Freundschaft zwischen Erzieherin und Mutter eines Kindes?

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Ld123
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Freundschaft zwischen Erzieherin und Mutter eines Kindes?

Beitrag von Ld123 »

Hey :winke:

Ich arbeite in einer Kita und habe dort eine Mutter kennengelernt mit der ich mich sehr gut verstehe. Wir hatten schon längere Gespräche und sind auf einer Wellenlänge.
Nun haben wir seit längerem auch privat Kontakt.
Wir trennen berufliches und privates. Privat sprechen wir nicht über die Kita.
Das Kind geht auch in meine Gruppe. Es wird natürlich genauso behandelt wie die anderen Kinder. Es hat keine Vorteile durch die Freundschaft.
Meine Kollegen wissen denke ich nichts davon. Jedenfalls habe ich ihnen es nicht erzählt.
Nun frage ich mich ob ich sie darüber informieren sollte oder nicht.
Was denkt ihr ? Sollte ich sie darüber informieren?
Ich habe irgendwie Angst vor der Reaktion, obwohl privat darf man ja eigentlich tun was man möchte.
Danke!

Liebe Grüße

Engelglück
Leseratte
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Registriert: Sonntag 16. Dezember 2018, 23:04

Re: Freundschaft zwischen Erzieherin und Mutter eines Kindes?

Beitrag von Engelglück »

Hallo,
ich würde Dir zu einem offenen und ehrlichen Umgang mit Deinen Kollegen raten. Stelle Dir einmal vor,das es durch einen dummen Zufall heraus kommt und Deine Kollegen wissen nichts von eurer Freundsxchaft.
Das Du das Kind genauso,wie alle anderen behandelst,glaube ich nicht so ganz,denn gerade wenn man befreundet ist,wirst Du immer anders handeln,da Du persönliche Gefühle mit hinein bringst.
Was wird mit eventuellen Erziehungsfragen,oder mit eventuellen Entwicklungsproblemen?
Weiß Deine Leitung von eurer Freundschaft?
Es kann Dir negativ ausgelegt werden,denn Du wirst niemals Vorurteilsfrei mit dieser Person umgehen und Du hintergehst Deine Leitung.
Diese Freundschaft bringt Dir mehr Nach -als Vorteile.
Es wird immer gesagt,das ein gewisser Abstand zu den Eltern gehalten werden soll und das nichts damit zu tun,das man sich nicht mag.
Eltern,die eure Freundschaft (bewußt oder durch Zufall) mit bekommen,können sich benachteiligt fühlen.
Mein Ratschlag wäre,das Du Dir eine andere Kita suchst,dann wäre eure Freundschaft unbelastet.
LG Engelglück

Ld123
Beiträge: 3
Registriert: Samstag 9. Mai 2020, 00:04

Re: Freundschaft zwischen Erzieherin und Mutter eines Kindes?

Beitrag von Ld123 »

Engelglück hat geschrieben:
Montag 11. Mai 2020, 19:10
Hallo,
ich würde Dir zu einem offenen und ehrlichen Umgang mit Deinen Kollegen raten. Stelle Dir einmal vor,das es durch einen dummen Zufall heraus kommt und Deine Kollegen wissen nichts von eurer Freundsxchaft.
Das Du das Kind genauso,wie alle anderen behandelst,glaube ich nicht so ganz,denn gerade wenn man befreundet ist,wirst Du immer anders handeln,da Du persönliche Gefühle mit hinein bringst.
Was wird mit eventuellen Erziehungsfragen,oder mit eventuellen Entwicklungsproblemen?
Weiß Deine Leitung von eurer Freundschaft?
Es kann Dir negativ ausgelegt werden,denn Du wirst niemals Vorurteilsfrei mit dieser Person umgehen und Du hintergehst Deine Leitung.
Diese Freundschaft bringt Dir mehr Nach -als Vorteile.
Es wird immer gesagt,das ein gewisser Abstand zu den Eltern gehalten werden soll und das nichts damit zu tun,das man sich nicht mag.
Eltern,die eure Freundschaft (bewußt oder durch Zufall) mit bekommen,können sich benachteiligt fühlen.
Mein Ratschlag wäre,das Du Dir eine andere Kita suchst,dann wäre eure Freundschaft unbelastet.
LG Engelglück
Natürlich behandel ich das Kind genauso wie die anderen in der Gruppe. Sonst wäre das ja unfair.
Privat darf man ja das tun was man möchte.
Meine Frage war nur, ob ich es meine Kolleginnen aus der Gruppe erzählen soll oder ob das "egal" ist, da privat ja privat ist und nichts mit der Arbeit zu tun

Engelglück
Leseratte
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Re: Freundschaft zwischen Erzieherin und Mutter eines Kindes?

Beitrag von Engelglück »

Hallo,
ja Du darfst privat machen,was Du möchtest,aber Du hinter gehst Deine Leitung und Deine Kollegen. Du musst selber wissen,was Du riskieren möchtest,aber Du bist nun einmal nicht so offen und Du arbeitest im Team.
Ich habe alles zu diesem Thema gesagt --handeln musst Du alleine.
LG Engelglück

amaria
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Re: Freundschaft zwischen Erzieherin und Mutter eines Kindes?

Beitrag von amaria »

Hallo!

