenbar nicht nur Patienten ausgesetzt. Selbst das Pflegepersonal sei Teil von Versuchsreihen gewesen, berichtet der Mann – auch er selbst: "Da wurden dir Medikamente verordnet, die hast du gefuttert. Und dann wurde dir, ich meine jeden zweiten Tag, mit einer Atemmaske Sauerstoff entzogen und du musstest währenddessen Schriftproben machen. Und die wurden später ausgewertet."

Vor allem ein Raum ist es, der ihm auf seiner Station in Erinnerung geblieben ist - ein Medikamentenzimmer, das parallel zur eigentlichen Krankenhausapotheke bestand: "Das war im Grunde ein leerer Raum. Da standen die Kartons mit den Pillen drin. Und wir haben die nach Bedarf rausgeholt und zum Teil auch an andere Stationen verteilt – ohne Nachweis, so auf die Hand." Diese Medikamente hätten keinen Aufdruck mit einem Handelsnamen gehabt: "Da stand nur eine nackte Nummer drauf. Was das für Stoffe waren, wussten wir nicht. Man hat erst mit der Zeit mitbekommen, was da mit diesen Psychopharmaka passierte, die dann bei manchen Patienten in Überdosierungen endeten, auch mit gewissen Nebenwirkungen."


Medikamententests vor Markteinführung

Diese Schilderungen lassen aufhorchen. Denn bislang war vor allem bekannt, dass in Schleswig Psychopharmaka getestet wurden, die bereits auf dem Markt waren. Bei ihnen wurde zum Beispiel untersucht, wie sie bei Kindern wirken. Die Schilderungen des Pflegers deuten aber auch etwas anderes an, erklärt der Gießener Medizinhistoriker Volker Roelcke: "Das heißt, die Erprobung findet in einem Stadium statt, in dem das Medikament noch nicht auf dem Markt ist. Sondern es gibt nur eine interne Bezeichnung, und das ist eben sehr oft eine Buchstaben-Zahlen-Kombination."

Medizinische Studien aus der damaligen Zeit, die dem NDR vorliegen, deuten in dieselbe Richtung. Unter anderem wurde demnach Ende der 60er Jahre ein Wirkstoff mit der Bezeichnung "BAY-1521" in Schleswig verwendet, der nach bisherigen Erkenntnissen erst später unter dem Namen "Agedal" offiziell von Bayer auf den Markt gebracht wurde. Der Konzern erklärt, dass das Mittel erst ab 1969 offiziell vertrieben wurde. Auch der Pharmakonzern Roche bestätigt, dass eines seiner Medikamente, "Taractan", erst 1960 auf den Markt kam – nachdem in Schleswig bereits zuvor damit experimentiert worden war.


Experte: Forschung mit leicht verletzlichen Gruppen

Der ehemalige Schleswiger Pfleger befürchtet, dass seine damaligen Vorgesetzten für ihre Forschungsarbeit von Pharmafirmen entlohnt wurden. Auch Medizin-Historiker Roelcke hält dies für möglich. Belegen lasse sich das aber nicht. Für Roelcke sind diese Vorgänge die Fortsetzung einer längeren Entwicklung: Seit dem 19. Jahrhundert seien immer wieder "vulnerable", also leicht verletzliche Gruppen wie Heimkinder oder psychisch Kranke Teil von Forschungen gewesen.

Dem damaligen Pfleger aus dem Landeskrankenhaus ist erst in den vergangenen Monaten so richtig klar geworden, woran er damals mitgearbeitet hat. Sein Wunsch: "Dass das aufgearbeitet wird. In der Hoffnung, dass so etwas nie wieder passiert." Das Gebäude mit dem Medikamenten-Zimmer soll demnächst abgerissen werden: "Und, tja, dann ist das damit für mich auch dann beendet."


WEITERE INFORMATIONEN

Medikamenten-Tests in Schleswig: Noch mehr Fälle

Im ehemaligen Landeskrankenhaus Schleswig hat es mehr Medikamenten-Testreihen gegeben als bisher bekannt. Das zeigen Recherchen von NDR 1 Welle Nord und Schleswig-Holstein Magazin. (23.11.2016) MEHR [ Siehe @ https://www.ndr.de/nachrichten/schleswi ... er196.html ]

Wir recherchieren in Schleswig-Holstein

Reporter von NDR 1 Welle Nord und Schleswig-Holstein Magazin recherchieren und erzählen gemeinsam Geschichten - multimedial, hintergründig und exklusiv. Hier können Sie uns kontaktieren. MEHR [ Siehe @ https://www.ndr.de/nachrichten/schleswi ... sh100.html ]

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 17.05.2017 | 12:00 Uhr

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Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit, sie bedarf ständiger Wachsamkeit!“ – MM

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