Als Kollegin würde ich nicht von dir erwarten, dass du mir von deiner Freundschaft zu einer Mutter erzählst. Wie andere Erzieherinnen auch, achtet man darauf, selbst keine Kinder zu bevorzugen und wenn einem derartiges bei einer Kollegin auffallen würde, würde man es vorsichtig ansprechen. Freiheit ist so kostbar und wichtig, dass man nicht wegen jeder persönlichen Entscheidung in einen Austausch mit anderen gehen muss. Gleichwohl sind Freundschaften zu Eltern nicht in jedem Fall unproblematisch. Nur wenn du es möchtest: Gut fände ich es, die Kollegin zu fragen, ob sie den Eindruck hätte, das du das Kind deiner Freundin anders behandeln würdest als andere? Es könnte sogar sein, dass du ihm sogar weniger Zeit schenkst, weil du es ja nicht bevorzugen möchtest. Das Phänomen kennt man von Müttern, die ein eigenes Kind in der Gruppe haben. - Ohne viel zu erklären, kannst du klarstellen, dass du weder etwas möglicherweise Wichtiges verschweigen willst, aber auch, dass du eine Freundschaft nicht thematisieren willst.

Selbst wenn diu privat mit Eltern befreundet wärst, die Millionäre sind, müsstest du meiner Meinung nach nichts sagen, denn auch die Privatsphäre der Eltern verdient es respektiert zu werden. Erst wenn Nebentätigkeiten für Mütter oder Väter hinzukommen, wird es kritisch.

Freundliche Grüße

amaria
„Ausdauer wird früher oder später belohnt - meistens aber später.“
Wilhelm Busch

"Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand."
Arthur Schopenhauer

Ld123
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Re: Freundschaft zwischen Erzieherin und Mutter eines Kindes?

Beitrag von Ld123 »

amaria hat geschrieben:
Samstag 16. Mai 2020, 09:29
Hallo!

Als Kollegin würde ich nicht von dir erwarten, dass du mir von deiner Freundschaft zu einer Mutter erzählst. Wie andere Erzieherinnen auch, achtet man darauf, selbst keine Kinder zu bevorzugen und wenn einem derartiges bei einer Kollegin auffallen würde, würde man es vorsichtig ansprechen. Freiheit ist so kostbar und wichtig, dass man nicht wegen jeder persönlichen Entscheidung in einen Austausch mit anderen gehen muss. Gleichwohl sind Freundschaften zu Eltern nicht in jedem Fall unproblematisch. Nur wenn du es möchtest: Gut fände ich es, die Kollegin zu fragen, ob sie den Eindruck hätte, das du das Kind deiner Freundin anders behandeln würdest als andere? Es könnte sogar sein, dass du ihm sogar weniger Zeit schenkst, weil du es ja nicht bevorzugen möchtest. Das Phänomen kennt man von Müttern, die ein eigenes Kind in der Gruppe haben. - Ohne viel zu erklären, kannst du klarstellen, dass du weder etwas möglicherweise Wichtiges verschweigen willst, aber auch, dass du eine Freundschaft nicht thematisieren willst.

Selbst wenn diu privat mit Eltern befreundet wärst, die Millionäre sind, müsstest du meiner Meinung nach nichts sagen, denn auch die Privatsphäre der Eltern verdient es respektiert zu werden. Erst wenn Nebentätigkeiten für Mütter oder Väter hinzukommen, wird es kritisch.

Freundliche Grüße

amaria
Danke.
Also würdest du mir eher raten es ihnen mitzuteilen ?

amaria
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Re: Freundschaft zwischen Erzieherin und Mutter eines Kindes?

Beitrag von amaria »

In der Angelegenheit möchte ich dir keinen Rat geben. Gerade weil wir in einem Frauenberuf arbeiten, sind wir oft damit konfrontiert, dass die Kolleginnen gern auch private Informationen - wichtige und unwichtige - haben möchten. - Ich kann verstehen, wenn man zurückhaltend ist und war es auch oft.

Alles Gute!

Angelika
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Re: Freundschaft zwischen Erzieherin und Mutter eines Kindes?

Beitrag von Basti85 »

Ich hatte durchaus auch Kontakt zu der ein oder anderen Alleinerziehenden Mutter.

Neuhier
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Re: Freundschaft zwischen Erzieherin und Mutter eines Kindes?

Beitrag von Neuhier »

Solange du keinen persönlichen Vorteil gegenüber deinen Kollegen hast, finde ich, dass es Privatsache ist.

Ich hatte schon beides, war befreundet mit der Erzieherin meines Kindes und war befreundet mit der Mutter eines meiner betreuten Kinder (war, weil meine Kinder jetzt raus sind aus der Einrichtung und aus der anderen bin ich raus). Ich habe kein Geheimnis daraus gemacht, spätestens beim Elternabend oder sonstigen gemeinsamen Aktionen merkt man das ja eh. Was ich nicht gemacht habe, im Team gesagt, "übrigens, ich bin jetzt mit xy befreundet". Meiner Meinung nach geht das niemanden außer euch was an. Ich würde auch von meinen Kollegen nicht erwarten, dass sie mir das sagen.

Wie sieht das eigentlich deine Freundin?

Deswegen würde ich dir hier raten: Hör auf deinen Bauch. Wenn du von anderen erwarten würdest, dass sie dir jede Freundschaft mitteilen, solltest du das auch tun.

Und sonst spielt die Zeit doch für euch, du wirst das Kind ja nun nicht 10 Jahre lang betreuen... :zwinker:
Sei stolz auf dich, niemand außer dir weiß, wie viel Kraft, Tränen, Mut und Vertrauen es dich gekostet hat dort zu sein, wo du jetzt bist. Marianna Jermakova

Basti85
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Re: Freundschaft zwischen Erzieherin und Mutter eines Kindes?

Beitrag von Basti85 »

Ich hatte auch schon sexuelle Kontakte zu der ein oder anderen Mutter, allerdings vor oder nach dem Aufenthalt der Kinder

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